Es gibt keine Sunniten-Schiiten-Feindschaft sondern nur Provokationen

Es besteht kein Zweifel, dass eines der hinterhältigsten und gefährlichsten, durch die tiefen globalen Kräfte zum Einsatz kommenden Techniken im Rahmen des Teilungsprojekts, welche darauf abzielen, die islamische Welt in kleine, schwache und ineffektive Subkomponenten zu teilen, "die Anstiftung zu konfessionellen Differenzen" ist.

Vor kurzem Stattgefundene blutige und provokative und Konfessionen basierte Handlungen in verschiedenen islamischen Ländern, wie Saudi-Arabien, Kuwait, Pakistan, Bangladesch und Jemen haben erneut gezeigt, dass diese hinterhältige List immer noch im Gange ist.

Man bemüht sich, unaufhörlich ein Klima der künstlichen Feindschaft und des Konflikts zwischen Schiiten und Sunniten durch solche Provokationen zu schaffen und sie dann in der gesamten islamischen Welt zu verbreiten. Einige Beispiele für provokative, konfessionelle Aktionen, die in den letzten Monaten aufgetreten sind, sind Folgende:

- Im Mai letzten Jahres erfuhren während eines Angriffs auf eine schiitische Moschee in der saudi-arabischen Stadt Qatif einundzwanzig Menschen den Märtyrertod und Dutzende wurden verletzt. Mindestens vier Muslime erfuhren in einem Selbstmordanschlag einer anderen schiitischen Moschee eine Woche später den Märtyrertod.

- Einen Monat später breitete sich die Konfessionen-Provokation nach Kuwait aus. Ein Selbstmord-Bombenanschlag wurde während rund 2.000 Menschen im Gebet waren in der schiitischen al- Imam al-Sadiq-Moschee verübt; 24 Muslime erfuhren den Märtyrertod und mindestens acht weitere wurden verletzt.

- Ein 14 jähriger Junge erfuhr den Märtyrertod, als eine schiitische Moschee in der Stadt Dhaka in Bangladesch im Oktober letzten Jahres bombardiert wurde, weitere 80 Menschen wurden verletzt.

- Im selben Monat fanden drei Terroranschläge verschiedener Konfessionen in Pakistan in einer Woche statt. Zweiundzwanzig Menschen erfuhren bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Muslime, die sich für die Karbala Zeremonien in Sindh des Jacobabad Bezirk in Pakistan versammelten, den Märtyrertod.

- In der gleichen Woche erfuhren10 Muslime bei einem Angriff auf eine schiitische Moschee in Balochistan und weitere 11 Muslime den Märtyrertod, als eine Bombe in einem Linienbus in Quetta, der Hauptstadt der Provinz, explodierte.

Diese jüngsten Provokationen sind nur wenige Fälle von religiös motivierter Gewalt und Terror, die seit mehr als einem Jahrzehnt in der islamischen Welt im Gange sind und Brüder gegen Brüder hetzen sollen. Schauen wir uns die Zeit an, als diese Provokationen begannen:

Etwa 2000 Muslime erfuhren bisher als Folge der Schiiten-Sunniten-Gewalt und des Terrors in der Provinz Belutschistan an der iranischen Grenze den Märtyrertod. Das Interessante daran ist, dass, obwohl es Meinungsverschiedenheiten zwischen Schiiten und Sunniten gab, sie als Brüder ohne nennenswerte Gewalttaten bis zur US- Invasion in Afghanistan im Jahr 2001 lebten.

Ebenso trieben Bombenanschläge  in Mossul, Bagdad und Basra in Folge der US-Invasion im Irak im Jahr 2003 die sunnitisch-schiitischen Spannungen auf die Spitze. Zehntausende von Muslimen, sowohl Schiiten als auch Sunniten erfuhren den Märtyrertod.

Die wachsenden Spannungen zwischen den schiitischen Hisbollah und sunnitischen Harari Gruppen im Libanon, die in den frühen 2000er Jahren begann, spitzten sich mit der Ermordung von Premierminister Rafik Hariri im Jahr 2005 zu. Im Jahr 2013 wurde der ehemaligen Finanzminister Mohamad Chatah ebenfalls ermordet. Auf diese Weise sollte erneut Harari-Anhänger und die  Hisbollah gegeneinander aufgehetzt werden.

