| UND EINE PFLANZE WIRD GEBOREN
Pflanzen,
die eine äußerst wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht
der Welt spielen, besitzen ein effizienteres Fortpflanzungssystem als
andere lebende Geschöpfe. Deswegen vermehren sie sich ohne Schwierigkeiten.
Manchmal reicht es aus, einen Pflanzenstängel abzuschneiden und in
die Erde zu stecken, damit sich die Pflanze vermehrt oder ein Insekt landet
auf einer Blüte, damit sie sich fortpflanzt. Obwohl das innere ziemlich
komplexe Fortpflanzungssystem der Pflanzen ein scheinbar sehr einfacher
Prozess ist, versetzt es die Wissenschaftler in Erstaunen.
Ein neues Leben beginnt mit dem Verlassen der Mutterpflanze
Einige Pflanzen haben kein unterschiedliches Geschlecht, aber vollbringen
auf besondere Weise als eingeschlechtliche Pflanzen die Fortpflanzung
der Art. Die neue Generation, die als Ergebnis der Fortpflanzung auf diese
Art und Weise entsteht, ist eine genaue Kopie der Generation, die sie
zum Leben erweckt hat. Die bekannteste eingeschlechtliche Fortpflanzungsmethode
von Pflanzen ist die Veränderung von Stängeln und die Trennung
in verschiedene Teile.
Diese Art der Fortpflanzung, die mit Hilfe von einiger spezieller Enzyme
stattfindet, ist typisch für eine große Anzahl von Pflanzen.
Gräser und Erdbeeren vermehren sich, indem sie horizontale Stängel
bilden, die als Triebe bekannt sind. Die Kartoffel, eine Pflanze, die
unter der Erde wächst, vermehrt sich, indem sie Wurzelstöcke,
horizontale Stängel bildet, die sich an den Enden zu Knollen vergrößern.
Bei manchen Pflanzenarten reicht es aus, wenn ein Teil ihrer Blätter
auf den Boden fällt, damit eine andere Pflanze wächst. Zum Beispiel
bildet das Bryophyllum daigremontianum am Rand seiner Blätter
von selbst junge Pflanzentriebe. Schließlich fallen sie auf den
Boden und beginnen ein unabhängiges Leben.1
Bei einigen Pflanzen wie der Begonie wachsen junge Pflanzentriebe schnell
um das Blatt herum, wenn die Blätter, die von der Pflanze fallen,
auf feuchtem Sand landen. Und wieder in kurzer Zeit beginnen die Pflanzentriebe
eine neue Pflanze zu bilden, die der Mutterpflanze gleicht.2
Wenn wir uns diese Beispiele merken, was ist dann für eine Pflanze
grundlegend notwendig, um sich fortzupflanzen, indem sie einen Teil von
sich abstößt? Lassen Sie uns nachdenken! Es ist leicht, diese
Frage zu beantworten, wenn die genetische Zusammensetzung untersucht wird.
Wie bei anderen Lebewesen werden die strukturellen Charakteristiken
der Pflanzen in der DNS ihrer Zellen verschlüsselt. Wie eine Pflanze
sich fortpflanzt, wie sie atmet, wie sie zu ihren Nährstoffen kommt,
ihre Farbe, ihr Geruch, Geschmack, Anteil an Zucker und andere solcher
Informationen werden ohne Ausnahme in allen Pflanzenzellen gefunden. Die
Zellen in den Wurzeln der Pflanzen verfügen über das Wissen,
wie die Blätter Photosynthese durchführen werden und die Zellen
in den Blättern verfügen über das Wissen, wie die Wurzeln
Wasser aus dem Boden aufnehmen werden. Es existieren ein Code und ein
Entwurf für die Bildung einer komplett neuen Pflanze in jedem Teil,
das eine Pflanze verlässt. All diese Eigenschaften der Mutterpflanze,
die auf ihren eigenen genetischen Informationen beruhen, können vollständig
bis ins letzte Detail in jeder Zelle eines jeden kleinen Teils, das sich
von ihr abspaltet, gefunden werden.
Wie und von wem wurden also in diesem Fall die Informationen, die eine
komplett neue Pflanze bilden können, in jedem Teil der Pflanze installiert?
Die Tatsache, dass alle Informationen völlig komplett und in jeder
Zelle einer Pflanze gleich sind, kann weder dem Zufall zugeschrieben werden,
noch kann sie auf die Pflanze selbst oder die Mineralien im Boden, die
diesen Prozess ausführen, zurückgeführt werden. Dies sind
alles Teile des Systems, die die Pflanze ausmachen. Genauso, wie man einen
Ingenieur benötigt, um Fliessbandroboter zu programmieren, da die
Roboter nicht von selber an die Informationen gelangen können, so
muss es ein Wesen geben, dass den Pflanzen die nötigen Formeln für
Wachstum und Fortpflanzung gibt, da Pflanzen wie Roboter diese nicht selber
erwerben können.
Es ist natürlich Gott, der diese notwendigen Informationen in die
Pflanzenzellen eingegeben hat, wie in alle anderen Lebewesen auf der Welt.
Es ist Er, der ohne jeden Zweifel alles in vollkommener Gestalt geschaffen
hat und der sich jeder Schöpfung bewusst ist. Gott weist auf diese
Wahrheit in vielen heiligen Versen hin:
Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst
in der Schöpfung des Erbarmers kein Mißverhältnis. So
schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann laß den
Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und
matt zu dir zurückkehren. (Sure 67:3, 4 – al-Mulk)
Siehst du denn nicht, dass Allah Wasser vom Himmel hinabsendet und so
die Erde grün wird? Siehe, Allah ist wahrlich gütig und kundig.
(Sure 22:63 – al-Hadsch)
Pflanzen, die sich geschlechtlich vermehren
Fortpflanzung, die durch männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane
in den Blüten von Pflanzen durchgeführt wird, wird geschlechtliche
Fortpflanzung genannt. Blüten weisen Unterschiede auf wie Form, Farbe,
Hülle der Fortpflanzungszellen und Blütenblätter. Aber
trotz dieser Vielfalt ihrer Struktur dienen alle Blüten denselben
Basisfunktionen. Diese sind die Fortpflanzungszellen zu bilden, sie auf
die Verbreitung vorzubereiten und andere Fortpflanzungszellen zu befruchten,
die sie erreichen.
Pollen, die entstehen, wenn sich die Blüten öffnen, sind die
männlichen Fortpflanzungszellen. Ihre Aufgabe ist es, die weiblichen
Organe der Blüte der gleichen Art zu erreichen und die Fortdauer
ihrer Pflanzenart zu sichern.
Jede Pflanze hat ihre eigene Methode oder Mechanismen, die sie benutzt,
um ihre Pollen zu zerstäuben. Einige Pflanzen machen sich Insekten,
andere die Kraft des Windes zunutze. Der wichtigste Punkt bei der Befruchtung
von Pflanzen ist die Tatsache, dass jede Pflanze nur eine andere Pflanze
der gleichen Art befruchten kann. Aus diesem Grund ist es äußerst
wichtig, dass der richtige Pollen zur richtigen Pflanze gelangt.
Wie kann es sein, dass es kein Durcheinander während der Befruchtung
gibt, besonders im Frühjahr, wenn es eine große Vielfalt von
Pollen in der Luft gibt? Wie halten Pollen eine solche lange Reise unter
wechselnden Bedingungen aus?
Die Antwort auf all diese Fragen finden wir, wenn wir die Struktur der
Pollen und ihr Zerstäubungssystem untersuchen.
Pollen: Perfekt verpackte Gene
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Obwohl es viele Pollen in der Luft gibt, beginnen die Pflanzen den
Befruchtungsprozess nur, wenn Pollen der gleichen Art sie erreichen.
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Pollen, feine pulverförmige Substanzen, werden zuerst in den männlichen
Fortpflanzungsorganen der Blüten gebildet und wandern dann zum äußeren
Teil der Blüte. Wenn sie dort angekommen sind, fangen sie an zu reifen
und machen sich bereit, die nächste Generation zu befruchten. Dies
ist das erste Stadium im Leben der Pollen.
Lassen Sie uns zuerst einen Blick auf die Struktur der Pollen werfen.
Pollen werden aus Mikroorganismen gebildet, die für das bloße
Auge unsichtbar sind (jedes Buchenpollenkorn hat eine Größe
von 2 Mikrometern und jedes Kürbispollenkorn ist 200 Mikrometer groß;
1 Mikrometer = 1/1.000 mm). Ein Pollenkorn besteht aus zwei Samenzellen,
generativen Zellen, die in einer größeren Zelle, der Röhrenzelle
enthalten sind.
