DIE JÜNGSTEN ENTWICKLUNGEN BEIM FLORES MENSCHEN

The evolutionistische Behauptung, Homo floresiensis repräsentiere eine sich vom heutigen Menschen unterscheidende Art wird immer schwächer angesichts des sich verstärkenden Widerstandes. Die Times Online, die Internet Ausgabe der Times und der Sunday Times, fasst die jüngsten Entwicklungen dieses Themas wie folgt zusammen:
"Ein Fund, der als die größte anthropologische Entdeckung seit einem Jahrhundert angekündigt wurde, Ist nun zu einem der kontroversesten Spektakel des Jahrhunderts degeneriert." (1)
Was das Feuer anfachte, war die Unterstützung anderer Experten für die Ansicht indonesischer Wissenschaftler, die sich gegen die Auffassung wandten, H. floresiensis stelle eine sich vom Homo sapiens unterscheidende Art dar. Ganz oben auf der Liste stehen die australischen Wissenschaftler Dr. Maciej Henneberg und Dr. Alan Thorne, sowie Forscher vom Chicago Field Museum in Amerika.
 
Die neuen Einwände besagen, der Flores Mensch könne an einer neurologischen Krankheit namens Microcephalytis - Kleinköpfigkeit - gelitten haben. Bedeutende Unterstützung dieser Ansicht kommt von Professor Maciej Henneberg, Anatom und Paläopathologe mit 32 Jahren Berufserfahrung. Henneberg, Leiter der Abteilung für Anatomische Wissenschaften an der Universität von Adelaide in Australien, befasste sich zunächst mit den Schädelmaßen des Flores-Menschen, die auf der Website des Magazins Nature veröffentlicht waren. Dabei kam ihm ein anderer Schädel mit ähnlichen Merkmalen in den Sinn. Der fragliche Schädel gehört zu einem 4000 Jahre alten Homo sapiens, der auf Kreta ausgegraben worden war. Der Schädel hat kleine Abmessungen und er war bereits als microcephalytisch diagnostiziert worden.
 
Nach statistischen Vergleichen von 15 Schädelmaßen entdeckte der australische Wissenschaftler "keinen signifikanten Unterschied" zwischen den beiden Schädeln. Henneberg, dessen Einwände in dem US Journal Science (2) veröffentlicht wurden, kam zu dem Schluss, dass die Schädel-Abmessungen des Flores-Menschen auf Microcephalytis zurückzuführen seien. Außerdem machte er die Anmerkung, dass die Gesichtsanatomie des Flores-Menschen der des H. sapiens entspräche.
 
 
Eine weitere Studie Henneberg's am Flores-Menschen, die beeindruckende Resultate ergab, waren seine Berechnungen an dem Unterarmknochen, der in einer Höhle gefunden worden war. Anhand der Länge des Knochens von 21 Zentimetern berechnete Henneberg, dass sein Besitzer einst zwischen 152 und 162 Zentimetern groß gewesen sein muss. Das ist erheblich mehr als der eine Meter, der dem Flores-Menschen bis dahin zugestanden worden war, und diese Größe bewegt sich im Rahmen des üblichen, auch für heutige Menschen.
Henneberg machte seine Schlussfolgerungen aus seinen Analysen bekannt:
"Solange nicht weitere Skelette dieser angenommenen neuen Art entdeckt werden, werde ich dabei bleiben, das ein pathologischer Umstand für die besondere äußere Erscheinung dieses Skelettes verantwortlich ist." (3)

 


Die Unterschiede in Schädelgröße und Kiefer-Anatomie zwischen Flores-Mensch und Homo sapiens können Wissenschaftlern zufolge mit Kleinköpfigkeit (Microcephalytis) erklärt werden.
Die Differenzen in Schädelgröße und Kiefer-Anatomie zwischen Flores-Mensch und Homo sapiens können also Wissenschaftlern zufolge mit Kleinköpfigkeit erklärt werden.
 
