Die Erschaffung des Universums

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KAPITEL DES BUCHES

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Kapitel 5
Der Blaue Planet

Die Erde mit ihrer Atmosphäre und ihren Meeren, ihrer komplexen Biosphäre, ihrer Kruste von entsprechend oxidiertem, Quarz reichem, sedimentärem, Eruptions- und metamorphem Gestein (die über einem Magnesiumsilikat-Mantel und einem Kern aus metallischem Eisen liegt), mit ihren Eis bedeckten Gipfeln, ihren Wüsten, Wäldern, Tundren, Dschungeln, Weideländern und Seen, mit ihren Kohle- und Erdablagerungen, ihren Vulkanen und Fumarolen, mit ihren Pflanzen und Tieren, ihrem Magnetfeld, ihrer Ionosphäre, mit ihren Verformungen des Ozeanbodens und ihrem sich bewegenden Magma... ist ein System von erstaunlicher Komplexität. J. S. Lewis, amerikanische Theologe 54

Der Blaue Planet

Ein imaginärer Weltraumreisender, der sich dem Sonnensystem vom interstellaren Raum aus nähert, würde eine sehr interessante Situation vorfinden. Wir wollen uns vorstellten, dass wir solch ein Reisender sind und dass wir in der ekliptischen Ebene ankommen – dem großen Kreis der Himmelskugel in dem sich alle hauptsächlichen Planeten unseres Sonnensystems bewegen. Der erste Planet auf den wir träfen wäre Pluto. Dieser Planet ist ein sehr kalter Ort. Die Temperaturen bewegen sich um -238oC. Der Planet hat eine dünne Schale einer Atmosphäre die nur dann in einem gasförmigen Zustand ist, wenn er sich der Sonne etwas mehr annähert auf seiner ziemlich elliptischen Umlaufbahn. Zu anderen Zeiten ist die Atmosphäre eine Masse von Eis. Kurz gesagt, Pluto ist eine unbelebte, in Eis gehüllte Kugel.

Wenn man sich weiter gegen die Sonne hin bewegt, trifft man als nächstes auf Neptun. Er ist auch kalt: Ungefähr –218oC. Seine Atmosphäre besteht aus Wasserstoff, Helium und Methan und ist für alle bekannten Lebensformen giftig. Winde toben mit einer Geschwindigkeit von fast 2000 Stundenkilometern über die Oberfläche des Planeten.

Der nächste ist Uranus: Ein Gasplanet mit Felsen und Eis auf seiner Oberfläche. Die Temperatur ist -214oC und die Atmosphäre besteht wiederum aus Wasserstoff, Helium und Methan – ungeeignet für Menschen um dort zu leben.

Nach Uranus trifft man auf Saturn. Er ist der zweitgrößte Planet im Sonnensystem und das System von Ringen, die ihn umkreisen ist besonders beachtenswert. Diese Ringe bestehen aus Gasen, Felsbrocken und Eis. Eines der vielen interessanten Dinge über Saturn ist, dass er total aus Gas zusammengesetzt ist: 75 % Wasserstoff und 25 % Helium, und seine Dichte ist geringer als die von Wasser. Wenn man auf Saturn "landen" wollte, bräuchte man eine Art aufblasbares Raumschiff! Die Durchschnittstemperatur ist wiederum sehr tief: -178oC.

Als nächster kommt Jupiter: Der größte Planet des Sonnensystems; er ist 318 mal größer als die Erde. Wie Saturn, ist auch Jupiter ein gasförmiger Planet. Da es schwierig ist, zwischen der "Atmosphäre" und der "Oberfläche" solcher Planeten zu unterscheiden, kann man schwer sagen was die "Oberflächentemperatur" ist, doch in den oberen Sphären der Atmosphäre ist die Temperatur –143oC. Eine bemerkenswerte Eigenheit der Atmosphäre Jupiters ist etwas, das der "Große Rote Fleck" genannt wird. Er wurde erstmals vor 300 Jahren bemerkt. Astronomen wissen nun, dass es sich dabei um ein enormes Sturmsystem handelt, das seit Jahrhunderten in der Atmosphäre des Planeten tobt. Er wäre mächtig genug, um ein paar Planeten von der Größe der Erde insgesamt zu verheeren. Jupiter mag zwar ein visuell sehr interessanter Planet zu sein, doch er ist keine Heimstätte für Menschen, die durch seine eisigen Temperaturen, furchtbaren Stürme und intensive Ausstrahlung auf der Stelle getötet werden würden.

Allah erschuf die Himmel und die Erde in makelloser Perfektion. Hierin ist gewiss ein Zeichen für die Gläubigen.(Sure 29:44 – al-'Ankabut)

Sonnensystem

Danach kommt Mars. Die Atmosphäre des Mars kann menschliches Leben nicht unterstützen, da sie hauptsächlich aus Kohlendioxid besteht. Die Marsoberfläche ist überall mit Kratern bedeckt: Sie sind das Ergebnis von Äonen von Meteoreinschlägen und starken Winden die über die Oberfläche fegen, und die Sandstürme verursachen, die tage- oder wochenlang ununterbrochen anhalten. Die Temperaturen schwanken ziemlich stark, und fallen bis zu –53oC. Es wurde viel darüber spekuliert, dass es Leben auf Mars geben möge, jedoch alle Befunde deuten darauf hin, dass auch er eine unbelebte Welt ist. Während wir uns von Mars entfernen und in Richtung Sonne weiterfahren nehmen einen blauen Planeten wahr, den wir zunächst übergehen wollen, um vorher noch einige andere Planeten zu erforschen.