Jedes Pollenkorn kann mit einer Art Gehäuse verglichen werden.
Innen befinden sich die Fortpflanzungszellen der Pflanze. Es ist für
diese Zellen lebenswichtig, dass sie gut verborgen sind, um ihr Leben
zu schützen und sie vor äußeren Gefahren zu bewahren.
Deshalb ist die Struktur dieser Gehäuse sehr stark. Das Gehäuse
ist mit einer Wand, die „Sporoderm“ genannt wird, umgeben.
Die äußerste Schicht dieser Wand, die „Exine“ heißt,
ist das resistenteste Material, das es in der organischen Welt gibt und
seine chemische Zusammensetzung wurde noch nicht völlig analysiert.
Dieses Material ist im Allgemeinen sehr resistent gegenüber Zerstörung
durch Säuren und Enzyme. Es kann weiterhin nicht von hohen Temperaturen
und Druck angegriffen werden. Wie wir sehen, wurden eingehende Vorkehrungen
getroffen, um die Pollen zu schützen, die für das Fortbestehen
der Pflanzen lebenswichtig sind. Die Körner wurden speziell verpackt.
Deshalb bleiben die Pollen sogar meilenweit entfernt von ihrer Mutterpflanze
am Leben, egal, durch welche Methode sie verstreut werden. Neben der Tatsache,
dass Pollenkörner durch ein sehr resistentes Material beschichtet
sind, werden sie auch in großer Anzahl verstreut. Dies sichert die
Ausbreitung der Pflanze.
Wie wir anhand der detaillierten Struktur der Pollen gesehen haben,
offenbart Gott uns Seine unvergleichliche Art in allen Dingen, die Er
erschafft und Er möchte, dass wir darüber nachdenken. Darauf
wird in vielen Versen im Koran hingewiesen. Der folgende Vers ist besonders
erleuchtend:
Und auf der Erde gibt es benachbarte Ländereien mit Gärten
voll Weinreben, Korn und Palmen, in Gruppen oder vereinzelt wachsend,
bewässert mit dem gleichen Wasser. Und doch machen Wir die eine Frucht
vorzüglicher als die andere. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen
für ein Volk von Verstand. (Sure 13:4 – ar-Ra’d)
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Pflanzen geben in jeder Fortpflanzungsphase
Milliarden von Pollenkörnern ab. Der Grund für die hohe
Pollenkonzentration ist, die Reproduktion der Pflanze vor jedwede
Gefahr zu schützen. |
Allgemein gibt es zwei verschiedene Arten, wie Pollen die Blüten
zur Befruchtung erreichen können. Im Prozess der Zerstäubung,
der ersten Stufe des Fortpflanzungsprozesses, können die Pollen am
Körper einer Biene, eines Schmetterlings oder eines anderen Insekts
festkleben und sich somit befördern lassen oder sie können durch
den Wind davongetragen werden.
Pollen, die ihre Segel dem Wind öffnen
Viele Pflanzen nutzen den Wind, um ihre Pollen zur Erhaltung ihrer Art
zu verstreuen. Pflanzen wie Eiche, Weide, Pappel, Kiefer, Gräser
und Weizen werden mittels Wind bestäubt. Der Wind nimmt die winzigen
Partikel von den Pflanzen auf, trägt sie zu anderen Pflanzen der
gleichen Art und sichert somit die Fortpflanzung.
Palmen, die so großartig aussehen, gehören zu den Pflanzen,
die sich durch den Wind befruchten. |
Hinsichtlich der Bestäubung durch den Wind gibt es immer noch viele
Punkte, die Wissenschaftler nicht erklären können und viele
Fragen, die noch auf Antworten warten. Zum Beispiel: Wie erkennt jede
der Tausende von verschiedenen Varianten der vom Wind getragenen Pollen
Pflanzen der eigenen Art? Wie ist es möglich, dass die Pollen, die
von der Pflanze abgegeben werden, die weiblichen Organe der Pflanze erreichen,
ohne dass sie irgendwo stecken bleiben? Wie kann es sein, dass Tausende
von Pflanzen auf diese Weise befruchtet werden und schon seit Millionen
von Jahren so befruchtet wurden, obwohl die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung
ziemlich niedrig ist?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben Karl J. Niklas von der
Cornell Universität und sein Team begonnen, Pflanzen zu erforschen,
die durch den Wind bestäubt werden. Die Ergebnisse, die sie erzielt
haben, waren äußerst überraschend. Niklas und sein Team
entdeckten, dass durch Wind bestäubte Pflanzen aerodynamische Blütenstrukturen
aufweisen, um große Mengen an Pollen aus der Luft anzuziehen.
Und wie ist die aerodynamische Struktur der Pflanzen? Welche Auswirkungen
hat sie? Um Antworten auf diese Fragen zu geben, müssen wir erst
erklären, was mit „aerodynamischer Struktur“ gemeint
ist. Kräfte, die ihren Ursprung im Luftstrom haben, wirken auf Körper,
die sich in der Luft befinden. Dank dieser Kräfte, die als aerodynamische
Kräfte bezeichnet werden, nennt man Körper, die sich in der
Luft bewegen können, „aerodynamisch strukturierte Körper“.
Einige Pflanzen, die durch den Wind bestäubt werden, nutzen diese
aerodynamische Struktur in effizientester Weise. Das beste Beispiel hierfür
kann bei Kiefernzapfen beobachtet werden.
Aerodynamische Zapfen
Wahrscheinlich war die wichtigste Frage, die Karl Niklas und sein Team
dazu bewegte, die Befruchtung durch Wind zu erforschen: „Wie kann
es sein, dass bei dieser großen Anzahl von Pollen in der Luft die
Pollen einer Pflanze nicht von einer anderen Pflanzenart aufgenommen werden
und nur Pflanzen der gleichen Art erreichen?“ Dies war die Frage,
die Wissenschaftler dazu veranlasste, Pflanzen zu erforschen, die durch
den Wind befruchtet werden, insbesondere die Kiefernzapfen.
Bei Bäumen mit Zapfen, bekannt für ihr langes Leben und ihre
Größe, bilden die Zapfen männliche und weibliche Strukturen.
Männliche und weibliche Zapfen können sich sowohl auf verschiedenen
Bäumen als auch auf dem gleichen Baum befinden. Es gibt speziell
gestaltete Kanäle auf den Zapfen, um den Luftstrom anzuziehen, der
die Pollen trägt. Der Pollen kann dank dieser Kanäle die Fortpflanzungsbereiche
leicht erreichen.
Weibliche Zapfen sind größer als männliche und wachsen
einzeln. Die weiblichen Zapfen bestehen aus einer zentralen Achse, um
die herum zahlreiche Sporen tragende Blätter angeordnet sind. Dieses
sind Strukturen in Form von Gehäusen, die Fischschuppen ähnlich
sind. An der Basis dieser Schuppen entwickeln sich zwei „Ovulae“
(Teile, wo Eier gebildet werden). Wenn diese Zapfen bereit zur Bestäubung
sind, öffnen sich diese Gehäuse an zwei Seiten. Auf diese Weise
ermöglichen sie den Pollen der männlichen Zapfen, einzudringen.
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Der Luftstrom, der um einen weiblichen Kiefernzapfen herum entsteht,
ist für die Bestäubung sehr wichtig. Zuerst gelangt der
Wind in die Mitte des Zapfens. A) Nachdem er durch das Innere gewirbelt
ist, gelangt er an die Oberfläche der Schuppen. B) Plötzlich
und unregelmäßig zirkuliert nun die Luft um die Öffnung
zum Ei einer jeden Schuppe und Pollen sammelt sich in dieser Region.
C) Pollen werden dann parallel zum Wind nach unten und in Richtung
der Schuppen befördert.
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Zusätzlich gibt es besondere unterstützende Strukturen die
den Pollen ermöglichen, leicht in die Zapfen einzudringen. Zum Beispiel
sind die Schuppen der weiblichen Zapfen mit klebrigen Haaren bedeckt.