Es ist auch eine bekannte Tatsache, dass der Machtkampf in Bahrain nach dem arabischen Frühling ein Kampf zwischen schiitischen und sunnitischen Gruppen war.

Konfessionelle Unterschiede, vor allem zwischen Schiiten und Sunniten, wurden in fast allen Ländern in der islamischen Welt ausgenutzt um Muslime gegeneinander aufzuhetzen und Bürgerkriege und Unruhen in islamischen Ländern zu schüren; noch immer werden sie zu diesem Zwecke ausgenutzt. Einige Politiker in den islamischen Ländern, so genannte religiöse Prediger und Medien Figuren spielen eine wichtige Rolle in einer solchen Provokationen.

Das jüngste Beispiel im Jemen ist insofern von Bedeutung als das es zeigt, wie sich der konfessionelle Faktor von zunächst inneren Störungen innerhalb eines Landes zu Kämpfen zwischen islamischen Ländern verändert hat.

Kurz gesagt, gibt es zwei Hauptziele hinter diesen hinterhältigen Provokationen, die die Samen des Hasses zwischen den Mitgliedern der verschiedenen islamischen Konfessionen säen sollen:

Erstens, die islamischen Länder zu destabilisieren und zu schwächen, indem sie Konflikte und Unruhen im Inneren anstiften, um damit den Weg für sie vorzubereiten auseinander zu fallen und ihre Existenz zu beenden.

Zweitens, Feindschaft unter den islamischen Ländern zu schüren, indem sie auf der Grundlage konfessioneller Spaltungen polarisieren und Muslime in einer schiitischen Front geführt von Iran, Irak, Syrien und dem Libanon und einer sunnitischen Front mit Staaten wie die Türkei, Katar, Saudi-Arabien und Pakistan in zwei entgegengesetzte  Pole, mit dem Ziel sich gegenseitig auszuschalten, zu teilen. Die aktuellen Konflikte im Irak, in Syrien und im Jemen sind im wesentlichen Prototypen für einen solchen globalen Konflikt.

An diesem Punkt haben die religiösen und politischen Führer der islamischen Welt eine wichtige Aufgabe in Bezug auf die Vereinigung, Moderation und dem weisen des richtigen Weges. Wir können die Worte zweier, wichtiger Führer als Beispiele für diesen Ansatz nennen:

Während eines Besuchs in Iran im vergangenen April sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan:

"Ich mache keine Trennungen, ich sage nicht, schiitische Menschen sterben, sunnitische Menschen sterben. Für mich gibt es nur Menschen - Muslime, die dort sterben."[ii]

Irans religiöser Führer Ayatollah Ali Khamenei gab folgende bedeutende Nachricht in einer Rede im Mai letzten Jahres:

"Feinde des Islam versuchen, ethnische und religiöse Zwietracht zwischen Muslimen zu schaffen ... An den Feind; es gibt keine jede Differenz zwischen Schiiten und Sunniten."[iii]

Muslime, die an den selben Gott, das selbe Buch und den selben Propheten glauben, die in die selbe Richtung und in den selben Moscheen beten sind alle Geschwister, unabhängig von ihren Ansichten, konfessioneller Zugehörigkeit oder ethnischer Gruppe. Gott macht es eine Sünde für sie Feinde zu sein. Der Lohn für solch eine Feindschaft und dafür, dass sie sich gegenseitig das Leben nehmen ist die ewige Hölle - ein furchtbares Ende.

Die Katastrophen plagen derzeit Muslime, weil sie gegen Allahs Gebote verstoßend sich Teilen und Konflikte entstehen. Die einzige Rettung liegt darin, diese Sünde zu verlassen und als ein einziger Corpus sich miteinander mit dem Band der Liebe und der Brüderlichkeit zu binden.

[i] "Struggles between Sunni and Shia forces have fed a Syrian civil war that threatens to transform the map of the Middle East, spurred violence that is fracturing Iraq, and widened fissures in a number of tense Gulf countries." (http://www.cfr.org/peace-conflict-and-human-rights/sunni-shia-divide/p33176#!/?cid=otr-marketing_url-sunni_shia_infoguide)
[ii] (http://www.el-balad.com/1475027)
[iii] (https://www.youtube.com/watch?v=D-dzFhNm0IA)

Adnan Oktars in Jefferson Corner veröffentlichter Artikel

http://www.jeffersoncorner.com/there-is-no-shiite-sunni-enmity-only-provocation/

 

2016-06-10 16:46:44

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