| EINFÜHRUNG
iebe ist eine
der größten Wohltaten, die Gott dem Menschen erwiesen hat.
Jeder möchte für die Dauer seines Lebens mit Menschen zusammen
sein, die er sehr liebt, denen er vertraut und denen er sich nahe fühlt.
Die meisten der göttlichen Wohltaten und deren eigentlichen Wert
findet man in einem Umfeld, in dem wahre Liebe und Freundschaft gelebt
wird. Zum Beispiel möchte ein Mensch, der sich an einem schönen
Ausblick erfreut, diese Freude mit einem geliebten Menschen teilen. Andererseits
mag ein Mensch allein das schönste Festmal oder das prunkvollste
Haus nicht besonders anziehend finden. Denn Gott hat die menschliche Natur
so erschaffen, daß er Gefallen am Lieben und geliebt werden findet
und sich an Freundschaft und Nähe erfreut. Ein gläubiger Mensch
hat mehr Vergnügen daran, mit den Menschen zusammen zu sein, die
nach der quranischen Moral leben und mit diesen in Freundschaft zu sein,
als an den meisten Wohltaten.
Aus diesem Grunde ist das Paradies, das Gott denen seiner Diener versprochen
hat, die Er liebt und mit denen Er zufrieden ist, ein Ort von außerordentlicher
Schönheit, an dem wahre Liebe, Freundschaft und Nähe mit großem
Enthusiasmus gelebt werden. In den Beschreibungen, die Gott im Quran vom
Leben im Paradies gibt, spricht Er stets von Freude, Freundschaft, Liebe,
Gesprächen, schönen Worten und von Ruhe. Im Paradies wird all
das von den Menschen abgehalten, was Liebe und Freundschaft behindern
könnte. Gott teilt in einem Vers mit, daß vom Herzen eines
Gläubigen, der ins Paradies eintreten wird, der gesamte Haß
entfernt wird (Sure 7:43 – al-A’raf). Schlechte Eigenschaften,
die Liebe und Freundschaft behindern, Eifersucht, Feindschaft, Wettbewerbsdenken,
Ärger und Bosheit finden keinen Eingang ins Paradies.
Eine der wichtigen Eigenschaften der im Paradies lebenden Muslime ist,
daß sie alle Propheten, alle Gläubigen, jeden rechtschaffenen
Menschen und alle in der Vergangenheit lebende Muslime sehr lieben. Gläubige
fühlen sich zu allen anderen frommen Gläubigen hingezogen, die
sich darum bemühen, Gottes Wohlgefallen zu gewinnen, und behandeln
sie als enge Freunde und erkennen sie als Beschützer an. Unter allen
Umständen und Bedingungen erfreuen sie sich am Zusammensein mit ihnen;
sie sind allen Muslimen in Treue verbunden. Diese schöne Liebe, die
dem Glauben im Herzen der Muslime und der Gottesfurcht entspringt, sowie
die von Herzen kommende Bindung zu unserem Herrn belohnt Gott mit dem
Paradies, dem schönsten Ort der Liebe und Treue.

Siehe, eure Beschützer sind Allah und Sein Gesandter und die
Gläubigen, die das Gebet verrichten und die Steuer zahlen und
sich vor Ihm beugen. (Sure 5:55 – al-Ma’ida)
Und wer Allah und Seinen Gesandten und die Gläubigen zu
Freunden nimmt, siehe, das ist die Partei Gottes; sie sind die
Obsiegenden. (Sure 5:56 – al-Ma’ida)
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Jeder Gläubige, der Gott liebt, sich vor Gott fürchtet und
der sich aufrichtig darum bemüht, Seine Zufriedenheit zu erringen,
ist einer der gesegneten Menschen, die die Welt verschönern. Ein
Mensch, der Gott liebt, liebt auch dessen Geschöpfe, empfindet diesen
gegenüber Zuneigung und Mitleid, wünscht diese zu schützen
und diesen Segen und Schönheit zu bringen. Die Botschafter Gottes,
die die gesegnetsten Menschen der Welt sind und die über ein außerordentliches
Moralverständnis verfügen, haben ihre Mitmenschen zu Liebe und
Freundschaft eingeladen.
So hat Gott seinen gläubigen Dienern, die sich mit frommen Werken
beschäftigen die frohe Botschaft überbracht:
... Sprich: "lch verlange dafür keinen
Lohn von euch. Aber liebt dafür (eure) Nächsten." Wer eine
gute Tat begeht, dem werden Wir gewiß noch mehr an Gutem erweisen.
Allah ist fürwahr verzeihend und erkenntlich. (Sure 42:23 –
asch-Schura)
Da ein Teil
der Menschen nicht mit der quranischen Moral vertraut ist, und auch Gott
nicht in der notwendigen Weise kennt und preist, bleiben Zuneigung und
Freundschaft ihnen versagt und sie führen ein Leben in Pein und Qual.
Auch diejenigen unter diesen Menschen, die das scheinbar wunderbarste
Leben führen, können nicht wahres Glück und wahre Ruhe
finden. Für diese Menschen, die ohne Glauben leben, ist ein Leben
in Einsamkeit ohne Liebe und ohne Freund niemals angenehm und schön.
Gott hat den Ungläubigen die Lieblosigkeit im Leben und im Jenseits
wegen ihrer Undankbarkeit und ihres Unglaubens gegeben. Diese Menschen
werden weder wirklich geliebt noch lieben sie selbst. Dadurch, dass sie
sich Gott beigesellen, ist die Liebe die sie leben nicht die wahre Liebe,
und sie erleben fortwährend Pessimismus, Unglück und Schmerz.
Wie Gott im Quran mitgeteilte, ist ein Leben allein, ohne Freunde, eine
Eigenschaft der Hölle:
Siehe, er glaubte nicht an Allah, den Gewaltigen und sorgte sich nicht
um die Speisung des Armen. Darum hat er hier heute keinen Freund. (Sure
69:33-35 – al-Haqqa)
Das Ziel dieses Buches ist es, die Gläubigen an die Bedeutung der
Liebe zu unserem Herrn, dem Besitzer endloser Barmherzigkeit, zu den Geschöpfen
Gottes und zu den Gläubigen zu erinnern und diejenigen, die Gott
leugnen, darauf aufmerksam zu machen, welch große Mühsal und
Qual auf einen lieblosen Menschen wartet. Jeder Gläubige hat sich
davon fern zu halten, muß beginnen, die Liebe zum Paradies bereits
auf der Welt zu leben und muß sich in Liebe und Loyalität an
die Gläubigen binden sowie an unseren Herrn, Der der einzige Freund
und Beschützer ist.
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