| VORWORT
Holocaust, Juden und Antisemitismus
Zionismus, Judentum und Holocaust waren und sind Themen zahlloser Debatten.
Daher ist es sinnvoll, am Anfang dieses Buches einige Grundgedanken deutlich
zu machen. Das Buch im Allgemeinen muss im Rahmen dieser Umstände
verstanden und interpretiert werden.
Die Wahrheit über den Holocaust
In diesem Buch behandeln wir die Unterdrückung, die Massaker und
den Völkermord, die von den Nationalsozialisten vor und während
des II. Weltkrieges an den Juden und anderen Menschen verübt wurden.
Zuerst ist es jedoch notwendig klarzustellen, dass wir ohne jegliche Unterscheidung
zwischen Religion, Rasse und ethnischer Herkunft gegen Unterdrückung,
Folter und Völkermord sind. Wir billigen nicht den geringstenungerechtfertigten
gegen Juden oder andere Menschen gerichteten Angriff, sondern verurteilen
einen solchen auf das Schärfste.
Diese Moral folgt einem Prinzip, das Allah den Menschen im Quran befahl.
Allah verdammt im Quran diejenigen, die auf der Erde Unfrieden hervorrufen,
Menschen unterdrücken und in unrechter Weise Leben nehmen.
"...Wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser
einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, (der soll sein
wie einer), der die ganze Menschheit ermordet hat...” (Sure 5:32
– al-Ma’ida)
Allah macht in dieser Sure unmissverständlich klar,
dass es den Menschen verboten ist, Verbrechen zu begehen. Unser Herr bewertet
den Mord an einem einzigen unschuldigen Menschen als ebenso große
Schuld, wie die Ermordung aller Menschen.
Es ist eine Tatsache, dass vor und während des II. Weltkriegs
zahlreiche Juden der Unterdrückung ausgesetzt waren und dabei ihr
Leben verloren. Entschieden verurteilen wir die von den Nazis und anderen
Bewegungen an Menschen verübten Qualen und Morde. Eine unentschuldbare
Grausamkeit ist nicht nur, was den Juden angetan wurde, sondern auch,
was Millionen andere Menschen, Deutsche, Russen, Engländer, Japaner,
Chinesen, Zigeuner, Kroaten, Polen, Angehörige der Berberstämme,
Serben, Araber, Bosniaken und andere erlitten, die im II. Weltkrieg ihr
Leben verloren. Historiker haben errechnet, dass vor und während
des II. Weltkrieges ungefähr 29 Millionen Zivilisten von den Nazis
in Konzentrationslagern und Ghettos, bei militärischen Hinrichtungen
oder politischen Morden ermordet wurden.
Eines der beiden Hauptthemen dieses Buches ist die geheime
Zusammenarbeit von Nazideutschland mit bestimmten Gründern des Staates
Israel. Dies mag vielen Menschen erstaunlich erscheinen, doch die historischen
Tatsachen zeigen, dass die Gründer des Staates Israel, manche Zionisten,
über einen bestimmten Zeitraum in enger Zusammenarbeit mit Nazideutschland
standen. Deshalb muss angenommen werden, dass die Repressalien der Nazis
ein guter Grund für die Auswanderung der europäischen Juden
nach Palästina darstellten. Manche Zionisten unterstützten die
Naziherrschaft, die ihren eigenen Brüdern und vielen anderen Nationalitäten
schreckliche Unterdrückung brachte, wirtschaftlich und politisch
und sie klatschten der rassistischen Politik der Nazis Beifall.
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Es ist
eine nicht zu diskutierende und unentschuldbare Tatsache, dass
die europäischen Juden während des 2. Weltkrieges großer
Grausamkeit durch die Nazis ausgesetzt waren. Die Nazis vertrieben
Millionen von Juden durch Erniedrigungen, Beschimpfungen und Herabwürdigungen
aus ihren Wohnungen und machten sie unter unmenschlichen Bedingungen
in Sammellagern zu Gefangenen. Der schreckliche Anblick der jüdischen
Gefangenen in Auschwitz oder die toten Lagerinsassen von Buchenwald
reichen aus, um die Dimension der Nazigreuel ins Gedächtnis
zu rufen. |
Dies ist ein brisantes Thema, denn der Völkermord der Nationalsozialisten
an den Juden wird seit dem II. Weltkrieg für politische Zwecke benutzt.
Einige Elemente innerhalb des israelischen Staates nahmen ständig
zu dem Begriff “Holocaust” Zuflucht, um die eigene Politik
von Besetzung und Terror zu legalisieren und Kritiker zum Schweigen zu
bringen. Tatsächlich war die Gründung Israels dank internationaler
Sympatie und Unterstützung möglich geworden, die zum großen
Teil aus dem Holocaust resultierten. Ein weiteres Thema, das wir in diesem
Buch behandeln, ist die Tatsache, dass die Vernichtungspolitik der Nazis
sich nicht nur gegen die Juden richtete, sondern ebenso auf andere ethnische,
religiöse und soziale Gruppen wie Zigeuner, Polen, Slawen, religiöse
Katholiken, Zeugen Jehovas sowie Körper- und Geistesbehinderte. Es
ist richtig, dass das jüdische Volk, das 5,5 Millionen Menschen in
den Konzentrationslagern verlor, am meisten von den nationalsozialistischen
Greueln betroffen war. Doch die Zahl der Menschen, die in den Lagern ihr
Leben verloren, übersteigt 11 Millionen, und mehr als die Hälfte
davon sind Menschen aus den oben genannten Gruppen. Ebenso wie dem jüdischen
Holocaust muss auch dem an diesen Menschen verübten Massenmord gedacht
werden. Die nationalsozialistische Grausamkeit als ein nur gegen Juden
gerichtetes Unternehmen darzustellen, ist nicht nur falsch, sondern vor
allem ein Zeichen der eingangs genannten Bemühungen, den Holocaust
für politische Zwecke zu benutzen.
