| DIE ZEICHEN IN DEN HIMMELN
UND AUF DER ERDE
Nehmen Sie an, dass Sie eine große Stadt aufbauen, indem Sie Millionen
von Ziegelsteinen zusammen bringen. Stellen Sie sich vor, dass es in dieser
Stadt Wolkenkratzer, Strassen, Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufszentren, U-Bahnen,
auch Flüsse, Seen, Wälder und einen Strand gibt. Lassen Sie dort auch
Tausende Menschen leben, die auf diesen Strassen gehen, in ihren Häusern
wohnen und in ihren Büros arbeiten. Ziehen Sie jedes Detail in Betracht.
Berücksichtigen Sie auch solche Details wie Verkehrsampeln, Kassen, und
die Schilder an der Busstation.
Was würden Sie von jemandes Geisteszustand denken, wenn er zu Ihnen käme
und sagte, dass alle Ziegelsteine, von denen jeder von Ihnen ganz sorgfältig
ausgewählt worden ist und aus denen diese Stadt besteht, die Sie durch
eine akkurate Planung bis ins kleinste Detail aufgebaut haben, durch eine
Abfolge von Zufällen zusammengekommen sind?
Denken Sie daran, dass die ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht werden
würde, wenn Sie vergessen hätten, auch nur einen einzelnen Ziegelstein
zu setzen, oder wenn sie seinen Platz geändert hätten. Können Sie sich
vorstellen, was für ein empfindliches Gleichgewicht und eine vollkommene
Ordnung Sie schaffen müssen?
Das Leben in der Welt, in der wir leben, wird auch durch die Ansammlung
vieler Details ermöglicht, die für den menschlichen Verstand unverständlich
sind. Das Fehlen nur eines dieser Details könnte das Ende des Lebens auf
der Erde bedeuten.
Alles, von jedem Teilchen im Atom, der kleinsten Einheit der Materie,
bis zu den Galaxien, die aus Milliarden von Sternen bestehen, vom Mond,
dem untrennbaren Satelliten der Erde, bis zum Sonnensystem, befindet sich
in vollkommener Harmonie. Dieses ausgezeichnet organisierte System funktioniert
tadellos, wie ein Uhrwerk. Die Menschen sind so sicher, dass dieses Milliarden
Jahre alte System fortfahren wird, zu funktionieren, ohne dass das kleinste
Detail vergessen wird, dass sie Pläne über etwas, was sie in den folgenden
10 Jahren verwirklichen wollen, machen können. Niemand macht sich Sorgen
darüber, ob am nächsten Tag die Sonne aufgehen wird oder nicht. Eine große
Majorität der Menschen denkt nie daran, ob die Erde sich eines Tages aus
dem Gravitationsfeld der Sonne befreien und beginnen könnte, sich im finsteren
Raum ins Unbekannte zu bewegen, oder was eine solche Katastrophe verhindert.
Auf die gleiche Weise sind die Menschen sicher, dass ihre Herzen oder
ihr Atmungssystem während des Schlafs ihre Funktion nicht einstellen,
wie es das Gehirn partiell tut. Schon einige wenige Sekunden Stillstand
dieser zwei lebenswichtigen Systeme würde Sie das Leben kosten.
Wenn man das Gefühl der Selbstverständlichkeit, mit der wir die Funktion
und das Zusammenwirken solch komplexer Systeme unterstellen, einmal hinter
sich lässt, kann man ganz offenbar sehen, dass in der Tat alles aus voneinander
abhängigen, genau geplanten Systemen besteht, die auf einer sehr empfindlichen
Grundlage stehen. Wenn Sie ihren Blick wenden, bemerken Sie, dass sich
in jedem Detail eine ausgezeichnete Ordnung ausdrückt. Zweifellos gibt
es eine Kraft, die eine solche Ordnung und Harmonie bewirkt. Diese Kraft
ist Gott, Der alles aus dem Nichts erschaffen hat. In einem Vers sagt
Gott folgendes:
Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen.
Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So
schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein
weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu
dir zurückkehren. (Sure 67:3-4 - al-Mulk)
Wenn wir die Lebewesen auf der Erde betrachten, sehen wir, dass sie alle
die Existenz ihres Schöpfers beweisen.
In diesem Kapitel werden wir bei den Naturereignissen und Lebewesen verweilen,
die jeder Mensch sehen kann, über die er aber nur selten nachdenkt, wie
sie entstanden sind und wie sie fortbestehen. Wenn wir alle Zeichen Gottes
im Universum notieren wollten, würden wir Tausende von Bänden einer riesigen
Enzyklopädie füllen. Aus diesem Grund werden wir in diesem Kapitel nur
einige Themen, über die man sorgfältig nachdenken sollte, kurz erwähnen.
Weil Gott existiert...
Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und man erkennt Gott mit
dem Verstand.
DIE WUNDER IN UNSEREM KÖRPER
Unbemerkt von uns werden innerhalb unseres Körpers Millionen von Vorgängen
durchgeführt. Wenn diese Vorgänge nur einige Minuten unterbrochen werden
würden, so würde dies für den Menschen schwere Krankheiten zur Folge haben,
ihn sogar das Leben kosten können.
So wie der Mensch nie darüber nachdenkt, wie er aus einer einzigen Zelle
ein erwachsener Mensch geworden ist, forscht er auch nicht nach, warum
sein Körper perfekt funktioniert. Aus diesem Grund weiß er nicht, dass
er sein Leben nur dank von Ereignissen, die auf einer sehr sensiblen Grundlage
stehen, führen kann. Er beginnt nur dann an seinen Körper zu denken, wenn
er mit einer Krankheit oder einem physischen Problem konfrontiert ist.
Aber auch das hält nicht lange an, denn wenn er wieder gesund wird, vergisst
er alles.
Gott zeigt dem Menschen sowohl innerhalb seines Körpers als auch in seinem
Aussehen zahlreiche Beweise für Seine Schöpfung. Wenn man nur das Aussehen
des menschlichen Körpers betrachtet, bemerkt man sofort Gottes ausgezeichnete
Kunst. Die Symmetrie, die in jedem menschlichen Körper existiert; das
Vorhandensein von zwei Armen und Beinen, das Verhältnis des Körpers zu
den Armen, Beinen und dem Kopf sind so vollkommen, dass diese auf den
ersten Blick Aufmerksamkeit erregen. Jedes dieser Verhältnisse wurde von
Gott in voller Harmonie geschaffen. Zum Beispiel:
- Die Körpergröße jedes Menschen ist die 8-fache der Kopfgröße,
- Sein Gesicht besteht aus dem 3-fachen der Nasengröße,
- Zwischen beiden Augen gibt es eine Entfernung von einer Augenlänge,
- Die Verhältnisse der Arme und Beine und ihre Längen entsprechen sowohl
der Ästhetik als auch dem Bedürfnis.
Um die obenerwähnten Details über die Symmetrie sehen zu können, betrachten
Sie die Menschen ihrer Umgebung. Diese Eigenschaften sind in jedem Menschen
zu sehen. Milliarden Menschen, die bis heute gelebt haben, besaßen diese
Eigenschaften, und mit Gottes Erlaubnis werden auch die Menschen, die
in der Zukunft leben werden, diese Eigenschaften haben.
Viele Wunder entstehen innerhalb des menschlichen Körpers, ohne dass
der Mensch sie bemerkt. Vom Gehirn bis zur Leber, von der Gallenblase
bis zu den Nieren funktioniert jedes Organ ganz vollkommen.
Um diese Ordnung, Harmonie und Feinheit innerhalb unseres Körpers zu
erklären, können wir Hunderte von Beispielen geben. Das Wissen des Schöpfers
ist unendlich und geht über den menschlichen Verstand hinaus. Aber einige
der zahlreichen Beispiele im menschlichen Körper hier zu erwähnen, wird
uns helfen, damit wir Gottes Existenz, Seine Größe, Sein Wissen und Seine
Kunst erkennen können.
"Ein halbentwickeltes Auge kann nicht sehen"
Das Auge ist einer der offensichtlichsten Beweise dafür, dass die Lebewesen
erschaffen worden sind. Sehorgane, einschließlich der von Tieren, sind
auffallende Beispiele eines vollkommenen Designs. Diese eindrucksvollen
Organe sind so ausgezeichnet, dass sie sogar die hoch entwickeltsten optischen
Geräte der Welt übertreffen.
Das Auge ist ein sehr kompliziertes System, welches aus der Kombination
von 40 verschiedenen empfindlichen Teilen besteht. Lassen Sie uns jetzt
an nur eines dieser Teile denken. An die Augenlinse... Wir bemerken es
meistens nicht, aber was es uns ermöglicht, dass wir unsere Umgebung ganz
klar erkennen können, ist, dass die Augenlinse sich ständig automatisch
scharf einstellt. Wenn Sie wollen, können Sie ein kleines Experiment dazu
machen: Heben Sie ihren Zeigefinger in Augenhöhe. Schauen Sie zuerst auf
Ihre Fingerspitze und dann auf die Wand dahinter. Immer wenn Sie Ihren
Blick von Ihrem Finger auf die Wand und zurück richten, werden Sie fühlen,
wie sich das Auge auf die geänderte Entfernung einstellt.
Diese Einstellung wird von den kleinen Muskeln um die Augenlinse herum
durchgeführt. Bei jeder Änderung der Blickrichtung haben diese Muskeln
eine wichtige Funktion und veranlassen, dass das Licht im richtigen Winkel
gebrochen wird und dass Sie den Gegenstand, den Sie betrachten, ganz klar
sehen können. Die Augenlinse führt diese Einstellung Ihr ganzes Leben
lang durch, ohne einen Fehler zu machen. Fotografen nehmen an ihren Fotoapparaten
die gleiche Einstellung mit ihren Händen vor, und sie bemühen sich sehr
darum, die richtige Scharfeinstellung zu erhalten. Heute werden viele
Kameras hergestellt, die die Scharfeinstellung automatisch vornehmen,
aber keine Kamera kann eine solch schnelle und vollkommene Scharfeinstellung
wie das Auge durchführen.
Damit das Auge sehen kann, müssen die ungefähr 40 Hauptbestandteile,
die dieses Organ bilden, gleichzeitig existieren, und sie müssen in Harmonie
funktionieren. Die Linse ist nur eins von diesen Teilen. Obgleich alle
anderen Teile wie die Hornhaut, Bindehaut, Regenbogenhaut, Pupille, Retina,
Augenmuskeln und Tränendrüsen existieren, wird das Auge in kurzer Zeit
zerstört und seine Sehfunktion verlieren.
Gegenüber dieser komplizierten Struktur des Auges verliert die Behauptung
der "Kette der Zufälle", die von den Evolutionisten aufgestellt wird,
ihre Bedeutung. Denn damit das Auge funktionieren kann, muss es mit allen
seinen Teilen zur gleichen Zeit existieren. Ein evolutionistischer Wissenschaftler
gesteht diese Tatsache folgendermaßen zu:
Eine Eigenschaft, die Augen und Flügel gemeinsam haben ist, dass beide
nur dann funktionsfähig sind, wenn sie voll entwickelt sind. Einfach ausgedrückt:
ein halbentwickeltes Auge kann nicht sehen.13
Dies zeigt jedoch, dass das Auge mit allen seinen Teilen gleichzeitig
und vollkommen entstanden sein muss. Das heißt, das Auge ist wie unsere
anderen Organe in einer ausgezeichneten Weise von Gott erschaffen worden.
