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1 Woran erkennen wir die Existenz Allahs? Die Pflanzen,
Tiere, Meere, Gebirge und die Menschen, die wir sehen, wenn wir uns umschauen,
und alles andere auf der Welt - lebendig oder nicht lebendig - das wir nicht sehen
können, sind offensichtliche Beweise einer überlegenen Weisheit, die alle Dinge
geschaffen hat. Das Gleichgewicht, die Ordnung und die perfekte Beschaffenheit
des Universums beweisen ebenfalls die Existenz von jemandem, der universales Wissen
besitzt und der alle Dinge in vollendeter Form geschaffen hat. Der Besitzer dieses
universalen Wissens ist Allah. Wir begreifen die Existenz Allahs durch die
perfekten Systeme, die Er geschaffen hat und durch die ehrfurchtgebietenden Eigenschaften
aller lebenden und nicht lebenden Dinge. Diese Vollkommenheit wird im Quran beschrieben: Der
sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung
des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst!
Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf
und matt zu dir zurückkehren. (Sure 67:3-4 - al-Mulk) FRAGE
2 Wie erkennen wir Allah? Wieder ist es die perfekte
Schöpfung im gesamten Universum, die uns die überlegene Macht Allahs zeigt. Jedoch
hat sich Allah uns grundsätzlich im Quran offenbart, den Er den Menschen als Wegweiser
zur Lebensführung gesandt hat. Der Quran vermittelt uns die überlegenen Eigenschaften
Allahs: Seine universale Weisheit, Seine Allwissenheit, Sein Mitleid, Seine Gnade.
Seine Gerechtigkeit, Seine Allgegenwart, Seine Fähigkeit, alles zu sehen und alles
zu hören, dass Er der einzige Besitzer des Himmels ist und der einzige Gott des
Himmels, der Erde und von allem was dazwischen liegt und dass Er der alleinige
Herrscher des Reichs Gottes ist. Er ist Allah, ausser Dem
es keinen Gott gibt. Er kennt das Verborgene und das Offenbare. Er ist der Erbarmer,
der Barmherzige. Er ist Allah, ausser Dem es keinen Gott gibt: der Herrscher,
der Heilige, der Heilbringende, der Glauben-gewährende, der Beschützer, der Erhabene,
der Unwiderstehliche, der Majestätische. Preis sei Allah, (erhaben ist Er) über
was sie Ihm beigesellen. Er ist Allah, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende.
Sein sind die schönsten Namen. Ihn preist, was in den Himmeln und auf Erden ist;
Er ist der Mächtige, der Weise. (Sure 59:22-24 - al-Haschr) FRAGE
3 Was ist der Sinn unserer Existenz ? Allah erklärt
uns den Sinn unserer Existenz so: Und die Dschinn und die
Menschen habe Ich nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen. (Sure 51:56 - adh-Dhariyat) Der
Grund für des Menschen Dasein auf Erden ist der, ein Diener Allahs zu sein, ihn
anzubeten und sein Wohlgefallen zu erlangen. Die Menschen werden, so lange sie
auf Erden leben, daraufhin geprüft. FRAGE 4 Warum
werden wir geprüft? Allah prüft die Menschen auf der Welt, um die, die an
Ihn glauben, zu unterscheiden von jenen, die nicht an Ihn glauben und um festzustellen,
welche der Gläubigen sich dabei am besten verhalten. Deswegen ist es für den Menschen
nicht genug, zu sagen: "Ich glaube." So lange der Mensch lebt, werden sein Glaube
und seine Hingabe an Allah, seine Beharrlichkeit in der Religion, kurz, seine
Standfestigkeit als Diener Allahs unter besonders dafür geschaffenen Umständen
und Umgebungen geprüft. Allah benennt diese Wahrheit im folgenden Vers: Der
Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist
der Erhabene, der Verzeihende. (Sure 67:2 - al-Mulk) FRAGE
5 Wie sollen wir Allah dienen? Ein Diener Allahs zu
sein heißt, sein gesamtes Leben dem Zweck zu widmen, Allahs Wohlgefallen und Anerkennung