Die Lage der Leute der Schrift im Quran
In diesem Buch werden wir die Juden, die von ihnen erlittenen
Grausamkeiten und auch die geheimen Beziehungen einiger Juden mit den
Architekten dieser Grausamkeiten behandeln. Um Vorurteilen, falschem Verständnis
und dem Verdacht des Antisemitismus vorzubeugen, ist es sinnvoll, darzustellen,
wie ein Muslim das Thema “Juden und Judentum” betrachtet.
Vor Allah erlangen Menschen nicht wegen ihrer Sprache, Rasse oder
ihres Geschlechtes Überlegenheit, sondern aufgrund ihre Frömmigkeit.
Unterschiedliche Rassen und Nationalitäten bedeuten einen
kulturellen Reichtum und sind nicht der Zweck von Krieg und Auseinandersetzung.
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Allah teilt in einem Vers folgendermaßen mit, dass die Menschen
nicht nach Rassen, Hautfarben und ethnischen Wurzeln zu bewerten sind,
sondern entsprechend ihres Verhaltensmoral:
“O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann
und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit
ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von
euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr
wissend, kundig.” (Sure 49:13 – al-Hudschurat)
Der im Vers verwendete Ausdruck “damit ihr einander kennenlernt”
zeigt, weshalb Allah unterschiedliche Rassen und ethnische Abstammungen
schuf: Die verschiedenen Nationalitäten und Stämme, die alle
Diener Allahs sind, haben einander kennenzulernen, das heißt, sie
sollen von ihren unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Gebräuchen
und Fähigkeiten lernen. Das Ziel des Zusammenfindens unterschiedlicher
Rassen sind nicht Auseinandersetzung und Krieg , sondern es ist kulturelle
Vielfalt.
Die Moral und die Bestimmungen, die Allah in diesem und anderen Versen
vermittelt, halten einen Muslim auf jeden Fall vom Rassismus ab. Deshalb
ist es nicht vorstellbar, dass wir als Muslime Juden oder einer anderen
Rasse gegenüber negative Gedanken hegen und dies lediglich aufgrund
deren ethnischer Abstammung.
Betrachtet man das Thema unter dem Blickwinkel der jüdischen Religion,
so begegnen wir erneut einer bedeutenden im Quran offenbarten Tatsache.
Die Juden werden gemeinsam mit den Christen im Quran als “Leute
der Schrift” bezeichnet und stehen den Muslimen näher als die
Polytheisten. Wie sehr auch die Thora und die Bibel willkürlich abgeändert
wurden, und Juden und Christen als Ergebnis dieser Textentstellung manche
abergläubische Überzeugungen angenommen haben, sind sie doch
Menschen, die an Allah, Seine Einheit und an die von Ihm kommenden Bestimmungen
gebunden sind.
Im Quran werden grundlegende Unterscheidungen zwischen Polytheisten und
den Leuten der Schrift vorgenommen, die vor allem in Bezug auf das soziale
Leben bedeutsam sind. So teilt Allah zum Beispiel in einem Vers bezüglich
der Polytheisten mit:
“... Siehe, die Götzendiener sind unrein. Darum sollen sie
sich nach diesem ihrem Jahr der unverletzlichen Moschee nicht mehr nähern...”
(Sure 9:28 – at-Tauba)
Denn Polytheisten sind Menschen, die keinerlei göttliche Regel kennen,
über kein moralisches Kriterium verfügen und ohne Zögern
jegliche Art von Unreinlichkeit und Abweichung begehen.
Lediglich die Leute der Schrift verfügen über moralische Kriterien,
die im wesentlichen auf der Eingebung Allahs beruhen, sowie auf den Begriffen
„Verboten“ und „Erlaubt“. Deshalb sind die Speisen
der Leute der Schrift für Muslime erlaubt. In gleicher Weise wurde
muslimischen Männern gestattet, Frauen der Leute der Schrift zu heiraten.
Diesbezüglich befahl Allah in einem Vers folgendes:
Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Auch die Speise
derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, so wie euere
Speisen ihnen erlaubt sind. Und (erlaubt sind euch zu heiraten) tugendhafte
Frauen, die gläubig sind, und tugendhafte Frauen von denen, welchen
die Schrift vor euch gegeben wurde, sofern ihr ihnen ihr Brautgeld gegeben
habt und tugendhaft mit ihnen lebt, ohne Unzucht, und keine Geliebten
nehmt. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist fruchtlos, und im Jenseits
ist er einer der Verlorenen. (Sure 5:5 – al-Ma’ida)
Diese Bestimmungen zeigen, dass als Ergebnis einer Heirat zwischen Muslimen
und Leuten der Schrift Verwandschaftsbeziehungen entstehen können
und beide Seiten gegenseitigen Einladungen zum Essen Folge leisten können;
dies sind demzufolge die Grundlagen, die warmherzige menschliche Beziehungen
und ein entspanntes Miteinander gewährleisten. Wenn also im Quran
diese maßvolle und tolerante Ansicht empfohlen wird, dann ist es
undenkbar, dass wir als Muslime gegenteilige Gedanken hegen.