Das hervorragende Design im Ohr
Am Anfang des Hörprozesses stehen Schallschwingungen, die durch Ohrmuschel
und äußeren Gehörgang durch eine Art "Megaphoneffekt" verstärkt werden.
Hierdurch steigt die Lautstärke des wahrgenommenen Schalls beträchtlich
an. Eine besondere Eigenschaft des etwa dreieinhalb Zentimeter langen
äußeren Gehörgangs ist die konstante Absonderung eines Sekrets. Dieses
"Ohrenschmalz" enthält ein natürliches Antiseptikum, das Bakterien und
Insekten aus dem Gehörgang fernhält. Die Zellen an der Oberfläche des
Gehörgangs sind spiralförmig ausgerichtet, damit das Sekret nach aussen
abfließen kann.
Die Schallwellen erreichen durch den Gehörgang das Trommelfell. Diese
Membrane ist so empfindlich, dass sie sogar Schwingungen auf molekularer
Ebene wahrnehmen kann. Dank der außerordentlichen Empfindlichkeit des
Trommelfells können wir auch aus großer Entfernung jemanden flüstern hören.
Eine weitere außerordentliche Eigenschaft des Trommelfells ist, dass es
nach Anregung durch eine Schallwelle sofort wieder in seinen normalen
Zustand fällt. Berechnungen haben gezeigt, dass das Trommelfell nach Empfang
der allergeringsten Vibration innerhalb von weniger als einer viertausendstel
Sekunde in seinen Ruhezustand zurückkehrt. Würde dies nicht so sein, würde
jeder gehörte Ton in unseren Ohren nachhallen.
Das Trommelfell verstärkt die ankommenden Schwingungen noch einmal und
leitet sie an das Mittelohr weiter. Hier befinden sich drei sehr filigrane,
miteinander verbundene Knöchelchen, die die eintreffenden Schwingungen
ein letztes Mal verstärken, Hammer, Amboss und Steigbügel. Doch das Mittelohr
verfügt auch über eine Art "Schalldämpfer", der sehr große Lautstärken
reduziert, bevor sie das Innenohr erreichen. Er wird gebildet durch die
kleinsten Muskeln des Körpers, die Hammer, Amboss und Steigbügel steuern.
Sie sind durch unseren Willen nicht beeinflussbar, sondern treten automatisch
selbst im Schlaf in Aktion. Sobald ein extrem lautes Geräusch in unserer
Nähe auftritt, kontraktieren diese Muskeln und verringern die Intensität
der Schwingung, die das innere Ohr erreicht.
Das tadellos designte Mittelohr muss ein wichtiges Gleichgewicht aufrechterhalten.
Der Luftdruck innerhalb des Mittelohrs muss derselbe sein wie der atmosphärische
Aussendruck. Dies wird gewährleistet durch einen dünnen, druckausgleichenden
Luftkanal zwischen Mittelohr und Mundhöhle, der Eustach'schen Röhre.
Das Innenohr
Was wir bisher untersucht haben, betraf die Schallschwingungen im Außen-
und Mittelohr. Die Schwingungen werden verstärkt und weitergegeben, doch
alles geschieht bisher mechanisch. Anders ausgedrückt, noch hören wir
keinen Ton.
Der Prozess, durch den die mechanische Bewegung in Töne umgewandelt wird,
findet im Innenohr statt. Dort befindet sich ein mit einer Flüssigkeit
gefülltes, spiralförmiges Organ, die Cochlea.
Der innerste Teil des Mittelohrs ist der Steigbügelknochen, der durch
eine Membran mit der Cochlea verbunden ist. Die mechanischen Schwingungen
aus dem Mittelohr werden durch diese Verbindung auf die Flüssigkeit des
Innenohrs übertragen.
In ihr erzeugen sie Wellen. Die Innenwände der Cochlea sind mit Flimmerhärchen
bedeckt, den Stereociliae, die durch diese Wellen in Bewegung geraten.
Sie bewegen sich exakt im Rhythmus der Wellen in der Flüssigkeit. Wird
ein lauter Ton empfangen, entsteht eine stärkere Welle, und eine größere
Zahl Flimmerhaare beugt sich unter ihrem Einfluss. Jede Frequenz aus der
Außenwelt ruft andere Bewegungen der Flimmerhaare hervor.
Doch was bedeutet diese Bewegung der Flimmerhaare? Was kann die Bewegung
kleiner Haare in der Cochlea des Innenohres zu tun haben mit dem Anhören
eines Konzerts klassischer Musik, dem Erkennen der Stimme eines Freundes,
des Motorengeräuschs eines Autos oder dem Unterscheiden von Millionen
anderer Geräuschquellen?
Die Antwort ist höchst interessant und enthüllt einmal mehr die Komplexität
im Design des Ohres. Jedes der die innere Wand bedeckenden Flimmerhaare
der Cochlea ist ein Mechanismus, der mit einer von 16000 Haarzellen verbunden
ist. Sind diese Haare einer Schwingung ausgesetzt, bewegen sie sich und
stoßen aneinander. Die Bewegung öffnet Kanäle in den Membranen der unter
den Haaren befindlichen Zellen. Dies erlaubt den Eintritt von Ionen in
diese Zellen. Bewegen sich die Haare in Gegenrichtung, schließen sich
diese Kanäle wieder. Die permanente Bewegung der Haare bewirkt permanente
Veränderungen der chemischen Balance der darunter liegenden Zellen, wodurch
sie elektrische Signale produzieren. Diese werden durch Nerven zum Gehirn
geleitet, dort verarbeitet und es entstehen Töne.
Noch sind nicht alle technischen Details des Systems erforscht. Während
die elektrischen Signale erzeugt und durch Nerven zum Hirn gesendet werden,
übertragen die Zellen des Innenohres auch die Frequenzen, Intensitäten
und Rhythmen aus der Außenwelt. Der Prozess ist so kompliziert, dass man
bis heute nicht herausgefunden hat, ob das System der Frequenzerkennung
im Innenohr liegt oder ob der Vorgang sich erst im Gehirn abspielt. Betrachten
wir eine weitere interessante Eigenheit der Flimmerhaarbewegung auf den
Zellen des Innenohrs. Die Haare bewegen sich vor und zurück und berühren
einander. Doch gewöhnlich ist die Bewegung der Haare sehr gering. Forschungen
haben ergeben, dass die Bewegung eines Haars nur um die "Breite" eines
Atoms ausreichen kann, die Zellreaktion auszulösen. Experten geben folgendes
Beispiel, um die Empfindlichkeit der Flimmerhaare zu verdeutlichen: Stellen
wir uns eines dieser Haare so groß vor wie den Eiffelturm, dann würde
die unten befindliche Zelle bereits auf eine Seitwärtsbewegung der Turmspitze
von 3 Zentimetern reagieren.
All diese erstaunlichen Vorgänge machen uns das hervorragende Design
unserer Ohren klar. Das Ohr ist ein vollkommenes System, das funktioniert,
indem viele komplexe Mechanismen in Harmonie arbeiten. Der modernen Wissenschaft
und Technologie jedoch gelang es bis heute nicht, dieses System nachzuahmen,
und die Arbeitsprinzipien dieses Systems mit all seinen Einzelheiten zu
verstehen.
Es ist unmöglich, dass solch ein komplexes System durch Zufall entstanden
sein kann, wie die Evolutionstheorie behauptet. Das überlegene Design
im Ohr beweist Gottes Existenz und Gottes Herrschaft über die Natur.
Was der Mensch angesichts dieser Tatsache tun soll, ist, Gott dankbar
zu sein, Der ihm den Hörsinn gegeben hat. Tatsächlich ruft Gott im Quran
den Menschen zu:
Sprich: "Er ist es, Der euch erschaffen und euch Gehör,
Augenlicht, Gemüt und Verstand gegeben hat. Wie wenig dankt ihr!" (Sure
67:23 - al-Mulk)
Die "Armee" innerhalb des menschlichen Körpers
Vielen Menschen ist die Tatsache nicht bewusst, dass der menschliche
Körper eine überlegende Armee, ein Verteidigungssystem besitzt. Es handelt
sich dabei tatsächlich um eine regelrechte Armee mit speziell ausgebildeten
"Offizieren" und "Soldaten", die mit physischen und chemischen Waffen
kämpfen und höchste Technologien anwenden.
Zwischen dieser Armee und den feindlichen Kräften herrscht jeden Tag,
sogar jede Minute ohne unser Wissen ein ständiger Kampf. Ebenso, wie dieser
Krieg an vielen kleinen Orten geführt wird, können auch durch Mobilmachung
die gesamten Regionen des Körpers in Verteidigungsstellung treten. Den
Zustand des Kampfes an allen Fronten bezeichnen wir als "Krankheit".
Die Strategie unseres Abwehrsystems besteht aus vier
wichtigen Schritten;
1. Die Bestimmung des Feindes und der erste Gegenschlag;
2. Die Verstärkung der Abwehrkräfte und die Vorbereitung der Angriffswaffen
3. Der Angriff und das Gefecht
4. Die Normalisierung der Lage
Die ersten Zellen, welche den feindlichen Truppen entgegentreten, sind
die "Phagozyten" produzierenden "Makrophagen", die den Feind fressen.
Diese Fresszellen kämpfen an vorderster Front.
Diese "Soldaten" sind mit der lokalen Bevölkerung sehr vertraut. Sie
unterscheiden ihre eigene Armee genau von der des Feindes. Sie aktivieren
sofort die Soldaten, die mit der Waffenproduktion befasst sind, die B-Zellen.
Diese Soldaten haben außerordentliche Fähigkeiten. Obgleich sie nie den
Feind gesehen haben, können sie Waffen produzieren, die den Feind wirkungslos
machen. Außerdem tragen sie die Waffen, die sie produzieren, bis an ihren
Einsatzort. Während dieser Reise gelingt es ihnen, sowohl sich selbst
als auch ihren Anhängern keinen Schaden zu verursachen. Später treten
die Kampftruppen auf (tödliche-T-Helfer-Zellen). Diese entladen das giftige
Material, das sie auf selbst tragen, am lebenswichtigsten Punkt des Feindes,
und so gelingt es ihnen, sich vor diesem Feind zu retten. Nach dem Sieg
kommt eine andere Gruppe Soldaten auf das Schlachtfeld (unterdrückende
T-Zellen) an und alle Krieger werden zurück zu ihrem Lager geschickt.
Die Soldaten, die zuletzt zum Schlachtfeld kommen, bewahren alle Informationen
über die Feinde in ihrem Gedächtnis auf, um diese wieder verwenden zu
können, wenn sie wieder mit einem ähnlichen Fall konfrontiert werden.
Die vollkommene Armee, von der hier besprochen wird, ist das Immunsystem
im menschlichen Körper. Alles, was hier erklärt worden ist, wurde von
winzigen Zellen verwirklicht, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind.
Was denken Sie, wie viele Menschen wissen, dass sie in ihrem Körper eine
so ordentliche, disziplinierte und ausgezeichnete Armee besitzen? Wie
viele Menschen merken, dass sie von allen Seiten mit Mikroben bedeckt
sind, welche ernsthafte Krankheiten und sogar den Tod verursachen können?