Dank dieser Haare kann der Pollen leicht zur Befruchtung nach innen aufgenommen
werden. Nach der Befruchtung verwandeln sich die weiblichen Zapfen in
hölzerne Strukturen, die Samen enthalten. Später bringen die
Samen unter geeigneten Bedingungen neue Pflanzen hervor. Weibliche Zapfen
besitzen ebenfalls eine andere bemerkenswerte Eigenschaft. Der Ort, an
dem sich das Ei bildet (Ovule), ist in der Mitte des Zapfens. Es ist offensichtlich
schwierig für den Pollen diesen Ort zu erreichen, da er, um in den
inneren Teil des Zapfens zu gelangen, einen speziellen Pfad nehmen muss,
der zur Mitte führt. Obwohl es auf den ersten Blick so aussieht,
als ob dies ein Nachteil für die Befruchtung eines Zapfens sein könnte,
haben Forschungen ergeben, dass dies nicht der Fall ist.
Um herauszufinden, wie dieses besondere Befruchtungssystem in den Zapfen
funktioniert, wurde ein Experiment durchgeführt, in dem man einen
Modellzapfen anfertigte. Es wurde die Bewegung von kleinen Ballons beobachtet,
die mit Helium gefüllt waren und dem Luftstrom ausgesetzt wurden.
Man fand heraus, dass diese kleinen Ballons dem Luftstrom leicht folgten
und die Eigenschaft besaßen, in die engen Korridore des Zapfens
einzudringen.
Die Bewegungen der Ballons wurden in diesem Experiment gefilmt, in dem
man spezielle fotografische Techniken anwandte. Die Bilder wurden dann
mit Hilfe eines Computers analysiert und die Richtung und Geschwindigkeit
des Windes wurden festgestellt.
Aufgrund des Computerergebnisses wurde entdeckt, dass Zapfen die Bewegung
des Windes auf drei verschiedene Arten verändern. Zuerst wird die
Richtung des Windes durch die Blätter ins Zentrum gesteuert. Später
wird der Wind in dieser Region umgedreht und dorthin geleitet, wo sich
die Eier bilden. In der zweiten Bewegung wird der Wind, der sich dreht
wie ein Zyklon und all die kleinen Gehäuse berührt, zu der Region
geleitet, die zur Mitte des Zapfens führt. Dann dreht der Zapfen
dank seines Hervorstehens, das kleinen Luftströmen Aufwind gibt,
den Wind nach unten und leitet ihn zu den Gehäusen.

Je nach Art haben Zapfen eine verschiedene Dicke und Form. |
Dank dieser Bewegungen erreichen die meisten Pollen in der Luft den gewünschten
Bestimmungsort. Es gibt keinen Zweifel, dass diese drei Vorgänge,
sich gegenseitig ergänzen. Die Vollkommenheit der Zapfen wird an
diesem Punkt deutlich.
Die Evolutionstheorie behauptet, dass es wie bei allen Lebewesen auch
bei Pflanzen mit der Zeit eine stufenweise Entwicklung gegeben hat. Gemäß
den Evolutionisten ist der Grund für die fehlerlose Struktur der
Pflanzen Zufall. Um die Ungültigkeit dieser Behauptung zu verstehen,
wird es ausreichen, die fehlerlose Struktur des Fortpflanzungssystems
der Zapfen zu prüfen.
Es ist für keine lebende Spezies möglich, seine Existenz ohne
ein Fortpflanzungssystem zu sichern. Dies betrifft natürlich auch
Kiefern und ihre Zapfen. Mit anderen Worten, das Fortpflanzungssystem
in den Zapfen muss zusammen mit den Kiefernbäumen bestanden haben,
als sie das erste Mal auftraten. Es ist nicht möglich, dass die perfekte
Struktur der Zapfen mit der Zeit in verschiedenen Stufen von selbst entstanden
ist. Denn es ist für die Struktur notwendig, die den Wind zu den
Zapfen führt und für die nächste Struktur, die den Wind
später in Kanäle leitet sowie für die Kanäle, die
zu dem Ort führen, wo die Eier sich befinden, dass sie zur selben
Zeit ohne ein fehlendes Detail existieren. Wenn eine dieser Strukturen
fehlte, wäre es nicht möglich, dass dieses Fortpflanzungssystem
funktioniert. Es bleibt nur zu sagen, dass die Möglichkeit, dass
die Eizelle im Zapfen und die Samenzelle, die sie befruchten wird, durch
Zufall von selber entstanden sind eine weitere Sackgasse der Evolutionstheorie
ist.
Es ist unvorstellbar, dass alle Teile eines solchen Systems zur gleichen
Zeit durch Zufall entstanden sind, wenn es schon für nur ein Teil
unmöglich ist. Wissenschaftliche Befunde widerlegen in jeder Hinsicht
die Theorie der evolutionistischen Behauptungen des Entstehens durch Zufall.
Deshalb ist es offensichtlich, dass von dem Moment an, als Zapfen das
erste Mal auftauchten, sie eine perfekte Form und ein fehlerloses System
hatten, weil sie von Gott geschaffen wurden.
Kiefernbäume haben andere Eigenschaften, die die Aufnahme von Pollen
beschleunigen. Zum Beispiel befinden sich weibliche Zapfen allgemein an
den Spitzen der Zweige. Dies reduziert den Verlust von Pollen auf ein
Minimum.
Außerdem bewirken die Nadeln um die Zapfen herum, dass mehr Pollen
auf die Zapfen fallen, indem sie die Geschwindigkeit des Luftstroms reduzieren.
Die symmetrische Anordnung der Blätter, die sich um die Zapfen herum
befinden, hilft, die Pollen, die aus allen Richtungen kommen, aufzunehmen.
Wie alle Pollen haben Kiefernpollen je nach Art eine verschiedene Gestalt,
Größe und Dichte. Zum Beispiel haben die Pollen einer bestimmten
Art eine Dichte, die sie davon abhält, dem Luftstrom eines Zapfens
einer anderen Art zu folgen. Deshalb verlassen sie den Strom des Zapfens
und fallen zu Boden. Alle Zapfen bilden Luftströme, die für
die Pollen ihrer Art am geeignetesten sind. Diese Eigenschaft der Zapfen
dient nicht allein dazu, Pollen aufzunehmen. Pflanzen nutzen diese Filterung
des Luftstroms für sehr verschiedene Zwecke. Zum Beispiel sind weibliche
Zapfen durch diese Methode in der Lage, die Richtung von Pilzpollen, die
ihren Eizellen schaden könnten, zu ändern.

Die Nadeln der amerikanischen Hybridkiefer sind dort angeordnet, wo
sie den Durchgang der Pollen nicht behindern können, so dass
die Befruchtung leichter gemacht wird. |
Die Vorsichtsmaßnahmen, die von Pflanzen ergriffen werden, damit
ihre Pollen, die willkürlich in die Luft geworfen werden, ihre eigene
Art erreichen können, sind nicht nur hierauf beschränkt. Dass
die Pflanzen weitaus mehr Pollen produzieren als benötigt werden,
garantiert bis zu einem gewissen Maße den Bestäubungsprozess.
Deshalb ist die Pflanze nicht vom Verlust an Pollen betroffen, der aus
verschiedenen Gründen entstehen könnte. Zum Beispiel bildet
jeder männliche Zapfen eines Kiefernbaumes mehr als 5 Millionen Pollenkörner
pro Jahr und ein Kiefernbaum alleine produziert etwa 12,5 Milliarden Pollenkörner
pro Jahr, was eine außergewöhnliche Zahl ist, wenn man sie
mit anderen Lebewesen vergleicht.3
Dennoch stehen die vom Wind getragenen Pollen zahlreichen Hindernissen
gegenüber. Eines davon sind die Blätter. Deshalb öffnen
einige Pflanzen (Haselnuss, Wallnuss, etc.) ihre Blüten vor ihren
Blättern, wenn Pollen in die Luft abgegeben werden, damit die Bestäubung
stattfinden kann, wenn ihre Blätter noch nicht geöffnet sind.
Blüten befinden sich an drei Stellen bei Getreide und der Kiefer,
um die Bestäubung zu erleichtern. In diesem Fall sind die Blätter
so angeordnet, dass sie kein Hindernis für die Bewegung der Pollen
bilden.
Durch diese Vorkehrungen können Pollen beträchtliche Entfernungen
zurücklegen. Die Entfernung ist je nach Art unterschiedlich. Zum
Beispiel können Pollen mit Luftsäcken größere Entfernungen
zurücklegen als andere Arten. Es hat sich herausgestellt, dass Kiefernpollen
mit zweien solcher Luftsäcke durch starken Luftstrom bis zu 300 Kilometer
weit getragen werden können.4
Genauso wichtig ist die Tatsache, dass Tausende von verschiedenen Pollen
von demselben Wind befördert werden ohne durcheinander zu geraten
und dabei solche Entfernungen in der Luft zurücklegen.
