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JESUS' (a.s.) RCKKEHR ZUR ERDE Jesus
(a.s.) starb nicht Eine Untersuchung
der Verse ber Jesus (a.s.) im Quran zeigt, dass Jesus (a.s.) weder starb, noch
gettet wurde, sondern das er zu Allah erhht wurde.
Der in diesem Zusammenhang stehende Vers aus Sure an-Nisa lautet wie folgt:
Und weil sie
sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten
Allahs, gettet" - doch weder haben sie ihn gettet, noch gekreuzigt, sondern
es erschien ihnen nur etwas hnliches. Und siehe, diejenigen, die darber uneins
sind, sind wahrlich im Zweifel ber ihn. Sie wissen nichts davon, sondern folgen
nur Vermutungen. Und sie tteten ihn mit Gewissheit nicht! Ganz im Gegenteil:
Allah erhhte ihn zu Sich; und Allah ist mchtig und weise. (Sure 4:157-158 -
an-Nisa)
In einigen deutschen bersetzungen
sehen wir, dass weitere Verse bersetzt wurden, um den Sinn zu ergeben, dass der
Prophet Jesus (a.s.) starb, bevor er von Allah emporgehoben wurde. Diese Verse
sind folgend bersetzt:
Damals
sprach Allah: "O Jesus! Ich will dich sterben lassen (tawaffa) und zu Mir
erheben..." (Sure 3:55 - Al-'Imran)
Im 117. Vers der Sure al-Ma'ida wird der Fall in den Worten von Prophet Jesus'
(a.s.) zitiert, um auch darauf hinzudeuten, dass er starb:
Nichts anderes sagte ich zu ihnen, als was Du mir
aufgetragen hattest, nmlich: "Dient Allah, meinem Herrn und euerem Herrn!"
Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte. Seitdem Du mich sterben
lieest (tawaffa), bist Du der Wchter ber sie gewesen; und Du bist aller Dinge
Zeuge. (Sure 5:117 - al-Ma'ida)
Jedoch
zeigt die arabische Bedeutung des Verses oben, dass der Prophet Jesus (a.s.) nicht
in dem Sinne starb, wie wir es verstehen. Auf Arabisch ist das Wort, das in diesen
Versen oft als "sterben" bersetzt wird "tawaffa" und kommt
von der Wurzel "wafa - erfllen". Tawaffa bedeutet nicht wirklich den
"Tod", sondern mehr "das Zurcknehmen der Seele" entweder
im Schlaf oder im Tod. Auch vom Quran verstehen wir, dass "das Zurcknehmen
der Seele" nicht unbedingt den Tod bedeutet. Zum Beispiel in einem Vers,
in dem das Wort "tawaffa" verwendet wird, bedeutet es nicht den Tod
eines menschlichen Wesens, sondern "seine Seele in seinem Schlaf zurcknehmen":
Er ist es,
der euch zu Sich nimmt (yatawaffakum) zur Nacht und Er wei, was ihr whrend des
Tages tun werdet, an dem Er euch erweckt, damit ein bestimmter Termin erfllt
wird. Zu Ihm ist euere Heimkehr. Dann lsst Er euch wissen, was ihr getan habt.
(Sure 6:60 - al-An'am)
Das Wort,
das in diesem Vers fr "zu Sich nehmen" verwendet wird, ist dasselbe
wie das, was im 55. Vers der Sure Al-'Imran verwendet wird. Das heit, in beiden
Versen wird das Wort "tawaffa"
verwendet und es ist ganz klar, dass man nicht im seinem Schlaf stirbt. Folglich,
was hier verstanden werden muss, ist, dass nur "die Seele eingezogen"
wird.
Dasselbe ist auch fr den folgenden
Vers zutreffend:
Allah
nimmt zur Zeit ihres Todes die Seelen zu Sich (tawaffa), und (die Seelen) derer,
welche nicht gestorben sind, in ihrem Schlaf. Diejenigen, ber die Er den Tod
verhngt hat, behlt Er; die andern sendet Er zurck, bis zu einem bestimmten
Termin. Darin sind frwahr Zeichen fr nachdenkliche Leute. (Sure 39:42 - az-Zumar)
Wie diese Verse zu verstehen
geben, nimmt Allah die Seele des Schlafenden zeitweise zu sich, jedoch schickt
Er die Seelen von denen, deren Tod noch nicht beschlossen wurde, wieder zurck.
In diesem Zusammenhang stirbt man in seinem Schlaf nicht. Nur fr eine kurze Zeit
verlsst die Seele den Krper und bleibt in einer anderen Dimension. Wenn wir
aufwachen, kehrt die Seele zum Krper zurck.(1)
Imam Al-Qurtubi macht klar, dass es drei Bedeutungen zur Bezeichnung 'wafat' gibt:
Das "wafat" des Todes, das "wafat" des Schlafes und das letzte,
das "wafat" dessen, der von Allah emporgehoben wird, wie im Fall von
Jesus (a.s.).
Zusammenfassend knnen
wir sagen, dass Jesus (a.s.) in einem besonderen Zustand gewesen war, emporgehoben
zu Allah. Was er wirklich erlebte, war nicht der Tod in dem Sinn, wie wir ihn
verstehen, sondern nur ein Abschied von dieser Dimension. Gewiss Allah wei dies
am besten.
Jesus
(a.s.) wird zur Erde zurckkommen
Nach dem, was bis jetzt ausgefhrt worden ist, ist klar, dass Jesus (a.s.) nicht
starb, sondern von Allah zu Sich emporgehoben wurde. Jedoch gibt es einen weiteren
Punkt, der vom Quran unterstrichen wird: Jesus (a.s.) wird zur Erde zurckkommen.
Der Quran erklrt ausdrcklich diese Rckkehr
von Jesus (a.s.) zur Erde.
(1)
Der 55. Vers der Sure Al-'Imran ist einer der Verse, die beweisen, dass Jesus
(a.s.) zurckkommen wird: Damals sprach
Allah: "O Jesus! Ich will dich verscheiden lassen und zu Mir erheben. Und
will dich von den Unglubigen befreien und diejenigen, welche dir folgen, ber
die Unglubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung. Dann ist zu Mir euere Wiederkehr,
und Ich will zwischen euch ber das richten, worin ihr uneins wart" (Sure
3:55 - Al-'Imran) Die Erklrung im Vers
"Und will dich von den Unglubigen befreien und diejenigen, welche dir folgen,
ber die Unglubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung." ist wichtig.
Hier gibt es einen Hinweis auf eine Gruppe, die ausschlielich an Jesus (a.s.)
festhlt und welche bis zum Jngsten Tag ber die Unglubigen gestellt wird. Wer
aber sind diese Anhnger? Sind sie die Jnger, die zur Zeit von Jesus (a.s.) lebten,
oder sind sie die heutigen Christen?
Whrend seines Lebens waren
die Anhnger von Jesus (a.s.) nur wenige. Nach seinem Tod degenerierte das Wesentliche
der Religion schnell. Auerdem sahen sich die Leute, die als die Jnger bekannt
sind, ernstem Druck auf ihr Leben ausgesetzt. Whrend der folgenden zwei Jahrhunderte
wurden jene Christen, die an Jesus (a.s.) glaubten und keine politische Macht
hatten, stark unterdrckt. So ist es also unmglich zu behaupten, dass frhe Christen
oder ihre Nachfolger zu jener Zeit den Unglubigen in der Welt berlegen waren.
Wir mgen logisch denken, dass dieser Vers nicht auf sie hinweist. Wenn
wir uns andererseits die Christen heutzutage betrachten, sehen wir, dass sich
das Wesentliche am Christentum sehr gendert hat und weit davon entfernt ist von
dem, was Jesus (a.s.) der Menschheit ursprnglich berbrachte. Die Christen nahmen
den pervertierten Glauben an, dass Jesus (a.s.) der Sohn Gottes ist und dieser
Glaube ist hnlich wie die Lehre der Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger
Geist). In diesem Fall knnen wir die Christen der heutigen Zeit nicht als die
Anhnger von Jesus (a.s.) akzeptieren. In vielen Versen des Quran sagt Allah,
dass diejenigen, die an die Dreifaltigkeit glauben, zweifellos Unglubige sind: Unglubig
sind frwahr, die da sprechen: "Siehe, Allah ist ein Dritter von dreien."