zu erlangen. Es heißt, alles was man tut, in bestmöglicher Weise auszuführen,
um Allah zu gefallen, Allah allein zu fürchten, und all seine Absichten, Worte
und Taten daraufhin auszurichten. Allah macht uns im Quran darauf aufmerksam,
dass die Aufgabe, Ihm zu dienen, jeden Aspekt des menschlichen Lebens umfasst. Sprich:
"Siehe, mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Allah,
dem Herrn der Welten. (Sure 6:162_Al-An'am) FRAGE 6 Warum
ist Religion notwendig? Ein Mensch, der an die Existenz Allahs glaubt, muss
zuerst die Gebote seines Schöpfers lernen und die Dinge die Ihm wohlgefallen,
Ihm, der ihm eine Seele gegeben hat, als er ein nichts war, der ihn leben, essen
und trinken lässt und der ihm Gesundheit gegeben hat. Ferner muss er sein gesamtes
Leben verbringen, indem er sich an Allahs Gebote hält und Allahs Wohlgefallen
sucht. Es ist die Religion, die uns die Moral, das Verhalten und den Lebensstil
zeigt, der Allah gefällt. Allah hat im Quran klargemacht, dass Menschen, die ihr
Verhalten an der Religion ausrichten, auf dem rechten Weg sind, während andere
vom Weg abkommen. Ist etwa der, dessen Brust Allah für den
Islam ausgedehnt hat, so dass er Licht von seinem Herrn empfängt? Darum wehe denen,
deren Herzen gegen das Denken an Allah verhärtet sind! Sie sind in offenkundigem
Irrtum. (Sure 39:22 - az-Zumar) FRAGE 7 Wie
führt man ein religiöses Leben? Menschen, die an Allah glauben und Ihm in
Demut gehorchen, organisieren ihr Leben in Übereinstimmung mit Allahs Empfehlungen
aus dem Quran. Wer ein religiöses Leben führt, dessen Taten werden von seinem
guten Gewissen geleitet sein, und er wird all das Schlechte vermeiden, das sein
Egoismus ihm einflüstert. Wie Allah im Quran ausführt, hat er die Menschen in
einer Weise geschaffen, die es ihnen leicht macht, ein Leben im Glauben zu führen. So
richte dein ganzes Wesen aufrichtig auf den wahren Glauben, gemäss der natürlichen
Veranlagung, mit der Allah die Menschen erschaffen hat. Es gibt keine Veränderung
in der Schöpfung Allahs. Dies ist die richtige Religion. Jedoch, die meisten Menschen
wissen es nicht. (Sure 30:30 - Ar-Rum) FRAGE 8 Wie
kann es Moral geben ohne Religion ? In Gesellschaften, die keine Religion
kennen, werden die Menschen anfällig für jegliche Art von Unmoral. Ein religiöser
Mensch wird sich zum Beispiel niemals bestechen lassen, dem Glücksspiel verfallen,
Neid empfinden oder lügen, weil er weiß, dass er für solche Dinge im Jenseits
zur Verantwortung gezogen werden wird. Ein unreligiöser Mensch wird jedoch dazu
tendieren. genau diese Dinge zu tun. Es reicht nicht aus, wenn der Mensch sagt:
"Ich bin zwar Atheist, aber bestechen lasse ich mich trotzdem nicht", oder "Ich
bin zwar Atheist aber ich spiele trotzdem nicht," denn ein Mensch, der Allah nicht
fürchtet und der nicht glaubt, dass er einst im Jenseits Rechenschaft über sich
ablegen muss, wird solch verwerfliche Dinge tun, wenn die Situation oder die Umstände
sich ändern. Jemand der sagt: "Zwar bin ich Atheist aber trotzdem treibe ich keine
Unzucht", könnte gleichwohl Unzucht treiben wenn sich Ort und Gelegenheit dazu
ergeben. Oder, jemand der behauptet unbestechlich zu sein und der keine Gottesfurcht
empfindet, könnte sagen: "Mein Sohn ist sehr krank und könnte sterben, ich bin
dazu gezwungen, mich bestechen zu lassen." Antireligiöse Zustände legitimieren
sogar Diebstahl unter bestimmten Bedingungen. Menschen ohne Religion werden es
nicht als verwerflich betrachten, ein Handtuch oder ein dekoratives Accessoire
aus einem Hotel oder einer dem Gemeinwesen dienenden öffentlichen Einrichtung
mitzunehmen, nach ihrem Selbstverständnis handelt es sich hier nicht um Diebstahl.