In der Luft, die wir einatmen, im Wasser, das wir trinken, in der Nahrung,
die wir essen und überall gibt es Mikroben, die für die Menschen sehr
gefährlich sein können. Während der Mensch selbst davon überhaupt nichts
merkt, kämpfen die Zellen in seinem Körper mit ihrer ganzen Kraft, um
den Menschen vor einer Krankheit zu retten, die ihm den Tod bringen kann.
Dass die Immunzellen imstande sind, die Körperzellen und die feindlichen
Zellen voneinander zu unterscheiden, dass die B-Zellen eine Waffe vorbereiten
können, die den Feind, den sie nicht sehen, unwirksam machen kann, dass
sie diese zu einer bestimmten Stelle tragen können, ohne ihren eigenen
Körper zu schädigen, dass die Zellen, welche Signale empfangen, ihre Aufgaben
ganz genau durchführen, ohne zu protestieren, dass sie alle wissen, was
sie tun sollen, dass sie wieder zurück zu ihrem Platz gehen, wenn sie
mit ihrer Aufgabe aufhören, ohne ein Problem zu verursachen, dass das
Gedächtniss der Speicherzellen so stark ist, sind nur einige der Eigenschaften,
durch welche dieses System das Adjektiv "außerordentlich" verdient.
Aus diesen Gründen konnte die Entwicklungsgeschichte des Immunsystems
bis heute von keinem evolutionistischen Autor geschrieben werden.
Ohne Immunsystem wäre der Körper gegenüber den Mikroben und Viren der
Außenwelt wehrlos. Heutzutage können solche Menschen nur in einem speziellen
Zelt für eine bestimmte Zeit überleben. Tatsache ist, dass ein so kompliziertes
System wie das Immunsystem mit seinen allen Bestandteilen nur in einem
einzigen Schöpfungsakt erschaffen worden sein kann.
Ein System, dessen jede Einzelheit geplant wurde
Atmen, Essen, Trinken und Schlafen sind natürliche Vorgänge für die Menschen.
Die meisten jedoch denken nie daran, wie diese lebenswichtigen Vorgänge
ablaufen. Wenn Sie eine Frucht essen, denken Sie höchstwahrscheinlich
nicht daran, wie eine Frucht in Ihrem Körper verarbeitet wird. Während
Sie denken, dass Sie eine gesunde Nahrung gegessen haben, führt Ihr Körper
viele detaillierte Prozesse durch, um diese Nahrung in etwas Nützliches
umwandeln zu können.
Das Verdauungssystem, dass diese detaillierten Arbeiten durchführt, beginnt
zu arbeiten, sobald eine Nahrung in den Mund genommen wird. Der Speichel
in der Mundhöhle bewirkt eine Aufweichung der Nahrung, so dass der Verdauungsvorgang
bereits im Mund beginnt und die Nahrung die Speiseröhre leicht passieren
kann.
Die Speiseröhre hat die Funktion, die Nahrung dem Magen zuzuführen. Die
Verdauung der Nahrung wird durch die Magensäure bewirkt. Diese Säure ist
so stark, dass sie imstande ist, nicht nur die Nahrung, sondern auch die
Magenwände zu zersetzen. Doch ein besonderer Schutz, die Magenschleimhaut,
bedeckt die Magenwände und bietet so einen wirksamen Schutz gegen die
zersetzende Wirkung der Magensäure. Auf diese Weise wird verhindert, dass
der Magen sich selbst zerstört.
Der gesamte Verdauungsvorgang ist genau so exakt geplant. Die nutzlosen
und vom Verdauungssystem zerlegten Teile der Nahrung werden von den Membranen
des Dünndarmes aufgesaugt und dann mischen sie sich ins Blut. Die innere
Fläche des Dünndarms ist mit kleinen Krümmungen, den Zotten, bedeckt.
In den oberen Teilen der Zellen auf den Zotten befinden sich mikroskopische
Verlängerungen, die "Mikrovilli" genannt werden. Diese Verlängerungen
absorbieren die Nahrung, indem sie wie eine Pumpe arbeiten. Auf diese
Weise gelangt die von diesen Pumpen absorbierte Nahrung mit Hilfe des
Kreislaufs in jeden Teil des Körpers.
Die Evolution kann das Verdauungssystem, dessen Funktion wir oben kurz
zusammengefasst haben, in keiner Weise erklären. Denn die Evolutionstheorie
nimmt an, dass die heutigen komplexen Organismen von den ursprünglichen
Lebewesen abstammen, indem kleine, strukturelle Änderungen stufenweise
hinzugefügt wurden. Aber wie ersichtlich ist, kann ein vollkommenes System
nicht stufenweise entstehen. Schon das Fehlen eines einzigen Faktors bedeutete
das Ende des Lebewesens.
Die Magensäure hat die Eigenschaft, die Nahrung zu zerlegen. Dies geschieht
als Folge chemischer Reaktionen. Stellen Sie sich jetzt ein Lebewesen
vor, in dessen Magen eine solche geplante chemische Umwandlung nicht durchgeführt
werden könnte. Das Lebewesen, dessen Magen die Nahrung nicht zerlegen
könnte, würde seine Nahrung nicht verdauen können, und es würde an Nahrungsmangel
sterben, obwohl es in seinem Magen genug unverdaute Nahrung gäbe.
Außerdem produzieren die Magenwände gleichzeitig die Magenschleimhaut
und die Magensäure. Dies zeigt uns, dass es keine stufenweise, zufällige
Entstehung geben kann, wie die Evolutionisten behaupten, sondern dass
es eine plötzliche, bewusste Schöpfung geben muss.
Das Skelett
Auch das Skelett ist ein Beispiel für wunderbare Ingenieurkunst. Es ist
das statische Gerüst zur Stützung unseres Körpers. Gleichzeitig bildet
es den Schutz für lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz und Lunge und
unterstützt die inneren Organe. Es gibt dem Menschen eine hohe Bewegungsfreiheit,
die von keiner Maschine imitiert werden kann. Außerdem ist das Knochengewebe
nicht leblos. Es ist die Bank für viele lebenswichtige Mineralstoffe wie
Kalzium und Phosphor. Je nach Bedarf des Körpers lagert und verteilt es
die vorher gespeicherten Mineralstoffe. Neben all diesen Besonderheiten
geschieht auch die Herstellung der roten Blutkörperchen in den Knochen.
Das Skelett hat nicht nur eine perfekte Funktion als Ganzes, sondern
auch die einzelnen Knochen besitzen eine unübertreffliche Konstruktion.
Die Knochen sind mit einer Kapazität und Stabilität erschaffen, die es
ihnen ermöglicht, den Körper problemlos zu tragen und zu schützen. Auch
extreme Belastungssituationen des Körpers sind vorgesehen. Der Oberschenkelknochen
kann eine Druckbelastung von einer Tonne aushalten. Tatsächlich erreicht
das Gewicht, mit dem wir diesen Knochen bei jedem Schritt belasten, das
Dreifache unseres Körpergewichts. Bei der Landung eines Stabhochspringers
wird jeder Quadratzentimeter seines Hüftknochens mit einem Druck von 1400
kg belastet. Was ist es, das die Knochenstruktur so stark macht?
Um dies zu verstehen, ist ein Beispiel aus der modernen Technologie angebracht.
Beim Bau von großen Gebäuden werden käfigartige Konstruktionen aus Stahlbeton
verwendet. Hierbei bestehen die tragenden Säulen nicht aus einem einzigen
Teil, sondern aus ineinander gesteckten, käfigartigen Bewehrungen. Nur
mittels komplizierter Computer-Berechnungen können große Brücken und Industrie-Gebäude
günstig und stabil gebaut werden.
Auch das Innere der Knochen besteht aus einer Struktur, die der käfigartigen
Struktur der von Menschen errichteten Gebäude und Brücken ähnlich ist.
Mit einem bedeutenden Unterschied: Das in den Knochen vorhandene System
ist viel komplizierter und hochwertiger als jene, die von Menschen gemacht
sind. Daraus folgt, dass die Knochen sowohl sehr stabil, als auch sehr
leicht sind. Wenn es nicht so wäre, die Knochen also innen nicht hohl
wären, sondern wie das Äußere fest und massiv, hätten sie ein Gewicht,
welches wir gar nicht tragen könnten.
Diese perfekte Konstruktion unseres Knochenbaus ermöglicht uns ein sehr
komfortables Leben, sie gibt uns die Möglichkeit, schwierige Bewegungen
mühelos und schmerzlos zu bewältigen. Eine andere Eigenschaft der Knochenstruktur
ist, dass sie dort, wo es notwendig ist, elastisch ist wie beispielsweise
der Brustkorb: Während er die Lunge, das Herz und andere lebenswichtige
Organe schützt, dehnt er sich aus und zieht sich zusammen, so dass die
Lunge mit Sauerstoff gefüllt und wieder entleert werden kann.
Die Elastizität der Knochen kann sich mit der Zeit ändern. Zum Beispiel
dehnen sich die Beckenknochen bei Frauen in den letzten Monaten der Schwangerschaft
und sie gehen sogar ein wenig auseinander. Das ist ein sehr wichtiges
Detail, denn durch diese Lockerung kann der Kopf des Kindes, ohne zerquetscht
zu werden, geboren werden.
Das sind nicht die einzigen Wunder der Knochen. Die Knochen besitzen
neben ihrer Leichtigkeit, Elastizität und Stabilität auch die Eigenschaft,
sich selbst zu reparieren. Dies funktioniert, wie bei all den anderen
Vorgängen im Körper, durch das Zusammenspiel von Millionen von Zellen.
Auch die Beweglichkeit des Skeletts ist ein wichtiges Detail, dem wir
uns noch eingehender widmen wollen. Bei jedem Schritt, den wir gehen,
bewegen sich die Wirbelkörper, die unsere Wirbelsäule bilden, aufeinander
hin und her. Diese ständige Bewegung und Reibung müsste eigentlich zu
einer schnellen Abnutzung führen, aber auch hier wurde wieder vorgesorgt:
Zwischen jedem Wirbel befindet sich ein widerstandsfähiger Knorpel, die
Bandscheibe. Die Bandscheiben erfüllen die Aufgabe von Stossdämpfern.
Bei jedem Schritt den wir gehen, entsteht aufgrund unseres Körpergewichts
ein Druck auf die Wirbelsäule. Jedoch schadet dieser Druck wegen der die
Kraft verteilenden, leicht s-förmig gebogenen Wirbelsäule und ihres Federungssystems
dem Körper nicht. Wenn diese druckreduzierende Elastizität und spezielle
Struktur der Wirbelsäule nicht existieren würden, würde der Druck direkt
den Schädelknochen belasten und der Halswirbel würde die Schädeldecke
zerschmettern, und das Gehirn durchdringen.
Auch an den Verbindungsstellen der Knochen kann man Beweise der Schöpfung
erkennen. Obwohl die Gelenke ein Leben lang benutzt werden, brauchen sie
nicht einmal geölt zu werden. Die Biologen haben den Grund dafür erforscht:
Wie wird die Reibung der Gelenke verhindert?
Die Wissenschaftler haben erkannt, dass dieses Problem mit einem nur
als ein Wunder der Schöpfung zu bezeichnenden System gelöst ist: Die Reibungsflächen
der Gelenke sind mit einer dünnen, porigen Knorpelschicht überzogen. Unter
dieser Schicht befindet sich, ein zähflüssiges Gleitmittel. Wenn der Knochen
in dem Gelenk Druck ausübt, spritzt dieses Gleitmittel aus den Poren und
sorgt dafür, dass die Oberflächen der Gelenke "wie geschmiert" gleiten.