Unsere Forschungsreise führt uns weiter zu einem Planeten, namens Venus. Dieser Planet ist überall in leuchtend weiße Wolken gehüllt, doch die Oberflächentemperatur ist 450oC, was genügt um Blei zum Schmelzen zu bringen. Die Atmosphäre setzt sich hauptsächlich aus Kohlendioxid zusammen. Auf der Oberfläche herrscht ein atmosphärischer Druck, der 90 irdischen Atmosphären entspricht: Auf der Erde müsste man einen Kilometer tief ins Meer gehen ehe man solch einen hohen Druck erreicht. Die Atmosphäre von Venus enthält einige Kilometer tiefe Schichten von gasförmiger Schwefelsäure. Wenn es auf Venus regnet, regnet es eigentlich keinen Regen: Es regnet Säure; kein Mensch oder anderes Lebewesen könnte an solch einem höllischen Ort auch nur einen Augenblick überleben.

die Oberfläche des Mars

Selbst Mars, welcher der Erde unter den Planeten des Sonnensystems in seinen physikalisch Eigenschaften am nächsten kommt, ist nichts weiter, als ein trockener, lebloser Felsenglobus.

Wir eilen weiter und kommen zu Merkur, einer kleinen, felsigen Welt, bombardiert von der Hitze und Ausstrahlung der Sonne. Seine eigene Rotation wurde durch seine Nähe zur Sonne so verlangsamt, dass der Planet in der Zeit, die er benötigt, die Sonne zweimal zu umkreisen, nur drei volle Umdrehungen um seine eigene Achse macht. In anderen Worten, zwei "Jahre" auf Merkur entsprechen drei seiner "Tage". Aufgrund dieses ausgedehnten Tag-und-Nacht-Zyklus wird eine Seite von Merkur extrem angeheizt, während die andere extrem abkühlt. Der Temperaturunterschied zwischen der Tages- und der Nachtseite von Merkur beläuft sich auf 1000oC. Selbstverständlich ist unter solchen Umweltbedingungen kein Leben möglich.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass von den acht Planeten die wir uns ansahen, einschließlich ihrer dreiundfünfzig Satelliten, nicht einer irgend etwas bieten konnte, das als Lebensraum gedient haben könnte. Jeder von ihnen ist eine leblose Kugel von Gas, Eis oder Felsbrocken. Doch wie sieht es mit dem Blauen Planeten aus, den wir vor einiger Zeit übersprungen hatten? Er ist einer, der sich sehr von den anderen unterscheidet. Mit seiner gastfreundlichen Atmosphäre und Oberflächenbeschaffenheit, den auf ihm vorherrschenden Temperaturen, seinem Magnetfeld und Vorräten an Elementen und seiner gerade richtig abgestimmten Entfernung von der Sonne, erscheint es fast so, als ob er speziell dazu geschaffen wurde, eine Heimstätte für das Leben zu sein. Und, wie wir sehen werden, ist genau das der Fall.

venus Oberfläche

DIE HÖLLISCHE OBERFLÄCHE DER VENUS
Die Oberflächentemperatur auf der Venus erreicht bis zu 450o C, was ausreichen würde, Blei zum Schmelzen zu bringen. Die Gestalt dieses Planeten ist die, eines mit Lava überzogenen Feuerballs. Venus hat eine dichte Atmosphäre von Schwefelsäuredämpfen die einen andauernden Säureregen verursachen. Der atmosphärische Druck auf der Oberfläche ist neunzig mal so hoch, wie der auf der Erde, was einem Druck entspricht, der in 1000 Meter Meerestiefe vorherrscht.

Eine kurze Abweichung und Warnung über "Angleichung"

Im Rest dieses Kapitels werden wir die Eigenschaften der Erde untersuchen, die es klar machen, dass unser Planet speziell dazu erschaffen worden war, um das Leben zu beherbergen. Bevor wir das tun, müssen wir jedoch eine kurze Abweichung machen, um die Möglichkeit irgendwelcher Missverständnisse auszuschalten. Diese Abweichung ist speziell für diejenigen gedacht, die daran gewöhnt sind, die Evolutionstheorie als eine wissenschaftliche Wahrheit hinzunehmen und die stark an das Konzept der "Anpassung" glauben.

"Anpassung" ist die Substantivform des Verbs "anpassen". "Anpassen" bedeutet eine Abänderung entsprechend geänderten oder sich ändernden Umständen vornehmen. Im Sprachgebrauch der Evolutionisten bedeutet es eine "Abänderung eines Organismus oder seiner Organe, wodurch er besser für das Überleben unter den vorherrschenden Umweltbedingungen ausgerüstet wird". Die Evolutionstheorie behauptet, dass alles Leben auf der Erde von einem einzigen Organismus (ein einziger gemeinsamer Vorfahre) ausging, der selbst als ein Ergebnis von Zufall ins Dasein kam, und die Theorie bedient sich ausgiebig dieses Sinnes des Wortes "Anpassung" um ihre eigene Sache zu unterstützen. Die Evolutionisten halten daran fest, dass lebende Organismen sich durch Anpassung an ihre Umweltbedingungen in neue Spezien verwandeln. Wir haben die Ungültigkeit dieser Behauptung, dass Mechanismen der Anpassung an natürliche Bedingungen in Lebewesen nur unter bestimmten Voraussetzungen ins Spiel kommen, in Einzelheit in unseren anderen Büchern erörtert und klargestellt, dass dadurch niemals die Verwandlung einer Spezies in eine andere bewirkt werden kann.55 (Eine Zusammenfas-sung dieser Diskussion ist im Anhang dieses Buchs unter der Überschrift "Der Evolutionsschwindel" wiedergegeben.) Die Evolutionstheorie mit ihrem Konzept der "Anpassung" ist in Wirklichkeit nur eine Anwendung des Lamarckismus, einer Theorie über organische Evolution, die vorgibt, dass Veränderungen in den Umweltbedingungen strukturelle Veränderungen in Tieren und Pflanzen verursachen, die auf die Nachkommen vererbt werden können – eine Theorie, die gründlich und zurecht von wissenschaftlichen Kreisen abgelehnt wurde.

Doch obwohl sie keine wissenschaftliche Grundlage hat, sind die meisten Leute von der Idee der Anpassung stark beeindruckt, und deshalb müssen wir diesen Punkt hier erörtern, bevor wir fortfahren können. Vom Glauben an die Anpassungsfähigkeit der Lebensformen ist es nur ein Schritt weiter zu der Idee, dass das Leben sich ebenso auf anderen Planeten entwickelt haben könnte, wie es das einst auf der Erde tat. Die Möglichkeit, dass kleine grüne Wesen auf Pluto leben, die womöglich etwas ins Schwitzen kommen, wenn das Thermometer auf 238oC steigt, und die Helium anstelle von Sauerstoff atmen, und Schwefelsäure anstelle von Wasser trinken kitzelt irgendwie die Phantasie der Leute, besonders derer, deren Phantasie reichlich durch Produkte der Hollywood Studios genährt wurde.