Pollen, die ihr Ziel anvisieren
Lassen Sie uns ein weiteres Beispiel nehmen, um ein besseres Verständnis
für die erstaunlichen Eigenschaften der Pflanzen zu haben, die durch
den Wind befruchtet werden:
Raketen müssen eine vorher bestimmte Flugbahn haben, um ihre Ziele
zu erreichen. Deshalb müssen zur Planung der Rakete äußerst
sorgfältige Berechnungen angestellt werden, wenn sie ihr Ziel erreichen
soll. Zum Beispiel müssen die Eigenschaften der Rakete, ihre Motorkapazität
und Fluggeschwindigkeit zusammen mit Besonderheiten wie Wetterbedingungen
und Luftdichte im Detail programmiert werden. Weiterhin muss genaues Wissen
über die Beschaffenheit des Zielgebietes und die dort vorherrschenden
Bedingungen vorhanden sein. Zu diesen Faktoren gelangt man durch minuziöse
Messungen, sonst kommt die Rakete vom Kurs ab und verfehlt ihr Ziel. Damit
eine Rakete erfolgreich ihr Ziel trifft, müssen viele Ingenieure
zusammen arbeiten und alles in allen Einzelheiten überdenken. Es
ist klar, dass der Erfolg, das Ziel zu erreichen und zu treffen das Produkt
von Teamarbeit, genauer Kalkulation und höchster Technologie ist.
Das fehlerlose Fortpflanzungssystem in den Zapfen gleicht Raketen, die
auf ein Ziel gerichtet sind, wobei alles mit sehr empfindlicher Einstellung
genau vorausgeplant ist. Viele Einzelheiten, wie die Richtung des Luftstroms,
die unterschiedliche Dicke der Zapfen, die Form der Nadeln, etc., sind
besonders berücksichtigt worden und Fortpflanzungspläne wurden
auf Basis dieser Informationen gebildet.
Die Existenz solch komplexer Pflanzenstrukturen wirft die Frage auf,
wie diese Mechanismen entstanden sind. Lassen Sie uns diese Frage durch
eine andere beantworten. Kann diese Struktur der Zapfen das Resultat von
Zufall sein?
Das System in den Raketen ist das Ergebnis von langjähriger Forschung
und harter Arbeit durch hochintelligente und sachkundige Ingenieure, die
Experten auf ihrem Gebiet sind. Die komplexe Struktur der Zapfen, die
beinahe genauso funktionieren wie die Raketen, sind in der gleichen Weise
besonders geplant worden. Zu behaupten, dass eine Rakete durch Zufall
entstanden sein könnte und zu sagen, dass sie ein Ziel treffen kann,
indem sie zufällig einer Flugbahn folgt, ist genauso unlogisch wie
zu behaupten, dass die außerordentlichen Bewegungen der Pollen,
die in gleicher Weise auf ein Ziel gerichtet sind und die detaillierte
Struktur der Zapfen als Folge von Zufällen entstanden sein könnten.
Natürlich ist es unmöglich, dass Pollen die Fähigkeit
und das Wissen haben, ihre unterschiedlichen Wege auf dieser Reise zu
finden. Ein Pollen ist nichts als eine Ansammlung von Zellen. Wenn wir
noch tiefer gehen, ist es etwas, dass aus unbewussten Atomen besteht.
Es gibt keinen Zweifel, dass das komplizierte System der Zapfen mit detaillierter
Information über Befruchtung das Ergebnis ihrer perfekten Schöpfung
durch Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden, ist.
Ein anderer wichtiger Punkt in der Befruchtung von Kiefernbäumen
ist der unter Kontrolle gehaltene Wind. Dass der Wind seine Transportpflicht
in einer so fehlerlosen Weise durchführt, ist ohne Zweifel auf Gott
zurückzuführen, den Herrn aller Welten, der alle Angelegenheiten
vom Himmel bis zur Erde lenkt. Gott bezieht sich hierauf in einem Vers:
Und Wir entsenden die schwangeren Winde… (Sure 15:22 – al-Hidschr)
All die Pflanzen auf der Erde führen ohne Ausnahme solche Funktionen
aus. Jede einzelne Art wusste was sie tun muss, als sie entstand. Dieser
Vorgang, der mit Hilfe von Windströmen geschieht, verläuft schon
seit Millionen von Jahren ohne Schwierigkeit, obwohl er auf unwahrscheinlichen
Voraussetzungen beruht. Wie wir gesehen haben, geschieht alles am richtigen
Platz und mit perfektem Timing, da jeder dieser Mechanismen gezwungen
ist, in Übereinstimmung und zum richtigen Zeitpunkt mit den anderen
zu funktionieren. Wenn einer von ihnen fehlte, würde dies das Ende
der Pflanzenart bedeuten.
Es ist klar, dass diese Systeme, die selbst weder als Teil noch als Ganzes
Intelligenz, Willen oder Bewusstsein besitzen, ihre Rolle bei diesen unglaublichen
Vorgängen durch die Ordnung und Schöpfung Gottes spielen, der
Inhaber von unendlicher Macht und Wissen ist und der alles zu jeder Sekunde
kontrolliert und bis ins kleinste Detail geplant hat. Die Entstehung von
jedem lebenden und nicht lebenden Ding und jedem Vorgang resultiert aus
der Schöpfung Gottes. Gott offenbart dieses Geheimnis in einem heiligen
Vers:
Allah ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und vor der Erde ebensoviel.
Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wißt, dass Allah
Macht über alle Dinge hat und dass Allah alle Dinge mit Seinem Wissen
umfaßt. (Sure 65:12 – at-Talaq)
Um diesen Punkt zu verdeutlichen, lassen Sie uns annehmen, dass wir
ein einwandfreies Gerät, eine Fabrik oder ein Gebäude sehen,
das mit Überlegung geplant wurde: Wir haben keine Zweifel, dass jedes
von ihnen einen Planer besitzt. Wir wissen natürlich, dass sie von
sachkundigen Menschen geschaffen wurden und dass es eine Kontrolle für
jede Stufe gab. Niemand kann demnach behaupten, dass diese Dinge mit der
Zeit von selbst entstanden sind. Wir schätzen, respektieren und loben
die Intelligenz derer, die sie geplant haben und was ihre Fähigkeit
hervorgebracht hat.
Alle Lebewesen wurden zusammen geschaffen mit Systemen, die bis ins kleinste
Detail geplant wurden und abhängig von einem äußerst empfindlichen
Gleichgewicht sind. Wir sehen dies ohne Ausnahme, egal, wohin wir schauen.
Es gibt keinen Zweifel, dass es Gott ist, dem hier Lob gebührt, der
alle Lebewesen mit all ihren Fähigkeiten, die sie besitzen, geschaffen
hat. Wie alles in der Welt, erhalten auch Pflanzen ihre Existenz dank
des Systems, das speziell von Gott geschaffen wurde. Mit anderen Worten,
sie befinden sich unter seiner Kontrolle:
Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und Allah ist wahrlich
der Unabhängige, der Rühmenswerte. (Sure 22:64 – al-Hadsch)
Und bei Ihm sind die Schlüssel des Verborgenen; Er allein kennt
es. Er weiß, was zu Land und im Meer ist, und kein Blatt fällt
nieder, ohne dass Er es weiß. Und kein Körnchen gibt es in
den Finsternissen der Erde und nichts Grünes und nichts Dürres,
das nicht in einem deutlichen Buch stünde. (Sure 6:59 – al-An’am)
Insekten bei der Arbeit als Bestäuber
Einige Pflanzenarten vermehren sich, indem sie ihre Pollen von Tieren
wie Insekten, Vögeln, Bienen und Schmetterlingen befördern lassen.
Die Beziehung zwischen Pflanzen, die Tieren erlaubt, ihre Pollen zu verbreiten
und den Tieren, die diese Aufgabe erfüllen, erstaunt die Beobachter.
Denn um dieses System von gegenseitigem Geben und Nehmen zu errichten
und fortzuführen, ziehen sich diese Lebewesen an und beeinflussen
sich gegenseitig. Zunächst wurde angenommen, dass Pflanzen in ihrer
Beziehung zu Tieren eine sehr geringe Rolle spielten. Allerdings haben
Forscher Ergebnisse hervorgebracht, die diese Meinung völlig überholen.