Das alles zeigt, dass der menschliche Körper ein Werk ausgezeichneter
Planung ist, das Ergebnis einer besonderen Schöpfung. Der Mensch kann
durch diese mustergültige Planung die nterschiedlichsten Bewegungen zügig
und ganz bequem verwirklichen.
Bedenken wir einmal, wie es wäre, wenn nicht alles so perfekt wäre, zum
Beispiel, wenn unser Bein aus einem einzigen langen Knochen bestehen würde.
Gehen wäre dann für uns ein riesiges Problem, wir hätten sehr plumpe und
unbewegliche Körper. Sogar das Hinsetzen wäre sehr anstrengend. Wegen
der Beanspruchung bei solchen nur leichten Bewegungen könnte unser Beinknochen
schnell brechen. Das Skelett ist jedoch so gebaut, dass es dem Körper
jede Bewegung einwandfrei erlaubt.
Alle Eigenschaften des Skeletts sind von Gott erschaffen worden, und
Er erschafft sie immer noch. Gott fordert die Menschen, die Er schuf,
mit diesen Worten dazu auf, über diese Wahrheit nachzudenken:
... Und betrachte die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen
und alsdann mit Fleisch bekleiden... (Sure 2:259 - al-Baqara)
Die Verantwortung des Menschen ist, sich darüber Gedanken zu machen,
die Macht seines Schöpfers anzuerkennen und ihm zu danken. Gott, Der die
Knochen einmal schuf und mit Fleisch bekleidet hat, ist in der Lage, dies
noch einmal zu tun. Diese Tatsache ist im Quran folgendermaßen beschrieben:
Will der Mensch denn nicht wahrhaben, dass Wir ihn
aus einem Samentropfen erschufen? Und siehe da, er hält sich für Unseren
(kompetenten) Widersacher. Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst
dabei, dass er selbst eine Schöpfung ist. Er spricht: "Wer belebt die
Gebeine, wenn sie zerfallen sind?" Sprich: "Leben wird ihnen Der wiedergeben,
Welcher sie zum ersten Mal erschuf, denn Er kennt jegliche Schöpfung."
(Sure 36:77-79 - Ya Sin)
Koordination im menschlichen Körper
Die Systeme des Menschen arbeiten miteinander in Einklang und Harmonie,
zu einem bestimmten Zweck, nämlich, um die Lebendigkeit des Körpers zu
gewährleisten. Die alltäglichen kleinen Bewegungen, wie das Atmen und
sogar das Lachen, sind ein Resultat perfekter Koordination.
In uns steckt ein großes, unglaublich komplexes Netzwerk, das ständig
in Bewegung ist. Sein Ziel ist es, den Körper am Leben zu erhalten. Das
kann man am besten im Bewegungsapparat des Körpers erkennen. Denn für
die einfachsten Bewegungen müssen Skelett, Muskeln und Nervensystem perfekt
zusammenwirken.
Die erste Voraussetzung für eine gute Koordination im Körper ist ein
funktionierender Informationsaustausch. Nur mit den richtigen Informationen
kann man neue Vergleiche ziehen und dafür gibt es in unserem Körper ein
hochentwickeltes Informationsnetz. Um eine koordinierte Bewegung zu machen,
müssen vor allem die Lage und der Zusammenhang der mitwirkenden Komponenten
erkannt werden. Diese Informationen gelangen in das Gehirn über die Augen,
das im Innenohr befindliche Gleichgewichtsorgan, die Muskeln, die Gelenke
und über die Haut. Jede Sekunde werden Milliarden von Nachrichten übermittelt,
ausgewertet und entsprechende, neue Entscheidungen getroffen. Der Mensch
selbst ist sich dieser außerordentlich schnellen Vorgänge nicht bewusst.
Er bewegt sich, lacht, spricht, läuft, isst und denkt nach. Damit diese
Abläufe vonstatten gehen, bedarf es keiner Anstrengung. Zum Beispiel müssen
für ein kleines Lächeln siebzehn verschiedene Muskeln gleichzeitig angespannt
werden. Das Versagen einer dieser Muskeln kann den gesamten Gesichtsausdruck
verändern. Beim Gehen müssen an den Füssen, den Beinen, der Hüfte, der
Leiste und dem Rücken vierundfünfzig verschiedene Muskeln in Einklang
arbeiten.
In den Muskeln und Gelenken befinden sich Millionen mikroskopisch kleine
Sinneszellen, die ihre Wahrnehmungen, in welcher Stellung sie sich befinden,
dem zentralen Nervensystem mitteilen. Diese Informationen werden ständig
aktualisiert. Die außerordentliche Perfektion der Koordination des menschlichen
Körpers wird mit diesem Beispiel noch verständlicher: Nur um die Hand
hochzuheben, müssen die Schulter gebeugt, nacheinander die vorderen und
hinteren Armmuskeln, der "Bizeps" und der "Trizeps" angespannt und wieder
entspannt werden, wonach die Muskeln zwischen Ellbogen und Handgelenk
das Handgelenk drehen. Während jeder Stufe dieser Bewegung informieren
die Milliarden von Sinneszellen das zentrale Nervensystem über die Position
der Muskeln. Von hier aus werden sofort die weiteren Befehle an die Muskeln
übermittelt. Ohne Zweifel ist sich der Mensch dessen in keiner Weise bewusst,
er möchte seine Hand hochheben und tut es einfach. Beim Aufrechtstehen
werden die Informationen von den Sinneszellen in den Beinmuskeln, Füssen,
Rücken, Bauch, Brust und Hals bewertet, und diese Informationen werden
in Echtzeit an die Muskeln weitergeleitet.
Zum Beispiel müssen wir uns nicht extra bemühen, um zu sprechen. Damit
die gewünschten Wörter aus unserem Mund sprudeln können, müssen wir auch
keine großen Rechenaufgaben lösen, wie stark unsere Stimmbänder vibrieren
müssen; welche von den Hunderten von Muskeln im Mund, in der Zunge oder
im Hals in welcher Reihenfolge wie oft, wie stark angespannt und wieder
gelockert werden müssen oder wie viel Kubikzentimeter Luft wir einatmen
und mit welcher Geschwindigkeit wir diese wieder durch den Kehlkopf pressen
müssen. Auch wenn wir wollten, könnten wir das gar nicht tun! Denn das
Sprechen eines einzigen Wortes ist bereits das Resultat der Koordination
von Systemen, angefangen vom Atmungsapparat bis hin zum Nervensystem und
von den Muskeln bis zu den Knochen.
Welche Folgen hätte es, wenn eines dieser Systeme versagen würde? Wenn
wir lachen wollten, würde vielleicht ein anderer Gesichtsausdruck entstehen
oder wir könnten währenddessen nichts aussprechen oder nicht mehr gehen.
Dennoch lachen wir, wenn wir es wünschen und sprechen und gehen, wann
wir wollen, ohne Verzögerung. Denn das alles geschieht durch eine Schöpfung,
die eine unendliche Macht voraussetzt.
Daher muss der Mensch sich bewusst sein, dass er sein Leben und sein
Dasein auf ewig Gott zu verdanken hat. Der Mensch besitzt nichts, womit
er prahlen oder sich rühmen könnte. Schönheit, Gesundheit und Kraft, die
er besitzt, sind nicht sein Werk, und diese Attribute sind ihm nicht für
die Ewigkeit gegeben. Er wird altern, seine Schönheit und Gesundheit verlieren.
Im Quran wird auf diese Tatsache wie folgt aufmerksam gemacht:
Und was immer euch gewährt wird, ist nur für den Genuss
des irdischen Lebens und seine Ausschmückung. Was aber bei Gott ist,
ist besser und bleibender. Wollt ihr denn nicht begreifen? (Sure 28:60
- al-Qasas)
Wenn er diese Eigenschaften in besserem Masse und für die Ewigkeit erlangen
möchte, so muss er Gott dankbar sein für die Gaben, die er von Ihm bekommen
hat und sein Leben in der von Ihm vorgegebenen Weise ausrichten.
Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, besitzen alle Systeme und Organe
die wir haben, wunderbare Eigenschaften. Betrachtet man diese Eigenschaften
genauer, erkennt man, mit welcher Präzision sie aufgebaut sind, welche
Wunder in ihrer Schöpfung stecken. Man erkennt ein weiteres Mal die grenzenlose
Weisheit und die perfekte Kunst, die Er am Menschen angewandt hat.
Das Gehirn
Das Gehirn enthält in jedem Kubikzentimeter 10 Millionen und insgesamt
10-15 Milliarden Nervenzellen. Gleichzeitig besitzt es ungefähr 15 Trillionen
Nervenzellenverbindungen. Die Zahl der Zellen, die die Nervenzellen ernähren
und unterstützen, ist fast 90 Milliarden groß.
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Eine mit Bakterien bedeckte B-Zelle |
Die Mitteilungen, die durch die Nerven zum Gehirn übermittelt werden,
bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 320 Km/h.
Alle Vorgänge, die in Ihrem Körper geschehen, beispielsweise
 |
Die Immunzellen haben ein überaus diszipliniertes
Befehlsystem. Keine dieser Zellen wird ungehorsam.
|
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dass Sie jetzt Ihre Augen benutzen, um dieses Buch lesen zu können,
dass Sie die Seiten mit Ihrer Hand umblättern,
dass Sie auf Ihrem Stuhl sitzen,
dass Sie verstehen, was Sie lesen,
dass Ihr Herz schlägt,
dass Sie atmen,
dass Ihr Haar länger wird,
dass Sie Gerüche wahrnehmen,
dass Ihre Ohren die Umgebungsgeräusche hören,
jede Funktion erreicht mittels der Impulse, die Gehirn gehen, und der
Befehle fort, die das Gehirn in jeden Teil des Körpers getrennt sendet.
Heute weiß man, dass in nur einer Minute im Gehirn zwischen 100.000 und
1.000.000 chemische Reaktionen ablaufen können.
Vorzubringen, dass solch ein kompliziertes System zufälligerweise entstanden
ist, ist vollkommen unsinnig. Es ist nicht möglich, dass ein Lebewesen
ohne Gehirn an einem bestimmten Tag als Ergebnis eines Zufalls ein Gehirn
bekommen hat, und dass dann dieses halb entwickelte Gehirn sich so weiter
entwickelt hat, dass es die wunderbaren Funktionen, die wir oben aufgezählt
haben, durchführen kann.
Die einzige Kraft, die all die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Gehirns
erschafft und diese unter Kontrolle hält, ist Gottes Macht. Gott hat den
Menschen mit vollkommenen Mechanismen ausgestattet, und Er bewirkt, dass
der Mensch unter Seiner Kontrolle sein Leben führen kann.
TIERE UND PFLANZEN
Das Millionen von Pflanzen und Tierarten auf der Erde auftauchen, ist
Beweis für die Existenz und Macht des Schöpfers.
Jedes dieser Lebewesen, von denen wir hier nur einige Beispiele erwähnen
werden, ist der Forschung wert. Jedes Lebewesen hat ein unterschiedliches
Körpersystem, unterschiedliche Verteidigungsmethoden, unterschiedliche
Ernährungsweisen, erstaunliche Fortpflanzungsmethoden. Es ist nicht möglich,
alle Lebewesen mit ihren Eigenschaften in einem einzigen Buch zu erklären.