Diese Phantasien jedoch sind nur das Material aus dem Träume (und Hollywood-Filme) gemacht werden, und selbst die Evolutionisten, die besser über Biologie und Biochemie unterrichtet sind, machen keine Anstrengungen, solche Vorstellungen zu verteidigen. Sie wissen sehr wohl, dass Leben nur dort existiert wo die notwendigen Voraussetzungen und Elemente vorhanden sind. Bei den Anhängern der kleinen, grünen Männchen (oder anderer außerirdischer Lebensformen) – falls sie überhaupt tatsächlich daran glauben – handelt es sich um total verblendete Anhänger der Evolutionstheorie, die selbst des elementarsten Wissens der Grundlagen der Biologie und Biochemie mangeln und in ihrer Ignoranz, mit unerhörten Szenarios daherkommen.

Wenn wir also den Trugschluss im Konzept von der Anpassung verstehen, müssen wir zuerst Kenntnis davon nehmen, dass Leben nur dann aufkommen kann, wenn bestimmte Voraussetzungen und Elemente gegeben sind. Das einzige Modell physiologischen Lebens, das auf wissenschaftlichen Kriterien begründet ist, ist das auf Kohlenstoff basierende Leben, und die Wissenschaftler sind sich einig, dass nirgends im Universum eine andere materielle Form des Lebens zu finden ist.

Kohlenstoff ist das sechste Elemente in der periodischen Tafel. Dieses Atom ist die Grundkomponente des Lebens auf der Erde weil alle organischen Moleküle (wie etwa Nukleinsäuren, Aminosäuren, Proteine, Fette und Zucker) aus verschiedenen Kombinationen von Kohlenstoff mit anderen Elementen gebildet sind. Kohlenstoff bildet Millionen von verschiedenen Arten von Protein, indem er verschiedentliche Verbindungen mit Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff usw. eingeht. Der Kohlenstoff kann durch kein anderes Element ersetzt werden. Wie wir in den folgenden Abschnitten sehen werden, hat kein anderes Elemente als der Kohlenstoff die Fähigkeit, die vielen verschiedenen Arten von chemischen Verbindungen zu bilden, von denen das Leben abhängt.

Folglich muss das Leben, falls es auf irgend einem Planeten, irgendwo im Universum existieren sollte, auf Kohlenstoff basieren.56

Es gibt eine Anzahl von Voraussetzungen, die unumgänglich sind, damit auf Kohlenstoff basierendes Leben bestehen kann. Auf Kohlenstoff basierende Organische Verbindungen (wie etwa Proteine) können z.B. nur innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne bestehen. Sie beginnen zu zerfallen bei Temperaturen über 120oC und werden irreparabel beschädigt, wenn sie Frost von unter -20oC ausgesetzt sind. Es ist jedoch nicht nur die Temperatur, die ausschlaggebend dafür ist, die Toleranzgrenzen der geeigneten Voraussetzungen für auf das, auf Kohlenstoff basierte Leben festzulegen: In gleicher Weise sind die Art und Menge des Lichts, die Stärke der Schwerkraft, die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Stärke des Magnetfelds mitbestimmende Faktoren. Die Erde bietet genau solche Voraussetzungen, die nötig sind um das Leben zu ermöglichen. Wenn nur eine der Voraussetzungen verändert wäre, wenn die Durchschnittstemperaturen z.B. 120oC überstiegen, gäbe es kein Leben auf der Erde.

Deshalb werden unsere kleinen grünen Wesen, die womöglich etwas ins Schwitzen kommen, wenn das Thermometer auf 238oC steigt, und die Helium anstelle von Sauerstoff atmen, und Schwefelsäure anstelle von Wasser trinken, nirgendwo existieren, weil auf Kohlenstoff basierende Lebensformen unter solchen Bedingungen nicht überleben können, und diese Lebensformen sind einzige Art materiellen Lebens, die es gibt. Leben kann nur innerhalb einer begrenzten Umwelt und unter Bedingungen existieren, die vorsätzlich dem Leben zuträglich gestaltet wurden. Das gilt für das Leben generell und speziell für den Menschen.

Die Erde bietet solche vorsätzlich gestalteten Umweltbedingungen.

Die Temperatur der Erde

Welt, Luft, Wasser,

Im Gegensatz zu den anderen 63 erwähnenswerten Planeten und Satelliten unseres Sonnensystems ist die Erde der einzige Planet, der eine Atmosphäre, eine durchschnittlich vorherrschende Temperatur und eine Oberfläche besitzt, die das Leben ermöglichen. Obwohl flüssiges Wasser, welches eine der Grundvoraussetzungen für das Leben ist, nirgendwo anders im Sonnensystem vorkommt, sind drei Viertel der Erdoberfläche damit bedeckt.

Temperatur und Atmosphäre sind die vorrangigsten, grundlegenden Faktoren für das Leben auf der Erde. Der Blaue Planet hat sowohl erträgliche Temperaturen, wie auch eine Atmosphäre, die zur Atmung für (land- und luftbewohnenden) Lebewesen geeignet ist, besonders für solch komplexe Lebensformen wie den Menschen. Diese beiden äußerst unterschiedlichen Faktoren jedoch entstanden als Ergebnis von Bedingungen, die, wie sich zeigt, in beiden Fällen ideal sind.

Eine davon ist die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Die Erde hätte nicht zur Heimstätte für das Leben werden können, wenn sie der Sonne so nahe gewesen wäre, wie Venus oder so weit von ihr entfernt, wie Jupiter: Auf Kohlenstoff basierende Moleküle können nur zwischen den Temperaturgrenzwerten von -20oC bis 120oC bestehen, und die Erde ist der einzige Planet, dessen Durchschnittstemperaturen innerhalb dieser Grenzwerte liegen.