Ein religiöser Mensch hingegen wird sich nicht derart unmoralisch verhalten, denn
er fürchtet Allah, und er vergisst niemals, dass Allah alle seine Absichten und
Gedanken kennt. Er wird aufrichtig handeln und keine Sünde begehen. Ein
Mensch der den Weg der Religion verlassen hat, mag sagen, "Ich bin zwar Atheist,
aber ich kann vergeben. Ich habe keine Rachegefühle oder Hass," aber eines Tages
könnte er durch irgendein Ereignis seine Selbstbeherrschung verlieren, und er
könnte sich völlig unerwartet verhalten. Er könnte versuchen, jemanden umzubringen
oder zu verletzen, denn seine Moralauffassung wird sich je nach Umgebung und Situation
in der er lebt, ändern. Ein Mensch aber, der an Allah und an das Jenseits
glaubt, wird niemals von der richtigen Moral abweichen, gleichgültig, wie Situation
und Umgebung auch sein mögen. Eines solchen Menschen Moral ist nicht beliebig,
sondern unverrückbar. Allah bezieht sich auf die überlegene Moral religiöser Menschen
in folgendem Vers: Jene, die ihr Versprechen gegenüber Allah
halten und ihre Verpflichtungen nicht brechen. Und die verbinden, was Allah zu
verbinden geboten hat, und die ihren Herrn fürchten und Furcht vor einer schlimmen
Abrechnung haben. Und die im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn standhaft
bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was Er ihnen beschert, im Verborgenen
und öffentlich spenden, und die das Böse mit Gutem abwehren, für diese ist Belohnung
nach dem Diesseits bestimmt. (Sure 13:20-22 - ar-Ra'd) FRAGE
9 Was würde unseren sozialen Strukturen zustoßen ohne die
Religion? In einer Welt ohne Religion wird zuerst die Institution der Familie
verschwinden. Werte wie Loyalität, Treue, Verbundenheit, Liebe und Respekt, die
die Familie aufrecht erhalten, werden verabschiedet. Man muss sich klar machen,
dass die Familie die Grundlage jeder Gesellschaft ist, was bedeutet, wenn die
Familie zusammenbricht, folgt unweigerlich der Zusammenbruch der Gesellschaft.
Dies wiederum entzieht sowohl dem Staat als auch der Nation die Existenzgrundlagen,
sind doch dann all jene Werte vernichtet, auf die Staat und Nation aufbauen. In
einer gottlosen Gesellschaft gibt es keinen Grund, einem anderen Menschen gegenüber
Respekt, Liebe oder Mitgefühl zu zeigen. Dies führt zu sozialer Anarchie. Die
Reichen werden die Armen hassen, die Armen werden die Reichen hassen. Wut entwickelt
sich gegen Behinderte und Bedürftige. Die Gewaltbereitschaft gegenüber anderen
Nationen steigt. Arbeiter werden aggressiv gegen Unternehmer und Unternehmer gegen
Arbeiter, Väter wenden sich gegen ihre Söhne und Söhne gegen ihre Väter. Der
Grund für das andauernde Blutvergießen und mancher Nachrichten in der Boulevard-Presse
ist Religionslosigkeit. Jeden Tag können wir in diesen Blättern Nachrichten lesen
über Menschen, die sich aus völlig unbedeutenden Gründen gegenseitig umbringen. Ein
Mensch hingegen, der weiß, dass er sich im Jenseits zu verantworten hat, wird
nicht kurzerhand eine Schusswaffe an jemandes Kopf halten und ihn erschießen.