Doch einige besondere Beispiele, die wir hier erwähnen werden, werden
beweisen, dass es unmöglich ist, das Leben auf der Erde mit dem Zufall
zu erklären.
Von der Raupe zum Schmetterling
Was würden sie tun, wenn sie 450-500 Eier hätten und wenn sie diese Eier
draußen aufbewahren sollten? Sicherlich würde es am vernünftigsten sein,
wenn sie eine Maßnahme treffen, die verhindert wird, dass die Eier durch
Natureinflüsse wie dem Wind überall verstreut werden.
Die Seidenraupe, eines der Lebewesen, die mit einem einzigen Mal 450-500
Eier legen, benutzt eine sehr vernünftige Methode, um ihre Eier zu bewahren:
Sie verhindert, dass die Eier verstreut werden, indem sie sie mit einem
Faden, der aus einer klebrigen Substanz besteht, die sie absondert, zusammenbindet.
Die Larven, die aus dem Ei schlüpfen, suchen sich als erstes einen Ast
und binden sich dann mit diesem Faden an dem Ast fest. Dann beginnen sie
einen Kokon zu spinnen, um sich entwickeln zu können. Eine Larve, die
neu zur Welt gekommen ist, braucht 3-4 Tage, ohne sich auszuruhen, um
diese Arbeit durchzuführen. Innerhalb dieser Zeit sondert die Larve einen
Faden mit einer Länge von 900-1500 Metern ab, indem sie sich tausendmal
dreht.14 Wenn sie damit aufhört,
beginnt sie eine Metamorphose durchzumachen, um sich in einen schönen
Schmetterling umzuwandeln.
|
Weder die Maßnahme, die die Mutter der Seidenraupe getroffen hat, um
ihre Jungen zu schützen, noch die Verhaltensweisen, die die Raupe zeigt,
können mit einer evolutionistischen Begründung erklärt werden. Es ist
wunderbar, dass die Mutter den Faden produzieren kann, mit dem sie die
Eier zusammenklebt. Es geht über den menschlichen Verstand hinaus, dass
eine neu geborene Larve die für sie passende Umgebung kennt und einen
passenden Kokon spinnt, dann eine Verwandlung durchmacht und diese Verwandlung
problemlos vollendet. In diesem Fall können wir ganz klar sagen, dass
jede Larve in einer bewussten Weise auf die Welt gekommen ist, dass sie
weiß, was sie zu tun hat; dies bedeutet, dass dieser Larve all das gelehrt
worden ist, bevor sie zur Welt gekommen ist.
Lassen Sie uns dies anhand eines Beispiels erklären. Was würden sie denken,
wenn sie ein neu geborenes Baby sehen würden, das einige Stunden nach
seiner Geburt aufsteht, Steppdecke, Kissen usw. sucht, um sich ein Bett
zu machen und sich dann selbständig in dieses Bett legt? Nachdem sich
ihre Verwirrung gelegt hätte, würden sie sicherlich zu dem Schluss gelangen,
dass das Baby im Mutterleib in einer außergewöhnlichen Weise erzogen worden
sei, um so etwas tun zu können. Der Zustand der Larven ist genau derselbe
wie der des Babys in diesem Beispiel.
Dies jedoch bringt uns zum demselben Schluss: Lebewesen kommen zur Welt,
verhalten sich und leben in einer Weise, die Gott, Der sie erschaffen
hat, bestimmt hat. Gott hat uns im Quran ein Beispiel des großen Geheimnisses
der Welt der Lebewesen gegeben, indem Er uns mitteilt, dass Er der Honigbiene
eingegeben und befohlen hat, Honig zu produzieren. (Sure 16:68-69 - an-Nahl)
Dieses Geheimnis ist, dass alle Lebewesen sich Gottes Willen gefügt haben
und dem Schicksal folgen, das Gott bestimmt hat. Aus diesem Grund produziert
die Biene Honig, und aus diesem Grund produziert die Seidenraupe Seide.
Die Symmetrie in den Flügeln
Wenn
wir die Flügel der Schmetterlinge, die auf diesen Bildern zu sehen sind,
genauer betrachten, sehen wir, dass zwischen ihnen eine vollkommene Symmetrie
herrscht. Die Flügel wurden mit den Figuren, Tupfen und Farben so geschmückt,
dass sie wie Kunstwerke aussehen.
Wenn Sie die Flügel dieser Schmetterlinge betrachten, werden Sie bemerken,
dass die Figuren und Farben auf beiden Seiten völlig identisch sind, egal
wie komplex sie aussehen.
Sogar ein kleiner Punkt befindet sich auf beiden Flügeln, es herrschen
eine vollkommene Ordnung und Symmetrie.
Keine dieser Farben vermischt sich auf den dünnen Flügeln mit den anderen
Farben, alle Farben sind durch scharfe Linien voneinander getrennt. Die
Farben entstehen, indem die übereinander aufgestellten Schuppen zusammenkommen.
Wie können diese Schuppen, die sich sofort zerstreuen, wenn Sie sie mit
Ihrer Hand berühren, auf beiden Flügeln dieselbe Figur anordnen, ohne
ihre Reihen zu verwechseln? Schon die Änderung der Stelle einer einzigen
Schuppe kann verursachen, dass die Symmetrie in den Flügeln zerstört wird
und die Ästhetik verschwindet.
Doch Sie werden in den Flügeln keines Schmetterlings auf der Erde eine
Unordnung sehen. Sie sehen so ästhetisch aus, als ob jeder von ihnen von
einem Künstler geschaffen worden sei.
Das langhalsigste Tier der Erde: die Giraffe
Eine
Eigenschaft der Giraffe ist, dass ihr langer Hals wie bei allen anderen
Säugetieren von nur 7 Wirbeln getragen wird. Eine andere erstaunliche
Eigenschaft der Giraffen ist, dass es für ihren Körper nicht schwierig
ist, das Blut zu ihrem Gehirn zu transportieren, das sich über ihrem langen
Hals befindet. Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, kann man sofort
bemerken, wie schwierig es ist, das Blut zu einer so entfernten Stelle
zu pumpen. Doch die Giraffen haben gar keine Schwierigkeiten damit, denn
ihre Herzen besitzen Eigenschaften dafür, das Blut so weit zu pumpen,
wie es erforderlich ist. Dies ermöglicht es ihnen, ihr Leben mühelos zu
führen.
Doch in einer bestimmten Situation werden sie mit einem schwierigen Problem
konfrontiert. Das ist der Moment, in dem sie Wasser trinken wollen. Wenn
die Giraffen sich hinunterbeugen, um Wasser zu trinken, müssten sie eigentlich
an Gehirnblutung sterben, da das Gehirn dem gestiegenen Blutdruck nicht
standhalten kann. Doch dank eines ausgezeichneten Ventilsystems in ihren
Hälsen besteht diese Gefahr nicht. Wenn der Hals sich hinuntersenkt, schließen
sich Klappen, die sich in ihren Halsadern befinden, und dadurch wird verhindert,
dass das Gehirn dem extremen Blutdruck ausgesetzt wird.
Es ist unmöglich, dass die Giraffen diese Eigenschaften entsprechend
ihren Bedürfnissen geplant und dann bekommen haben. Es ist auch äußerst
unvernünftig zu behaupten, dass diese wichtigen Eigenschaften mit der
Zeit innerhalb eines evolutionären Prozesses entstanden sind. Es ist für
die Giraffen erforderlich, ein Pumpensystem, das das Blut zum Gehirn trägt
und ein Klappensystem, das plötzlichen Blutdruck verhindert, zu besitzen,
um ihr Leben führen zu können. Wenn eines von beiden nicht existieren
oder nicht vollständig funktionieren würde, würde es für die Giraffe unmöglich
sein, ihr Leben zu führen.
Was wir aus all diesen Informationen lernen können ist, dass die Giraffe
mit all ihren notwendigen Eigenschaften, die für ihr Leben erforderlich
sind, komplett zur Welt gekommen ist. Zweifellos ist es unmöglich, dass
ein Lebewesen, das noch nicht existiert, über seinen eigenen Körper herrscht
und dass es erforderliche Eigenschaften in einer bewussten Weise besitzt.
So beweisen die Giraffen, dass sie durch eine bewusste Schöpfung, nämlich
von Gott erschaffen worden sind.
Wasserschildkröten
Wenn es für die Wasserschildkröten in den Ozeanen Zeit für die Fortpflanzung
ist, schwimmen sie zur Küste, doch nicht zu irgendeiner Küste. Es ist
dieselbe Küste, an der sie zur Welt gekommen sind.15
Deswegen müssen sie manchmal eine Entfernung von 800
Kilometern zurücklegen. Aber diese lange und schwierige Reise stört sie
nicht; egal was geschieht, sie erreichen immer die Küste, an der sie zur
Welt gekommen sind, um zu gebären.
Es ist schwer zu erklären, wie ein Lebewesen, das sich von diesem Ort
mit seiner eigenen Geburt entfernt hat, nach 20-25 Jahren wieder denselben
Ort finden kann.16 Es ist außergewöhnlich,
wie es in den Tiefen des Ozeans in dem alles gleich aussieht und unter
einander ähnlichen Küsten ihren Geburtsort wieder findet.
Tausende von Seeschildkröten versammeln sich zur gleichen Zeit an derselben
Küste. Die Schildkröten graben ihre Eier in den Sand an der Küste ein,
weil sie wissen, dass ihre Jungen im kalten Meer nicht am Leben bleiben
würden. Warum aber versammeln sie sich alle zur selben Zeit an derselben
Küste? Könnten die Jungen nicht am Leben bleiben, wenn sie dasselbe zu
verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Küsten tun würden? Man ist
in diesem Zusammenhang auf eine weitere interessante Tatsache gestoßen.
Tausende von Jungen unter dem Sand müssen eine ganze Reihe von Schwierigkeiten
überwinden, nachdem sie dank der harten Beule an ihren Köpfen ihr Ei zerbrochen
haben. Die Jungen von durchschnittlich 31g. Gewicht können sich nicht
selbständig aus dem Sand über ihnen ausgraben; aus diesem Grund helfen
die Jungen einander. Tausende von Jungen an der Küste beginnen gleichzeitig
zu graben und nach einigen Tagen gelingt es ihnen, aus dem Sand herauszukommen.
Doch bevor sie an die Oberfläche kriechen, halten sie inne und warten
darauf, dass es Nacht wird. Denn tagsüber würden sie das Opfer der hungrigen
Möwen werden. Außerdem wäre es für sie sehr schwierig, über den Sand zu
kriechen, der mittags wegen der Sonneneinstrahlung extreme Temperaturen
erreicht. Bei Nacht vollenden sie das Graben und erreichen die Sandoberfläche.
Trotz der Dunkelheit finden sie die Richtung zum Meer, und sie schwimmen
davon, um nach 20-25 Jahren zu diesem Ort zurückzukehren.
Es ist nicht möglich, dass diese neugeborenen Jungen die Erde graben,
nachdem sie aus dem Ei ausgeschlüpft sind und dass sie wissen, dass sie
bis zum Einbruch der Dunkelheit warten müssen. Sicherlich ist es unmöglich,
dass sie wissen können, ob es Tag oder Nacht ist, während sie unter der
Erde sind, dass es wilde Vögel dort oben gibt und dass sie diesen Vögeln
zum Opfer fallen könnten, dass der Sand wegen der Sonne heiß ist und dass
sie sich zum Meer hin bewegen müssen. Wie also entsteht dieses Verhalten?
