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Abwegige religiöse Vorstellungen der Ignoranten

Im Gegensatz zu der allgemein vorherrschenden Annahme, sind sich die ignoranten Leute der Religion nicht völlig unbewusst. Die meisten von ihnen akzeptieren die Existenz eines allmächtigen Gottes, der sie und das ganze Universum erschaffen hat, doch trotzdem entwickeln sie ein abwegiges Verständnis der Religion. In vielen Versen des Qurans erklärt Allah, dass diese Leute die Existenz Allahs nicht begreifen können, weil sie nicht über Seine Schöpfung nachsinnen:

Und wenn du sie fragst: "Wer hat die Himmel und die Erde geschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht?«, so werden sie gewiss sagen: "Allah.« Wie lassen sie sich dann von der Wahrheit abbringen? (Sure 29:61 – al-'Ankabut)

Und wenn du sie fragst, wer sie geschaffen habe, so werden sie gewiss sagen: "Allah.« Wie lassen sie sich dann von der Wahrheit abbringen? (Sure 43:87 – az-Zukhruf)

Sage: "Wer versorgt euch vom Himmel und aus der Erde?" Oder "Wer beherrscht das Gehör und die Sicht? Und wer bringt Leben aus dem Toten und Totes aus dem Lebenden hervor? Und wer ist in Kontrolle der gesamten (kosmischen) Angelegenheit?« Sie werden sagen: "Allah«. So sage: "Wollt ihr dann nicht gottesfürchtig sein?« (Sure 10:31 – Yunus)

Der Hauptgrund dafür, dass diese Leute vom Weg ihres Schöpfers abirren, ist ihre starke Gebundenheit an dieses Leben. Aufgrund dieser Bindung missachten sie einfach die Tatsachen und ergehen sich mit ein paar fadenscheinigen Begründungen in Selbstbetrug. Wenn sie tiefer nachdächten, würden sie erkennen, dass sie ihr ganzes Leben lang Allahs treue Diener sein sollten. Wenn sie je ihr Vertrauen auf Allah setzen würden, würden sie die Existenz des jenseitigen Lebens begreifen und wissen, dass sie sich darauf vorbereiten sollten. Doch dagegen sträuben sie sich mit aller Anstrengung, da solch eine Einstellung eine Ausrichtung auf das künftige Leben erfordern würde, anstatt auf dieses. In solch einer Situation ist die übliche Handlungsweise der ignoranten Leute, sich einfach gedanklich nicht damit zu befassen.

An diesem Punkt kommen ihnen pervertierte Auffassungen hinsichtlich der Religion zu Hilfe. Diese Auffassungen erlauben den Unerleuchteten, ein schlechtes Gewissen zu vermeiden. Trotz der Vielzahl dieser Konzepte ist es ein einziges Leitmotiv, das ihnen allen zugrunde liegt – zu vermeiden, Allah zu dienen.

Jeder dieser pervertierten Glaubensinhalte wird im Quran, der letzten, vor 1400 Jahren offenbarten und unversehrt erhaltenen Wegweisung zum Pfad der Wahrheit für die Menschheit, im einzelnen erklärt. Diese pervertierten Glaubensinhalte, die auf den nachfolgenden Seiten erklärt werden sollen, können die Menschen nicht vor einer ewig währenden Strafe beschützen, wohingegen sie sehr wohl dazu dienlich sein mögen, die Menschen in diesem Leben hinters Licht zu führen. Am Tag der Abrechnung wird jeder entsprechend seiner Taten gerichtet werden, und niemand wird die Möglichkeit haben, seine Übeltaten zu verbergen. Durch das göttliche Urteil werden diejenigen, die den 'geraden Weg' beschritten haben, in alle Ewigkeit mit dem Paradies belohnt werden. Die Übeltäter erwartet ein schreckliches Ende und bittere Reue.

Wenn du sähest, wie sie vor das Feuer gestellt werden, dann sagen sie: "Wehe uns! Dass wir doch zurückgebracht würden, dann würden wir die Zeichen unseres Herrn nicht mehr verleugnen und würden zu den Gläubigen gehören!" . (Sure 6:27 – al-An'am)

Es mag wohl sein, dass die Ungläubigen wünschten, sie wären Muslime. (Sure 15:2 – Al-Hidschr)

Sie halten, das, wonach sich die Mehrheit richtet, für die Wahrheit

Eines der, unter den ignoranten Leuten vorherrschenden Konzepte ist, dass das, was von der Mehrheit als recht akzeptiert wird, gültig und wahr sei. Was sie hinters Licht führt, ist oft der gleiche Grundsatz: 'Da so viele Leute es tun, muss es wohl begründet sein.' Falls die betreffenden Prinzipien von einer respektierten Elitegruppe der Gesellschaft formuliert werden, ist der Einfluss dieser Prinzipien umso stärker spürbar unter den ignoranten Leuten. In diesem Fall kommt es letzteren niemals in den Sinn, die Gültigkeit jener Prinzipien in Frage zu stellen, die ihnen sodann ihr ganzes Leben lang als Richtlinien dienen.