Er weiß, dass Allah den Menschen verboten hat, Verbrechen zu begehen, und seine
Gottesfurcht wird ihn vor göttlicher Vergeltung bewahren. Und
stiftet auf Erden kein Verderben, nachdem in ihr Ordnung herrscht. Und ruft Ihn
an in Furcht und Verlangen. Siehe, Allahs Barmherzigkeit ist denen nahe, die Gutes
tun. (Sure 7:56 - al-A'raf) Gottlosigkeit ist auch der Grund für die alltäglich
gewordenen Selbstmorde. Jemand der Selbstmord begeht, begeht de facto Mord. Jemand,
der die Absicht hat, Selbstmord zu begehen, zum Beispiel, weil ihn seine Freundin
verlassen hat, sollte sich folgende Fragen stellen: Würde er daran denken, Selbstmord
zu begehen, wenn seine Freundin durch einen Unfall verkrüppelt worden wäre, wenn
sie älter würde oder wenn sie eine schwere Brandverletzung im Gesicht davontragen
würde? Wohl kaum. Er überbewertet sie, wenn er sie sieht, gesund und schön wie
sie ist, und er setzt sie anstelle Allahs, glaubt, sie sei wichtiger als Allah,
das Jenseits und die Religion. Er würde für sie sterben. Jemand aber, der
geleitet ist durch den Quran, würde so etwas niemals tun. Er würde nicht einmal
daran denken. Der Gläubige lebt, um Allah zu gefallen und wird geduldig sein gegenüber
allen Schwierigkeiten und Problemen, die Allah ihm in dieser Welt als Prüfung
auferlegt. Er wird niemals vergessen, dass er für seine Geduld sowohl in dieser
Welt, als auch im Jenseits vielfach belohnt werden wird. Auch Diebstahl
ist weit verbreitet in religionslosen Gesellschaften. Ein Mensch der stiehlt,
denkt nicht daran, wieviel Ärger und welches Ungemach er dem bereitet, den er
bestiehlt. Vielleicht nimmt er einem Mitmenschen die Ersparnisse von zehn Jahren
in einer einzigen Nacht und verschwendet keinen Gedanken an das Leid seines Opfers.
Er mag Gewissenbisse empfinden, wenn er anderen Menschen Leid zufügt, empfindet
er keine Gewissensbisse, so ist dies um so schlimmer, denn das bedeutet, dass
er bereit sein wird, jede unmoralische Tat zu begehen. In einer Gesellschaft
ohne Religion werden Werte wie Gastfreundschaft, Opferbereitschaft, Solidarität
und Freigiebigkeit vollständig verschwinden. Es beginnt damit, dass die Menschen
ihre gegenseitige Wertschätzung verlieren, weil sie sich als Wesen begreifen,
dass vom Affen abstammt. Niemand möchte jemanden willkommen heißen, jemand bewirten,
ihm etwas anbieten oder etwas Gutes tun, wenn er glaubt, er stamme vom Affen ab.
Menschen die so denken, achten sich nicht. Niemand denkt an die Gesundheit, oder
das Wohlergehen anderer. Es kümmert sie nicht, wenn jemand verletzt wird, und
sie versuchen auch nicht, es zu verhindern. So werden Sterbende in Krankenhäusern
sich selbst überlassen, niemand kümmert sich um sie; auch wird jemand, der ein
Restaurant unter extrem unhygienischen Bedingungen betreibt, nicht darüber nachdenken,
welchen Schaden er möglicherweise der Gesundheit seiner Gäste zufügt. Ihn interessiert
nur das Geld, das er einnimmt. FRAGE 10 Was
nützt die Einhaltung der Moral des Qurans der Gesellschaft? Religion ist
eine moralische Lebensauffassung, die Allah gefällt und die Er für die menschliche
Natur als am besten geeignet empfiehlt. Es ist ein Lebensstil, frei von jeglichem
Aberglauben und Mythos, geleitet durch den Quran. Religion bewirkt eine
tiefgründige, spirituelle und in sich selbst ruhende Moral. Das Chaos der Anarchie,
das dem Staat und der Nation so großen Schaden zufügt, wird durch Gottesfurcht
vermieden, denn Gottesfurcht verhütet Unheil. Menschen, die moralischen Werten
folgen, stehen ein für ihren Staat und für ihre Nation, und Sie werden für diese
Werte Opfer bringen. Solche Menschen werden immer für das Wohlergehen und für