Die Antwort ist, dass diese Jungen "programmiert" worden sind, um dieses
Verhalten zu zeigen. Das heißt, ihr Schöpfer hat ihnen einen Instinkt
gegeben, der bewirkt, dass sie am Leben bleiben können.
Bombardierkäfer
Die
Eigenschaft, die den Bombardierkäfer so populär macht ist, dass er sich
gegen seine Feinde mit chemischen Waffen verteidigt.
Bei Gefahr spritzt das Insekt die beiden Chemikalien Hydrochinin und
Wasserstoffperoxyd, die es in seinem Körper produziert, auf seinen Feind,
um sich zu verteidigen. Diese beiden Chemikalien werden von zwei verschiedenen
Drüsen im Körper des Insektes abgesondert. Die abgesonderten Stoffe werden
in zwei speziellen Drüsenkammern gesammelt. Diese zwei Kammern sind mit
einer dritten Kammer, der Explosionskammer verbunden. Die zwei Drüsenkammern
sind voneinander durch einen Schließmuskel getrennt. Wenn das Insekt von
Feinden bedroht wird, drückt es heftig auf diesen Schließmuskel und die
beiden Chemikalien aus den Drüsenkammern gelangen in die Explosionskammer.
Mit Hilfe der dort befindlichen Enzyme entsteht explosionsartig Wärme,
was die Verdampfung der nunmehr vermischten Chemikalien bewirkt. Diese
Dampfwolke wird nun auf den Feind gesprüht.17
Die Forschung hat bnoch nicht herausgefunden, wie ein Insekt solch ein
System in seinem Körper beinhalten kann, das so starke und auch für sich
selbst schädliche chemische Reaktionen bilden kann und wie es sich selbst
vor dem Schaden dieses Systems isoliert. Ohne Zweifel sind Existenz und
Funktion dieses Systems so ausgezeichnet, dass dessen Entwicklung nicht
einem Insekt zugeschrieben werden kann. Es wird noch immer diskutiert,
wie der Bombardierkäfer diese Funktionen in seinem Körper, der eine Länge
von nur 2 cm hat, ausführen kann, Funktionen, die sonst nur von Experten
in Laboratorien ausgelöst werden können.
Die einzige offensichtliche Tatsache ist, dass dieses Insekt ein konkreter
Beweis ist, der die Evolutionstheorie widerlegt. Denn es ist nicht möglich,
dass dieses komplexe chemische System als Folge zufälliger Änderungen
entsteht und dass es auf die nachkommenden Generationen vererbt wird.
Schon das Fehlen des kleinsten Elements in diesem System oder ein Fehler
in einem einzigen Teil des Systems würde das Insekt schutzlos lassen.
Aus diesem Grund ist die einzige Erklärung, dass das chemische Waffensystem
im Körper des Insekts mit allen seinen Bestandteilen gleichzeitig und
vollkommen entstanden ist.
Die Wolkenkratzer der Termiten
Ein Nest von Termiten ist ein architektonisches Wunder, das eine Höhe
von 5-6 Metern erreicht.
Wenn Sie die Größe einer Termite und die Größe ihres Nestes miteinander
vergleichen, sehen Sie, dass sie ein architektonisches Projekt vom 300-fachen
ihrer eigenen Größe verwirklicht hat. Das Interessanteste daran ist aber,
dass diese Tiere blind sind.
Jemand, der diese großen Nester vorher nicht gesehen hat, nimmt wahrscheinlich
an, dass diese entstanden sind, indem man Sand aufeinander gehäuft hat.
Aber ein Termitennest taucht als ein hervorragendes Design auf, das für
den menschlichen Verstand schwer zu begreifen ist: Im Inneren des Nestes
gibt es Tunnel, Gänge, Lüftungssysteme, spezielle Höfe für Pilzproduktion
und Sicherheitsausgänge.
Wenn sie Tausende von blinden Menschen versammeln und ihnen alle erforderlichen
technischen Geräte geben würden, können Sie nicht erwarten, dass sie ein
Nest erbauen, das dem Nest ähnelt, das eine Termitenkolonie bildet. Denken
Sie bitte darüber nach:
- Wie konnte eine Termite, die eine Größe von 1-2 Zentimetern hat, alle
Informationen bezüglich der Architektur und Ingenieurwissenschaften gelernt
haben, die sie benötigt, um ein so raffiniertes Design zu schaffen?
- Wie konnten Tausende von blinden Termiten es schaffen, zusammen in
Harmonie zu arbeiten, um diese Bauten zu errichten, die ein künstlerisches
Wunder sind?
- Wenn Sie ein sich im Bau befindliches Nest in zwei Hälften spalten,
und verhindern, dass die zwei Termitengruppen miteinander in Kontakt stehen
und dann diese Stücke zusammensetzen, würden Sie sehen, dass alle Kanäle
und Flure aufeinander passen. Wie kann das erklärt werden?
Der Schluss, den wir aus diesem Beispiel ziehen, ist folgender: Gott
hat alle Lebewesen einzigartig und unvergleichlich erschaffen; ein einziges
Termitennest ist für den Menschen genug, um Gott zu begreifen und daran
zu glauben, dass Der Eine, Der alles erschaffen hat, Gott ist.
Spechte
Es
ist allgemein bekannt, dass der Specht Baumstämme aushöhlt, um sein Nest
zu bauen. Was die meisten Leute nicht bedenken ist, wie es möglich ist,
dass Spechte keine Gehirnblutungen erleiden, wenn sie so stark mit ihren
Köpfen hämmern. Was der Specht tut ist etwa so, als wenn ein Mensch versuchte,
mit seinem Kopf einen Nagel in eine Wand zu treiben. Wenn ein Mensch das
täte, würde er höchstwahrscheinlich eine Gehirnblutung erleiden, ein Specht
jedoch kann in Intervallen von 2,1-2,7 Sekunden 38-43 mal in einen harten
Baumstamm hacken, ohne dabei zu Schaden zu kommen.18
Es passiert ihm deshalb nichts, weil die Kopfstruktur des Spechts für
solch eine Aufgabe geeignet geschaffen wurde. Der Schädel des Spechts
ist mit einem Stossdämpfungssystem ausgestattet, welches die Wucht der
Stöße absorbiert. Er hat spezielles weiches Gewebe zwischen seinen Schädelknochen.
Seine Stirn und einige Schädelmuskeln, die mit seinem Schnabel und dem
Kiefergelenk verbunden sind, haben eine so kräftige Struktur, dass sie
die starken Erschütterungen während des Hackens vermindern.19
Spechte, die besonders die Kiefern bevorzugen, um ein Nest zu bauen,
überprüfen vor allem das Alter der Bäume, bevor sie eine Bohrung in ihnen
vornehmen, und sie wählen die Bäume aus, die älter als 100 Jahre sind.
Denn Kiefern, die älter als 100 Jahre alt sind, erleiden eine Krankheit,
die verursacht, dass die harte, dicke Baumrinde weich wird. Dies wurde
erst vor kurzem entdeckt, aber die Spechte haben diese Information seit
Jahrmillionen.
Dies ist nicht der einzige Grund, warum die Spechte Kiefern bevorzugen.
Spechte graben Löcher, um ihre Nester, deren Funktion früher nicht verstanden
wurde. Man fand heraus, dass diese Löcher sie vor einer großen Gefahr
schützen. Das klebrige Harz, das mit der Zeit von den Kiefern tropft,
füllt diese Löcher. Auf diese Weise werden ihre Nester mit einem Teich
umgeben, durch den sie vor ihren größten Feinden, den Schlangen geschützt
sind.
Eine andere interessante Eigenschaft der Spechte ist, dass ihre Zungen
dünn und klebrig sind, damit sie sie leicht in Ameisennester in den Bäumen
stecken können und so die Ameisen, die in diesen Nestern leben, einsammeln
können. Die Vollkommenheit ihrer Schöpfung wird weiter durch die Tatsache
aufgedeckt, dass ihre Zungen eine Struktur haben, die verhindert, dass
die Säure in den Körpern der Ameisen sie schädigt.20
Alle diese Eigenschaften der Spechte beweisen uns, dass diese Tiere erschaffen
worden sind. Wenn Spechte sich zufälligerweise entwickelt hätten, wie
die Evolutionstheorie behauptet, wären sie ausgestorben, bevor sie solche
außerordentlich passenden Merkmale hätten erwerben können. Da sie jedoch
von Gott mit einem speziellen Design erschaffen wurden, das ihrem Leben
angepasst ist, kamen sie zur Welt, indem sie alle lebenswichtigen Eigenschaften
bereits besaßen.
Die Tarnung
Ein Element in der Verteidigungstechnik der Tiere ist die Tarnung. Einige
Tiere werden dank ihrer speziellen Körperstruktur, die für die Umgebung,
in der sie leben, überaus geeignet ist, geschützt. Die Körper dieser Lebewesen
harmonieren derart mit ihrer Umgebung, dass es für uns schwierig ist,
zu erkennen, ob sie Pflanzen oder Tiere sind, oder sie von ihrer Umgebung
zu unterscheiden.
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FALSCHE AUGEN VERWIRREN!
Wenn manche Schmetterlinge ihre Flügel
öffnen, sehen wir zwei Augen vor uns. Dies sind mit all
ihren Details und ihrer Spiegelgleichheit vollkommene Augen.
Um den Feind davon zu überzeugen, dass es sich hier um
keinen Schmetterling handelt, reichen diese Augen bereits aus.
Manche Schmetterlingsarten, wie der Schönlingsschmetterling,
besitzen ein komplett gefälschtes Gesicht, glänzende
Augen, Augenbrauen, Mund und Nase, so dass ihr Aussehen potentielle
Angreifer abschreckt. Es ist nicht möglich, dass dieses
Aussehen durch Zufall entstanden ist. An diesenFotos sieht man
sofort, dass solch eine Gesichtsform nicht zufällig entstehen
konnte. Können Zufälle Symmetrie erzeugen? Können
Zufälle die gleichen Farben und das gleiche Design auf
zwei verschiedenen Stellen hervorbringen? Natürlich können
sie dies nicht. Eine solche Behauptung ist vollkommen abwegig
und unwissenschaftlich. Kann der Schmetterling selbstständig
solch ein System entwickeln, weil er es für nützlich
hält? Natürlich nicht.Denn eine solche Behauptung
steht im vollständigen Widerspruch zur Vernunft und zum
gesunden Menschenverstand.
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Wie auf den folgenden Seiten zu sehen ist, verhindert die unglaubliche
Ähnlichkeit eines Insektes mit einem Blatt, dass seine Feinde es erkennen.
Es liegt klar auf der Hand, dass dieses kleine Tier seinen Körper nicht
wie ein Blatt aussehen lassen kann. Jedoch ist die Tarnung so geschickt,
dass es ganz offensichtlich ist, dass sie eine speziell geplante und erschaffene
Verteidigungstechnik ist.
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Links oben sehen wir den Kopf eines Rochen.
Der Rochen schwimmt zum Schlafen in sein Nest und lässt
seinen Schwanz draußen, der falsche Augen trägt.
Andere Fische halten den Rochen für wach und nähern
sich ihm nicht.