Es gibt doch keinen Gott auer dem einzigen Gott. Wenn sie von ihrer Behauptung
nicht ablassen, dann ereilt die Unglubigen unter ihnen gewiss schmerzliche Strafe.
(Sure 5:73 - al-Ma'ida) In diesem Fall ist die Erluterung der
Aussage "Und will dich von den Unglubigen befreien und diejenigen, welche
dir folgen, ber die Unglubigen setzen, bis zum Tage der Auferstehung."
wie folgt: Zuerst wird gesagt, dass die Leute Muslime sind, welche die einzigen
zutreffenden Nachfolger der authentischen Lehre von Jesus (a.s.) sind; zweitens
wird gesagt, dass diese Leute die Christen sind, ob sie abgttische Glaubensberzeugungen
haben oder nicht, und das knnte man wegen der vorherrschenden Position der nominellen
Christen in der Welt von heute besttigt sehen. Jedoch werden beide Positionen
durch die Ankunft von Jesus (a.s.) vereinheitlicht, da er die Dschizya (Pflichtabgabe
im islamischen Staat fr Nicht-Muslime) abschaffen wird. Das bedeutet, dass er
nicht annehmen wird, dass Christen und Juden eine andere Religion als den Islam
leben werden. Auf diese Weise wird er also alle Glubigen als Muslime vereinigen. Der
Prophet und der letzte Gesandte Allahs, Muhammad (s.a.w.s.), hat auch die frohe
Nachricht ber die Rckkehr von Jesus (a.s.) berbracht. Die Gelehrten der Hadithe
(Berichte ber das Gesprochene und Traditionen des Propheten Muhammad) sagen,
dass die Hadithe ber dieses Thema, in dem Allahs Gesandter (s.a.w.s.) sagte,
dass der Prophet Jesus (a.s.) unter den Leuten als ein Fhrer vor dem Jngsten
Tag erscheinen wird, den Status von "mutawatir" erreicht. Das bedeutet,
dass sie von so vielen Leuten, jeder Generation, von solch einer groen Gruppe
von berlieferern berichtet worden sind, dass es keinen mglichen Zweifel an ihrer
Echtheit geben kann (Mutawatir-berlieferung: berlieferung, welche ber ihre
gesamte berlieferungskette hindurch, in jeder Tradentengeneration von groer
Tradentenmenge berliefert wurde, deren Mitglieder eine Falschaussage nicht htten
absprechen knnen). Wie z.B.: Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen
auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:
"Ich schwre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Sohn der Maria,
Allahs Segen und Heil auf ihm, alsbald zu euch als gerechter Schiedsrichter entsandt
wird; sodann wird er das Kreuz brechen, das Schwein tten, die Dschizya (Pflichtabgabe
im islamischen Staat fr Nicht-Muslime) der freien Nicht-Muslime unter muslimischer
Herrschaft abschaffen, und Reichtum wird es in solch berschuss geben, dass keiner
ihn annehmen will. Eine einzige Niederwerfung (im Gebet) wird wertvoller als die
ganze Welt und alles was in ihr ist sein." (Sahih Al - Buchari) Jabir
Ibn Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich hrte den Propheten,
Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: "Ein Teil meiner Umma (Gemeinschaft)
wird nie aufhren, siegreich bis zum Jngsten Tag fr die Wahrheit zu kmpfen.
Dann wird `Isa Ibn Mariyam (Jesus, Sohn der Maria), Allahs Segen und Heil auf
ihm, hinabsteigen. Deren Amir (Anfhrer) wird sagen: "Komm und fhre uns
beim Gebet an", aber er wird sagen: "Nein, ihr seid untereinander Anfhrer.
