| DER URSPRUNG DES MENSCHEN
In seinem 1871 erschienenen Buch The Descent
of Man (Die Herkunft des Menschen) schrieb Darwin, Menschen und Affen
stammten von einem gemeinsamen Vorfahren ab. Seit dieser Zeit bis heute
haben Darwins Anhänger versucht, diese Behauptung zu beweisen. Doch trotz
aller Forschung ist die Behauptung von der "Evolution des Menschen" nicht
durch eine einzige wissenschaftliche Entdeckung belegt worden, insbesondere
nicht durch den Fossilienbestand.
Dem Normalbürger ist dies meist nicht bewusst, und er glaubt, die menschliche
Evolution sei eine Tatsache, belegt durch eine große Zahl schlüssiger
Beweise. Diese unrichtige Auffassung wird hervorgerufen von den Medien,
die sich regelmäßig mit dem Thema befassen und es als zweifelsfrei bewiesen
darstellen. Doch wirklichen Experten ist klar, dass es für die Behauptung
einer menschlichen Evolution keine wissenschaftliche Grundlage gibt. David
Pilbeam, Paläoanthropologe an der Harvard Universität, sagt:
Wenn sie einen gescheiten Wissenschaftler einer
anderen Disziplin herbringen und ihm die magere Beweislage zeigen, die
wir haben, würde er ganz sicher sagen: "Vergessen Sie's, das ist nicht
genug, um es weiter zu verfolgen."181
William Fix, Autor eines Fachbuchs über Paläoanthropologie sieht es so:
Wie wir gesehen haben, gibt es heutzutage viele
Wissenschaftler und Populisten, die die Stirn haben, uns zu erzählen,
es gebe "keine Zweifel" über den Ursprung des Menschen. Wenn sie nur
die Beweise dafür hätten...182
Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür,
dass der Mensch sich entwickelt hat. Was als "Beweis" vorgebracht
wird, ist nichts als einseitige Aussagen über ein paar Fossilien.
|
Der Stammbaum des Menschen beginnt angeblich mit einer
Gruppe Affen, die eine eigene Gattung gebildet haben sollen, die Gattung
Australopithecus. Es wird behauptet, Australopithecus
habe den Schritt vom Vierbeiner zum Zweibeiner getan, sei aufrecht gegangen,
sein Gehirn sei gewachsen, und nachdem er eine ganze Reihe weiterer Stadien
durchlaufen habe, sei er zum heutigen modernen Menschen, zum Homo sapiens
geworden. Doch dieses Szenario wird nicht durch Fossilien belegt. Obwohl
behauptet wird, es existierten alle möglichen Übergangsformen, gibt es eine
unüberbrückbare Barriere zwischen den fossilen Überresten der Menschen und
denen der Affen. Außerdem hat man herausgefunden, dass Arten, die die Vorfahren
anderer Arten gewesen sein sollen, in Wahrheit "Zeitgenossen" waren. Ernst
Mayr schreibt in seinem Buch One Long Argument (Ein langer Diskurs),
."..insbesondere solche historischen Puzzlespiele, wie die Frage nach dem
Ursprung des Lebens oder des Homo sapiens sind extrem schwierig und könnten
sich sogar einer befriedigenden, endgültigen Erklärung entziehen."183
Was aber ist die Grundlage der These der Evolution des Menschen, die
von den Evolutionisten vorgebracht wird? Es ist die Existenz zahlreicher
Fossilien, mit deren Hilfe Evolutionisten ihre Interpretationen aus der
Luft greifen. Im Verlauf der Erdgeschichte haben über 6000 Affenarten
gelebt, von denen die meisten ausgestorben sind. