| EINLEITUNG
Die Lebewesen mit der größten
Bevölkerungsdichte der Welt sind die Ameisen. Auf alle 700 Millionen Ameisen,
die zur Welt kommen, kommen nur 40 neu geborene Menschen. Es gibt noch
viele andere erstaunliche Informationen über diese Geschöpfe zu erfahren.
Die Ameisen, eine der sozialsten Gruppen innerhalb der Gattung
der Insekten, leben in Gesellschaftsformen, die Kolonien genannt werden
und außerordentlich gut organisiert sind. Ihre Organisation ist von solch
fortschrittlicher Ordnung, dass man sagen könnte, dass sie in dieser Hinsicht
eine Zivilisation ähnlich der der Menschen haben.
Die Ameisen kümmern sich um ihre Babys, beschützen ihre Kolonien
und kämpfen, während sie ihre Nahrung produzieren und speichern. Es gibt
sogar Kolonien, die schneidern oder sich mit Landwirtschaft oder Viehzucht
befassen. Diese Tiere mit ihrem starken Kommunikationsnetz sind derart
überlegen, dass sie hinsichtlich sozialer Organisation und Spezialisierung
mit keinem anderen Organismus verglichen werden können.
In unserer Zeit arbeiten Forscher mit überragender Intelligenz
und Bildung Tag und Nacht in Beraterstäben, die gebildet wurden, um erfolgreiche
soziale Organisationen zu entwickeln und um dauerhafte Lösungen für soziale
und wirtschaftliche Probleme zu finden. Ideologen haben seit Jahrhunderten
soziale Modelle entwickelt. Dennoch, wenn wir die Welt im Allgemeinen
betrachten, wurde bislang trotz all dieser intensiven Bemühungen keine
ideale sozioökonomische Ordnung erreicht. Da das Konzept der Ordnung in
der menschlichen Gesellschaft immer auf Wettbewerb und Einzelinteressen
beruht hat, war eine perfekte soziale Ordnung nie möglich. Die Ameisen
hingegen haben das für sie seit Millionen Jahren ideale soziale System
bis zum heutigen Tage aufrechterhalten.
Ein Ameisenfossil, 80 Millionen Jahre alt. Dieses
Fossil zeigt uns deutlich, dass sich die Ameisen seit 80 Millionen
Jahren überhaupt nicht verändert haben. |
Wie aber wie können diese winzigen Geschöpfe solch eine Ordnung
bilden? Dies ist eine Frage, auf die zweifellos eine Antwort gefunden
werden muss.
Anhänger des Evolutionismus, die versuchten, diese Frage
zu beantworten, behaupten, dass Ameisen sich vor 80 Millionen Jahren aus
"Tiphiidae" entwickelten, die eine archaische Gattung der Wespen sind
und dass sie vor 40 Millionen Jahren begonnen haben, sich zu sozialisieren
- plötzlich, nach ihrem eigenen Ermessen - und dass sie die höchste Stufe
der Evolution von Insekten bilden. Jedoch erklären die Evolutionisten
in keiner Weise die Ursachen und den Prozess der Entwicklung dieser Sozialisierung.
Der grundlegende Mechanismus der Evolution fordert, dass lebende Wesen
miteinander bis zum Ende kämpfen, um zu überleben. Folglich kann jede
Gattung und jedes Individuum innerhalb dieser Gattung nur an sich selbst
und seine eigenen Nachkommen denken. (Warum und wie es begann, über seine
Nachkommen nachzudenken, ist eine andere Sackgasse der Evolution, aber
wir überspringen diesen Punkt vorläufig). Es ist natürlich offen, wie
diese Art von Evolutionsgesetz ein soziales, opferbereites System aus
sich selbst heraus formen kann.
Die zu beantwortenden Fragen sind nicht allein darauf beschränkt.
Können diese Geschöpfe, von denen die Nervenzellen von einer Million Exemplaren
nur 20 Gramm wiegen, " einfach so" den Entschluss gefasst haben, sich
in Gruppen zu sozialisieren? Oder könnten sie zusammen gekommen sein,
nachdem sie solch einen Entschluss gefasst haben, um die Regeln für ihre
Sozialisierung aufzustellen? Selbst wenn wir annehmen, dass sie dies könnten,
würden alle von ihnen ohne Ausnahme dieses neue System befolgen? Haben
sie nach der Überwindung all dieser Unmöglichkeiten eine hoch entwickelte
soziale Ordnung gebildet, indem sie Kolonien mit Millionen von Mitgliedern
gegründet haben?
Wie ist ein "Kastensystem" aus diesem Kampf hervorgetreten?
Wie hat sich der Unterschied zwischen der Königin und der Arbeiterin entwickelt?