Das ist ein Segen Allahs fr diese Umma (Gemeinschaft)." (Sahih Muslim) Abu
Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Allahs Gesandter, Allahs Segen
und Heil auf ihm, sagte: "Zwischen mir und `Isa Ibn Mariyam (Jesus, Sohn
der Maria), Allahs Segen und Heil auf ihm, ist kein anderer Prophet. Er wird (auf
die Erde) hinabsteigen. Wenn ihr ihn seht, werdet ihr ihn erkennen: Ein Mann von
mittlerer Gre, rtliches Haar, er wird zwei hellgelbe Kleider tragen, (sein
Haar) wird aussehen, als wrden Tropfen hinabfallen, obwohl es nicht na sein
wird. Er wird fr die Sache des Islam kmpfen. Er wird das Kreuz brechen, das
Schwein tten, die Dschizya (Pflichtabgabe im islamischen Staat fr Nicht-Muslime)
der freien Nicht -Muslime unter muslimischer Herrschaft abschaffen. Allah wird
veranlassen, dass alle Religionen, auer dem Islam, zugrunde gehen. Er wird den
Dadschal besiegen, fr vierzig Jahre auf der Erde leben und sterben. Die Muslime
werden dann fr ihn beten." (Abu Dawud) (2)
Etwas frher in diesem Kapitel analysierten wir die Verse 157-158 der Sure an-Nisa.
Gleich nach diesen Versen sagt Allah im 159. Vers der Sure an-Nisa Folgendes: Und
es gibt keinen von den Leuten der Schrift, der nicht vor seinem Tode an ihn glauben
wrde. Und am Tag der Auferstehung wird er ber sie Zeuge sein. (Sure 4:159 -
an-Nisa) Die Erklrung fr "...es
gibt keinen von den Leuten der Schrift, der nicht vor seinem Tode an ihn glauben
wrde..." ist wichtig. Einige Gelehrten sagten,
dass das Wort "ihn" in diesem Vers fr den Quran verwendet wird und
sie gaben die folgende Interpretation: Es wird keinen von den Leuten der Schrift
geben, der an den Quran nicht glaubt, bevor er (eine Person von den Leuten der
Schrift) stirbt. Dennoch wird in den Versen 157 und 158, welche die zwei Verse
sind, die diesem Vers vorangehen, dasselbe Wort "ihn" ohne Zweifel fr
Jesus (a.s.) verwendet. Der 157. Vers der Sure an-Nisa: Und
weil sie sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria,
den Gesandten Allahs, gettet" - doch weder haben sie ihn gettet, noch gekreuzigt,
sondern es erschien ihnen nur etwas hnliches. Und siehe, diejenigen, die darber
uneins sind, sind wahrlich im Zweifel ber ihn. Sie wissen nichts davon, sondern
folgen nur Vermutungen. Und sie tteten ihn mit Gewissheit nicht! Der
158. Vers der Sure an-Nisa: Ganz im Gegenteil: Allah erhhte
ihn zu Sich; und Allah ist mchtig und weise. Gleich nach diesen
Versen gibt es keinen Hinweis in der Sure an-Nisa 159, der darauf hindeutet, dass
das Wort "ihn" jemand anderen als Jesus (a.s.) meint. Der
159. Vers der Sure an-Nisa: Und es gibt keinen von den Leuten
der Schrift, der nicht vor seinem Tode an ihn glauben wrde. Und am Tag der Auferstehung
wird er ber sie Zeuge sein. (Sure 4:159 - an-Nisa) Im Quran
teilt Allah uns mit, dass am Jngsten Tag "ihre Zungen
und ihre Hnde und Fe wegen ihres Verhaltens wider sie zeugen" werden (Sure
24:24 - an-Nur und Sure 36:65 - Ya Sin). In der Sure 41:20-23 - Fussilat erfahren
wir, dass "Gehr, Augen und Haut" wider uns zeugen werden. In
keinem der Verse jedoch gibt es einen Hinweis auf "den Quran als Zeugen".
Wenn wir annehmen, dass das Wort "ihn" oder "es" im ersten
Versteil auf den Quran hinweist - grammatisch oder logisch haben wir berhaupt
keinen Beweis -, dann sollten wir auch annehmen, dass das Wort "er"
in der zweiten Aussage auch auf den Quran hindeutet. Wenn wir dieses jedoch annehmen,
sollte es einen ausdrcklichen Vers geben, der diese Ansicht besttigt. Der Kommentator
Ibn Dschuzayy z.B. erwhnt nicht, dass das Wort "er" sich hier auf den
Quran bezieht, wobei er die Ansichten aller groen Exegeten in seine Arbeit miteinbezieht.