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Muslimische Gesellschaften verhielten sich im Laufe der Geschichte
stets tolerant gegenüber Menschen unterschiedlicher Religionen
und Rassen. Auf dem Bild ist Sultan Mehmed-II der Eroberer zu
sehen, wie er die Ayasofya betritt.
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Weiterhin wird im Quran mitgeteilt, das Klöster, Kirchen und Synagogen
zu den von Allah geschützten Gebetsstätten zählen:
“...Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen
abgewehrt, wären (viele) Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen,
in denen Allahs Name häufig gedacht wird, bestimmt zerstört
worden. Und wer Ihm helfen will, dem hilft gewiss auch Allah; denn Allah
ist stark und mächtig.” (Sure 22:40 – al-Hadsch)
Dieser Vers zeigt jedem Muslim, wie wichtig es ist, den Gebetsstätten
der Leute der Schrift Achtung zu entbieten und diese zu schützen.
Betrachtet man schließlich die islamische Geschichte, dann fällt
auf, dass sich muslimische Gesellschaften zu jeder Zeit den Leuten der
Schrift gegenüber maßvoll und tolerant verhielten. Dies wird
besonders im Osmanischen Reich deutlich, dessen Erben
die Bewohner der heutigen Türkei sind. Bekanntlich fanden die Juden,
denen im katholischen Spanien kein Lebensrecht mehr eingeräumt wurde,
den gesuchten Frieden auf dem Boden des Osmanischen Reiches. Sultan Mehmet
der Eroberer gestand nach der Eroberung Konstantinopels sowohl den Christen
als auch den Juden das Recht auf ein Leben in Freiheit zu. Während
der gesamten osmanischen Herrschaft wurden die Juden als Leute der Schrift
betrachtet und ihnen die Möglichkeit gewährt, in Frieden zu
leben.
Zu keiner Zeit gab es in der islamischen Welt den in Europa zu beobachtenden
Antisemitismus (Judenfeindlichkeit), der aus den Praktiken der Inquisition
und aus rassistischem Gedankengut geboren wurde. Die im 20. Jahrhundert
im Nahen Osten zwischen Juden und Muslimen entstandenen Auseinandersetzungen
entstanden dadurch, dass manche Juden den radikalen Zionismus übernahmen,
der nicht mit der religiösen Moral vereinbar ist, sondern eine rassistische
Ideologie darstellt.Hierfür sind nicht die Muslime verantwortlich.
Uns Muslimen, die wir die Gebote und Verbote des Quran beachten, ist
es demzufolge gar nicht möglich, aufgrund von Religion und Glauben
eine Feindschaft den Juden gegenüber zu nähren.
Die dunklen Wurzeln des Antisemitismus
Als weiterer Punkt ist hinzufügen, dass die als Antisemitismus bekannte
Ideologie eine heidnische Lehre ist, die ohnehin von keinem Muslim angenommen
werden kann.
Um dies zu erkennen ist es jedoch notwendig die Wurzeln des Antisemitismus
zu untersuchen. Der im allgemeinen als “Judenfeindlichkeit”
verstandene Ausdruck bedeutet eigentlich “Semitenfeindlichkeit”
und drückt die Feindschaft gegenüber der von der Rasse der Semiten
stammenden, semitischen Völkerschaft aus. Die Semiten bestehen aus
Arabern, Juden und anderen im nahen Osten ansässigen ethnischen Gruppen.
Sprachen und Kulturen der Semiten sind sehr ähnlich (So ähneln
z.B. Arabisch und Hebräisch einander sehr).
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Die neo-heidnische Strömung, die im Europa des 19. Jahrhunderts
aufkam, befürwortete die Rückkehr der europäischen
Gesellschaften in die vorchristliche polytheistische Zeit. Die
Neuheiden, die den göttlichen Religionen wie dem Judentum
und dem Christentum feindlich gesonnen waren, imitierten das
wertlose Lebensmodell der polytheistischen Gesellschaften. Ein
Beispiel hierfür ist das Poster der Nazipropaganda (oben
rechts), das die SS mit den antiken heidnischen Kriegern gleichsetzt.
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Die zweite grosse ethnische Gruppe, ist die der Indoeuropäer. Die
meisten der heutigen europäischen Nationalitäten sind indoeuropäischer
Abstammung.

Friedrich Nietzsche war der Vorläufer der im 19. Jahrhundert
aufgekommenen neo-heidnischen Strömung. |
Zu all diesen unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften kamen Propheten,
um die Existenz und Einheit Allahs zu erklären und Seine Gebote und
Verbote zu verkünden. Betrachtet man schriftliche Aufzeichnungen,
dann stellt man fest, dass die indoeuropäischen Nationalitäten
seit alters her stets polytheistischen Glaubensrichtungen anhingen. Die
Zivilisation der Griechen und Römer und die zur gleichen Zeit im
Norden Europas lebenden Germanen und Wikinger hingen stets dem Glauben
an die Vielgötterei an. Aus diesem Grund blieben diese Gesellschaften
völlig ohne sittliche Kriterien. Gewalt und Grausamkeit wurden als
legale und lobenswerte Eigenschaften betrachtet und Sittenlosigkeit wie
Homosexualität und Ehebruch waren weit verbreitet. (Es sei daran
erinnert, dass der wichtigste Vertreter der indoeuropäischen Zivilisation,
das Römische Reich, eine Gesellschaft war, die in den Arenen Menschen
zur Volksbelustigung zerfleischen liess.)
Diese in Europa vorherrschenden Stämme begegneten dem monotheistischen
Glauben unter dem Einfluß des zu den Semiten gesandten Propheten
Jesus (a.s). Die Botschaft Jesu, der den Kindern Israels als Prophet gesandt
wurde und der selbst nach Herkunft und Sprache Jude war, verbreitete sich
im Lauf der Zeit nach Europa, und die polytheistischen Stämme nahmen
das Christentum an. Das Christentum degenerierte jedoch mit der Zeit und
der vom rechten Weg abgeirrte Trinitätsglaube, die Dreieinigkeit,
wurde Bestandteil des Christentums.
Im 18. und 19. Jahrhundert entstand in Europa mit dem Rückgang
des religiösen Christentums und dem Erstarken von Ideologien und
Philosophien, die die Gottlosigkeit verteidigten, eine seltsame Strömung:
der Neo-Polytheismus oder Neo-Paganismus. Die Vertreter dieser Strömung
forderten, dass die europäischen Gesellschaften das Christentum zurückweisen
und zu ihren früheren polytheistischen Glaubensrichtungen zurückkehren
müssten. Diesen neuen Götzendienern zufolge war das Moralverständnis
der heidnischen europäischen Gesellschaften höherwertig, als
das christliche Moralverständnis.
Einer der wichtigsten Vertreter dieser Strömung war Friedrich Nietzsche,
der auch zu den bedeutendsten Theoretikern des Faschismus zählte.
Nietzsche, der dem Christentum gegenüber einen großen Haß
verspürte, war der Überzeugung, dass diese Religion den in der
Seele der deutschen Rasse vorhandenen “Krieger”, und damit
deren reinstes Wesen vernichtete hatte. Mit dem Buch “Der Antichrist”
griff er das Christentum an und verteidigte mit dem Buch “Also sprach
Zarathustra” die alte heidnische Kultur. (Das Zoroastriertum ist
eine der im antiken Persien weit verbreiteten heidnischen Religionen,
die dem indoeuropäischen Kulturkreis zugerechnet wird.)
  
Der eigentliche Grund der Judenfeindlichkeit der Nazis war ihre
Bindung an die neo-heidnische Lehre. Während ihrer Regierungszeit
veranstalteten sie überall in Deutschland Aufmärsche,
die an die heidnischen Feiern der Antike erinnerten. Einer davon
ist die obige Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin.
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Während die neuen Heiden Feinde des Christentums wurden, nährten
sie gleichzeitig auch einen großen Hass auf das Judentum, das sie
als die Wurzel des Christentums ansahen. Sie bewerteten das Christentum
sogar als Eroberung der Welt durch jüdisches Gedankengut und betrachteten
es als ein jüdisches Komplott (Es bedarf keiner weiteren Diskussion
darüber, dass die neuen Heiden in gleicher Weise gegenüber dem
Islam, der einzigen wahren Religion, Hass empfanden..
Auf diese Weise entfachte die neo-heidnische Strömung auf der einen
Seite die Religionsfeindlichkeit und gebar auf der anderen Seite die Ideologien
des Faschismus und des Antisemitismus. Betrachtet man die Grundlagen der
Nazi-Ideologie, dann wird ganz deutlich, dass Hitler und seine Anhänger
im wahren Sinn des Wortes Heiden gewesen sind.
Der Nationalsozialismus: Das Heidentum des 20. Jahrhunderts
Ein Denker namens Jörg Lanz von Liebenfels spielte eine grosse Rolle
bei der Entwicklung der Nazi-Ideologie in Deutschland. Lanz glaubte mit
großer Überzeugung an seine neo-heidnischen Ideen. Er fand
das Hakenkreuz, das zum Symbol der Nazipartei wurde, in alten heidnischen
Quellen. Die von Lanz gegründete “Ordo Novi Templi” Vereinigung
gab sich völlig der Wiedergeburt des Polytheismus hin. Lanz erklärte
ganz offen, dass er “Wotan” anbete, eine der falschen Gottheiten
der alten heidnischen germanischen Stämme. Ihm zufolge war der Wotanismus
die ureigenste Religion des deutschen Volkes, und die Deutschen konnten
angeblich nur durch die Rückkehr zu dieser Religion gerettet werden.
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Der SS Chef Heinrich Himmler
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Die Nazi Ideologie entwickelte sich entlang des Weges,
den Lanz und andere heidnische Ideologen vorgegeben hatten. Alfred Rosenberg,
einer der wichtigsten Ideologen der Nazis, plädierte ganz offen dafür,
dass das Christentum dem unter der Führerschaft Hitlers neu errichteten
Deutschland nicht die erforderliche “seelische Energie” geben
könne und aus diesem Grund die deutsche Rasse zur antiken
heidnischen Religion zurückkehren müsse. Nach Rosenberg
müssten nach der Regierungsübernahme durch die Nazis die religiösen
Symbole aus den Kirchen entfernt, und an deren Stelle Hakenkreuze, Hitlers
Buch Mein Kampf und Schwerter angebracht werden als Symbole für die
Unbesiegbarkeit der Deutschen. Hitler übernahm die Ansichten Rosenbergs,
sah jedoch von der Verwirklichung der neuen deutschen Religionstheorie
ab, da er erwartete, damit heftige Reaktionen in der Bevölkerung
hervorzurufen.1
Doch wurden während des Naziregimes manche wieder eingeführte
heidnische Rituale praktiziert. Kurz nachdem Hitler an die Macht gekommen
war, begann man, die Feiertage des Christentums aufzuheben und sie durch
„heilige“ Tage heidnischer Religionen zu ersetzen. Bei Trauungen
wurde auf imaginäre Götzen wie “Erdmutter” und “Himmelsvater”
geschworen und 1935 wurde verboten, christliche Gebete in Schulen zu verrichten.