Ein anderer berühmter Wissenschaftler, der sich mit der "menschlichen Evolution" befasst, ist der Anthropologe Dr. Alan Thorne von der Australischen National Universität, der sagte, der Fund des Flores-Menschen zeige lediglich, dass "niemand so etwas da draußen erwartet hat", und bemerkte, man würde die Fakten überstrapazieren, wenn man behauptet, H. floresiensis repräsentiere eine separate Spezies. (4)
 
Robert Martin, Primatologe am Chicago Field Museum und der Archäologe James Phillips stellten unter Berücksichtigung des geringen Schädelvolumens zugunsten der Microcephalytis-Theorie fest:
 
"Der einzelne Schädel stammt von einer Frau mit Microcephalytis, einer seltenen Krankheit, die kleinen Schädelwuchs und geringe Hirngröße verursacht. Bei Microcephalytis wächst das Gesicht normal, nicht jedoch der Schädel. Die Menschen bekommen eine stark abgeflachte Stirn und kein Kinn - wie der Hobbit." (5) (Hobbit: Der dem Flores-Menschen gegebene, aus dem Film Der Herr der Ringe entliehene Spitzname)
 
Angesichts dieser Einwände erwies sich erneut die Bodenlosigkeit der Beschreibung des Flores-Menschen als vom H. sapiens verschiedene Spezies. Henneberg's Analysen hatten daran einen großen Anteil: Wenn man das Faktum zugrundelegt, dass der 4000 Jahre alte H. sapiens unter Microcephalytis litt, warum sollte dann der Flores-Mensch, mit identischen Schädelmaßen, zu einer anderen Art gehören?
 
Die vielleicht treffendste Beurteilung der Debatte über den Flores-Menschen kommt von Robert Matthews, einem erfahrenen Wissenschafts-Autor bei der britischen Zeitung The Sunday Telegraph. Der Microcephalytis-Theorie anhängend, kritisiert Matthews das Verlangen danach, den Flores-Menschen zur neuen Spezies zu erklären, und er verweist auf die "Nebraska-Mensch" Affaire, einem der größten Skandale in der Geschichte der Paläoanthropologie. Unter der Überschrift: "Wilde Behauptungen, magere Beweislage: Willkommen in der Paläontologie" schrieb Matthews:
 
"Eine neue Woche und ein neues Gerangel unter Wissenschaftlern, wegen ein paar alter Knochen und der Behauptungen, man habe eine weitere, neue, andere Spezies Mensch gefunden. Dieses Mal geht die Kontroverse um die auf der indonesischen Insel Flores entdeckten 18000 Jahre alten Knochen, die zu einem 3 Fuß großen menschlichen Wesen gehörten.
 
... die Wissenschaftler, die sie ausgegraben haben, erklärten sie flugs zu einer neuen Menschenart, gaben ihr den phantasievoll klingenden lateinischen Namen Homo floresiensis, und veröffentlichten ihre Entdeckung in Nature.
 
Dann, alter Tradition folgend, reihten sich andere Wissenschaftler auf, die diese Behauptung als voreilig zurückwiesen. Ein führender Experte für Paläoanatomie sagte dem Konkurrenz-Magazin Science, der 18000 Jahre alte grapefruit-große Schädel ähnele einem 4000 Jahre alten, auf Kreta gefundenen langweiligen alten Homo sapiens mit Microcephalytis zweiten Grades, einer Verkrüppelung, die durch einen abnorm kleinen Schädel charakterisiert ist.
 
... Microcephalytis zweiten Grades kann eine ganze Reihe von Ursachen haben, von einer Virusinfektion über
Schwangerschaftskomplikationen bis hin zu Verletzungen und Unterernährung nach der Geburt. Die Exemplare wurden in einer Höhle auf einer Insel gefunden. Wer sagt denn, dass die Insel nicht vor 18000 Jahren von einer Virenepidemie heimgesucht wurde, die diese Krankheit ausbrechen ließ? Vielleicht sind die Inselbewohner auch woanders Opfer der Krankheit geworden und man hat sie wegen ihres abstoßenden Äußeren auf diese Insel verbannt.
 
Es ist auch nicht unvorstellbar, dass die von Microcephalytis zweiten Grades Befallenen überlebten und sich vermehrten: Die Verkrüppelung ist nicht notwendigerweise mit geringer Intelligenz verbunden. Dies gilt generell für kleine Gehirne. Der entscheidende Faktor ist die Menge der Grauen Zellen. Weil die aber nun mal bei Fossilien nicht erhalten bleiben, haben wir nicht die geringste Ahnung, ob diese "Hobbits" schlau, verblödet oder "normal" waren. Sehr klar aber ist, dass Paläontologen bei extrem magerer Beweislage besorgniserregend kühne Behauptungen aufstellen, eine Neigung, die ihnen schon in der Vergangenheit nicht gut bekommen ist: 1922 machte der amerikanische Fossilienexperte Henry Fairfield Osborn Schlagzeilen mit der Verkündung, er habe den ersten je in Amerika gefundenen anthropoiden Affen entdeckt, den er Hesperopithecus nannte ("Affe aus dem Land der Abendsonne").
 
Der äußerst distinguierte Anatomie-Professor Grafton Elliot Smith von der London University ging noch weiter indem er sagte, Hesperopithecus sei nichts weniger als "das früheste und primitivste Mitglied der Familie des Menschen, das bisher entdeckt wurde". Und was war die Grundlage dieser dramatischen Behauptungen? Ein einziger in Nebraska gefundener Zahn.
 
Prof. Smith's Antwort an die, die bezweifelten, dass man auf eine solch mickerige Beweislage vertrauen sollte, war so ähnlich wie die Antwort, die Entdecker des Hobbit-Menschen von Flores heute geben: "Man würde eine solch bedeutsame Schlussfolgerung mit äußerster Vorsicht genießen," so Prof. Smith, "wenn die Reputation der amerikanischen Gelehrten nicht außer Zweifel stünde."
 
All das Getöse hielt das American Museum of Natural History nicht davon ab, nach mehr Beweisen zu suchen. Vertreter des Museums machten sich pflichtgemäß nach Nebraska auf und enthüllten vor Ort, dass es sich bei "Hesperopithecus" in der Tat um eine ausgestorbene Art handelte, jedoch keineswegs um einen Menschen, sondern um ein Schwein. Prof. Smith tat sich auch später noch hervor, als er das populäre Bild des Neandertalers als auf allen Vieren grasenden Schwachkopf in die Welt setzte und indem er Behauptungen stützte, dass ein paar 1912 in England gefundene Schädelfragmente zu dem frühesten bekannten Vorfahren des Menschen gehörten. Es erwies sich später, dass es sich bei Smith's "typischen" Neandertaler in Wahrheit um ein äußerst atypisches Exemplar handelte, das wegen einer schweren Arthritis so gebückt laufen musste. Die besagten Schädelfragmente stammten aus einem Steinbruch in Sussex, besser bekannt als Piltdown, weiterer Kommentar überflüssig.
 
Nichts von alledem aber scheint den Enthusiasmus der Paläontologen bremsen zu können, immer mehr "neue" Spezies für den "Stammbaum des Menschen" irgendwo auszubuddeln. Alles was man braucht, sind ein paar ungewöhnliche Knochenfragmente plus ein ehrwürdiges lateinisches Wörterbuch, und schon hat man sich einen Platz in der Geschichte der Paläontologie gesichert.
 
Es hängt scheinbar alles davon ab, ob die Knochenfragmente für so ungewöhnlich erachtet werden, dass sie als außerhalb der bekannten Arten liegend eingeordnet werden oder nicht. Man kann nur mit Schaudern daran denken, was für Schlussfolgerungen Paläontologen wohl ziehen würden, wenn man ihnen die Knochen eines heutigen Pygmäen und eines texanischen Erdölarbeiters zur Begutachtung gäbe." (6)
Schlussfolgerung:
 
Die Tatsachen, die durch die jüngsten wissenschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Flores-Menschen und durch Matthews' warnende Lektion in Geschichte deutlich werden, sind folgende: Evolutionistische Wissenschaftler und Medien teilen ein großes Verlangen danach, neu entdeckte Fossilien als neue Arten zu präsentieren. Daher wird fast jede Entdeckung eines Fossils von bombastischem Mediengetöse und ebensolcher Effekthascherei begleitet, während die darauf folgende Widerlegung der Behauptungen in aller Stille erfolgt.
 