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Falsche Augen
Es gibt kaum glaubliche Verteidigungsmethoden in der Tierwelt. Eine davon
sind falsche Augen. Mit falschen Augen überzeugen verschiedene Schmetterlings-,
Raupen- und Fischarten ihre Feinde, dass sie gefährlich sind.
Die Schmetterlinge, die auf den nebenstehenden Bildern zu sehen sind,
öffnen ihre Flügel, wenn sie eine Gefahr wahrnehmen und auf den Flügeln
erscheint ein Paar Augen, die für ihre Feinde bedrohlich aussehen. Der
Vogel, der versucht, einen dieser Schmetterlinge zu fressen, fliegt sofort
davon, weil er sich wegen dieser Augen fürchtet.
Lassen Sie uns nachdenken: Können diese extrem überzeugenden Augenfiguren
das Resultat eines Zufalls sein? Woher weiß der Schmetterling, dass ein
Paar furchteinflössende Augen erscheint, wenn er seine Flügel öffnet und
dass dies für seinen Feind abschreckend ist? Ist es möglich, dass der
Schmetterling dieses Muster auf seinen Flügeln gesehen und dann entschieden
hat, dass dieses Muster abschreckend ist und dass er es in einer Gefahrensituation
benutzen könnte? Sicherlich kann ein so überzeugendes Muster nicht das
Resultat von Zufällen, sondern nur das Produkt eines bewussten Designs
sein. Außerdem ist es auf nicht möglich, dass der Schmetterling selbst
die Muster auf seinen Flügeln berücksichtigte und diese als eine Verteidigungstaktik
entdeckte. Es ist offensichtlich, dass es Gott ist, der sowohl den Schmetterling
und ein solches Muster auf seinem Körper erschaffen hat, als auch dem
Tier den Instinkt gegeben hat, dass es dieses Muster in einer Gefahrensituation
benutzt.
Das Geheimnis im Samen
Lassen Sie uns unter Tausenden unterschiedlicher Pflanzenarten den Orangenbaum
behandeln. Er entsteht aus einem Samen, der auf den Boden fällt. Der Samen
ist eine winzige Substanz, kleiner als 1 Kubikzentimeter. Aber wir wissen
nicht, wie aus diesem Samen in kurzer Zeit ein riesiger Baum entsteht,
der eine Länge von 4-5 Metern hat und mehrere hundert Kilo wiegt. Das
einzige Material, das der Samen verwenden kann, wenn er diesen riesigen
Baum hervorbringt, ist die Erde, in der er sich befindet.
Woher weiß der Samen, wie er einen Baum hervorzurufen hat? Wie kann er
die Materialien in der Erde zerlegen und die nehmen, die er benötigt und
wie kann er daran "denken", diese zu benutzen, um einen Baum wachsen zu
lassen? Wie kann er abschätzen, was für eine Form und Struktur dieser
Baum haben soll? Diese letzte Frage ist besonders wichtig. Denn aus dem
Samen kommt nicht irgendein Holzstück heraus. Der Samen produziert einen
überaus gut geplanten lebendigen Stoff, der in sich Adern hat, erforderliche
Wurzeln besitzt, um die Materialien in der Erde zu absorbieren und dessen
oberer Teil in Zweige aufgeteilt ist. Für den Menschen ist es schwierig,
das Bild eines Baums zu zeichnen, denn die Wurzeln und Zweige eines Baums
sind sehr detailliert erschaffen worden. Der Samen jedoch ruft den Baum
aus dem Nichts hervor, indem er die Materialien in der Erde verwendet.
Wir gelangen also zu dem Schluss, dass der Samen ein intelligentes Wesen
ist. Wir begreifen, dass innerhalb des Samens einen eindrucksvoller Verstand
verborgen ist. Doch woher und wie haben dieser Verstand und die Informationen,
die für die Entstehung eines Baums erforderlich sind, den Samen erreicht?
Wie kann ein winziger Samen diese Information speichern? Computerdisketten
werden von Menschen produziert, die Informationen, die diese Disketten
enthalten, werden auch von Menschen vorbereitet und auf diese Disketten
übertragen. Für den Samen gilt dasselbe, er ist mit der Fähigkeit, einen
Baum zu schaffen, von Gott erschaffen und programmiert worden. Jeder Samen,
der auf die Erde fällt, wurde mit Gottes Wissen inspiriert, und er wächst
mit Seinem Wissen. In einem Vers wird diese Tatsache folgendermaßen beschrieben:
Und bei Ihm sind die Schlüssel des Verborgenen; Er
allein kennt es. Er weiß, was zu Land und im Meer ist, und kein Blatt
fällt nieder, ohne dass Er es weiß. Und kein Körnchen gibt es in den
Finsternissen der Erde und nichts Grünes und nichts Dürres, das nicht
in einem deutlichen Buch stünde. (Sure 6:59 - al-An'am)
Es ist Gott, Der den Samen erschafft, ihn keimen lässt und aus ihm eine
neue Pflanze hervorbringt. In einem anderen Vers sagt Gott folgendes über
dieses Thema:
Siehe, Gott lässt das Korn und den Dattelkern keimen.
Er bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen.
Derart ist Gott! Doch wie leicht lasst ihr euch abwenden! (Sure 6:95
- al-An'am)
Es gibt einen bekannten Versuch, den fast alle Schüler in Grundschulen
machen: Das Kind füllt einen Teller mit Baumwolle, feuchtet diese Baumwolle
an und setzt ein paar Bohnen- und Erbsensamen hinein. Nach einigen Tagen
sieht es, dass die Samen in der Baumwolle zu keimen beginnen. Das ist
ein sehr erstaunlicher Vorgang, und die meisten Kinder sind sehr überrascht,
wenn sie diesen Vorgang sehen. Denn die Bohnen und Erbsen, die in die
Baumwolle gesetzt werden, sind unbelebte Stoffe, die monate- oder jahrelange
in einem Sack trocken bleiben. Doch wenn wir diese harten Stoffe in nasse
Baumwolle legen, leben sie plötzlich auf, und frische, grüne Knospen kommen
hervor. Es ist offensichtlich, dass diese Samen dafür programmiert worden
sind, in entsprechender Umgebung zu keimen und bei erster Gelegenheit
führen sie diese Aufgabe aus. Der Vers "Gott lässt das Korn und den Dattelkern
keimen" erklärt uns das Geheimnis dieses wunderbaren Ereignisses. In anderen
einem Vers teilt Gott uns folgendes mit:
Und Er ist es, der vom Himmel Wasser hinabsendet. Wir bringen dadurch
die Keime aller Dinge heraus, und aus ihnen bringen Wir Grünes hervor,
aus dem Wir dichtgeschichtetes Korn sprießen lassen und aus den Palmen,
aus ihrer Blütenscheide, niederhängende Fruchtbüschel; und Gärten mit
Reben und Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich. Beobachtet
ihre Frucht, wenn sie sich bildet und reift. Siehe, darin sind wahrlich
Zeichen für gläubige Leute. (Sure 6:99 - al-An'am)
In diesem Vers befiehlt Gott uns, die Früchte und ihr Reifen zu betrachten.
Tatsächlich sind die Entstehung der Frucht wie das Herauskommen des Samens
aus der Erde ein ganz außergewöhnlicher Vorgang.
Aus der Erde kommt der Geschmack hervor
Der Samen besitzt jedoch auch die Informationen über die Früchte, die
der Baum einmal tragen wird. Die Frucht allein ist schon ein Wunder.
Die entscheidendste Eigenschaft der Frucht ist, dass sie dem Geschmack
und der Gesundheit des Menschen genau angepasst ist. Jede Frucht besitzt
einen speziellen Geschmack und Geruch. Außerdem sind die Farben aller
Früchte überaus ästhetisch und attraktiv. Überdies wurde jede Frucht in
einem hervorragenden "Paket" verpackt; die Mandarine, Orange oder Banane,
alle haben sehr schöne Schalen, die leicht zu schälen sind.
Die Früchte könnten anders sein. Die Orange könnte zum Beipiel sehr bitter
sein. Oder sie könnte den schönen Geschmack haben, den wir kennen aber
sie könnte einen sehr unangenehmen Geruch haben. Ihre Farbe könnte die
schmutzig sein. Aber jede Frucht besitzt den schönsten Geschmack und Geruch.
Noch interessanter ist, dass sie diese Geschmäcker und Gerüche, die sie
besitzen, mit Hilfe der Materialien produzieren, die sie aus der Erde
erhalten. Die Erde aber riecht nicht angenehm und ihr Geschmack ist schlecht.
Doch der Baum absorbiert aus diesem Schmutzhaufen die für ihn selbst erforderlichen
Stoffe und durch chemische Prozesse produziert er hervorragende Geschmäcker
und Gerüche.
Hier gibt es einen zweiten beachtenswerten Punkt: Wir sagen, dass der
Baum einen schönen Geschmack und einen schönen Geruch produziert, aber
der Fall ist komplizierter. Denn Begriffe wie "schöner Geruch" oder "schöner
Geschmack" sind menschliche Begriffe und der Baum selbst kann nicht wissen,
ob ein Geschmack oder ein Geruch gut oder schlecht ist. Er müsste ästhetische
Konzepte haben, die der Mensch besitzt, um eine solche Interpretation
machen zu können. Er müsste lernen, woran ein Mensch Geschmack findet,
welchen Geschmack er mag, was für eine Zungenstruktur er hat. Nachdem
er alle diese Informationen gelernt hat, würde er mit den Stoffen, die
er aus der Erde erhalten hat, einen vollständigen chemischen Vorgang bewirken.
Die unglaubliche Fähigkeiten des Baums sind nicht auf Geruch, Geschmack
oder Farbe begrenzt. Dieses Holzstück weiß auch, welche Vitamine der menschliche
Körper benötigt und es setzt diese Vitamine in die Frucht, die es hervorgebracht
hat. Wir sehen sogar, dass diese Vitaminverstärkung entsprechend den Jahreszeiten
reguliert wird: Fruchtarten wie Orangen, Mandarinen, Pampelmusen, die
es in den Wintermonaten gibt, enthalten im Vergleich zu den Sommerfrüchten
noch mehr Vitamin C. Der Zweck ist, in der Kälte des Winters den Mangel
des Menschen an Vitamin C zu beseitigen.
Lassen Sie uns jetzt über all dies nachdenken. Wie kann der Baum, ein
Holzstück, guten Geschmack und Geruch produzieren? Wie kann er die Freuden,
die ästhetischen Konzepte und die Vitaminbedürfnisse des Menschen kennen
und ein entsprechendes Produkt hervorbringen?
Wenn wir versuchen, alles, was der Baum durchführt, in einer künstlichen
Weise zu erhalten, müssen wir uns sehr anstrengen. Erstens ist es unmöglich,
den Geschmack herzustellen, den der Baum hervorgebracht hat. Auf der Welt
konnte noch keine Maschine entdeckt werden, die aus der Erde eine Frucht
hervorbringt. Das einzige, was wir erhalten können, ist der Geruch. In
einem entwickelten Laboratorium können wir als Ergebnis von langen chemischen
Vorgängen den Geruch einer Frucht bekommen. Tatsächlich werden auch Parfums
auf diese Weise hergestellt. Aber auch Parfums sind nicht vollkommen künstlich;
alle Parfums werden produziert, indem die Essenzen der unterschiedlichsten
wohlriechenden Pflanzen benutzt werden. Die Menschheit ist trotz all ihrer
Intelligenz und Technologie nicht imstande, einen schönen Geruch wie Pflanzen
oder Bäume zu produzieren.