Wenn wir auf den Quran hinweisen, sehen wir, dass, wenn das gleiche Personalpronomen
fr den Quran verwendet wird, der Quran normalerweise vor oder nach dem spezifischen
Vers erwhnt wird, wie dies der Fall in Sure 27:77 - an-Naml und Sure 26:192-196
- asch-Schu'ara' ist. Dieser Vers jedoch definiert direkt, dass die Menschen der
Schrift an Jesus (a.s.) glauben und dass dieser Zeuge ber sie sein wird. Der
zweite Punkt beschftigt sich mit der Deutung des Ausdruckes "vor seinem
Tode". Einige denken, dass dies bedeutet, an Jesus (a.s.) zu glauben vor
ihrem eigenen Tod. Entsprechend dieser Deutung werden die Menschen der Schrift
definitiv an Jesus (a.s.) vor ihrem eigenen Tod glauben. Zur Zeit Jesu jedoch
hatten die Juden, die als die Menschen der Schrift angesehen wurden, nicht nur
keinen Glauben an Jesus (a.s.), sondern sie versuchten sogar, ihn zu tten. Andererseits
wre es unsinnig zu behaupten, dass Juden und Christen, die nach der Zeit von
Jesus lebten und starben, diesen Glauben an ihn - wie im Quran beschrieben - hatten. Wenn
wir diesen Vers abschlieend beurteilen, kommen wir zu folgenden Schluss: vor
dem Tod von Jesus (a.s.) werden alle Menschen der Schrift an ihn glauben.(2) In
seiner tatschlichen Bedeutung deckt der Vers einfache Tatsachen auf, welche wie
folgt sind: Erstens ist es offensichtlich, dass der Vers auf
die Zukunft hindeutet, weil er den Tod von Jesus (a.s.) erwhnt. Jedoch starb
Jesus (a.s.) nicht, sondern wurde zu Allah emporgehoben. Jesus (a.s.) wird zur
Erde zurckkommen, er wird fr eine bestimmte Zeit leben und dann sterben. Zweitens
werden alle Menschen der Schrift an ihn glauben. Dies ist ein Zustand, der noch
nicht eingetreten ist, der aber definitiv eintreten wird. Folglich,
durch den Ausdruck "vor seinem Tode" gibt es einen Hinweis auf Jesus
(a.s.). Die Leute der Schrift werden ihn sehen, kennen und ihm folgen, whrend
er am Leben ist. Unterdessen wird Jesus (a.s.) wider sie am Jngsten Tag Zeugnis
ablegen. Allah wei dies am besten. (3)
Dass Jesus (a.s.) gegen Ende der Zeit zur Erde zurckkommen wird, wird auch in
einem anderen Vers in Sure 43:61 - az-Zukhruf erwhnt. Beginnend mit Vers
57 der Sure az-Zukhruf, gibt es einen Hinweis auf Jesus (a.s.): Wenn
immer der Sohn Marias als Beispiel aufgefhrt wird, erregt sich dein Volk. Und
fragt: "Sind unsere Gtter besser oder er?" Dies bringen sie dir aber
nur zum Streiten vor; denn sie sind ein streitschtiges Volk. Seht, er war
nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen hatten. Und Wir machten ihn zu einem Beispiel
fr die Kinder Israels. Htten Wir es gewollt, htten Wir aus euch (sogar)
Engel machen knnen, die auf Erden einander nachfolgen. (Sure 43:57-60 - az-Zukhruf) Gleich
nach diesen Versen erklrt Allah, dass Jesus (a.s.) ein Zeichen des Jngsten Tages
ist. Doch, er dient wirklich als Vorzeichen der Stunde.