Dass die Mehrheit etwas als wahr akzeptiert, prägt den entsprechenden Ansichten jedoch noch lange nicht das Siegel objektiver Gültigkeit auf. Dies ist gewiss ein gefährlicher Fallstrick für diejenigen, die nicht fest gegründet sind in ihrem Glauben an den Quran. Allah warnt die Gläubigen davor, dem Trend der Mehrheit zu folgen:

Und wenn du den meisten derer, die auf der Erde leben gehorchtest, würden sie dich verleiten, von Allahs Weg abzuirren. Sie folgen nur Vorstellungen, und sie vermuten nur. (Sure 6:116 – al-An'am)

Indem sich die Gläubigen nach dieser Warnung richten, folgen sie nur den Geboten des Qurans und ihrem Gewissen. Die ignoranten Leute dagegen suchen Zuflucht in der Macht der Mehrheit auf dieser Welt und hoffen, dass es ihnen auch im Jenseits als Entschuldigung für ihre unverantwortliche Verhaltensweise gegenüber ihrem Schöpfer dienen werde, dass sie der Mehrheit gefolgt waren. Das jedoch ist lediglich Wunschdenken. Diejenigen, die ihre Religion auf dieser Welt vernachlässigen, werden im Jenseits einsam und hilflos bleiben.

Und kein Freund wird nach dem Freund fragen... (Sure 70:10 – al-Ma'aridsch)

An jenem Tag werden sich alle Ausreden, die vorgebracht werden, um der Hölle zu entgehen als ungültig erweisen. Das grundlegende Prinzip von Aussagen, wie 'Alle haben das gleiche getan...' oder 'Ich nahm an, dass die Mehrheit im Recht war...', wird niemanden vor den Qualen erretten.

So werden denen, die Unrecht begingen an jenem Tage ihre Ausreden nichts nützen, noch wird ihnen Genüge zuteil werden. (Sure 30:57 – ar-Rum)

Und im folgenden Vers erklärt Allah:

... und das, was dir von deinem Herrn offenbart wurde ist die Realität, doch die meisten Menschen glauben nicht. (Sure 13:1 – ar-Ra'd)

Das, was die Mehrheit vorschreibt, herrscht so lange vor, solange dadurch die Gebote Allahs nicht eingehalten werden. Diejenigen, die an die Offenbarungen Allahs glaubten, waren seit Alters her immer in der Minderheit.

Sie glauben, der Tod sei das absolute Ende ihrer Existenz

Die ignoranten Leute glauben nur an das, was sie mit ihren fünf Sinnen wahrnehmen können. Diese materialistische Einstellung bildet die Grundlage für das Ableugnen eines Lebens nach dem Tod. Solch eine Verneinung jedoch, ist nichts als ein fadenscheiniger Vorwand, den sie erfinden, um ihren Unglauben zu rechtfertigen. Jeder mit Denkvermögen begabte Mensch kann sich vorstellen, dass es praktisch keinen Unterschied zwischen der Erschaffung dieses Lebens und des jenseitigen gibt. Dass der Mensch aus dem nichts ins Dasein kam, ist Beweis dafür, dass die Existenz aller Dinge schlechthin eine Folge der Ausübung von Allahs Willen ist.