Wenn man den Kosmos insgesamt betrachtet, ist es gar nicht so einfach auf eine Temperaturspanne zu treffen, die so begrenzt wie diese ist, denn die Temperaturen im Universum schwanken zwischen den Millionen von Graden im Innern der heißen Sterne und dem absoluten Gefrierpunkt von –273oC. In solch einem ausgedehnten Temperaturspektrum, ist die Temperaturspanne, in der das Leben möglich ist, in der Tat sehr schmal; doch der Planet Erde hat sie.

Die amerikanischen Geologen Frank Press und Raymond Siever weisen auf die, auf der Erde vorherrschenden Durchschnittstemperaturen hin. Sie bemerken: "...das Leben, wie wir es kennen ist nur innerhalb einer sehr begrenzten Temperaturspanne möglich. Dieser Spielraum ist vielleicht 1 oder 2 Prozent der Temperaturspanne vom absoluten Gefrierpunkt zur Oberflächentemperatur der Sonne." 57

Die Beibehaltung dieses Wärmebereichs ist sowohl mit der Hitzemenge verbunden, die von der Sonne ausgestrahlt wird, als auch mit der Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Diesbezügliche Berechnungen enthüllten, dass eine nur 10-prozentige Verringerung der Strahlungsenergie der Sonne zum Ergebnis hätte, dass die Erdoberfläche sich mit einer mehrere Meter dicken Eisschicht bedecken würde, und dass eine geringfügige Zunahme der Strahlungsenergie verursachen würde, dass alle lebenden Dinge verbrennen und sterben würden.

Es muss jedoch nicht nur die Durchschnittstemperatur ideal sein, die vorhandene Wärme muss auch weitgehend gleichmäßig über den ganzen Planeten verteilt sein. Einige spezielle Vorkehrungen wurden getroffen um zu gewährleisten, dass das auch tatsächlich geschieht.

Welt Heatmap

Viele voneinander vollkommen unabhängige Faktoren, wie die Entfernung der Erde von der Sonne, die atmosphärischen Bedingungen der Erde, ihre Rotationsgeschwindigkeit, die Neigung der Erdachse und die geographischen und geologischen Eigenschaften der Erdoberfläche tragen alle gemeinsam bei, um zu gewährleisten, dass unsere Welt in genau dem Maß erwärmt wird, wie es dem Leben zuträglich ist, und dass diese Wärme in angemessener Weise über den Planeten verteilt wird.

Die Erdachse ist 23o 27' gegen die Ebene der Ekliptik geneigt. Diese Neigung verhindert eine Überhitzung der Atmosphäre in den Regionen zwischen den Polen und dem Äquator und verursacht relativ gemäßigte Temperaturen in ihnen. Wenn diese Neigung nicht vorhanden wäre, wäre das Temperaturgefälle zwischen den Polen und dem Äquator viel steiler als es ist und die gemäßigten Zonen wären nicht so gemäßigt – oder bewohnbar.

Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde um ihre Achse trägt ebenfalls zu einer ausgeglichenen Wärmeverteilung bei. Die Erde macht alle 24 Stunden eine vollständige Umdrehung, was zur Folge hat, dass die abwechselnden Perioden von Tageslicht und Dunkelheit ziemlich kurz sind. Und weil sie kurz sind, ist der Wärmeunterschied zwischen der beleuchteten und der dunklen Seite des Planeten ziemlich gering. Die Bedeutung dessen wird an dem extremen Beispiel von Merkur erkenntlich, wo ein Tag länger als ein Jahr dauert, und der Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur fast 1000oC ist.

Auch die geographische Beschaffenheit steuert zur gleichmäßigen Verteilung der Wärme auf der Erde bei. Es besteht ein Unterschied von fast 100oC zwischen den Polar- und Äquatorialregionen der Erde. Wenn solch ein Wärmegefälle über einem vollständig ebenen Gebiet vorhanden wäre, würde dies Winde erzeugen, die Geschwindigkeiten bis zu 1000 Stundenkilometern erreichen und alles, was sich auf ihrer Bahn befände, mit sich hinwegreißen würden. Dagegen ist die Erde voll von geographischen Windfängen, die die gewaltigen Luftbewegungen, die solch ein Wärmegefälle andernfalls verursachen würde blockieren. Diese Barrieren sind Gebirgsketten, wie jene, die sich vom Pazifik im Osten bis zum Atlantik im Westen erstrecken, mit ihrem Anfang im Himalaja in China, fortgesetzt im Taurus Gebirge in Anatolien und weiter in den europäischen Alpen. Die überschüssige Hitze in den äquatorialen Regionen wird auf dem Meer nach Norden und Süden übertragen, Dank der ausgezeichneten Fähigkeit des Wassers, Wärme zu leiten und zu zerstreuen.

Gleichzeitig gibt es einige automatischen Kontrollsysteme, welche helfen, die atmosphärische Temperatur im Gleichgewicht zu halten. Wenn sich z.B. eine Gegend aufwärmt, erhöht sich die Evaporationsrate des Wassers, wodurch Wolkenbildung verursacht wird.

Diese Wolken reflektieren mehr Licht in den Weltraum zurück und verhindern so eine weitere Erwärmung der Luft, sowie der darunter liegenden Erdoberfläche.

Die Masse der Erde und das Magnetfeld des Planeten

Die Größe von der Erde ist in keiner Weise von weniger Bedeutung für das Leben, als ihre Entfernung von der Sonne, ihre Umdrehungsgeschwindigkeit oder ihre geographischen Eigenschaften es sind. Wenn wir uns die Planeten betrachten, sehen wir eine reichliche Vielfalt von Größen: Merkur ist kleiner als ein Zehntel der Erde, wobei Jupiter 318 mal so groß ist wie sie. Ist die Größe der Erde im Vergleich mit den anderen Planeten "zufällig"? Oder ist sie es vorsätzlich? Wenn man die Dimensionen der Erde genauer untersucht, kann man leicht erkennen, dass unser Planet genau so groß vorgesehen und geplant war, wie er es tatsächlich ist. Die amerikanischen Geologen Frank Press und Raymond Siever bemerken zur "passenden Größe" der Erde folgendes:

Und die Größe der Erde war gerade richtig – nicht so klein, dass sie ihre Atmosphäre verlieren könnte, weil ihre Anziehungskraft zu gering wäre um die Gase daran zu hindern, in den Weltraum zu entweichen, und nicht so groß, dass ihre Schwerkraft zu viel Atmosphäre festhielte, einschließlich schädlicher Gase. 58

Abgesehen von ihrer Masse, ist auch das Innere der Erde speziell ausgestaltet. Aufgrund ihres Kerns hat die Erde ein starkes Magnetfeld das eine vitale Rolle in der Aufrechterhaltung des Lebens spielt. Press und Siever erklären:

Das Erdinnere ist eine enorme, doch fein ausbalancierte Heizmaschine, die radioaktiv angetrieben ist …wenn sie langsamer laufen würde, würden die geologischen Aktivitäten langsamer vonstatten gehen. Eisen wäre möglicherweise nicht geschmolzen und gesunken um den flüssigen Kern zu bilden und das Magnetfeld hätte sich niemals entwickelt…wenn mehr radioaktiver Treibstoff vorhanden gewesen, und der Motor schneller gelaufen wäre, hätten vulkanisches Gas und Staub die Sonne verfinstert, die Atmosphäre wäre erdrückend dicht und düster geworden und die Erdoberfläche wäre durch tägliche Erdbeben und Vulkanausbrüche verwüstet worden. 59

Das Magnetfeld wovon diese Geologen reden, ist von großer Bedeutung für das Leben. Dieses Magnetfeld stammt von der Struktur des Erdkerns her. Der Kern besteht aus schweren Elementen, wie Eisen und Nickel, die magnetisierbar sind. Der innere Kern ist fest, während der äußere flüssig ist. Die beiden Schichten des Kerns bewegen sich umeinander, und diese Bewegung ist es, die das Magnetfeld der Erde erzeugt. Indem es sich weit über die Erdoberfläche erstreckt, schützt dieses Feld die Erde gegen Wirkung schädlicher Strahlungen aus dem Weltall. Ausstrahlung von anderen Sternen als der Sonne können dieses Schild nicht durchdringen. Der Van Allen Gürtel, dessen magnetische Linien Zehntausende Meilen außerhalb der Erde erstrecken, schützt den Erdball gegen diese tödlichen Energien.

in der Welt

1. Eisen-Nickel-Kern, 2. Magma (geschmolzenes Felsgestein), 3. Kruste
Im Zentrum der Erde befindet sich eine Art 'Wärmemotor', der so perfekt eingestellt ist, dass er genügend Leistung aufbringt, um das magnetische Feld zu erzeugen, das ein Schutzschild für den Planeten bildet, jedoch dabei nicht soviel Hitze erzeugt, um die darüber liegende Erdrinde mit flüssiger Lava zu überschwemmen.

Es wurde berechnet, dass die Plasma Wolken, die durch den Van Allen Gürtel gefangen sind manches mal Energiestufen erreichen, die 100-Milliarden Mal stärker sind, als jene, die von der Atombombe über Hiroschima freigesetzt worden waren. Kosmische Strahlen können gerade so schädlich sein. Das Magnetfeld der Erde jedoch lässt nur 0,1 % von dieser Strahlung durchdringen, und das wird von der Atmosphäre absorbiert. Die elektrische Energie, die nötig ist, solch ein Magnetfeld aufzubauen und zu unterhalten beträgt fast eine Milliarde Ampere; das ist so viel wie die Menschheit im Lauf ihrer Geschichte erzeugt hat.

Wenn dieses Schutzschild nicht vorhanden wäre, wäre das Leben von Zeit zu Zeit durch schädliche Ausstrahlung zerstört worden oder möglicherweise gar nicht erst ins Dasein gekommen sein. Doch wie Press und Siever darauf hinweisen, ist der Erdkern genau dahingehend gestaltet um die Sicherheit des Planeten zu erhalten. In anderen Worten, es gibt einen speziellen Zweck, wie dies im Quran erklärt wurde:

Und Wir machten den Himmel zu einem geschützten Dach, und dennoch wenden sie sich von unseren Zeichen ab. (Sure 21:32 – al-Anbiya)

Die passende Atmosphäre

NASA

Eine Ansicht der Atmosphäre, wie sie sich den NASA Astronauten darbot.

Wie wir gesehen haben sind die physikalischen Eigenschaften der Erde – Masse, Struktur, Temperatur usw. – "genau richtig für das Leben". Solche Eigenschaften alleine genügen jedoch nicht um die Existenz des Lebens auf der Erde zu gewährleisten. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor ist die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Wir erwähnten zuvor, wie Leute manches mal durch Zukunftsfilme zu falschen Vorstellungen verleitet werden. Ein Beispiel dafür ist, wie einfach Raumfahrer und -forscher auf Planeten stoßen, die eine zum Atmen geeignete Atmosphäre besitzen: Sie scheinen überall im Weltraum herumzuliegen. Wenn wir den wirklichen Kosmos erforschen könnten, würden wir entdecken, dass das in keiner Weise zutreffend ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein anderer Planet eine Atmosphäre hat, die wir atmen könnten, ist äußerst gering. Der Grund dafür ist, dass die Erdatmosphäre speziell dazu gedacht ist, in mannigfacher Weise verschiedene entscheidende Voraussetzungen des Lebens zu erfüllen. Die Atmosphäre der Erde setzt sich aus 77 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 1 % Kohlendioxid zusammen. Wir wollen mit dem wichtigsten Gas beginnen: Sauerstoff ist von absolut zwingender Bedeutung für das Leben, weil er an den meisten chemischen Reaktionen beteiligt ist, in denen Energie freigesetzt wird, die für alle komplizierten Lebensformen erforderlich ist. Kohlenstoffverbindungen reagieren mit Sauerstoff. Als Ergebnis dieser Reaktionen werden Wasser, Kohlendioxid, und Energie erzeugt.

Kleine "Energiebündel", die ATP (Adenosintriphosphat) genannt, und in lebende Zellen benützt werden, werden durch diese Reaktionen erzeugt. Aus diesem Grund sind wir in stetigem Bedarf von Sauerstoff um leben zu können, und um diesen Bedarf zu befriedigen, atmen wir.