So bezweifelt sie nicht, sondern folgt Mir; dies ist der gerade Weg. (Sure 43:61
- az-Zukhruf) Ibn Dschuzayy sagt, die erste Bedeutung dieses
Verses ist, dass Jesus (a.s.) ein Zeichen oder eine Vorbedingung der Letzten Stunde
ist. Man kann annehmen, dass dieser Vers ein sicherer Hinweis dafr ist, dass
Jesus (a.s.) zu Endzeiten zur Erde zurckkommen wird. Weil Jesus (a.s.) sechs
Jahrhunderte vor der Offenbarung des Quran lebte, knnen wir nicht sein erstes
Kommen als Zeichen des Jngsten Tages deuten. Was dieser Vers wirklich beweist,
ist, dass Jesus (a.s.) gegen Ende der Zeit zur Erde kommt und zwar whrend des
letzten Zeitabschnitts vor dem Jngsten Gericht. Allah wei dies gewiss am besten. Auf
Arabisch lautet der Vers ("...er dient wirklich als
Vorzeichen der Stunde...") "Innahu la 'ilmun li's-sa'ati".
Einige Leute deuten das Pronomen "hu" (er) in diesem Vers als den Quran.
Jedoch zeigen die vorhergehenden Verse klar, dass es Jesus (a.s.) ist, der hier
im Vers erwhnt wird: "... er war nur ein Diener, dem Wir Gnade erwiesen
hatten. Und Wir machten ihn zu einem Beispiel fr die Kinder Israels."(3) In
Sahih Muslim ist angegeben, dass die Hadithe, in welchen gesagt wurde, dass der
Prophet Jesus (a.s.) zu den Menschen gegen Ende der Zeit zurckkehren wird, den
Status von "mutawatir" erreicht haben. Das bedeutet, dass sie von vielen
Leuten in jeder Generation berichtet worden sind, dass es keinen Zweifel an ihrer
Echtheit geben kann und dass dies als eines der groen Zeichen des Jngsten Tages
angesehen wird. (Sahih Muslim, 2/58) Hudhayfa Ibn Usayd al-Ghifari,
Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Der Gesandte Allahs, Allahs Segen
und Heil auf ihm, kam zu uns als wir diskutierten. Er fragte: "Worber diskutiert
ihr?" Wir antworteten: "Wir diskutieren ber den Jngsten Tag."
Daraufhin sagte er: "Er wird nicht kommen, bevor ihr nicht die zehn Zeichen
gesehen habt" und (in diesem Zusammenhang) erwhnte er den Rauch, den Dadschal,
die Bestie, den Sonnenaufgang vom Westen, die Rckkehr des `Isa Ibn Maryam (Jesu,
Sohn der Maria), Yadschudsch und Madschudsch (Gog und Magog) und Erdrutsche an
drei Orten, einer im Osten, einer im Westen und einer in Arabien, an dessen Ende
ein Feuer weiter aus Jemen brennt, der die Leute an ihren Versammlungsort treibt.
(Sahih Muslim) (4) Ein
anderer Vers, der auf das Wiederkommen von Jesus (a.s.) hindeutet, ist der folgende: Als
die Engel sprachen: "O Maria! Wahrlich, Allah verkndet dir (frohe Botschaft)
durch ein Wort von Ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der
Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der (Allah) Nahestehenden.
Und er wird in der Wiege und im Mannesalter zu den Menschen reden und einer der
Rechtschaffenen sein." Sie sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen
Sohn bekommen, wo mich doch kein Mann jemals berhrte?" Er sprach: "Allah
schafft, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, spricht Er nur zu ihr
"Sei!" und sie ist. Und Er wird ihn das Buch und die Weisheit und
die Thora und das Evangelium lehren. (Sure 3:45-48 - Al-'Imran) Im
Vers wird gezeigt, dass Allah Jesus (a.s.) das Evangelium, die Thora und die "Schrift"
lehrte. Ohne Zweifel ist dieses Buch von groer Wichtigkeit. Den gleichen Ausdruck
finden wir im 110. Vers der Sure al-Ma'ida: Dann wird Allah
sprechen: "O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deiner
Mutter, als Ich dich mit heiliger Eingebung strkte, auf dass du zu den Menschen
in der Wiege und als Erwachsener reden solltest. Und als Ich dich die Schrift
und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehrte. Und als du mit Meiner
Erlaubnis as Ton die Gestalt eines Vogels formtest..." (Sure 5:110 - al-Ma'ida) Wenn