Später wurde der christliche Religionsunterricht völlig abgeschafft.
Der Chef der SS, Heinrich Himmler, drückte den
Hass des Naziregimes auf das Christentum folgendermaßen aus: “Diese
Religion ist der größte Bazillus, den die Geschichte in sich
trägt und es ist erforderlich, ihn auch als solchen zu behandeln.”2 Diese
Worte sind Ausdruck der ignoranten und unvernünftigen Mentalität
Himmlers und der Nazis. Und dies kann nicht akzeptiert werden.So ist die
Judenfeindlichkeit der Nazis ein Teil der Religionsfeindlichkeit. Die
Nazis, die das Christentum als ein jüdisches Komplott betrachteten,
bemühten sich, die deutsche Gesellschaft auf der einen Seite
vom Christentum loszulösen und zwangen auf der anderen Seite die
Juden durch eine Reihe von gegen sie gerichteten Massnahmen zum Verlassen
Deutschlands. Die Allianz zwischen dem radikalen Zionismus und
dem Nationalsozialismus wurde an eben diesem Punkt geboren. Dieses Thema
werden wir ausführlich im zweiten Teil des Buches untersuchen.
Die heutigen neonazistischen und faschistischen Gruppen, die die Vorhut
des Antisemitismus bilden, vertretenallesamt religionsfeindliche Ideologien
und sie verwenden Aussagen, die sich auf heidnische Begriffe stützen.
Die darwinistischen Wurzeln des Nationalsozialismus
Ein anderer wichtiger Aspekt der Weltanschauung der Nazis
ist ihre Akzeptanz der Darwinschen Evolutionstheorie.
Als Darwin diese Theorie aufstellte, behauptete er, dass es in der Natur
stets einen Überlebenskampf gibt, der manche Rassen vorwärts
bringt und die Verlierer dieses Kampfes zum Untergang verurteilt. Diese
Ansichten wurden innerhalb kürzester Zeit zum wissenschaftlichen
Fundament des Rassismus. James Joll, der jahrelang als Professor für
Geschichte an den Universitäten Oxford, Stanford und Harvard wirkte,
beschreibt in seinem Buch Europe since 1870 (Europa seit 1870), das immer
noch an den Universitäten verwendet wird, die ideologische Verbindung
zwischen Darwinismus und Rassismus:
Der englische Naturforscher Charles Darwin hatte mit
seinem 1859 erschienenen Buch Der Ursprung der Arten und dem 1871 folgenden
Die Entstehung des Menschen eine große Diskussion begonnen und
zur gleichen Zeit mehrere Bereiche des europäischen Denkens beeinflußt...
Die Ideen von Darwin und die Gedanken von einigen modernen Denkern wie
des englischen Philosophen Herbert Spencer wurden sehr schnell in Bereichen
umgesetzt, die außerhalb der Wissenschaft lagen. Die praktikabelste
Seite für die gesellschaftliche Entwicklung des Darwinismus war
der Glaube, die Erde sei überbevölkert und könne nicht
mehr durch natürliche Resseourcen ernährt werden. Deswegen
bedürfe es eines ständigen Überlebenskampfes, aus dem
die Starken oder die “Geeigneten” als Sieger hervorgingen.
Für bestimmte Sozialwissenschaftler war es ein Leichtes, von diesem
Punkt ausgehend dem Begriff des “Geeigneten” eine moralische
Bedeutung hinzufügen und zu behaupten, die im Überlebenskampf
siegreichen Arten oder Rassen würden auch eine moralische Überlegenheit
aufweisen.
So vereinte sich die Doktrin der natürlichen
Selektion ganz einfach mit einer anderen, von dem französischen
Schriftsteller Joseph-Arthur Gobineau entwickelten Gedankenschule. Gobineau
veröfftichte 1853 eine Arbeit unter dem Titel Ein Aufsatz über
die Ungleichheit der menschlichen Rassen. Gobineau führte an, dass
in der Evolution die Rasse das größte Agens ist, und dass
die anderen Rassen überlegene Rasse auch ihre eigene rassische
Reinheit am besten zu schützen weiß. Gobineau zufolge war
die im Überlebenskampf überlegene Rasse die arische Rasse...
Es war der engliche Schriftsteller Houston Steward
Chamberlain, der diese Ideen einen Schritt weiter führte. Hitler
bewunderte diesen Autor so sehr, dass er ihn 1927 an seinem Totenbett
besuchte.3
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Die Bewertung
der Menschen entsprechend ihrer ethnischen Wurzeln und vererblichen
physischen Maße war eine Verirrung, die im 19. Jahrhundert
ihren Höhepunkt erreichte. Der wichtigste Grund hierfür
war die Evolutionstheorie von Darwin, der die gesamten Menschheit
unter einem rassistischen Blickwinkel betrachtete. Darwin war
auch der verborgene Architekt des Rassismus im 19. Jahrhundert
und der Nazigreuel im 20. Jahrhundert. Oben sind die “Maße
der Rassen” zu sehen, mit denen die Kriterien der Evolution
ausgearbeitet wurden. |
Das zwischen Hitler und den Ideen Darwins bestehende Band ist auch aus
dem Titel von Hitlers Buch Mein Kampf abzulesen: Der Kampf von dem der
Naziführer schreibt, ist der von Darwin postulierte Überlebenskampf.