Die Anhänger des Evolutionismus werden an dieser Stelle sagen, dass eine
Gruppe unter den Arbeiterinnen das Arbeiten aufgab und eine andere Physiologie,
als die der anderen Arbeiterinnen entwickelte, indem sie über eine lange
Zeit genetische Veränderungen durchlief. Jedoch werden wir dann mit der
Frage konfrontiert, wie die besagten zukünftigen Königinnen während dieser
Transformationsperiode ernährt wurden. Die Ameisenköniginnen suchen nicht
nach Nahrung. Sie werden von den Arbeiterinnen gefüttert. Einige Arbeiterinnen
mögen sich selbst als Königinnen betrachtet haben. Wie und warum also
haben andere Arbeiterinnen diese Hierarchie angenommen? Warum haben sie
zugestimmt, diese Königin zu füttern? Der Kampf ums Überleben, in dem
sie sich gemäß der Evolutionstheorie befinden, erfordert, dass sie nur
an sich selbst denken.
Insekten verbringen den Großteil ihrer Zeit mit der Suche
nach Nahrung. Sie finden und fressen Nahrung, werden wieder hungrig und
suchen weiter, um mehr Nahrung zu finden. Sie flüchten auch vor Gefahr.
Wenn wir der Evolution glaubten, müssten wir akzeptieren, dass die Ameisen
einst einzeln lebten und dass sie sich eines Tages vor Millionen Jahren
dafür entschieden haben, in Gemeinschaft zu leben. Dann aber taucht die
Frage auf, wie sie sich dazu "entscheiden" konnten, eine soziale Ordnung
zu formen, ohne über Kommunikationsfähigkeiten zu verfügen, da entsprechend
der Evolutionstheorie Kommunikation ein Resultat der Sozialisation ist.
Außerdem gibt es für die Frage, wie sie die genetischen Veränderungen,
die für die Sozialisation benötigt werden, entwickelt haben, keine wissenschaftliche
Erklärung.

In den Himmeln und auf der Erde gibt es fürwahr Beweise für die
Gläubigen. In der Erschaffung von euch und in den Tieren, die Er
verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens
gewiss sind. (Sure 45:3, 4 - al-Dschathiya) |
All diese Argumente bringen uns zu einem einzigen Punkt: Zu behaupten, dass
die Ameisen eines Tages vor Millionen von Jahren mit der Sozialisation begonnen
haben, bricht alle grundlegenden Regeln der Logik. Die einzig mögliche Erklärung
ist: Die soziale Ordnung, deren Details wir in den folgenden Kapiteln sehen
werden, wurde zusammen mit den Ameisen erschaffen und dieses System hat
sich seit der ersten Ameisenkolonie auf Erden bis heute nicht verändert.
Wenn Allah im Quran über die Bienen spricht, die eine soziale
Ordnung haben, die der der Ameisen ähnlich ist, erwähnt er, dass ihnen
diese soziale Ordnung offenbart worden ist:
Und dein Herr lehrte die Biene: "Baue dir Wohnungen
in den Bergen, in den Bäumen und in dem, was sie (dafür) erbauen. Dann
iss von allen Früchten und ziehe leichthin auf den Wegen deines Herrn."
Aus ihren Leibern kommt ein Trank von unterschiedlicher Farbe, der eine
Arznei für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Menschen,
die nachdenken. (Sure 16:68, 69 - an-Nahl)
Der Vers übermittelt die Botschaft, dass alles, was die Honigbienen
tun, durch eine Offenbarung gelenkt wird, die Allah ihnen gegeben hat.
Folglich werden alle Bienenstöcke, die gesamte soziale Ordnung in diesen
Bienenstöcken, und die gesamte Arbeit, die sie leisten, um Honig zu produzieren,
durch eine Eingebung möglich gemacht, die Allah ihnen gegeben hat.
Wenn wir die Ameisen betrachten, werden wir feststellen,
dass die Dinge bei ihnen auch nicht anders aussehen. Allah hat auch ihnen
eine soziale Ordnung eingegeben, der sie absolut treu bleiben. Dies ist
der Grund, warum alle Ameisen die ihnen übertragenen Aufgaben perfekt
mit absoluter Selbstaufopferung ausführten und nicht nach mehr strebten.
Dies ist das Gesetz der Natur. Es gibt kein Geratewohl und
keinen zufälligen Kampf ums Überleben in der Natur wie von der Evolutionstheorie
behauptet, und es hat ihn nie gegeben. Im Gegenteil, alle Lebewesen essen
die Nahrung, die für sie bestimmt ist und führen die Aufgaben aus, die
Allah ihnen zugewiesen hat. Denn "... Kein Lebewesen
gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst..." (Sure 11:56
- Hud) und "... Er (allein) ist der Versorger, der
Herr aller Stärke, der Unerschütterliche." (Sure 51:58 - adh-Dhariyat)
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