die Sicherheit ihres Landes arbeiten. In einer Gesellschaft, in der die
Moral des Qurans praktiziert wird, haben die Menschen großen Respekt voreinander,
und jedermann wird versuchen, Anderen ein sorgenfreies, sicheres Leben zu ermöglichen,
denn Solidarität, Einigkeit und Zusammenarbeit sind elementare Glaubenssätze des
Qurans. Jedermann hat das Wohlergehen und die Interessen seiner Mitmenschen vor
seine eigenen Wünsche zu stellen. Der folgende Vers ist ein Beispiel für die Moral
der Gläubigen: Diejenigen, die vor ihnen hier (in Medina)
im Glauben zu Hause waren, lieben die, welche zu ihnen auswanderten, und fühlen
in sich kein Verlangen nach dem, was ihnen gegeben wurde. Sie ziehen (die Flüchtlinge)
sich selber vor, auch wenn sie selber bedürftig sind. Wer so vor seiner eigenen
Habsucht bewahrt ist - denen ergeht es wohl. (Sure 59:9 - al-Haschr) Gottesfürchtige
Menschen arbeiten für die Wohlfahrt der Gesellschaft. Niemand wird zügellos handeln;
jedermann kooperiert und arbeitet solidarisch unter Beachtung der Interessen Anderer.
Das Ergebnis wird eine in jeder Hinsicht zufriedene Gesellschaft sein. Es
wird eine reiche Gesellschaft sein, moralisch und materiell. Das Chaos wird vollständig
verschwinden. Jedermann verfügt über eine ausgeprägte Selbstbeherrschung und alle
Probleme werden rational gelöst. Streitfragen werden in Ruhe beigelegt. Das Leben
verläuft in einer grundsätzlich friedlichen Atmosphäre. FRAGE
11 Welchen materiellen und geistigen Nutzen bringt der Quran
der Familie? Die quranische Moral verlangt Respekt gegenüber Mutter und
Vater. Allah beschreibt dies im Quran so: Wir legten dem
Menschen Güte gegen seine Eltern an das Herz. Seine Mutter trug ihn von Schwäche
zu Schwäche, und seine Entwöhnung dauert zwei Jahre. (Allah sagt:) "Sei Mir und
deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Heimgang." (Sure 31:14 - Luqman) Ein
Heim, in dem die Moral des Qurans praktiziert wird, kennt keinen Streit, keine
Auseinandersetzungen oder Konflikte. Man zeigt eine respektvolle Haltung gegenüber
der Mutter, dem Vater und den anderen Familienmitgliedern. Man führt ein Leben
in Glück und Freude. FRAGE 12 Welche
Vorteile bietet der Quran dem Staat? Allah verweist im Quran auf die Tugend
des Gehorsams. Jemand, der anhand der Moral des Qurans lebt, wird seinem Staat
uneingeschränkten Gehorsam und Respekt erweisen. In einer islamischen Gesellschaft
arbeitet jeder für das Wohlergehen des Staates und der Nation, niemand wird sich
gegen den Staat erheben, im Gegenteil, jedermann wird ihn nach besten Kräften
unterstützen. In einer gottesfürchtigen Gesellschaft wird kaum jemals ein Streit
vor Gericht ausgetragen werden müssen. Nicht ein Tausendstel der notorischen Rechtsprobleme
heutiger Gesellschaften existierte in einer wahrhaft islamischen Gesellschaft. Den
Staat zu regieren, würde erheblich einfacher sein. Wenn der Staat sich nicht auseinandersetzen
muss mit Anarchie, Terrorismus und Mord, kann er seine gesamte Energie konzentrieren
auf die Entwicklung und den Fortschritt des Landes. FRAGE
13 Was bewirkt die Einhaltung der Moral des Qurans für die
Kunst? Menschen, die die Moral des Qurans befolgen, werden einander achten
und darauf hinarbeiten, in vollständiger Übereinstimmung mit den Werten der Ästhetik
zu leben. Sie werden all ihre Fähigkeiten darauf verwenden, sich eine heitere
und freundliche Umgebung zu schaffen, die das Auge, das Gehör und alle anderen
Sinne gleichermaßen anspricht. Kunst und Ästhetik werden sich also in bester Weise
entwickeln. Ein religiöser Mensch hat darüber hinaus ein reines Gewissen.