Die interessante Sache dabei ist, dass der Prozentsatz des Sauerstoffs in der Luft, die wir atmen, sehr genau festgelegt ist. Michael Denton schreibt zu diesem Punkt:

Könnte unsere Atmosphäre mehr Sauerstoff enthalten und dennoch das Leben fördern? Nein! Sauerstoff ist ein sehr reaktionsfreudiges Element. Selbst der gegenwärtige Sauerstoffgehalt der Atmosphäre liegt, bei den gegebenen wechselnden Temperaturen, mit 21 % nahe an der oberen Sicherheitsgrenze für das Leben. Die Möglichkeit der Entfachung eines Waldbrandes erhöht sich um so volle 70 % bei einer nur 1-prozentigen Zunahme der Sauerstoffkonzentration in Atmosphäre.60

Der britische Biochemiker James Lovelock erklärte:

Bei über 25 % (Sauerstoffanteil der Atmosphäre) könnte sehr wenig unserer gegenwärtige Landvegetation in den rasenden Wildbränden überleben, die die tropischen Regenwälder sowie die arktische Tundra zerstören würden... Die gegenwärtige Sauerstoffkonzentration ist an einem Punkt, wo Risiko und Nutzen sich gerade schön die Waage halten.61

Dass der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre genau auf diesem Niveau bleibt, ist das Ergebnis eines wunderbaren "Recycling" -Systems: Tiere verbrauchen ständig Sauerstoff und erzeugen Kohlendioxid, welches für sie nicht zum atmen geeignet ist. Pflanze tun genau das Gegenteil: Sie nehmen Kohlendioxid auf, welches sie zum Leben brauchen, und setzen an seiner Stelle Sauerstoff frei. Dank dieses Systems, geht das Leben weiter. Die Pflanzen setzen jeden Tag Millionen Tonnen von Sauerstoff in die Atmosphäre frei.

Waldbrand

Ohne das Zusammenspiel und Gleichgewicht dieser beiden verschiedenen Gruppen von Lebewesen wäre unser Planet unbewohnbar. Wenn z.B. alle lebenden Dinge nur Kohlendioxid einatmen, und Sauerstoff freisetzen würden, würde die Erdatmosphäre Brände viel stärker fördern als sie das tut, und selbst ein winziger Funke könnte enorme Feuerbrände verursachen. Ähnlich, wenn beide Sauerstoff einatmen und Kohlendioxid ausatmen würden, würde das Leben letzten Endes aussterben, sobald der Sauerstoff aufgebraucht worden wäre.

Tatsächlich befindet sich die Atmosphäre in einem Gleichgewichts-zustand, in dem, wie Lovelock sagt, Risiko und Nutzen wunderbar ausbalanciert sind.

Eine weitere, genau abgestimmte Eigenschaft unserer Atmosphäre ist ihre Dichte, die unserem Atmungssystem ideal angepasst ist.

Atmosphäre und Atmung

Wir atmen in jeden Moment unseres Lebens. Fortlaufend nehmen wir Luft in unsere Lungen auf um sie sogleich wieder abzugeben. Wir tun dies so oft, dass wir es als selbstverständlich betrachten. Die Atmung ist jedoch tatsächlich ein sehr komplizierter Vorgang.

Unsere physiologischen Systeme sind so vollkommen geplant, dass wir gar nicht über das Atmen nachzudenken brauchen. Unsere Körper schätzt ab, wie viel Sauerstoff er benötigt und richtet es ein, dass die richtige Menge aufgenommen wird, ob wir laufen, rennen, ein Buch lesen oder schlafen. Atmen ist deshalb so wichtig für uns, weil die Millionen von Reaktionen, die fortwährend in unserem Körper stattfinden müssen, um uns am Leben zu erhalten, alle des Sauerstoffs bedürfen.

Ihre Fähigkeit dieses Buch zu lesen, ist darauf begründet, dass die Million von Zellen in der Netzhaut Ihrer Augen stetig mit, durch Sauerstoff verfügbar gemachter Energie versorgt werden. In gleicher Weise beziehen all die Gewebe unseres Körpers, d.h. die Zellen, die sie bilden, ihre Energie vom "Verbrennen" von Kohlenstoffverbindung mithilfe des Sauerstoffs. Das Abfallprodukt dieses Verbrennens – Kohlendioxid – muss vom Körper ausgestoßen werden.

Wenn der Sauerstoffspiegel in unserem Blut zu tief sinkt, reagiert unser Organismus mit Ohnmacht; und wenn der Sauerstoffmangel mehr als einige Minuten lang andauert tritt der Tod ein.

Das ist der Grund, warum wir atmen. Wenn wir einatmen, fließt der Sauerstoff zu über 300 Millionen winzigen Hohlräumen in unseren Lungen. Das Blut in den Kapillargefäßen, die mit diesen Hohlräumen verbunden sind absorbiert den Sauerstoff augenblicklich und befördert ihn zuerst zum Herzen und dann zu allen anderen Teilen unseres Körpers. Die Zellen in unserem Körper verbrauchen diesen Sauerstoff und setzen Kohlendioxid in das Blut frei, welches diesen sodann wieder zu den Lungen zurück befördert, von wo er ausgestoßen wird. Der ganze Austauschvorgang dauert weniger als eine halbe Sekunde: "Sauberer" Sauerstoff kommt herein und "unreines" Kohlendioxid geht hinaus.

Man mag sich verwundern, warum es so viele (300 Millionen) dieser kleinen Hohlräume in der Lunge gibt. Ihr Zweck ist es, eine maximale Oberfläche, die der Luft ausgesetzt ist zu schaffen. Sie sind sorgfältig in Falten angelegt, um so wenig Raum wie möglich einzunehmen; Wenn sie ausgebreitet wären, könnte man damit einen Tennisplatz bedecken.