Die Titelseite der Erstauflage von Hitlers “Mein Kampf” |
Die ideologische Verbindung von Hitler und den Nazis mit dem Darwinismus
gewann mit der von ihnen nach der Machtübernahme praktizierten Politik
an Deutlichkeit. Die von den Nazis praktizierte Rassenpolitik beruhte
auf der Eugenik und bestand aus der Übertragung der Evolutionstheorie
auf die menschliche Gesellschaft.
Das Wort Eugenik bedeutet, behinderte und kranke Menschen auszulesen
und mittels der Vermehrung gesunder Individuen eine Menschenrasse zu “veredeln”.
Der Theorie der Eugenik zufolge kann eine menschliche Rasse ebenso veredelt
werden, wie eine gute Tierrasse durch Paarung gesunder Tiere entsteht.
Es waren Francis Galton, der Cousin von Charles Darwin und dessen Sohn
Leonard Darwin, die diese Theorie entwickelten. Der erste, der die Theorie
der Eugenik in Deutschland übernahm, war der Evolutionsbiologe Ernst
Haeckel, ein enger Freund von Darwin. Er schlug vor, neugeborene behinderte
Babys ohne Verzögerung zu töten um auf diese Weise die Evolution
der Gesellschaft zu beschleunigen. Er ging sogar noch weiter und führte
die Notwendigkeit an, Aussätzige, Krebskranke und Geisteskranke ohne
Barmherzigkeit zu töten, da ansonsten diese Personen der Gesellschaft
zur Last fallen und die Evolution verlangsamen würden. Haeckel starb
im Jahr 1919, seine Ideen jedoch wurden von den Nazis übernommen.
Kurze Zeit nachdem Hitler an die Macht gekommen war, begann er eine offizielle
Politik der Eugenik. Folgende Sätze aus Hitlers Mein Kampf fassen
diese Politik zusammen:
Der völkische Staat hat hier die ungeheuerste
Erziehungsarbeit zu leisten. Sie wird aber dereinst auch als eine größere
Tat erscheinen als es die siegreichsten Kriege unseres heutigen bürgerlichen
Zeitalters sind. Er hat durch Erziehung den einzelnen zu belehren, daß
es keine Schande, sondern nur ein bedauernswertes Unglück ist,
krank und schwächlich zu sein, daß es aber ein Verbrechen
und daher zugleich eine Schande ist, dieses Unglück durch eigenen
Egoismus zu entehren, indem man es unschuldigen Wesen wieder aufbürdet;
daß es demgegenüber von einem Adel höchster Gesinnung
und bewundernswertester Menschlichkeit zeugt, wenn der unschuldige Kranke,
unter Verzicht auf ein eigenes Kind, seine Liebe und Zärtlichkeit
einem unbekannten armen, jungen Sprossen seines Volkstums schenkt, der
in seiner Gesundheit verspricht, dereinst ein kraftvolles Glied einer
kraftvollen Gemeinschaft zu werden. Und der Staat hat in dieser Erziehungsarbeit
die rein geistige Ergänzung seiner praktischen Tätigkeit zu
leisten. Er muß ohne Rücksicht auf Verständnis oder
Unverständnis, Billigung oder Mißbilligung in diesem Sinne
handeln. Eine nur sechshundertjährige Verhinderung der Zeugungsfähigkeit
und Zeugungsmöglichkeit seitens körperlich Degenerierter und
geistig Erkrankter würde die Menschheit nicht nur von einem unermeßlichen
Unglück befreien, sondern zu einer Gesundung beitragen, die heute
kaum faßbar erscheint. Wenn so die bewußte planmäßige
Förderung der Fruchtbarkeit der gesündesten Träger des
Volkstums verwirklicht wird, so wird das Ergebnis eine Rasse sein, die,
zunächst wenigstens, die Keime unseres heutigen körperlichen
und damit auch geistigen Verfalls wieder ausgeschieden haben wird.4
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Unter den Ideengebern Hitlers befinden sich ganz zuvorderst
die Biologen, die die Evolutionstheorie verteidigten. Die Wurzel
von Hitlers Ideen der Eugenik (Rassereinheit) waren insbesondere
der Cousin von Charles Darwin, Francis Galton, sowie Ernst Heckel,
der eifrigste Vertreter Darwins in Deutschland.
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Gestützt auf diese Ideologie Hitlers wiesen die
Nazis Geisteskranke, Behinderte, und genetisch Kranke in besondere “Sterilisierungszentren”
ein. Aufgrund eines 1933 erlassenen Gesetzes wurden 350.000 Geisteskranke,
30.000 Zigeuner und Hunderte von farbiger Kinder durch Röntgenstrahlen,
Injektionen und Elektroschocks im Genitalbereich unfruchtbar gemacht.
Ein Nazioffizier sagte “Der Nationalsozialismus ist nichts
anderes als angewandte Biologie."5
Doch was die Nazis für angewandte Biologie hielten, war die den
grundlegenden Gesetzen der Biologie entgegengesetze Theorie Darwins. Heute
ist klar, dass sowohl die Theorie der Eugenik wie auch die anderen darwinistischen
Behauptungen jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren.