Ancak cahiliye inancında direten kimseler, son derece açık olan bu gerçeği görmek ve anlamak istemezler. Kuran'da onların bu direnişleri için öne sürdükleri mazeretler şöyle ifade edilmiştir:

Trotzdem behandeln die Leute, die auf ihre Ignoranz bestehen, diese Realität, als ob es sie nicht gäbe. Im Quran verwirft Allah die Vorwände, die sie erdichtet haben, um ihre Ablehnung zu begründen. Und er (der Mensch) erstellt Uns Gleichnisse und vergisst seine eigene Erschaffung; er sagt: "Wer wird die Gebeine beleben, wenn sie verwest sind?« Sage: "Er wird sie beleben, der sie das erste Mal erschuf und Er hat absolutes Wissen der gesamten Schöpfung. (Sure 36:78, 79 – Ya Sin)

Und sie sagen: "Wie sollen wir, wenn wir in der Erde verstreut sind, uns dann in einer neuen Schöpfung finden?« Doch nein, sie leugnen die Begegnung mit ihrem Herrn. .(Sure 32:10 – al-Sadschda)

Es gibt gewiss einen Grund für diese Ablehnung. Die Existenz des Jenseits zu leugnen rechtfertigt ja letzten Endes ihre Bindung an dieses Leben. Die Auferweckung vom Tod zu akzeptieren, wäre gleichbedeutend mit der Annahme der Idee, dass man am Tag des Jüngsten Gerichts für alle begangenen guten und schlechten Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird. Diese Tatsache jedoch ist mit Sicherheit nicht akzeptabel innerhalb ihres Systems, das in sich selbst jeglicher Grundlage mangelt.

Ein Mensch, der sich zum Glauben an die Existenz des jenseitigen Lebens bekennt, muss auch zugestehen, dass er sich auf dieses vorbereiten sollte. Aufgrund der zügellosen Ambitionen der ignoranten Leute jedoch, ist das ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Aus diesem Grund ist die einzige Lösung, die ihr primitives Grundprinzip anzubieten hat, die Ableugnung des Jenseits.

Nichtsdestoweniger kann solch eine Einstellung den Ignoranten nur Nachteile bringen. Als Folge davon leben sie ein gestörtes Leben und verdienen sich unablässige Qualen im Jenseits. Es ist daher offensichtlich, dass das Leugnen des jenseitigen Lebens auf keinen Fall im besten Interesse des Menschen ist, ganz im Gegenteil, es verursacht große Verluste sowohl in diesem Leben, wie auch im künftigen.

Sie erwarten Wunder bevor sie glauben

Einige Leute erwarten, dass übernatürliche Ereignisse geschehen. Dies jedoch ist nur eine Taktik um der Wahrheit aus dem Weg zu gehen und wurde von je her von allen Gesellschaften angewendet, die unbeirrbar in ihrem Unglauben verharrten. Jene Leute, die von den Propheten verlangten, dass sie Wunder vollbrächten, werden im Quran erwähnt.

Und diejenigen, welche die Begegnung mit Uns nicht erwarten, sagen: "Warum werden keine Engel zu uns herniedergesandt, oder sehen wir unseren Herrn nicht?« Gewiss sind sie in Hochmut von sich selbst eingenommen und der Frevel ihrer Arroganz ist gewaltig. (Sure 25:21 – al-Furqan)

Und Wir haben gewiss in diesem Quran alle möglichen Beispiele für die Menschen angeführt, doch die meisten Menschen tun sie verächtlich ab, es sei denn um sie zu bestreiten. Und sie sagen: "Wir werden dir niemals glauben, bis du uns eine Quelle aus der Erde hervorsprudeln lässt, oder bis dir ein Obstgarten mit Dattelpalmen und Trauben zuteil wird in dem Wasserströme hervorquellen, oder bis du den Himmel über uns einstürzen lässt, wie du es uns als Teil des Strafe androhst, oder bis du uns Allah und die Engel zu Gesicht bringst, oder bis dir ein prunkvolles Haus zu eigen wird oder bis du in den Himmel aufsteigst; und wir werden niemals an deine Himmelfahrt glauben, bis du uns ein Buch herunterbringst, das wir lesen können.« Sage: "Hoch erhaben ist mein Herr! Bin ich denn mehr als ein menschlicher Gesandter?« (Sure 17:89-93 – al-Isra')

Und diejenigen, die kein Wissen besitzen, sagen: "Warum spricht Allah nicht zu uns oder sendet uns ein Zeichen?« Eben solche Reden wie die ihrigen, äußerten auch diejenigen vor ihnen; ihre Herzen sind einander ähnlich. Wir haben die Zeichen offenbar gemacht für Leute, die Glaubensgewissheit haben. (Sure 2:118 – al-Baqara)

Wie diese Verse es erläutern, waren diejenigen, die Wunder von den Gesandten Allahs erwarten von je her Ungläubige. Sie verlangen nach Wundern weil sie tief in ihren Herzen wissen, dass das, was den Propheten offenbart worden war, recht und wahr ist. Doch um dieser Tatsache aus dem Weg zu gehen, erfinden sie irgendwelche Vorwände um sie zu leugnen. Diese unehrliche Einstellung wird im folgenden Vers dargestellt:

Und sie schwören die feierlichsten Eide bei Allah, dass sie, wenn ihnen ein Zeichen gegeben würde, sicherlich daran glauben würden. Sage: "Nur Allah verfügt darüber, Zeichen zu offenbaren. Doch wie könnt ihr wissen, dass sie, wenn ihnen Zeichen gegeben würden, dennoch nicht glauben würden?« (Sure 6:109 – al-An'am)

Sie glauben, Allah sei irgendwo 'oben' im Himmel

Die ignoranten Leute haben verschiedentliche pervertierte Glaubensideen bezüglich der Religion, da sie Entscheidungen darüber, was richtig und was falsch ist, eher aufgrund ihrer primitiven Richtlinien treffen, als sich vom Quran leiten zu lassen. Meistens beziehen sie diese Glaubensinhalte von ihren Eltern oder anderen Leuten in ihrer unmittelbaren Umgebung, die sie schon in ihrer Kindheit tief beeindrucken, doch durch diese Konzepte werden sie ihr ganzes Leben lang irregeführt.

Viele Leute, die eigentlich die Existenz Allahs nicht leugnen, doch eine falsche Vorstellung von Ihm haben, verfallen dem gleichen grundsätzlichen Fehler derer, die Allah leugnen. Sie lehnen die Schöpfung nicht ab, doch sie halten an abergläubischen Ideen darüber fest, 'wo' Allah ist. Die meisten bilden sich ein, Allah sei irgendwo 'oben' im Firmament. Sie stellen sich vor, Allah sei hinter irgendeinem entfernten Planeten und mische sich nur gelegentlich in die Angelegenheiten dieser Welt ein – oder, sie glauben, Er nähme möglicherweise überhaupt kein Interesse an der Welt: Er erschuf das Universum und überließ es dann sich selbst, und auch den Menschen ist es selbst überlassen, ihr Schicksal zu bestimmen. Andere wiederum haben gehört, dass im Quran geschrieben steht, Allah sei überall, doch sie können nicht begreifen, was das genau bedeutet. Sie stellen sich vor, Allah umfasse alles, wie Radiowellen oder wie ein unsichtbares, flüchtiges Gas. In anderen hingegen beschwört der Gedanke an Allah das Bild eines alten, weisen Mannes herauf.

Diejenigen, jedoch, die alles Geschehen dem Quran entsprechend auslegen und beurteilen, haben ein klares Konzept von Allahs Eigenschaften; sie verstehen, dass das gesamte Universum einen einzigen Herrscher hat, und dass dieser die gesamte physikalische Welt, einschließlich aller Menschen, je nach Belieben Veränderungen unterwirft, und dass Er nicht auf einen bestimmten Ort oder irgend eine Zeit beschränkt ist. Sie wissen, dass selbst ein, mit bloßem Auge unsichtbares Staubkorn Seiner Kontrolle unterliegt. Allahs Existenz umfasst alle Dinge, und die 'Vernunft' erkennt das. Wie der Vers erklärt, ist Allah dem Menschen näher als seine eigene Halsschlagader (Sure 50:16 – Qaf). Geradeso, wie Er diese allumfassende Ordnung geschaffen hat, ist Er es, der dieselbe auch ununterbrochen unterhält. Er umfasst alle Dinge und alle Orte, wie es im Quran erklärt wurde:

Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch auch hinwendet, dort ist Allahs Angesicht. Sicherlich, Allah ist Allumfassend und Allwissend. . (Sure 2:115 – al-Baqara)

Und Allah gehört alles, was in den Himmeln und auf Erden ist; und Allah hat alle Dinge umschlossen. (Sure 4:126 – an-Nisa)

Sie denken, es genüge, in den späteren Jahren des Lebens, regelmäßige Andacht und Gebete zu verüben

Indem sie ihr Leben lang eitlen Zielen nachjagen, vergeuden sie ihr Leben, ohne irgend etwas für das jenseitige Leben zu tun. Die Tatsache, jedoch, dass sie es versäumen, dem Jenseits die gebührende Beachtung zu geben, verursacht ihnen eine innerliche Unruhe aufgrund derer ihr Geist sie hin und wieder zur Buße ermahnt, doch an diesem Punk verspüren sie dann das Bedürfnis, sich mit Vorwänden zu beruhigen, wie: 'Es ist noch zu früh, mich religiösen Belangen zu widmen...', oder '... gegenwärtig habe ich eine ganze Reihe vorrangiger Aufgaben, auf die ich mich konzentrieren muss, doch eines Tages werde ich mich ernsthaft mit der Religion befassen.' Dieser besagte 'eine Tag' jedoch bedeutet die späteren Jahre des Lebens, wenn man die Nähe des Todes spüren kann.

Diese Leute schieben es auf die letzten Jahre ihres Lebens hinaus, sich auf geistliche Dinge zu besinnen. Sie sind der Ansicht, dass die Reifejahre dazu verwendet werden sollten, das beste aus dem Leben herauszuholen, da sie andernfalls, wie sie denken, ihr Leben verschwenden würden. Abgesehen davon wäre es, aufgrund der körperlichen Beschwerden, die hohes Alter mit sich bringt, ohnehin schwierig, das Leben dann noch voll zu genießen, und so entschließen sie sich, sich erst in den späten Jahren religiös zu engagieren, während sie die ganze Zeit über dem innerlichen Unbehagen ausgesetzt sind, nicht den Weg der Wahrheit zu beschreiten.

Diese Einstellung ist weit verbreitet unter den ignoranten Leuten, doch wenn es nur hohes Alter ist, das solch eine Umkehr bewirken kann, so erscheint die Aufrichtigkeit dieser Leute doch sehr zweifelhaft. Letztlich ist es keine ehrliche Verhaltensweise, sich in jungen Jahren stets gegen eine Besinnung auf das Jenseits geistig zu verschließen und niemals Allahs zu gedenken, bis man schließlich das Greisenalter erreicht hat, und selbst dann noch zu erwarten, Vergebung für alle schlechten Handlungen zu finden.

Zweifelsohne ist es möglich sich jederzeit in Buße zu Allah umzuwenden (außer, wenn der Tod bereits 'vor der Tür steht'). Allah verzeiht jedem, der den rechten Weg erkennt und sich dementsprechend aufrichtig läutert. Ein betreffender Vers hinsichtlich der Buße lautet folgendermaßen:

Diejenigen, die Übles in Unwissenheit begehen und bald darauf in Reue umkehren, haben Anspruch darauf, dass Allah ihre Buße akzeptiert und solchen wendet Sich Allah erbarmend zu; und Allah ist Allwissend, Weise. Die Möglichkeit zur Buße besteht nicht für jene, welche Übles taten bis, der Tod ihnen gegenwärtig ist und dann sagen: »Jetzt bereue ich wirklich!«, und auch nicht für jene, die als Ungläubige sterben. Für sie haben Wir eine schmerzliche Strafe bereitet. (Sure 4:17, 18 – an-Nisa)

Diejenigen, die sich von solch abwegigen Einstellungen beirren lassen, sollten sich zumindest eingestehen, dass ihnen möglicherweise keine Zeit bleibt um alt zu werden und die Übeltaten zu bereuen, die sie in ihren jungen Jahren begangen haben. Ihr Leben könnte unversehens ein plötzliches Ende finden, ohne dass ihnen die Zeit zur Buße gegeben wird. In solch einem Fall bleibt einem nur bittere Reue in der Ewigkeit. Viele Verse heben diese Tatsache hervor:

Könntest du nur sehen, wie die Übeltäter ihre Köpfe vor ihrem Herrn beugen (und sagen:) "Unser Herr, wir sehen und hören, so bringe uns zurück, und wir wollen Gutes tun; nun haben wir Gewissheit (Sure 32:12 – al-Sadschda)

Wenn du sähest, wie sie vor das Feuer gestellt werden, dann sagen sie: "Wehe uns! Dass wir doch zurückgebracht würden, dann würden wir die Zeichen unseres Herrn nicht mehr leugnen und würden zu den Gläubigen gehören!" . (Sure 6:27 – al-An'am)

Sie denken, es wird ihnen letzten Endes auf

Obwohl die Mehrzahl der Leute einen elementaren Glauben haben, sind sie dennoch skeptisch bezüglich der Existenz des Jenseits. Sie vermeiden es, ernsthaft über den Jüngsten Tag nachzudenken, da die Gedanken daran sie zur Erkenntnis des Todes und des Lebens darüber hinaus führen würde. Die Aussicht auf die Möglichkeit eines Lebens nach dem Tod regt sie an, Ausreden zu erfinden, da sie wissen, dass sie sich in der Gegenwart Allahs für alle Fehlhandlungen, die sie während ihres Lebens in dieser Welt begangen haben, verantworten müssen. Andernfalls müssen sie erkennen, dass sie letztlich zu ewigen Qualen in der Hölle verdammt sind. An diesem Punkt schwanken sie dazwischen, sich entweder den Geboten Allahs zu beugen, oder sich für ihre Gewissensbisse, der Welt zu sehr zugetan zu sein, Erleichterung zu schaffen.

