Die Suche nach vermissten Flüchtlingskindern sollte für Europa Priorität haben

Vermisste Kinder sorgen für große Aufregung. Suchaktionen können in Trauer enden, doch in den allermeisten Fällen findet das vermisste Kind wieder glücklich zu seiner Familie. So sieht die Situation in vielen Teilen der Welt aus, denn kein Gewissen würde wollen, dass einem Kind etwas zustößt. Kinder sind unschuldig und sollten von allem Negativen verschont bleiben. Zudem sind sie schwach und Wehrlos zugleich. Sie verdienen daher nichts als unsere Liebe, unser Mitgefühl und unseren Schutz.

Unerklärlicherweise bestimmt in Europa manchmal die Hautfarbe des Kindes, ob es als ein solches behandelt wird oder nicht. Wir wissen, dass dies der Fall ist. Denn Kinder, die mit der Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit aus Kriegsregionen fliehen, sehen Europa als einen sicheren Hafen für alle, doch damit stehen sie vor einer anderen und vielleicht noch schlimmeren Bedrohung. In den meisten Fällen wurden sie zurückgewiesen, manchmal auch in Haft genommen, sie wurden geschlagen und wurden wie Kriminelle behandelt. Hin und wieder wurden sie gezwungen, in Flüchtlingslagern ohne entsprechende Sicherheit, ausreichend Nahrung, Wasser oder Decken zu verweilen. Das Risiko für Misshandlung, Vergewaltigung und Menschenhandel ist stets gegenwärtig und leider kamen diese Fälle nicht selten schon vor. Der sogenannte Calais-Dschungel in Frankreich war ein beschämendes Beispiel dafür, dass Flüchtlingskinder regelmäßig sexuellem Missbrauch, Gewalt und Zwangsarbeit ausgesetzt waren.

Heute werden diese unschuldigen Kinder, die durch nichts, eine solche Misshandlung verdienen, zunehmend zum Ziel von Menschenhändlern in Europa. Die Situation ist so ernst, dass im Jahr 2015 10.000 Migrantenkinder mitten in Europa spurlos verschwunden sind, nur ein paar Stunden nach ihrer Anmeldung. [1]

Die von Menschenhändlern entführten, finden sich sexueller Ausbeutung, Sklaverei, Zwangsarbeit und Organhandel ausgesetzt.Im Normalfall würde diese Geschichte für große Aufregung sorgen. Zuallererst sind 10 tausend Kinder verschwunden und werden höchstwahrscheinlich in den Händen von Menschenhändlern gehalten, und müssen jede Art von Horror und Gräuel durchmachen. Was diese Situation noch verschlimmert, ist, dass diese Kinder vor der Gefahr geflüchtet sind und nach Europa geflüchtet sind, weil sie an einen sicheren Ort mussten. Was ist nun passiert, nachdem diese Kinder verschwanden? Nach einigen Zeitungsberichten ist alles wieder so still wie vorher auch. Drei Jahre sind seitdem vergangen, und niemand weiß, wo diese Kinder sind oder was ihnen zugestoßen ist. Eigentlich ist niemand auf der Suche nach ihnen. Ihren Geschäften wird wohl weiterhin nichts im Wege stehen, diesbezüglich sind sich Menschenhändler vermutlich sehr sicher. [2]

Man könnte sagen, dass Europa eine eher unbekümmerte und stille Haltung gegenüber Menschenhändlern eingenommen hat. Schließlich sind diese Kinder unter der Aufsicht der europäischen Behörden spurlos verschwunden. Mit anderen Worten, die Verantwortung dieser Kinder liegt bei den europäischen Behörden, was zweifelsohne für einen starken Vertrauensverlust sorgt. Aus diesem Grund liegt es in der Verantwortung Europas, diese schreckliche Situation zu korrigieren und alles in seiner Macht stehende zu tun, um diese unschuldigen Kinder zu finden und zu retten. Wenn 10000 europäische Kinder verschollen wären, würde diese Situation zweifellos anders aussehen. Die Polizei würde mit aller Kraft gegen den Menschenhandel vorgehen, es würden überall Plakate aufgehängt, Medien und Politiker würden über nichts anderes sprechen und normale Bürger würden Demonstrationen organisieren, um diese Kinder zu finden.

Sicherlich fühlen sich die meisten Europäer und auch Politiker nicht sehr wohl über diese hartherzige Haltung gegenüber diesen Kindern. Es ist jedoch wichtig, dieses Problem in konkreten, konsequenten Schritten zu lösen, indem jeder mit der gleichen Sorgfalt und dem Respekt behandelt wird, unabhängig seiner Herkunft. Europa sollte nicht zulassen, dass seine Handlungen und Reaktionen von der Herkunft der Menschen bestimmt werden, insbesondere nicht, wenn es wie hier um von Leben und Tod geht, das ist ein grundlegendes Thema der Menschlichkeit. Vor dem Hintergrund, dass die europäischen Behörden bestens über die entsprechenden kriminellen Organisationen Bescheid wissen, sollte es nicht besonders schwer sein auf die Spur von 10.000 verschwundenen Kindern zu kommen. Nach herausgegebenen Informationen sind diese 10.000 Kinder massenweise aus großangelegten Flüchtlingslagern verschwunden, die über genügend Polizeikräfte und Ressourcen verfügen, um an relevante Informationen zu kommen.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass Europa nun schnell handelt, um dieses Problem zu lösen. Europa ist als Verfechter der Menschenrechte und Gleichberechtigung bekannt. Europa ist bekannt dafür, ein sicherer Hafen für alle Menschen zu sein, egal welcher Herkunft. Maßnahmen zu ergreifen, um diese 10.000 vermissten Kinder zu finden, sind eine gute Gelegenheit für Europa, zu zeigen, dass diese Annahmen der Wirklichkeit entsprechen.

Europa sollte der Welt zeigen, dass ausländische Kinder genauso wertvoll sind wie europäische. Europa sollte schnellstmöglich alle Macht; Militär, Geheimdienst, Politik und Justiz für die Suche dieser unschuldigen und wehrlosen Menschen einsetzen.

 

[1] http://missingchildreneurope.eu/Portals/0/Docs/Annual and Data reports/Missing Children Europe figures and trends 2016.pdf

[2] http://missingchildreneurope.eu/news/Post/1023/Europol-confirms-the-disappearance-of-10-000-migrant-children-in-Europe

 

Adnan Oktars in „Hindustan Times“ und „Jefferson Corner“ veröffentlichter Artikel.

http://www.jeffersoncorner.com/refugee-children-should-be-europes-big-concern/

 

 

 

2018-07-07 07:37:33

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