Das heißt, in jedem Obstbaum oder irgendeiner anderen Pflanze gibt es
einen so großen Verstand, ein Wissen und eine Technologie, die der Mensch
nicht erreichen kann. Dafür gibt es nur eine einzige Erklärung: Der Baum
ist von einem Schöpfer, Der einen hervorragenden und überlegenen Verstand,
unendliches Wissen und Fähigkeiten besitzt, speziell geplant worden. Sein
Ziel ist, den Menschen Früchte anzubieten und er führt diese Aufgabe vom
Beginn der Geschichte bis heute mit großem Erfolg aus. Er bringt aus der
braunen Erde, die einen schlechten Geschmack hat, die wohlschmeckendsten
und wohlriechendsten Früchte der Welt hervor. Denn Gott hat ihn zu diesem
Zweck erschaffen. Gott sagt im Quran über dieses Thema folgendes:
Und ein Zeichen ist ihnen die tote Erde. Wir beleben
sie und bringen daraus Korn hervor, von dem sie essen; und Wir machen
auf ihr Gärten mit Palmen und Weinreben und lassen Quellen daraus entspringen,
damit sie von ihren Früchten essen, obwohl sie nicht ihrer Hände Werk
sind. Wollen sie denn nicht dankbar sein? (Sure 36:33-35 - Ya Sin)
In einem anderen Vers drückt Gott folgendes aus:
Und Wir senden vom Himmel segenreiches Wasser herab
und bringen damit Gärten und Korn zum Ernten hervor und hohe Palmen
mit dicht stehenden Fruchtknöpfen als eine Versorgung für (Gottes) Diener.
So machen Wir ein totes Land lebendig, und so wird auch die Auferstehung
sein. (Sure 50:9-11 - Qaf)
Wie bekannt ist, versuchen die Ungläubigen alle Lebewesen in der Natur
mit der Evolutionstheorie zu erklären. Wenn Sie einen Evolutionisten fragen
würden, wie die Bäume einen solchen Verstand und solche Fähigkeit besitzen,
dass sie für Menschen Nahrung produzieren, werden sie Ihnen nur sagen,
dass "es zufälligerweise so geworden ist". Der Zufall jedoch ist nichts
anderes als eine Sophisterei. Kein Zufall kann den Geschmacksbegriff des
Menschen wissen, Kein Zufall kann die für Menschen angenehmen Gerüche
produzieren. Kein Zufall kann es regulieren, dem menschlichen Körper den
Jahreszeiten entsprechende Vitamine anzubieten.
Der Zufall bringt immer nur Fehler und Durcheinander hervor. Wir können
diese Tatsache anhand eines Beispieles erklären: Nehmen wir an, dass wir
einen Versuch machen, um zufälligerweise einen schönen Geruch zu bekommen.
Füllen wir ein großes Gefäß mit Erde. Lassen Sie uns dieser Erde unterschiedliche
Stoffe der Natur wie Tierdung und Pflanzenteilchen hinzufügen. Lassen
Sie uns unterschiedliche chemische Mischungen über diese Mischung gießen.
Wir schliessen das Gefäß und beginnen zu warten. Wenn Sie nach einigen
Tagen das Gefäß aufmachen, werden Sie sicherlich mit einem der schlechtesten
Gerüche konfrontiert sein. Egal welche unterschiedliche Arten dieses Versuches
Sie machen, bekommen Sie immer unangenehme Gerüche.
Schönheit, Ästhetik und Sauberkeit entstehen nicht von allein. Sie entstehen
nur dank eines Verstandes, sie müssen speziell hervorgebracht werden.
Wenn unser Verdauungssystem zufällig entstanden wäre, würden wir große
Schwierigkeiten haben. Eine Zunge, die zufällig entstanden ist, würde
nicht die Eigenschaft haben, zu schmecken und wir würden den Unterschied
zwischen einer wohlschmeckenden Nahrung und einem Stück Holz nicht empfinden.
Alles, was wir essen und unsere Fähigkeit, daran Geschmack zu finden,
sind von Gott erschaffen worden. Einer von Gottes Namen ist "Rezzak",
das heißt der Versorger ist Er, der uns alle Nahrung gibt, von denen jede
einzelne vollkommen erschaffen wurde. Was die Menschen gegenüber dieser
Gnade Gottes tun sollen, wird im Quran von Gott wie folgt mitgeteilt:
..."Esst von der Gabe eueres Herrn und dankt Ihm! Ein
gutes Land und ein nachsichtiger Herr!" (Sure 34:15 - Saba')
Wasserlilien
Kleinere Blumen auf dem Boden werden von den Menschen meist nicht besonders
beachtet und als normal angesehen.
Die Amazonas-Wasserlilien, die im Schlamm auf dem Grund des Amazonas
wachsen, sind interessant genug, die Brille der Gewohnheit, durch die
wir gewöhnlich schauen, abzunehmen. Denn diese Pflanzen führen ihr Leben
in einem außergewöhnlichen Lebenskampf.
Sie wachsen vom schlammigen Grund des Flusses zur Wasseroberfläche. Ihr
Ziel ist das Tageslicht, das für ihre Existenz lebenswichtig ist. Wenn
sie die Oberfläche erreichen, entwickeln sie dornige, runde Knospen. Diese
Knospen wachsen in nur wenigen Stunden zu gigantischen Blättern mit einem
Durchmesser von 2 Metern heran. Die Wasserlilien "wissen", dass sie mit
ihren Blättern mehrere Quadratmeter der Wasseroberfläche des Flusses bedecken
können, um das Sonnenlicht als "Motor" für ihren Stoffwechsel, die Photosynthese,
zu benutzen. Sie "wissen", dass sie nicht in der Lage sein würden, in
der Dunkelheit des Wassers am Flussgrund zu überleben. Es ist denkwürdig,
dass eine Pflanze solch eine intelligente Taktik anwendet.
Jedoch genügt das Tageslicht allein den Amazonas-Wasserlilien nicht.
Sie benötigen auch für ihre Wurzeln Sauerstoff, und es liegt auf der Hand,
dass im schlammigen Grund nicht genug davon vorhanden ist, um ihre Wurzeln
zu versorgen. Deshalb dehnen die Wasserlilien ihre Wurzeln nach oben hin
aus, wo ihre Blätter schwimmen. Manchmal wachsen diese Wurzeln 11 Meter
hoch; sie ranken sich um die Stiele der Blätter und haben die Funktion
eines Kanals, der zwischen den Blättern und der Wurzel Sauerstoff transportiert.21
Woher weiß eine Knospe, die in den Tiefen eines Flusses neu zu Leben
beginnt, dass sie Licht und Sauerstoff benötigt, dass sie nicht in der
Lage sein kann, zu überleben und dass alles, was sie benötigt, an der
Wasseroberfläche vorhanden ist? Ein Wesen, das vor kurzem zu Leben begonnen
hat, berücksichtigt weder die Tatsache, dass dieses Wasser eine Oberfläche
hat, noch das Bestehen der Sonne oder des Sauerstoffs.
Folglich, wenn wir all dies vom evolutionistischen Gesichtspunkt her
einschätzen würden, müssten diese Pflanzen aufgrund ihrer schlechten Umweltbedingungen
aussterben. Dennoch sind die Wasserlilien in ihrer ganzen Vollkommenheit
anwesend.
Der unglaubliche Überlebenskampf der Wasserlilien dauert an, nachdem
sie das Licht und den Sauerstoff an der Wasseroberfläche erreicht haben.
Sie kräuseln die Ränder ihrer riesigen Blätter aufwärts, um zu verhindern,
dass die Blätter voll Wasser laufen und untergehen.
Sie können ihr eigenes Dasein durch all diese Maßnahmen fortsetzen, doch
wissen sie auch, dass dies nicht genug für das Weiterbestehen ihrer Art
ist. Sie benötigen ein Lebewesen, das ihre Pollen zu einer anderen Wasserlilie
trägt, und dieses Lebewesen sind die Koleopteren, eine verbreitete Käferart.
Koleopteren wurden mit einer speziellen Schwäche für weiße Farbe erschaffen.
Aus diesem Grund bevorzugen sie unter allen attraktiven Blumen am Amazonas
die weißen Blüten der Wasserlilien. Wenn die Blüten der Amazonas-Wasserlilien
von diesen Käfern besucht werden, warten sie, bis sich diese auf ihre
Blüten gesetzt haben. Dann rollen sie ihre Blüten zusammen und bieten
den darin eingeschlossenen Tieren reichlich Blütenstaub an. Nach einer
Nacht lassen sie sie frei und ändern dann ihre Farbe zu pink, damit die
Käfer den Blütenstaub nicht zu ihnen zurück bringen. Von nun an schmücken
die Wasserlilien den Amazonas mit pinkfarbenen Blüten.
Es gibt keinen Zweifel daran, dass solche fehlerlosen und fein errechneten
Pläne nicht das Werk einer Knospe, sondern das Werk von Gottes Klugheit
sind, Der alle Dinge erschaffen hat. Alle Details, die wir hier erwähnt
haben, zeigen uns, dass die Pflanzen wie alle anderen Lebewesen im Universum
von einem Schöpfer mit den zu ihnen passenden Systemen geplant und erschaffen
worden sind.
SCHLUSSFOLGERUNG
Kann der Wind durch Zufälle ein Flugzeug herstellen?
Der berühmte Physiker Sir Fred Hoyle stellte einen sehr drastischen Vergleich
bezüglich des Ursprungs des Lebens an. In seinem Buch The Intelligent
Universe (Das intelligente Universum) hat er folgendes geschrieben:
Die Wahrscheinlichkeit, dass höhere Lebensformen auf diese Weise ins
Dasein gekommen seien, sei etwa vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit,
dass ein durch einen Schrottplatz fegender Orkan aus den dort herumliegenden
Teilen eine Boeing 747 zusammenmontierte.22
Dieser Vergleich von Fred Hoyle ist sicherlich genau richtig. Wie aus
den Beispielen, die wir bis jetzt erwähnt haben, ersichtlich ist, zwingen
sowohl die Existenz des Lebens als auch die Vollkommenheit seiner vorhandenen
Systeme uns, nach einer Kraft zu suchen, die all dies hervorgebracht hat.
Genauso wie ein Hurrikan kein Flugzeug produzieren kann, ist es nicht
möglich, dass das Universum durch unvorhergesehene Ereignisse entstanden
ist und dass es so extrem komplizierte Strukturen in sich beinhaltet.
Tatsächlich wurde das Universum mit so zahlreichen Systemen ausgestattet,
dass es ganz sinnlos ist, dieses System mit einem Flugzeug zu vergleichen.
Alles, was wir in diesem Kapitel erwähnt haben, hat den Beweis der perfekten
Planung sowohl in unserer unmittelbaren Nähe als auch in den Tiefen des
Weltraumes aufgedeckt. Jemand, der diese ganz offensichtlichen Zeichen
mit seinem Verstand und seinem Gewissen einschätzt, kann nur zu einem
einzigen Ergebnis gelangen:
Im Universum gibt es keinen Platz für Zufälle; das Universum wurde mit
all seinen Einzelheiten erschaffen, und Gott, der Schöpfer dieses fehlerlosen
Systems, ist der Allmächtige und Allwissende. |