Die Bindung der Nazis an die Evolutionstheorie stand
neben ihrer Rassenpolitik in enger Beziehung zu ihrer Religionsfeindschaft.Sie
waren grimmige Feinde der göttlichen Religionen und wollten an deren
Stelle heidnische Glaubenslehren verankern. Sie bemerkten sehr schnell,
dass Religionsfeindlichkeit, die in der Bevölkerung durchsetzbar
sein sollte, die Praktizierung von antireligiöser Suggestion und
Propaganda erforderte und dass deren wirkungsvollste Umsetzung mit Hilfe
der Theorien des Darwinismus geschehen konnte. Wenn Daniel Gasman in seinem
Buch The Scientific Origins of National Socialism (Der wissenschaftliche
Ursprung des Nationalsozialismus) sagte “Hitler glaubte, dass der
Gedanke der biologischen Evolution die stärkste Waffe ist, die gegen
die Religion verwendet wird”, dann drückte er genau dies aus."6
Die quranische Moral beseitigt Antisemitismus
und Rassismus
Der Antisemitismus ist eine antireligiöse und darwinistische
Ideologie, deren Wurzeln in das Heidentum zurückreichen. Deshalb
ist es für einen Muslim unmöglich, den Antisemitismus zu übernehmen
und diesem Sympatie entgegenzubringen. Ein Antisemit ist ein
Feind des Propheten Abraham (a.s), des Propheten Moses (a.s) und des Propheten
David (a.s). Diese Propheten wurden von Allah erwählt und den Menschen
als Botschafter gesandt.
Auch andere Formen des Rassismus, wie die Feindschaft gegenüber
Farbigen, die aus verschiedenen Ideologien und falschen Glaubenslehren
resultieren, stehen im Gegensatz zu den göttlichen Religionen.
Der Rassismus ist eine perverse Ideologie, die nicht mit der religiösen
Moral zusammenpasst und die Menschen dauernd in die Katastrophe
führt. Die religiöse Moral dagegen befiehlt Toleranz,
Liebe, Barmherzigkeit und die Fähigkeit zum Verzeihen, also
in Kürze eine schöne Moral.
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Untersucht man den Antisemitismus und andere Formen des Rassismus, dann
ist deutlich zu erkennen, dass diese ein Gesellschaftsmodel verteidigen,
das eine der quranischen Moral entgegengesetzte Denkweise vertritt.
Die Wurzel des Antisemitismus besteht aus Hass und Unbarmherzigkeit.
Aus diesem Grund haben die Antisemiten die heidnischen Glaubenslehren
der früheren Barbaren nachgeahmt. Ein Antisemit ist so grausam, dass
er es verteidigt Juden, ohne zwischen Frauen, Kindern und Alten zu unterscheiden,
zu foltern und zu ermorden.Doch die quranische Moral lehrt die Menschen
Liebe, Anteilnahme und Barmherzigkeit, und und sie gebietet den Muslimen,
Feinden gegenüber gerecht zu sein und ihnen nötigenfalls zu
vergeben.
Antisemiten und andere Rassisten jedoch treten gegen das friedliche
Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Ethnien und unterschiedlichen
Glaubens ein. Zum Beispiel waren die Nazis und manche Zionisten dagegen,
dass Deutsche und Juden gemeinsam lebten, da beide Seiten dies als eine
Degeneration ihrer eigenen Rasse verstanden. Doch im Quran wird das gesellschaftliche
Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens in Ruhe und Frieden
gefordert, ebenso wie zwischen den Rassen nicht die kleinste Unterscheidung
getroffen wird.
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Rassismus – gegen wen auch immer gewandt - ist immer ein großes
Verbrechen und eine Grausamkeit. Die Nazis gingen als ein Beispiel
dafür in die Geschichte ein, welches Ausmaß die Unbarmherzigkeit
der rassistischen Brutalität erreichen kann. Dieses unschuldige
jüdische Kind, das sich in den 1940er Jahren am Boden des
Warschauer Ghettos dahinschleppt, sowie die Unschuldigen aus hunderten
von verschiedenen unterdrückten Nationalitäten zeigen
die Brutalität des Rassismus.
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Ein weiteres Gebot der Moral, die Allah die Menschen im Quran lehrt,
besteht darin, keine Pauschalurteile zu fällen, nur weil die Menschen
verschiedenen Rassen, Völkern und Religionen angehören. In jeder
menschlichen Gesellschaft gibt es gute und schlechte Menschen. Dies gilt
auch für die Leute der Schrift. Nachdem in den Versen dargelegt wurde,
dass ein Teil der Leute der Schrift sich gegen Allah und die Religion
auflehnt, wird mitgeteilt, dass es unter ihnen auch aufrichtig Gute gibt:
Sie sind aber nicht alle gleich. Unter den Völkern
der Schrift gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Allahs zur
Zeit der Nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Allah
und an den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das
Unrechte und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen,
und was sie an Gutem tun, es wird ihnen niemals bestritten; und Allah
kennt die Gottesfürchtigen. (Sure 3:113-115 – Al-Imran)
Allah gebietet im Quran, dass diejenigen gut behandelt werden sollen,
die der Religion nicht feindlich gegenüberstehen:
Allah verbietet euch nicht, gegen die gütig und
gerecht zu sein, die euch nicht wegen eueres Glaubens bekämpft oder
euch aus eueren Häusern vertrieben haben. Allah liebt fürwahr
die gerecht Handelnden. Allah verbietet euch nur, mit denen Freundschaft
zu schließen, die euch des Glaubens wegen bekämpft oder euch
aus eueren Wohnungen vertrieben oder bei euerer Vertreibung geholfen haben.