Pflanzen, die eine äußerst aktive Rolle spielen, beeinflussen
das Verhaltensmuster von Tieren direkt. Sie haben perfekte Strategien,
durch die sie die Tiere lenken, die ihre Pollen befördern werden.
Zum Beispiel signalisiert die Farbe der Pflanzen den Vögeln und
anderen Tieren, welche Früchte reif und bereit zur Verbreitung sind.
Die Menge von vorhandenem Nektar, die mit der Farbe der Blüten zusammenhängt,
erhöht die Verpflichtung auf Befruchtung, indem sie Insekten ermutigt,
länger auf der Pflanze zu bleiben. Spezifische Blütendüfte
ziehen das passende Insekt zur Bestäubung zur richtigen Zeit an.5
Pflanzen nutzen auch die Methode der Täuschung, um den Pollenbeförderungsprozess
in die Wege zu leiten. Das Insekt, das die zu verbreitenden Pollen befördern
soll, tappt in eine Falle, die von der Pflanze gestellt wurde, und so
erreicht die Pflanze ihr Ziel.
Von Pflanzen angewandte Methoden: Farbe, Gestalt und Duft
Die Farbe informiert die Bestäuber über das Vorhandensein der
Blüten und zeigt ausserdem an, dass hier Nektar zu holen ist. Wenn
ein Insekt sich nähert, gibt die Blüte einen stimulierenden
Duft ab, um den Insekten den Weg zum Nektar zu zeigen. Das Farbmuster
der Blüten leitet das Insekt zum Zentrum der Blüte, wo sich
der Nektar befindet und ermöglicht somit die Befruchtung.6
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Einige Blumen, wie die Lantana, lassen die Insekten von ihrem Pollenvorrat
wissen, indem sie die Farbe ändern.
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Pflanzen wissen von der Führungsfunktion der Farben, die sie besitzen.
Sie täuschen Tiere, indem sie diese Eigenschaft in ganz bewusster
Weise ausnutzen. Manche Pflanzen, die keinen Nektar haben, nutzen die
Farbeigenschaften von nektarproduzierenden Blüten, um Insekten anzuziehen.
Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind die rote Cephelanthera,
eine Orchideenart und die blauen Glockenblumen, die in Waldgebieten mit
mediterranem Klima wachsen. Während die Glockenblumen einen Nektar
abgeben, der sehr attraktiv für Bienen ist, besitzt die Cephelanthera
diese Eigenschaften nicht. Doch die gleiche Wildbiene, die als „Blattschneider“
bekannt ist, führt die Bestäubung dieser beiden völlig
unterschiedlichen Pflanzen aus. Während die Blattschneidebienen die
blauen Glockenblumen befruchten, haben sie auch das Verlangen, die rote
Cephelanthera zu befruchten. Dass Bienen eine Pflanze ohne Nektar
befruchten, hat das Interesse der Wissenschaftler angezogen und sie untersuchten
den Grund für das Verhalten der Bienen.
Die Antwort auf diese Frage war das Ergebnis einer Forschung, die mit
einem Spektrophotometer durchgeführt wurde. Dadurch wurde herausgefunden,
dass die Blattschneidebienen nicht in der Lage sind, zwischen den Wellenlängen
des Lichts, das von den beiden unterschiedlichen Blumen abgegeben wird,
zu unterscheiden. Mit anderen Worten, obwohl Menschen zwischen den Lichtwellenlängen,
die von der blauen Glockenblume und der roten Cephelanthera abgegeben
werden, unterscheiden können, da es ihnen möglich ist, den Unterschied
in der Farbe der Blumen zu sehen, können Wildbienen den Unterschied
nicht wahrnehmen. Farbe ist ein wichtiger Faktor für die Bienen,
die zur blauen Glockenblume fliegen. Sie besuchen jedoch auch die rote
Cephelanthera, die neben ihr wächst und deren Farbe sie
als dieselbe erkennen und ermöglichen ihre Befruchtung. Wie wir sehen,
führt diese Orchideenart ihre Generation dank ihrer Ähnlichkeit
mit der blauen Glockenblume fort.7
Manche Pflanzenarten kündigen den Insekten sogar ihre Belohnung
mit Nektar an, indem sie die Farbe ihrer Blüten wechseln. Dazu folgendes
Beispiel:
  Wasserlilien machen sich die Coleoptera (eine
Insektenart) zunutze, die empfindlich auf weiß reagiert, um
die Pollen in ihren Blüten zu befördern, die sich auf
dem Wasser öffnen. Interessant an der Bestäubung von Wasserlilien
ist, dass sich ihre Farbe direkt nach der Befruchtung von weiß
auf pink ändert. Für die Coleoptera bedeutet dieser Wandel
der Farbe, dass die Blüte von einem anderen Insekt befruchtet
wurde und dass keine Pollen mehr vorhanden sind. |
In einem Brief diskutiert der Naturalist Fritz Müller eine Pflanze
namens Lantana, die in den Wäldern Brasiliens wächst:
„Wir haben hier eine Lantana, deren Blüten in den letzten
drei Tagen am ersten Tag gelb, am zweiten orange und am dritten Tag violett
waren. Diese Pflanze wird von verschiedenen Schmetterlingen besucht. Soweit
ich gesehen habe, werden die violetten Blüten niemals berührt.
Einige Arten steckten ihren Rüssel sowohl in die gelben als auch
die orangenen Blüten, andere ... nur in die gelben Blüten des
ersten Tages. Dies ist, wie ich denke, ein interessanter Fall. Wenn die
Blüten schon am Ende des ersten Tages abfielen, wäre der Blütenstand
weit weniger auffällig, wenn sie ihre Farbe nicht wechselten, würde
viel Zeit durch die Schmetterlinge, die ihre Rüssel in die bereits
befruchteten Blumen stecken, verloren gehen.8
Wie Müller beobachtete, ist der Farbwechsel der Blüte im Interesse
sowohl der Pflanze als auch des Bestäubers. Pflanzen, deren Blüten
die Farbe wechseln, bieten dem Bestäuber eine Menge Nektar, wenn
die Blüten jung sind. Wenn die Blüte älter wird, ändert
sich nicht nur ihre Farbe, sondern sie enthalten auch weniger Nektar.
Bei richtiger Einschätzung der Farbveränderungen sparen die
Bestäuber Energie, indem sie fruchtlose Pflanzen, die nur wenig oder
keinen Nektar haben, nicht besuchen.
Eine andere Methode, die Pflanzen nutzen, um Vögel oder Insekten
anzuziehen, ist der Duft, den ihre Blüten abgeben. Der Zweck der
Düfte, die für uns lediglich angenehm sind, ist Insekten anzuziehen.
Der Duft, der von den Blüten abgegeben wird, hat die Eigenschaft,
den Insekten den Weg zu zeigen. Wenn ein Insekt den Duft riecht, erkennt
es, dass köstlicher Nektar in der Nähe gespeichert ist. Es fliegt
dann sofort in Richtung der Quelle des Geruches. Wenn das Insekt die Pflanze
erreicht, wird es versuchen, an den Nektar zu gelangen und die Blütenpollen
bleiben an ihm kleben. Dasselbe Insekt wird auch Pollen zurücklassen,
die von einer anderen Blüte, die es besucht hat, an ihm kleben und
wird somit die Befruchtung herbeiführen. Es ist sich seiner wichtigen
Funktion nicht einmal bewusst. Sein einziges Ziel ist es, an den Nektar
zu kommen, den es riecht.
Täuschungsmethoden der Pflanzen
Wir haben bereits erwähnt, dass Pflanzen Täuschungsmethoden
verwenden. Diese Pflanzen verfügen nicht über Nektar, mit dem
sie Insekten anziehen könnten. Diese Pflanzen werden befruchtet,
indem sie Gebrauch von ihren Gemeinsamkeiten mit Insekten machen. Eine
Orchideenart, die Spiegelorchidee, besitzt die Gestalt und die Farbe einer
weiblichen Biene, um männliche Bienen anzuziehen. Sie ist sogar in
der Lage, ein geeignetes chemisches Signal abzugeben, um männliche
Bienen anzuziehen und produziert ein wirksames Pheromon (eine besondere
Chemikalie).