Es gibt hier einen weiteren Punkt, den wir beachten sollten. Die Hohlräume in der Lunge und die mit ihnen verbundenen Kapillargefäße sind so klein und in vollkommener Weise angelegt, um die Sauerstoff-Kohlendioxyd-Austauschrate zu vergrößern. Dieses vollkommene Design hängt jedoch noch von anderen Faktoren ab: Dichte, Konsistenz und Druck der Luft müssen im richtigen Maß vorhanden sein, damit die Luft ordnungsgemäß in unsere Lungen hinein und aus ihnen heraus fließen kann.

Am Meeresspiegel ist der Luftdruck 760 mb und die Luftdichte ist etwa 1 g/l. Wiederum am Meeresspiegel ist die Viskosität der Luft fast 50 mal größer als die des Wassers. Man mag denken, dass diese Daten unwichtig sind, doch sie sind von lebenswichtiger Bedeutung für uns, wie Michael Denton erklärt:

Die Zusammensetzung und generellen Eigenschaften der Atmosphäre – ihre Dichte, Viskosität, und Druck, usw. – müssen dem sehr ähnlich sein, was sie tatsächlich sind, speziell für luftatmende Organismen.62

Wenn wir atmen, wenden unsere Lungen Energie auf um eine Gegenkraft, der "Luftwiderstand" genannt wird, zu überwinden. Diese Kraft ist das Ergebnis des Widerstrebens der Luft gegen Bewegung. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Atmosphäre jedoch, ist dieser Widerstand so schwach, dass unsere Lungen mit einem Mindestmaß an Energieaufwand Luft aufnehmen und abgeben können. Wenn der Widerstand der Luft größer wäre, müssten unsere Lungen schwerere Arbeit leisten, um das Atmen zu bewerkstelligen. Dies kann durch ein Beispiel näher erklärt werden. Es ist einfach, Wasser mit einer Injektionsnadel einzuziehen, doch dasselbe mit Honig zu tun, bereitet sehr viel mehr Schwierigkeiten.

Welt

Der Grund dafür ist, dass Honig wesentlich dichter und auch zähflüssiger als Wasser ist.

Wenn Dichte, Viskosität, und Druck der Luft höher wären, wäre atmen ebenso schwierig, wie Honig mit einer Kanüle einzuziehen. Jemand könnte sagen: "Das lässt sich sehr leicht beheben. Man braucht nur den Durchmesser der Hohlnadel zu vergrößern um die Durchflussrate zu erhöhen." Wenn das jedoch im Fall der Kapillargefäße in der Lunge geschähe, wäre das Ergebnis eine Verringerung der Kontaktfläche für die Luft, was zur Folge hätte, dass in der gleichen Zeit weniger Sauerstoff und Kohlendioxid ausgetauscht werden würden und der Atembedarf des Körpers nicht befriedigt werden könnte. In anderen Worten, die einzelnen Werte von Dichte, Viskosität, und Druck der Luft müssen innerhalb bestimmten Grenzen liegen damit sie sich atmen lässt und das ist genau der Fall mit der Luft, die wir atmen.

Michael Denton erklärt dazu:

Es ist klar, dass wenn entweder die Viskosität oder die Dichte der Luft wesentlich größer wären, würde der Luftwiderstand unüberwindbar werden und kein denkbar anders gestaltetes Atmungssystem wäre in der Lage einen metabolisch aktiven, Luft atmenden Organismus mit genügend Sauerstoff zu versorgen... wenn man alle möglichen atmosphärische Drücke allen möglichen Sauerstoffgehalten gegenüberstellt, wird es klar, dass es nur einen einzigartigen, winzigen Bereich gibt ... in dem all die verschiedenen Bedingung für das Leben erfüllt werden... es ist sicherlich von enormer Bedeutung, dass eine Anzahl von grundlegenden Voraussetzungen in diesem einen winzigen Bereich innerhalb des Gesamtbereichs aller möglichen Atmosphären erfüllt werden.63

Die numerischen Werte der Atmosphäre sind nicht nur notwendig für uns, um atmen zu können, sondern auch für unseren Blauen Planet um blau zu bleiben. Wenn der atmosphärische Druck bei Null Meter Meereshöhe wesentlich geringer wäre, als sein gegenwärtiger Wert, so wäre die Wasserverdampfungsrate wesentlich höher. Eine Zunahme des Wassers in der Atmosphäre würde einen "Treibhauseffekt" zur Folge haben, wobei sich mehr Wärme stauen würde, was die Durchschnittstemperatur auf dem Planeten ansteigen ließe. Andererseits, wenn der Druck viel höher wäre, wäre die Wasserverdampfungsrate wesentlich niedriger und große Teile des Planet würden zu Wüsten werden.

All diese fein abgestimmten Gleichgewichtszustände weisen deutlich darauf hin, dass unsere Atmosphäre bewusst und präzise so gestaltet wurde, damit Leben auf Erde existieren könne. Das ist die Realität, die von der Wissenschaft entdeckt wurde, und sie zeigt uns aufs Neue, dass das Universum nicht nur ein aufs Geratewohl zusammen gewürfeltes Durcheinander von Materie ist. Zweifellos ist da ein Schöpfer, Der den Kosmos beherrscht, Der die Materie so gestaltet wie es Ihm beliebt und Der unbeschränkt über die Galaxien, Sterne und Planeten unter seiner Herrschaft waltet.

Diese übergeordnete Macht ist, wie der Quran uns mitteilt, Allah, der Herr und Erhalter des ganzen Kosmos.