Wer mit ihnen Freundschaft schließt, tut Unrecht. (Sure 60:8, 9
– al-Mumtahina)
Im Quran befiehlt Allah, sogar gegenüber der Feinde der Muslime
gerecht zu sein:
O ihr, die ihr glaubt! Steht in Gerechtigkeit fest, wenn ihr vor Allah
bezeugt. Der Hass gegen (bestimmte) Leute verführe euch nicht zu
Ungerechtigkeit. Seid gerecht, das entspricht mehr der Gottesfurcht. Und
fürchtet Allah. Siehe, Allah kennt euer Tun. (Sure 5:8 – al-Ma’ida)
Alle diese Verse zeigen, dass es nicht der islamischen Moral entspricht,
aufgrund von Glauben- und Rassenunterschieden anderen Menschen gegenüber
Hass, Zorn, Widerwillen oder Agressivität an den Tag zu legen. Darüber
hinaus muss man sich die Tatsache vor Augen halten, dass die Juden Abkömmlinge
vom Stamm des Propheten Abraham (a.s) sind. Die islamische Moral erlaubt
auf gar keinen Fall, die Nachkommen des Propheten Abraham (a.s) zu vernichten.
Keinem Muslim, der der quranischen Moral und der Sunna unseres Propheten
(s.a.w.s) Folge leistet, ist es möglich, ein solch verwerfliches
Unternehmen zu akzeptieren.
Ergebnis
Wie zu erkennen war, hebt die quranische Moral jeglichen Rassismus auf.
Deshalb kann ein an den Quran gebundener Muslim niemals rassistisch sein
und Menschen einer bestimmten Rasse als minderwertig erachten.
Im Quran wird anderen Religionen gegenüber ein höchst gemäßigtes
und freundschaftliches Verhalten befohlen, solange dem Islam und den Muslimen
gegenüber kein feindliches Benehmen an den Tag gelegt wird. Aus diesem
Grund hat sich ein an den Quran gebundener Muslim anderen Religionen gegenüber
und vor allem den Leuten der Schrift gegenüber gütig und freundschaftlich
zu verhalten.
Rassistische Ideologien wie der Nationalsozialismus und antisemitische
Philosophien sind völlig verderbte und außerhalb der Religion
stehende Lehren, die in alten heidnischen Kulturen wurzeln. Selbstverständlich
ist es keinem Muslim möglich, diese verderbten Lehren zu achten.
Dies sind die prinzipiellen Kriterien, die unseren Blick auf das Judentum
und den Holocaust bestimmen .
Dieses Buch wurde entsprechend dieser Kriterien verfasst. In den folgenden
Kapiteln wird sowohl die von den Nazis gegen die Juden ausgeübte
Aggression verurteilt, und es wird ausgeführt, dass die gemeinsame
Idee der Nazis und mancher rassistischer Zionisten, unterschiedliche Rassen
dürften sich nicht miteinander vermischen, völlig falsch ist;
stattdessen wird das Zusammenleben unterschiedlicher Rassen, Ethnien und
Glaubenslehren verteidigt.
Unser Wunsch ist es, dass sowohl antisemitische, rassistische Bewegungen
wie der Nationalsozialismus, aber auch Ideologien, wie der radikale Zionismus,
der im Namen der Juden Rassismus verkündet, endlich der Vergangenheit
angehören und dass eine Weltordnung begründet wird, in der jede
Rasse und jeder Glaube in Frieden leben kann und in der Gerechtigkeit
herrscht.
Zionismus
Der Zionismus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als eine Ideologie,
die für ein Heimatland der heimatlosen Juden eintrat. Mit der Zeit
jedoch degenerierte der Zionismus ebenso wie viele andere Ideologien und
seine rechtmäßige Forderung wurde zu einer radikalen Auffassung,
die bei ihrer Durchführung auf Gewalt und Terror zurückgriff
und sich mit radikalen Kräften zusammenschloss. Der radikale Zionismus
ist eine rassistische, chauvinistische Ideologie. Ihre Grundlagen gehen
auf antireligiöse Strömungen wie den Sozialdarwinismus zurück.
Ebenso wie einige andere unserer Bücher hat
auch dieses Buch nicht die rechtmässigen Verhaltensweisen und Wünsche
der kritisierten vaterlandsliebenden Juden zum Thema, sondern die Mentalität
und die Praxis radikaler, rassistischer Zionisten. Schließlich waren
es diese Radikalen, die mit den Nationalsozialisten zusammenarbeiteten,
sowie einige Zionisten, die nicht vorhersahen, zu welcher Katastrophe
diese gefährliche Zusammenarbeit führen würde. Zudem treten
heute friedfertige israelische Staatsbürger, religiöse Juden,
aber auch ein Großteil der in anderen Ländern lebenden Juden
und sogar gemäßigte Zionisten den radikalen Zionisten entgegen,
und sie kritisieren auf das Heftigste die rassistische und antireligiöse
Denkweise dieser Ideologie.
Entgegen der zu Beginn des Zionismus ausgegebenen
Propaganda wurde dieser mit der Zeit von bestimmten Kreisen in eine aggressive
Strömung verwandelt, die Ruhe und Sicherheit bedrohte; so beweisen
die historischen Erfahrungen, dass der radikale Zionismus nicht nur den
Arabern, sondern auch den Juden selbst sehr schadete. Die Geschichte zeigt,
dass die Juden und auch ihre Nachbarn erst dann Frieden finden werden,
wenn von der radikalen Ideologie des Zionismus Abstand genommen wird.
Wie wir oben darlegten, müssen beide Seiten Abstand nehmen von radikalen
Ideen und Strömungen, und sich der religiösen Moral zuwenden,
damit sich die bitteren Erfahrungen der Vergangenheit nicht wiederholen,
der Nahe Osten einen dauerhaften Frieden findet und Juden und Araber auf
eigenem Boden in Ruhe und Sicherheit leben. Wir sind sicher, dass die
historischen Tatsachen in diesem Buch einen wichtigen Schritt auf diesem
Weg darstellen.
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