Die Richtlinien der Ignoranz zwingen ihnen zweifellos die zweite Alternative auf. Die ignoranten Leute ergeben sich dem Selbstbetrug, dass ihnen, ungeachtet der Verantwortungslosigkeit ihres Handelns gegenüber ihrem Schöpfer, letztlich Vergebung zuteil werden wird. In dem sie zur Gnade Allahs Zuflucht nehmen, stellen sie sich vor, dass Allah ihnen auf alle Fälle gnädig sein wird und ihnen all ihre Undankbarkeit, ihren Ungehorsam und Unglauben verzeihen wird.

Dass die gleiche Einstellung auch von anderen geäußert wird, bestätigt einen Menschen noch in seinem Irrtum. Sie sprechen sich einander zu und unterstützen sich gegenseitig indem sie sagen: 'Es wird uns ja doch vergeben werden.' Allah gibt Seiner Missbilligung dieser Doktrin der Ignoranz im Quran Ausdruck:

Elbette her insan hayatının her aşamasında tevbe edip Allah'a yönelebilir. Doğruyu görüp, teslim olan her insanı Allah dilerse bağışlar ve cennetle mükafatlandırır. Ancak unutmamak gerekir ki Allah Kuran'da kişinin tevbesinin hangi şartlarda kabul edileceğini de bildirmiştir:

Es folgte ihnen dann eine andere Generation; sie erbten das Buch, doch sie ergreifen die eitlen Vergänglichkeiten dieser Welt und sagen: "Es wird uns vergeben werden.« Doch wenn immer sich ihnen derartige Dinge anbieten, ergreifen sie diese (aufs Neue). Wurden sie nicht in dem Bündnis des Buchs verpflichtet, nichts als die Wahrheit über Allah zu sagen? Und sie haben studiert, was darin enthalten ist. Doch die Wohnstatt des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Habt denn keinen Intellekt? . (Sure 7:169 – al-A'raf)

Wie im Quran erklärt, hat dieses Verständnis der ignoranten Gesellschaft in keiner Weise irgendeine Gültigkeit in Allahs Augen und am Tag des Jüngsten Gerichts. Sicher ist Allah stets zur Vergebung bereit und überaus gnädig, doch das gilt nur für diejenigen, die ihre Fehlhandlungen sofort erkennen und bereuen, nicht für diejenigen, die Pläne schmieden um der göttlichen Vergeltung zu entgehen. Allah beschreibt die wahrhaft aufrichtigen Gläubigen folgendermaßen:

Und diejenigen, die, wenn sie etwas Schändliches getan oder sich mit Unrecht belastet haben, Allahs gedenken und sodann für ihre Sünden um Vergebung bitten – und wer vergibt Sünden außer Allah? – und nicht wissentlich in ihrem Tun verharren, ihr Lohn ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, in denen Ströme fließen, darin sie ewig verweilen; und köstlich ist der Lohn derer, die so handeln. (Sure 3:135, 136 – Al-'Imran)

Sie denken, sie verdienen das Paradies

'Es tief im Herzen gut meinen' ist eine Phrase, welche die Methode am besten beschreibt, mit der die ignoranten Leute generell ihre Reuegefühle beschwichtigen. Obwohl sie dabei ausdrücklich vom geraden Weg ihres Schöpfers abweichen, nehmen die ignoranten Leute an, dass sie nur aufgrund dieser sog. 'Herzensgüte' eine ewige Belohnung verdienen. Sie halten sich selbst für gut, da sie niemandem etwas zuleide tun. Mit solch einer Mentalität sehen sie keinen Hinderungsgrund, der ihnen den Himmel verschließen könnte, falls sich das Jenseits überhaupt für sie realisiert. Entsprechend dem Quran, jedoch, ist solch eine Überzeugung völlig unbegründet. Es ist ein bloßer Aberglauben, wie es der folgende Vers bestätigt:

Und wenn Wir ihn, nach einem Ungeschick, das ihn betroffen hat, Barmherzigkeit von Uns kosten lassen, so sagt er gewiss: "Das steht mir zu; und ich glaube zwar nicht, dass die Stunde bestimmt ist, doch wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werden sollte, dann würde mir sicher das Beste bei Ihm zuteil werden.« Doch Wir werden den Leugnern bestimmt mitteilen, wie sie gehandelt haben, und Wir werden sie sicherlich eine harte Strafe schmecken lassen. (Sure 41:49 – Fussilat)

Solchen Leuten mangelt es in der Tat an aufrichtigem Glauben. Sie äußern selbst Zweifel an der Realität des Jüngsten Gerichts. Dies ist eigentlich eine unterbewusste psychologische Methode um mit ihrer Reue fertig zu werden. Wenn die Möglichkeit einer Auferweckung nach dem Tod besteht, trösten sie sich mit der Überzeugung, dass ihnen, anstatt einer harten Strafe, eine ewige Belohnung im Paradies zuteil werden wird.

Jemand, dem Allah die frohe Botschaft einer ewigen Belohnung gegeben hat, legt besondere Eigenschaften an den Tag. Er liebt und fürchtet Allah zu einem sehr großen Ausmaß; solch ein Mensch ist sehr achtsam in Bezug auf die Gebote Allahs. Er gibt seiner Dankbarkeit Ihm gegenüber Ausdruck, kehrt sich Ihm zu und kehrt stets zu Ihm um, er sucht ständig Allahs Führung und Erleuchtung indem er sich damit beschäftigt Gutes zu tun. Allah verspricht, dass nur diejenigen belohnt werden, die sich auf Seinen Wegen halten.

Wie wir gesehen haben ist 'Herzensgüte' kein quranisches Konzept. Es ist vielmehr eine, von den ignoranten Leuten entwickelte Methode, sich ihrer, von Gott gegebenen Verantwortung zu entziehen und die Furcht vor der ewigen Strafe zu beschwichtigen. Abgesehen davon ist die Begründung dieser Logik unbekannt und die Kriterien auf die sie sich gründet, wechseln von einem zum anderen. Ein Mensch mag z.B. Diebstahl rechtfertigen indem er sagt, er stehle, nicht weil es ihm Spaß macht oder Nervenkitzel verursacht, sondern weil er es nötig hat. Das ist gewiss ein Versagen der Vernunft.

Wir können daher schließen, dass das System der Ignoranz vollkommen auf Unehrlichkeit beruht und nach den Maßstäben des Qurans in keiner Weise akzeptabel ist. Die ausschlaggebenden Verhaltensweisen, durch welche die Menschen sich das Paradies verdienen, sind klar dargelegt: Niemanden außer Allah zu fürchten, Allah zu lieben und die, von Ihm bestimmten Grenzen einzuhalten. Allah erklärt folgendes im Quran:

Und das Paradies wird den Gottesfürchtigen nahe gebracht, so dass es nicht mehr fern ist. Das ist es, was euch verheißen wurde, jedem Reumütigen und Achtsamen, der den Barmherzigen Gott im geheimen fürchtete und mit einem reuigem Herzen (zu Ihm) kam. Geht darin ein in Frieden. Dies ist der Tag der Ewigkeit.« (Sure 50:31-34 – Qaf)

Sie glauben, sie werden letzten Endes, nach einer vorübergehenden Bestrafung in der Hölle, das Paradies erlangen

Leute die ihren eigenen Wertsystemen folgen, trösten sich mit dem Wunschdenken, dass sie für jegliche Fehlhandlungen eine bestimmte Zeit lang in der Hölle bestraft werden. Darüber hinaus fördert solch eine Einstellung es, Übertretungen zu begehen, da sie nach dieser zeitlich begrenzten Bestrafung ein ewiges Leben im Paradies in Aussicht stellt und dabei unbewusst die Furcht vor einer schmerzlichen Strafe am Ende des Lebens beschwichtigt. Die Unvernunft solch einer Geisteshaltung ist in dieser Weise im Quran beschrieben:

... sie sagten: "Das Feuer wird uns niemals berühren, es sei denn für eine begrenzte Anzahl von Tagen.« Und ihre Saumseligkeit hat sie in ihrer Religion hinters Licht geführt. (Sure 3:24 – Al-'Imran)

Offensichtlich ist dies ein Denkmodell, das dem Herzen Erleichterung verschafft. Die ignoranten Leute akzeptieren, dass sie Sünden begangen haben, doch sie bewerten dieselben als zu unbedeutend, um ein Hindernis in der Erlangung des Paradieses zu sein. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie von ihrer gewohnten Lebensweise ablassen, obwohl sie die Möglichkeit hätten, Buße zu tun und ihr Verhalten zu ändern.