Die zyprische Bienenorchidee ist eine andere Pflanze, die Insekten nachahmt,
um ihre eigene Befruchtung sicherzustellen. Die Zahl der Orchideen, die
diese Technik anwenden, ist ziemlich groß und die angewandten Methoden
unterscheiden sich. Einige imitieren eine weibliche Biene, indem sie ihren
Kopf aufrichten, andere richten ihren Kopf nach unten. Zum Beispiel verwendet
die gelbe Bienenorchidee die zweite Methode. Deshalb unterscheidet sich
ihre Art der Befruchtung .9
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Auf dem linken Bild sieht man die zyprische
Bienenorchidee, auf dem rechten Bild die männliche
Biene, die versucht, die Orchidee zu befruchten, da sie
glaubt, dass es sich um eine weibliche Biene handelt.
Die männliche Biene versucht einige Zeit, die Orchidee
zu befruchten. Während dieser Zeit kleben Pollen
am Fortpflanzungsorgan am Kopf der Biene fest. Wenn die
Biene die Orchidee verlässt, trägt sie die Pollen
zu anderen Orchideen. Es besteht eine Harmonie zwischen
den Orchideen und Insekten, deren Details sorgfältig
geplant wurden. Dies kann nicht durch Evolution erklärt
werden. Diese Harmonie zeigt uns, dass Bienen und Orchideen
genauso wie alle anderen Lebensformen in der Welt durch
Gott geschaffen wurden.
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Eine andere Orchideenart, die weibliche Bienen nachahmt, ist die Drachenorchidee.
Die Lippen der Blüten der Drachenorchidee ähneln den flügellosen
weiblichen Wespen so sehr, dass nur männliche Wespen an ihnen interessiert
sind. Einigen Mitgliedern der Orchideenfamilie gelingt es, Insekten
anzuziehen, obwohl sie keinen Nektar anbieten können. Sie sichern
die Landung von männlichen Wespen auf einer Stelle im unteren Teil
der Blüte, indem sie die weibliche Wespe imitieren und einen reizvollen
Duft abgeben. Die Wespe, die auf der Blüte landet, versucht sich
zu paaren und daraus resultiert, dass die Pollen der Orchidee auf ihrem
Körper fixiert werden. Dank dieser Täuschung hinterlegt die
Wespe die Pollen, die an ihrem Körper kleben, auf einer anderen
Blüte, auf die sie mit dem gleichen Ziel landet.10
Eine andere Pflanze, die die Eigenschaften weiblicher Tiere imitiert,
ist die Hammerorchidee. Die Fortpflanzungsmechanismen dieser Orchidee,
die im trockenen Weideland Südaustraliens wächst, ist erstaunlich.
Die Hammerorchidee hat nur ein Blatt in Form eines Herzens und weist eine
enorme Ähnlichkeit mit der weiblichen Wespe auf. Während die
männlichen Wespen fliegen können, haben die weiblichen Wespen
keine Flügel und leben auf dem Boden. Wenn die Zeit für das
Weibchen heranrückt, sich zu paaren, kommt sie aus dem Untergrund
hervor, so dass die Männchen sie finden können und klettert
an die Spitze eines großen Pflanzenstängels. Sobald sie sich
oben befindet, gibt sie ihren Paarungsduft ab und wartet auf die Ankunft
der Männchen.
Eine besondere Eigenschaft der männlichen Wespe ist, dass sie die
Orchidee zwei Wochen bevor die weibliche Wespe hinaufklettert anfliegen.
Dies ist eine sehr interessante Situation, denn es befinden sich keine
weiblichen Wespen in der Nähe, nur Orchideen, die genau wie weibliche
Wespen aussehen und auf Befruchtung warten. Wenn die männlichen Wespen
zur Orchidee gelangen, riechen sie einen Duft, der dem ähnlich ist,
der von der weiblichen Wespe abgegeben wird. Dieser wird von der Orchidee
verströmt. Unter dem Einfluss dieses Geruchs landet die männliche
Wespe auf dem Orchideenblatt. Dies löst das sich zum Frühjahr
entwickelnde „Ellenbogengelenk“ der Pflanze aus, was bewirkt,
dass die Wespe auf das Fortpflanzungsorgan der Pflanze fällt. Während
die Wespe versucht, von der Blüte zu entkommen, bleiben zwei pollenbeladene
Säckchen an der Hinterseite ihres Kopfes oder an ihrem Rücken
kleben. Mit diesen Pollen befruchtet die Wespe die nächste Orchidee,
zu der sie fliegt.11 Wie wir gesehen
haben, besteht eine äußerst harmonische Beziehung zwischen
der Hammerorchidee und der Wespe. Diese Symbiose ist sehr wichtig für
die Fortpflanzung der Pflanze. Denn wenn keine erfolgreiche Bestäubung
stattfände, wenn die Pollen nicht von dem Insekt zu einer anderen
Pflanze der gleichen Art transportiert würden, dann könnte keine
Befruchtung stattfinden.
Es gibt viele Beispiele solcher Harmonie in der Natur. Zum Beispiel ist
es sehr leicht für einige Insekten in manche Blüten einzudringen,
da die Stelle, an der sich die Pollen befinden, frei zugänglich ist
und Bienen und andere Insekten leicht in diese Regionen eindringen und
die Pollen erreichen können. Manche Pflanzen haben einen Nektareingang
der so klein ist, dass er nur von bestimmten Tieren betreten werden kann.
Zum Beispiel können sich sich Bienen durch diesen Spalt quetschen,
um den Nektar in der Blüte zu erreichen. Es ist für andere Lebewesen
sehr schwierig oder sogar unmöglich zu tun, was die Biene so leicht
vollbringt.
Auf der anderen Seite sind Bienen und andere Insekten unfähig,
die Blüten mit langen Korollarohren (Blütenblattrohren) zu befruchten.
Nur Insekten mit langer Zunge, wie Schmetterlinge und Motten, können
diese Blüten befruchten.12
Wie wir anhand all dieser Beispiele sehen, besteht eine absolut einwandfreie
Harmonie zwischen Insekten, deren Körperstrukturen völlig denen
von Pflanzen angepasst sind und den Pflanzen selbst.
Es ist unmöglich, dass die Wechselseitigkeit in einer solchen „Schloss-
und Schlüsselbeziehung“ durch Zufall entstanden ist, wie die
Evolutionisten behaupten. Es widerspricht der Logik der Evolutionstheorie,
wie sie von den Evolutionisten aufrechterhalten wird. Gemäß
den Behauptungen der Evolutionisten über die natürliche Selektion
muss eine Lebensform, die nicht an ihre Umwelt angepasst ist, entweder
neue Mechanismen bilden oder langsam verschwinden. In dieser Situation
müssten die Pflanzen, die aufgrund ihrer besonderen Blütenstruktur
nicht durch Insekten befruchtet werden, nach den Regeln der natürlichen
Selektion entweder verschwunden sein oder die Möglichkeit gehabt
haben, die Form ihrer Blüten zu ändern. In gleicher Weise müssten
Insekten, die nur diese Blumen aufgrund der Beschaffenheit ihres Mundes
befruchten können, entweder aus Mangel an Nahrung verschwunden sein
oder die Struktur ihrer Organe, die sie nutzen, um Nahrung aufzunehmen,
geändert haben.
Wenn wir uns aber Pflanzen mit langen Korollakanälen oder andere
Pflanzen ansehen, stellen wir fest, dass sie keine Anpassung, keine Veränderung
oder andere zusätzliche Mechanismen entwickelt haben. Außerdem
kann keine Anpassung oder dergleichen bei Lebewesen wie Schmetterlingen
und Motten festgestellt werden.
Diese Blumen, die von einer symbiotischen Beziehung mit den Bestäubern,
die sie befruchten, profitieren, haben seit langen Jahren bis zum heutigen
Tage existiert.
Was bislang erklärt wurde, ist nur eine kurze Zusammenfassung der
Methoden, die von verschiedenen Pflanzenarten angewandt werden, um ihre
Art zu erhalten. Sie finden all diese Details in jedem Biologiebuch, aber
die gleichen Quellen sind nicht in der Lage, eine zufriedenstellende Erklärung
für die Gründe, warum Pflanzen diesen Pollenzerstäubungsprozess
verwenden, zu geben. Da in jedem Prozess, der ausgeführt wird, Eigenschaften
wie Überlegung, logisches Denken, Entscheidungen treffen und Kalkulation,
die wir den Pflanzen nicht zuschreiben können, auftreten, wissen
wir, dass eine Pflanze kein Bewusstsein hat, solche Aktivitäten durchzuführen.