Folgende Worte von Robert Locke, Chefredakteur des Magazins Discovering Archaeology, über die Forschung auf dem Gebiet der Paläoanthropologie lesen sich wie eine Beschreibung der Ungewissheit und fanatischen Propaganda, die die Studien in diesem Bereich durchdringen:
 
"Wohl kaum ein Gebiet der Wissenschaft ist derart umstritten, wie das der Suche nach dem Ursprung des Menschen. Hochkarätige Paläontologen können sich nicht einmal auf die grundsätzlichen Konturen des Stammbaums des Menschen einigen. Neue Äste wachsen unter Fanfarengetöse, nur um angesichts neuer Fossilienfunde wieder zu verdorren und abzusterben. (7)
 
Wie auch immer, das Szenario der menschlichen Evolution, aufrecht erhalten durch Propaganda, Demagogie, Verdrehung von Tatsachen und sogar Fälschungen, ist dazu verdammt, eliminiert zu werden im Angesicht moderner, konkreter wissenschaftlicher Entdeckungen. Denn diese beweisen, dass das Leben viel zu komplex ist, um durch Zufall entstanden sein zu können, und dass die natürliche Selektion die Existenz der in der DNS enthaltenen genetischen Information nicht erklären kann. Die Behauptungen der Evolutionstheorie entbehren angesichts der nahezu täglich neuen Entdeckungen jeder Grundlage. Deswegen ist es unvermeidlich, dass die Bemühungen jener, die glauben, die Wiederholung immer derselben Märchen über die Vergangenheit aufgrund von Ähnlichkeiten zwischen Knochen sei Wissenschaft, mit einem Fehlschlag enden werden.
 
Der Mensch ist ein Wesen, mit all seinen tadellosen Systemen von Gott geschaffen. Dies ist von Gott im Quran so offenbart:
 
Der, Der alle Dinge aufs Beste erschaffen hat. Zunächst formte er den Menschen aus Lehm; Dann bildete Er seine Nachkommen aus dem Tropfen einer verächtlichen wässerigen Flüssigkeit; Dann formte Er ihn und blies von Seinem Geist in ihn. Und Er gab euch Gehör, Gesicht, Gefühl und Verstand. Wenig Dank erweist ihr Ihm! (Quran, 32: 7-9)
 

1- Nigel Hawkes, "Kidnap marks the latest chapter in Hobbit's story," Times Online, 4. Dezember, 2004; online: http://www.timesonline.co.uk/article/0,,3-1386936,00.html
2- Michael Balter, "Skeptics Question Whether Flores Hominid Is a New Species," Science, Band 306, Ausgabe 5699, 1116, 12. November 2004
3- Maciej Henneberg, "Why The 'Hobbitt' May Not Be a New Species of Humans;" online: http://www.thinkinganglicans.org.uk/archives/000884.html
4- Heather Catchpole, "Tiny Human a Big Evolutionary Tale," 27. Oktober 2004; online: http://dsc.discovery.com/news/afp/20041025/tinyhuman.html
5- Jim Ritter, "Experts here knock claim of new 'Hobbit' species," Chicago Sun-Times, 16. November 2004; online: http://www.suntimes.com/output/news/cst-nws-human16.html
6- Robert Matthews, "Big claims, meagre evidence; welcome to palaeontology," The Telegraph, 8. Dezember 2004; online: http://gardening.telegraph.co.uk/connected/main.jhtml?xml=/connected/2004/12/08/ecrqed08.xml
7- Robert Locke, "Family Fights," Discovering Archaeology, Juli/August 1999, S. 36-39


2005-07-14 13:50:21

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