man die "Schrift" in beiden der Verse analysiert, sieht man, dass hier
der Quran gemeint ist, denn es gibt nur ein bekanntes gttliches Buch auf Erden
abgesehen von der Thora, dem Zabur (Psalter) und dem Evangelium. Auerdem wird
in einem anderen Vers im Quran das Wort "Schrift" verwendet, um auf
den Quran hinzuweisen. Allah - es gibt keine Gottheit auer
Ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen. Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt,
besttigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium
- (Schon) zuvor - als eine Rechtleitung fr die Menschen; und Er sandte ihnen
(den Mastab zur) Unterscheidung (Al-furqan). Diejenigen, welche Allahs offenbarte
Botschaft verleugnen, erwartet strenge Strafe. Und Allah ist der Erhabene, der
Herr der Vergeltung. (Sure 3:2-4 - Al-'Imran) In diesem Fall
kann man durchaus annehmen, dass das dritte Buch, das Jesus (a.s.) gelehrt werden
wird, der Quran ist, und man kann sich das nur vorstellen, wenn er am Ende der
Zeit zur Erde zurckkommt. Jesus (a.s.) lebte 600 Jahre vor der Offenbarung des
Qurans und es ist unwahrscheinlich, dass er den Quran kannte, bevor dieser hinabgesandt
wurde. In diesem Fall ist die Tatsache, dass er den Quran whrend seines zweiten
Daseins auf Erden lernen wird, durchaus plausibel. Das wird
auch in einem Hadith erlutert: Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen
auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:
"Ich schwre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Sohn der Maria,
Allahs Segen und Heil auf ihm, alsbald zu euch als gerechter Schiedsrichter entsandt
wird; sodann wird er das Kreuz brechen, das Schwein tten, die Dschizya (Pflichtabgabe
im islamischen Staat fr Nicht-Muslime) der freien Nicht-Muslime unter muslimischer
Herrschaft abschaffen, und Reichtum wird es in solch berschuss geben, dass keiner
ihn annehmen will. Eine einzige Niederwerfung (im Gebet) wird wertvoller als die
ganze Welt und alles was in ihr ist sein." (Sahih Al - Buchari) Sein
Richten als gerechter Richter bedeutet hier- laut Aussage der Ulema (islamischen
Rechtsgelehrten) - dass er gem der Scharia (die Gesamtheit der Gebote) des Islams
richten wird, also in bereinstimmung mit dem Quran und der Sunna des Propheten
Muhammad (Allahs Segen und Heil auf ihm). Doch Allah wei dies am besten. Wie
man ersieht, sind die Verse ber die Rckkehr Jesu (a.s.) zur Erde sehr ausdrcklich
und bemerkenswert. Keine hnlichen Aussagen werden fr irgendeinen anderen im
Quran erwhnten Propheten gemacht. Ebenso wenig wurde auf einen anderen Propheten
als "ein Zeichen der Stunde" hingewiesen und keine Aussage wurde fr
irgendeinen anderen Propheten im Quran gemacht, die irgendeine Nebenbedeutung
enthlt bezglich seiner Rckkehr zur Erde. Nur fr Jesus werden alle diese Aussagen
verwendet. Die Bedeutung ist klar. Es gibt andere Beispiele
von Menschen im Quran, die diese Welt verlieen und dann nach Hunderten
von Jahren zurckkamen Der Mann, der nach einem Jahrhundert
auferstand Einer von diesen Menschen ist ein Mann, der fr ein
Jahrhundert tot blieb. Dieses wird in der Sure al-Baqara erwhnt: Oder
den, welcher an einer Stadt vorberging, die wst in Trmmern lag. Er sprach:
"Wie kann Allah dieser nach ihrer Zerstrung wieder Leben verleihen?"
Da lie ihn Allah hundert Jahre gestorben sein. Dann erweckte Er ihn und fragte:
"Wie lange warst du abwesend?" Er antwortete: "Ich verweilte einen
Tage oder den Teil eines Tages." Er sprach: "Nein, du bliebst hundert
Jahre weg! Betrachte deine Speise und deinen Trank: sie sind nicht verdorben.
Und betrachte deinen Esel! Wir machten dich so zu einem Zeichen fr die Menschen.