Stellen Sie sich das Szenario vor, dem wir gegenüberstehen würden,
wenn wir sagten, dass eine Pflanze diese Prozesse aus freiem Willen ausführte:
Die Pflanze „kalkuliert“, dass ihre aerodynamische Struktur
geeignet für die Pollenzerstäubung durch Wind ist und jede folgende
Generation benutzt die gleiche Methode. Andere „verstehen“,
dass sie nicht in der Lage sein werden, genügend Nutzen aus dem Wind
zu ziehen und verwenden aus diesem Grund Insekten, um ihre Pollen zu transportieren.
Sie „wissen“, dass sie Insekten anziehen müssen, um sich
vermehren zu können und versuchen zahlreiche Methoden, um dies zu
ermöglichen. Sie identifizieren genau, was Insekten mögen. Nachdem
sie herausgefunden haben, welcher Nektar und welche Düfte für
welche Insekten wirksam sind, produzieren sie diese Düfte durch eine
Vielzahl chemischer Prozesse und geben sie ab, wenn sie die genaue Zeit
hierfür ermittelt haben. Sie identifizieren den Geschmack des Nektars,
den Insekten mögen und die Gesamtheit der darin enthaltenen Substanzen
und produzieren diese selbst. Wenn der Duft und der Nektar nicht ausreichend
sind, um die Insekten anzuziehen, entscheiden sie sich zu einer anderen
Methode, um der Situation gerecht zu werden greifen sie zu trügerischen
Imitationen. Weiterhin „berechnen“ sie das Volumen der Pollen,
der die andere Pflanze der gleichen Art erreichen wird und ebenfalls die
Distanz, die sie zurücklegen müssen und auf dieser Grundlage
beginnen sie, sie in geeigneten Mengen und zu passender Zeit zu produzieren.
Sie „denken“ über die Möglichkeiten nach, die die
Pollen daran hindern könnten, ihren Bestimmungsort zu erreichen und
treffen Vorkehrungen dagegen.
Manche Blumen öffnen sich
nachts und werden von nachtaktiven Geschöpfen befruchtet.
Eines der Geschöpfe ist die Fledermaus, die sich vom
Nektar in den Pflanzen ernährt. Die weißen, grünlichen
und violetten Blumen haben solch einen starken Geruch, dass
Fledermäuse - die blind sind - sie leicht finden können.
Diese Blumen produzieren eine große Menge Nektar. Wir
sehen, dass es zwischen beiden Geschöpfen eine perfekte
Harmonie gibt. Es gibt keinen Zweifel, dass der Schöpfer
dieser Harmonie Gott ist, der Mitfühlende und Gnädige.13
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Die
Yuccapalme hat eine Rosette aus speerscharfen Blättern,
aus deren Zentrum ein Mast aufsteigt, der cremefarbene Blüten
trägt. Die besondere Eigenschaft der Yuccapalme ist,
dass sich ihre Pollen in einer gekrümmten Region befinden.
Deshalb kann nur der Nachtfalter mit einem speziell gekrümmten
Rüssel die Pollen aus den männlichen Fortpflanzungsorganen
der Pflanze holen. Der Nachtfalter formt die Pollen zu einem
Ball und trägt sie zu einer anderen Yuccapflanze. Zuerst
krabbelt er zum Boden der Pflanze und legt seine eigenen
Eier ab. Dann klettert er zurück zur Spitze der Narbe
und rammt den Pollenball in die Spitze. Die Yuccas könnten
niemals Samen absetzen, wenn es keine Nachtfalter gäbe.14
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Natürlich könnte solch ein Szenario niemals Wirklichkeit sein:
Tatsächlich bricht solch ein Szenario alle Regeln der Logik. Keine
der oben erwähnten Strategien könnte von einer gewöhnlichen
Pflanze ausgearbeitet werden, da eine Pflanze weder schlussfolgern, Zeit
berechnen, Größe und Gestalt bestimmen, Stärke und Richtung
des Windes kalkulieren kann, noch dazu in der Lage ist zu bestimmen, welche
Techniken sie für die Befruchtung benötigen wird, zu überlegen,
dass es ein Insekt anziehen muss, dass es nie gesehen hat und weiterhin,
zu entscheiden, welche Methoden sie benutzen wird, um diese Dinge zu tun.
Ganz gleichgültig, um wie viel sich die Details vervielfachen,
aus welcher Richtung das Thema betrachtet wird und welche Logik angewandt
wird, die Schlussfolgerung, dass es etwas außergewöhnliches
in der Beziehung von Pflanzen und Tieren gibt, wird sich nicht ändern.
Diese Lebewesen wurden in Harmonie miteinander geschaffen. Das fehlerlose
System gemeinsamen Gewinnens zeigt uns, dass die Kraft, die sowohl Blumen
als auch Insekten geschaffen hat, beide Arten von Lebewesen sehr gut kennt,
sich ihrer Bedürfnisse bewusst ist und sie geschaffen hat, damit
sie sich gegenseitig ergänzen. Beide Lebewesen sind das Werk des
Herren aller Welten, Gott, der sie sehr gut kennt und der in der Tat alles
weiß. Es dient dazu, den Menschen Gottes Größe, Seine
überlegene Kraft und Seine fehlerlose Schöpfung zu zeigen.
Eine Pflanze hat weder Wissen über ihre eigene Existenz noch über
die wunderbaren Funktionen, die sie leistet, da sie sich unter der Kontrolle
Gottes befindet, der jede ihrer Eigenschaften geplant hat, der alles im
Universum geschaffen hat und der weiterhin in jedem Moment erschafft.
Diese Wahrheit wurde uns von Gott im Quran mitgeteilt:
Und die Gräser und die Bäume fallen anbetend nieder. (Sure
55:6 – ar-Rahman)
Die Bestäubung und Fortpflanzung von Unterwasserpflanzen
Entgegen verbreiteter Meinung beschränkt sich Fortpflanzung durch
Pollen nicht auf Landpflanzen. Es gibt auch Meerespflanzen, die sich durch
diese Methode fortpflanzen. Die erste Pflanze namens „Zostera“,
die auf dem offenen Meer lebt und sich durch die Bestäubungsmethode
fortpflanzt, wurde 1787 von dem italienischen Botaniker Filippo Cavolini
entdeckt .15
Der Grund für den Glauben, dass Bestäubung auf Landpflanzen
beschränkt sei, war, dass die Körner der Pollen von Landpflanzen,
die mit Wasser in Berührung kommen, aufrissen und zu funktionieren
aufhörten.
Forschungen an Pflanzen, die sich durch Bestäubung im Wasser fortpflanzen,
bringen die Evolutionstheorie ein weiteres Mal in eine verzwickte Lage.
Pflanzen, die ihre Pollen im Wasser verbreiten, werden in 31 Gattungen
und 11 verschiedene Familien eingeteilt und an sehr unterschiedlichen
Orten von Nordschweden bis Südargentinien, von 40 Metern unter dem
Meeresspiegel bis in 3812 Meter Höhe im Titicacasee in den südamerikanischen
Anden gefunden. Sie leben unter sehr unterschiedlichen Bedingungen, in
tropischen Regenwäldern genauso wie in jahreszeitabhängigen
Wüstentümpeln .16
Die Schwierigkeiten der Evolutionisten mit Thema stammen von der Evolutionstheorie
selbst, da laut dieser Theorie die Bestäubung eine Fortpflanzungsmethode
war, die erst dann von Pflanzen angewandt wurde, nachdem sie begonnen
hatten, an Land zu leben. Dennoch ist bekannt, dass es einige Meerespflanzen
gibt, die diese Methode anwenden. Aus diesem Grund haben Evolutionisten
diese Pflanzen „blühende Pflanzen, die ins Wasser zurückgingen“
genannt. Trotzdem sind die Evolutionisten nicht in der Lage gewesen, eine
logische, wissenschaftliche Erklärung dafür zu geben, wann die
Pflanzen zurück in Wasser gingen, warum sie dies taten und wie sie
zurück ins Wasser gelangten oder welche Gestalt die Zwischenformen
annahmen.
Ein anderes Problem für die Evolutionisten entstand aus bestimmten
Eigenschaften des Wassers. Wasser ist keine geeignete Umgebung für
Pollen, sich darin auszubreiten und führt dazu, dass sie sich in
einzelne Samenkörner zerteilen. Ausserdem ist es schwierig, Vorhersagen
über die Bewegung von Wasser zu machen. Es können sehr unregelmäßige
Strömungen im Wasser auftreten, Pflanzen können plötzlich
überflutet werden oder sie können über beträchtliche
Entfernungen auf der Wasseroberfläche davontragen werden. Ungeachtet
dieser Faktoren benutzen die Wasserpflanzen das Wasser, in dem sie wachsen,
mit großem Erfolg als Befruchtungsmedium, da sie in solch einer
Weise geschaffen wurden, dass sie unter der Wasseroberfläche leben
können.