Er verspürt keinerlei Schuldgefühle und kann daher wunderschöne, einzigartige
Kunstwerke schaffen. Menschen, die den Wunsch verspüren, anderen religiösen Menschen
Freude zu bereiten und ihnen schöne Dinge darzubieten, werden aufrichtig und ehrenhaft
handeln. FRAGE 14 Was bringt die Einhaltung
der quranischen Moral dem Bildungssystem? Der Quran bringt Kindern und Jugendlichen
Reife und Weisheit. Jenes sorglose und unverantwortliche Benehmen, das unter jungen
Leuten heutzutage allzu oft vorherrscht, findet sich nicht bei denen, die sich
an den Quran halten. Lehrt man die Prinzipien des Qurans, so wird das Ergebnis
immer eine offene, sich selbst aufopfernde und in jeder Hinsicht produktive Generation
sein. Alle Dynamik, Entschlossenheit und Energie der Jugend sind darauf ausgerichtet,
Gutes zu tun. Auf diese Weise entwickeln sich Fleiß und intellektuelle Größe.
In einer solchen Umgebung identifizieren sich Schüler und Studenten mit dem beabsichtigten
Zweck ihrer Ausbildung, und sie legen Wert darauf, ihrem Staat und ihrer Nation
einen eigenen, wertvollen Beitrag zu leisten, anstatt ausschließlich auf das nächste
Examen zu schauen, und Sanktionen zu vermeiden. Disziplinarische Maßnahmen
in Schulen sind nicht notwendig. Eine friedvolle, konstruktive und produktive
Umgebung wird sich entwickeln. Es wird sich eine auf Gehorsam, Respekt und Toleranz
basierende Zusammenarbeit herausbilden. Auch werden Schüler und Studenten sich
respektvoll und gehorsam verhalten gegenüber dem Staat und der Polizei. Die Studentendemonstrationen,
die wir heute so oft erleben, werden nicht mehr stattfinden, denn sie sind in
solch einer Umgebung überflüssig. FRAGE 15 Was
nützt die quranische Moral der Umgebung am Arbeitsplatz? In einer Gesellschaft,
in der die Menschen nach der Moral des Qurans leben, herrschen gegenseitiges Einverständnis,
konstruktive Zusammenarbeit und Gerechtigkeit am Arbeitsplatz. Arbeitgeber kümmern
sich um die Gesundheit ihrer Angestellten und gestalten deren Arbeitsbedingungen
in bestmöglicher Weise. Der Arbeitsplatz ist ästhetisch gestaltet und auch optisch
attraktiv, denn der Unternehmer weiß, dass seine Angestellten über eine sehr lange
Zeit in dieser Umgebung zu arbeiten haben. Jeder wird entsprechend seiner Leistung
bezahlt, und niemand wird schlecht behandelt. Die Arbeitgeber halten sich ständig
auf dem Laufenden über die Lebensverhältnisse der Familien ihrer Beschäftigten.
Sie handeln verantwortungsvoll und sie beschützen ihre Angestellten. Eine Situation,
in der die Mächtigen die Schwachen unterdrücken, ist undenkbar. Unmoralische Dinge
wie üble Nachrede unter Arbeitskollegen und intrigantes Verhalten, um befördert
zu werden, passieren nicht. Die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
basieren nicht auf egoistischen Eigeninteressen und Mauscheleien, sondern auf
Zusammenarbeit und Vertrauen. Der Arbeitnehmer steht für die Interessen des Unternehmens
ein. Er legt kein verschwenderisches Verhalten an den Tag und denkt nicht: "Der
Chef bezahlt sowieso." Er gibt immer sein Bestes und geht aufgrund seiner guten
Moral niemals fehl, und er steht unter dem Schutz seines Chefs. |