Und betrachte die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen und alsdann mit Fleisch
bekleiden." Und als ihm dies alles klargemacht worden war, sagte er: "Ich
wei (jetzt), dass Allah aller Dinge mchtig ist." (Sure 2:259 - al-Baqara) In
den Versen, die in den vorigen Seiten angegeben wurden, heit es, dass Jesus (a.s.)
nicht starb, sondern "zu Allah emporgehoben" wurde. Im obigen Vers dagegen
starb der Mann jedoch definitiv. Infolgedessen ist es eine sichere Tatsache, dass
sogar eine tote Person durch den Willen Allahs in der diesseitigen Welt wieder
auferstehen kann. Das wird ausdrcklich im Quran gesagt. Es gibt aber noch weitere
hnliche Beispiele dafr. Die Gefhrten der Hhle wachten
nach Jahren auf So wird die Geschichte der "Gefhrten
der Hhle" in der Sure al-Kahf erzhlt. Allah
berichtet darin von Jnglingen, die gezwungen wurden, Zuflucht vor der grausamen
Tyrannei des Kaisers jener Zeit in einer Hhle zu suchen. Es wird erzhlt, dass
sie einschliefen und nach Jahren des Schlafes aufgewacht sind. Der Quran sagt
dazu Folgendes: Als die Jnglinge in der Hhle Zuflucht
fanden, sagten sie: "O unser Herr! Gewhre uns Deine Barmherzigkeit und lenke
unsere Sache zum Besten!" Da verhllten Wir ihre Ohren in der Hhle fr viele
Jahre. (Sure 18:10-11 - al-Kahf) Und du httest sie fr
wach gehalten, obwohl sie schliefen. Und Wir drehten sie nach rechts und nach
links um. Und ihr Hund lag mit ausgestreckten Pfoten auf der Schwelle. Wrst du
auf sie gestoen, wrst du vor ihnen geflchtet, mit Grausen vor ihnen erfllt.
Und so weckten Wir sie auf, damit sie einander befragten. So fragte einer von
ihnen: "Wie lange seid ihr nun hier geblieben?" Sie sprachen: "Wir
blieben einen Tag oder den Teil eines Tages." (Andere) sagten: "Euer
Herr wei am besten, wie lange ihr hier gewesen seid. Schickt also einen von euch
mit diesen eueren Silbermnzen zur Stadt, damit er schaut, wer die bekmmlichste
Speise hat und euch davon bringt. Er muss aber verbindlich sein und euch niemand
verraten. (Sure 18:18-19 - al-Kahf) Der Quran erklrt
nicht genau, wieviel Zeit die Jnglinge in der Hhle verbrachten. Stattdessen
wird die Dauer dieser Periode durch die Wrter "viele Jahre" angedeutet.
Die Vermutung der Menschen ber die Dauer dieser Periode war jedoch ziemlich hoch:
309 Jahre. Allah sagt: Nun: Sie verweilten in ihrer
Hhle dreihundert Jahre und noch neun dazu. Sprich: "Allah wei genau, wie
lange sie verweilten. Er kennt das Geheimnis der Himmel und der Erde. Er ist der
Sehende und der Hrende. Auer Ihm haben sie keinen Beschtzer. Und Er beteiligt
niemand an Seiner Befehlsgewalt." (Sure 18:25-26 - al-Kahf) Was
hier wichtig ist, ist nicht, ob diese Periode lang oder kurz ist. Der Punkt ist,
dass Allah einige Leute zurcknimmt, indem er sie entweder schlafen oder einfach
fr eine bestimmte Periode sterben lsst und dann wieder belebt. Genauso wie die
Menschen aus einem Traum aufwachen, so gibt Allah ihnen das Leben wieder. Jesus
(a.s.) ist einer dieser Menschen, und wenn seine Zeit gekommen ist, wird er wieder
in dieser Welt leben. Nach der Erfllung seiner Aufgabe wird er wie jedes andere
menschliche Wesen in bereinstimmung mit dem Gebot des Verses sterben, in welchem
Er sagte: "Auf ihr sollt ihr leben, und auf
ihr sollt ihr sterben, und aus ihr sollt ihr hervorgeholt werden."
(Sure 7:25 - al-A'raf)
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