Dies zeigt deutlich welch ein mangelhaftes Verständnis sie von der Hölle haben. Die Hölle, wohin die Ungläubigen in alle Ewigkeit verbannt sind, wurde speziell dazu erschaffen, dem menschlichen Körper und der menschlichen Seele Qualen zu bereiten. Der einzige Grund dafür ist, dass die Ungläubigen sich eines großen Unrechts schuldig machen, und Allahs Gerechtigkeit dessen Vergeltung erfordert.

Undankbar und aufsässig gegenüber dem Schöpfer zu sein, der dem Menschen eine Seele gibt, ist das größte Unrecht auf der Welt, dessen der Mensch schuldig werden kann, und daher gibt es im Jenseits eine schmerzliche Strafe für solch eine Todsünde. Das ist der Zweck, dem die Hölle dient. Der Mensch wurde dazu erschaffen, Allahs Knecht zu sein. Wenn er den Hauptzweck seiner Erschaffung leugnet und ablehnt, erhält er gewiss, was er verdient. Allah erklärt folgendes:

Und sie sagten: "Das Feuer wird uns niemals berühren, es sei denn für eine begrenzte Anzahl von Tagen.« Sage: "Habt ihr Allah ein Versprechen darüber abgenommen – so bricht Allah niemals Sein Versprechen – oder macht ihr Aussagen über Allah bezüglich dessen, was ihr nicht wisst?« (Sure 2:80 – al-Baqara)

Ein Mensch mag sich in dieser Welt sehr einfach dem Selbstbetrug anheimgeben, doch das Jenseits ist ein Ort, wo alle Tatsachen über ihn enthüllt werden und, was noch wichtiger ist, es ist mit Sicherheit ein Ort ohne Rückkehr.

Sie glauben, nur eine begrenzte Anzahl von Leuten werden in der Hölle bestraft werden.

Es gibt noch ein anderes Konzept, das die Grundlage für ein ignorantes Denkmodell schafft. Sie nehmen an, dass die Hölle ein Ort mit begrenzter Platzkapazität ist. In Anbetracht der Anzahl der Menschen, die je auf der Erde gelebt haben, finden sie es unwahrscheinlich, dass all diese Leute bestraft werden können, und infolgedessen finden sie es auch unwahrscheinlich, dass sie es sein werden, die der Qual ausgesetzt sein werden, da es so viele andere schuldige Leute gibt, die es viel eher verdienen.

Diese Logik ist jedoch vollkommen falsch. Leute, die derartige Vorstellungen hegen, haben keine Ahnung von der Macht Allahs. Gewiss hat Allah die Macht, die Menschen aller Zeiten in der Hölle zu versammeln, einem Ort mit gigantischen Ausmaßen, die das menschliche Erfassungsvermögen überschreiten. Die folgenden Verse vermitteln eine Idee von der Hölle:

An jenem Tag, werden Wir zur Hölle sagen: "Bist du nun voll?" und sie wird antworten: "Gibt es noch mehr?" (Sure 50:30 – Qaf)

Und bist du dir bewusst, was das Höllenfeuer ist? Es lässt nichts übrig und verschont nichts. Es versengt dem Menschen die Haut. (Sure 74:27-29 – al-Muddaththir)

Jemand, der Allah fürchtet und ohne irgend welche Zweifel ans Jenseits glaubt, weiß mit Sicherheit, dass er auferweckt und mit seiner Seele gerichtet werden wird. Dieses Gericht ist die höchste Instanz der göttlichen Gerechtigkeit und deshalb werden diejenigen, die in dieser Welt Allahs Geboten gegenüber achtlos waren, nicht vor den Qualen der Hölle errettet werden. Die absolute Gerechtigkeit Allahs ist folgendermaßen im Quran erklärt:

Hast du nicht jene gesehen, die für sich selbst Reinheit beanspruchen? Doch Allah ist es, der reinigt, wen Er will, und es wird ihnen nicht im geringsten Unrecht getan. (Sure 4:49 – an-Nisa)

An jenem Tage wird Allah sie in vollem Maß für ihre tatsächliche Lebenstransaktion entlohnen, und sie werden erkennen, dass Allah die offenbare Realität ist. (Sure 24: 25 – an-Nur)

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