Hier sind einige Beispiele dieser Pflanzen:
Vallisneria
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Vallisneriapflanzen benutzen Wasser, um ihre Pollen zu transportieren.
Die Blüten der Pflanze wissen, wann und wo sie sich öffnen
müssen und Details, zum Beispiel dass der Pollen aus wasserabweisend
ist, zeigen dass die Pflanzen und diese Prozesse speziell geschaffen
wurden.
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Männliche Vallisneriablüten entwickeln in sich in
dem Teil der Pflanze, die sich unter Wasser befindet. Um Pflanzen mit
weiblichen Merkmalen zu erreichen, verlassen sie den Hauptkörper
und treiben frei umher. Die Blüte ist so geschaffen, dass sie leicht
an die Oberfläche gelangen kann, sobald sie frei ist. Zu diesem Zeitpunkt
sieht die Blüte wie eine kugelförmige Knospe aus. Ihre Blütenblätter
haben sich geschlossen und umschließen die Blüte wie die Hülle
einer Orange. Diese besonders strukturierte Form bietet Schutz gegen negative
Auswirkungen des Wassers auf den Teil, der die Pollen trägt. Wenn
die Blüten zur Oberfläche aufsteigen, trennen sich die Blütenblätter,
die vorher geschlossen waren, voneinander und winden sich zurück,
indem sie sich über die Wasseroberfläche ausbreiten. Die Organe,
die die Pollen tragen, treten aus den Blüten hervor. Diese funktionieren
wie Miniatursegel, die in der Lage sind, sich selbst in der leichtesten
Brise zu bewegen. Sie halten auch die Pollen der Valissneria
über der Oberfläche des Wassers.
Was die Blüten der weiblichen Pflanze betrifft schwimmen sie auf
dem Wasser am Ende eines im See- oder Teichbett verwurzelten langen Stiels.
Die Blütenblätter der weiblichen Blüte öffnen sich
an der Oberfläche und bilden eine leichte Vertiefung. Diese Vertiefung
dient dazu, anziehend auf die männliche Pflanze zu wirken, wenn sie
sich der weiblichen Pflanze nähert. Tatsächlich wird die männliche
Pflanze, wenn sie an der weiblichen Pflanze vorbeizieht, zu ihr gezogen
und die zwei Pflanzen treffen aufeinander. Auf diese Weise erreichen die
Pollen das Fortpflanzungsorgan der weiblichen Blüte und die Bestäubung
findet statt .17
Dass die männliche Blüte die Pollen schützt, während
diese sich verschlossen im Wasser befinden, dass sie zur Oberfläche
aufsteigt, sich öffnet und dass sie ihre Form anpasst, so dass sie
sich bequem auf dem Wasser bewegen kann, verdient besondere Beachtung.
Diese Eigenschaften der Blüte gleichen denen von Rettungsbooten,
die sich automatisch öffnen, wenn sie von einem in Seenot geratenen
Schiff ins Meer geworfen werden. Diese Boote entstanden als Ergebnis langer
gemeinsamer Studien von Konstrukteuren vieler verschiedener Industrieprodukte.
Die Planungsfehler, die auftraten, als die ersten Boote gebaut wurden,
auch die Fehler, die auftraten, als Versuche mit den Booten durchgeführt
wurden, nahm man in Kauf, die Mängel wurden beseitigt und man kam
als Ergebnis von wiederholten Tests zu einem funktionierenden System.
Lassen Sie uns diese Studien im Zusammenhang mit der Vallisneria
betrachten: Ungleich den Konstrukteuren von Rettungsbooten hatte die erste
Vallisneria der Welt nur eine einzige Gelegenheit. Nur der Gebrauch
eines Systems, das schon nach dem ersten Test absolut erfolgreich war,
würde das Überleben der nächsten Generation sichern. Ein
fehlerhaftes System würde die weibliche Blüte nicht bestäuben
und die Pflanze würde sich niemals fortpflanzen können und von
der Erde verschwunden sein. Wie wir gesehen haben, ist es unmöglich
für die Bestäubungsstrategie der Vallisneria, stufenweise
entstanden zu sein. Von Anfang an war diese Pflanze mit einer Struktur
geschaffen worden, die sie befähigte, ihre Pollen ins Wasser zu geben.
Halodule
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Indem sie die Flut ausnutzt und dank ihrer langen, nudelartigen
Pollen gelingt es der Halodule immer, ihre Pollen zu weiblichen
Pflanzen zu schicken.
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Eine andere Wasserpflanze, die eine effiziente Bestäubungsstrategie
besitzt, ist die Halodule, die entlang der sandigen Küsten
der Fidschiinseln wächst. Die langen, nudelförmigen Pollen dieser
Pflanze wiegen sich im Wasser knapp unter der Oberfläche. Diese Eigenschaft
ermöglicht der Halodule noch mehr Ziele zu treffen, als
die Vallisneria. Außerdem haben die nudelförmigen
Pollen eine Beschichtung aus Proteinen und Kohlenhydraten, die sie klebrig
machen. Sie haften auf der Wasseroberfläche aneinander und bilden
lange Flöße. Millionen solcher blühenden „Suchfahrzeuge“
werden, wenn die Flut zurückkehrt, in die flachen Küstenwässer
getragen, wo die weiblichen Blüten treiben. Durch die Kollision dieser
„Suchfahrzeuge“ mit den Fortpflanzungsorganen der weiblichen
Pflanze auf der Wasseroberfläche findet die Bestäubung statt.18
Thalassia
Bis jetzt haben wir über Pflanzen gesprochen, deren Pollen über
oder auf der Wasseroberfläche befördert werden. In diesem Fall
ist die Bewegung der Pollen zweidimensional. Einige Arten haben Bestäubungssysteme,
die in drei Dimensionen funktionieren – das bedeutet, unter der
Wasseroberfläche.
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Anders als andere Wasserpflanzen verbringt die Thalassia ihr ganzes
Leben unter Wasser. Trotzdem gelingt es ihr, ihre Pollen durch das
Wasser zur weiblichen Pflanze zu schicken. Wie man oben sehen kann,
versendet die Thalassia ihre Pollen unter Wasser eingelassen in verlängerten
Strängen. Diese besondere Konstruktion wurde so geschaffen, damit
die Thalassia unter Wasser leben kann. |
Unterwasserbestäubungsstrategien sind schwerer durchzuführen
als die auf der Oberfläche, da bei dreidimensionaler Bestäubung
die Folgen von sogar kleinsten Bewegungsänderungen der Pollen weitreichende
Auswirkungen haben. Aus diesem Grund ist es viel schwieriger für
die Pollen, sich mit dem weiblichen Organ unter Wasser zu verbinden, als
es auf der Oberfläche der Fall ist.
Trotzdem lebt die Thalassia, eine karibische Pflanze, immer
unter Wasser, da sie mit einer Bestäubungsstrategie geschaffen wurde,
die die scheinbar schwierigen Bedingungen der Bestäubung leichter
machen. Die Thalassia gibt ihre runden Pollen unter Wasser frei,
eingelassen in längliche Stränge. Sie werden mit den Wellen
fortbewegt, kleben dann an den Fortpflanzungsorganen der weiblichen Blüte
fest und ermöglichen der Pflanze so, sich fortzupflanzen .19
Dass die Pollen der Thalassia und der Halodule in Stränge
eingelassen auf die Reise geschickt werden, erhöht die Entfernung,
die die Suchfahrzeuge zurücklegen müsssen. Es gibt keinen Zweifel,
dass diese intelligente Schöpfung das Werk Gottes ist, der sowohl
Wasserpflanzen als auch ihre Bestäubungsstrategien im Wasser geschaffen
hat und der sich aller Schöpfung bewusst ist.
Erschaffen hat Er die Himmel ohne sichtbare Säulen.
Und Er stellte festgegründete Berge auf die Erde, damit sie nicht
mit euch wanke. Und Er verteilte allerlei Getier über sie. Und vom
Himmel senden Wir Regen herab und lassen auf ihr allerlei Lebewesen gedeihen.
Dies ist Allahs Schöpfung! Und nun zeigt Mir, was jene (Götter)
neben Ihm erschufen? Nein, die Ungerechten sind in offenbarem Irrtum.
(Sure 31:10, 11 – Luqman)
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