Und der Blaue Planet, den wir bewohnen, wurde von Allah speziell der Menschheit zugedacht und für sie "ausgebreitet" wie im Quran erklärt. (Sure 79:30 – an-Nazi'at) Es gibt noch andere Versen, die offenbaren, dass Allah die Erde für die Menschen erschaffen hat, damit sie auf ihr leben:

Allah ist es, Der euch die Erde zu einer befestigten Bleibe gemacht hat und das Firmament als eine geplante Struktur errichtete und Der euch gestaltet hat und eure Gestalt in der besten Weise erschuf und euch mit guten Dingen versorgt hat. Das ist Allah, euer Herr. Segensreich ist Allah, der Herr der Welten. (Sure 40:64 – Ghafir)

Er ist es, Der euch die Erde gefügig gemacht hat; begeht deshalb ihre Wege und esst von dem, womit Er euch versorgt und zu Ihm wird die Auferstehung sein. (Sure 67:15 – al-Mulk)

Die Gleichgewichtszustände, die das Leben ermöglichen

Die bisher erwähnten Dinge sind nur einige wenige, der fein abgestimmten Gleichgewichtszustände, die ausschlaggebend für das Leben auf Erde sind. Wenn wir die Erde untersuchen, können wir die Liste der, für das Lebend "notwendigen Faktoren" beliebig lang fortsetzen. Der amerikanische Astronom Hugh Ross hat von sich aus solch eine Liste zusammengestellt:

Oberflächenschwerkraft

  • falls stärker: Die Atmosphäre würde zu viel Ammoniak und Methan festhalten
  • falls schwächer: Die Atmosphäre des Planet würde zu viel Wasser verlieren

Entfernung vom Mutterstern

  • falls weiter: Der Planet wäre zu kühl für einen stabilen Wasserkreislauf
  • falls näher: Der Planet wäre zu warm für einen stabilen Wasserkreislauf

Stärke der Kruste

  • falls dicker: Zu viel Sauerstoff würde von der Atmosphäre in die Kruste übertragen werden
  • falls dünner: Vulkanische und tektonische Aktivitäten wären zu intensiv

Umdrehungszeit

  • falls länger: Temperaturunterschiede von Tag und Nacht wären zu groß
  • falls kürzer: Atmosphärische Windgeschwindigkeiten wären zu hoch

Gegenseitige Anziehung mit dem Mond

  • falls größer: Die Auswirkung auf die Gezeiten auf die Meere, die Atmosphäre, und die Umdrehungszeit wäre zu heftig
  • falls weniger: Eintretende Veränderungen in der Schräglage der Umlaufbahn würde klimatische Unbeständigkeit verursachen
Welt

Magnetfeld

  • falls stärker: Elektromagnetische Ströme wären zu heftig
  • falls schwächer: Ungenügender Schutz vor ungünstigen stellaren Strahlungen

Albedo (Maß für das Rückstrahlungsvermögen von nicht selbstleuchtenden, diffus reflektierenden (also nicht spiegelnden) Oberflächen, und zwar das Verhältnis der reflektierten Lichtmenge zur einfallenden)

  • falls größer: Eine rasende Eiszeit würde sich entwickeln
  • falls geringer: Ein rasender Treibhauseffekt würde sich entwickeln

Verhältnis von Sauerstoff und Stickstoff in der Atmosphäre

  • falls größer: Fortgeschrittene Lebensvorgänge würden zu schnell vor sich gehen
  • falls geringer: Fortgeschrittene Lebensvorgänge würden zu langsam vor sich gehen

Kohlendioxid- und Wasserdampfgehalte in der Atmosphäre

  • falls größer: Ein rasender Treibhauseffekt würde sich entwickeln
  • falls geringer: Der Treibhauseffekt wäre ungenügend

Ozongehalt der Atmosphäre

  • falls größer: Die Oberflächentemperatur wäre zu tief
  • falls geringer: Die Oberflächentemperatur wäre zu hoch; Die Oberfläche wäre zu viel UV-Strahlung ausgesetzt

Seismische Aktivität

  • falls größer: Zu viele Lebensformen würden zerstört werden

  • falls geringer: Nährstoffe am Meeresboden (von Flussabtragung) würden den Kontinenten nicht durch tektonische Erhebung wieder zugeführt werden. 64

Dies sind nur einige der "Designentscheidungen", die gemacht werden mussten, damit das Leben zustande kommen und fortbestehen konnte. Doch selbst diese sind Hinweis genug um zu zeigen dass die Erde nicht als ein Ergebnis des Zufalls entstanden war, noch dass sie auf Grund einer Kette von begünstigenden Ereignissen gebildet wurde.

Diese und eine Myriade anderer Einzelheiten bestätigen aufs Neue eine schlichte und einfache Wahrheit: Allah – und Allah alleine – erschuf das Universum, die Sterne, Planeten, Berge, und Ozeane in Vollkommenheit, gab den Menschen und anderen lebenden Dingen ihr Leben und unterstellte einen beträchtlichen Teil Seiner Geschöpfe der Kontrolle der Menschen. Allah – und Allah alleine – die Quelle aller Barmherzigkeit und Macht, ist fähig etwas aus dem Nichts zu erschaffen.

Diese vollkommene Schöpfung Allahs ist im Quran folgendermaßen beschrieben:

Seid ihr eine gewaltigere Schöpfung oder das Firmament, das Er errichtet hat? Er erhöhte es und gestaltete es in Vollkommenheit. Und Er hüllte seine Nacht in Finsternis und ließ sein Morgenlicht daraus erleuchten. Und danach gab Er der Erde ihre Ausdehnung. Aus ihr brachte Er ihr Wasser und ihr Weideland hervor. Und Er verankerte die Berge in ihr – zu eurer Nutznießung und der Erfüllung eurer Bedürfnisse und derer eures Viehes. (Sure 79:27-33 – an-Nazi'at)

 

Anmerkungen & Quellennachweise:

54. F. Press, R. Siever, Earth, New York: W. H. Freeman, 1986, S. 2

55. Siehe Harun Yahya, Der Evolutionsschwindel: Der wissenschaftliche Zusammenbruch der Evolutionstheorie und ihr ideologischer Hintergrund, März 2000, Okusan Verlag

56. Michael Denton, Nature's Destiny, S. 106

57. F. Press, R. Siever, Earth, New York: W. H. Freeman, 1986, S. 4

58. F. Press, R. Siever, Earth, New York: W. H. Freeman, 1986, S. 4

59. F. Press, R. Siever, Earth, New York: W. H. Freeman, 1986, S. 4

60. Michael Denton, Nature's Destiny, S. 121

61. James J. Lovelock, Gaia, Oxford: Oxford University Press, 1987, S. 71

62. Michael Denton, Nature's Destiny, S. 127

63. Michael Denton, Nature's Destiny, S. 128

64. Hugh Ross, The Fingerprint of God: Recent Scientific Discoveries Reval the Unmistakable Identity of the Creator, Oranga, California, Promise Publishing, 1991, S. 129 ff.

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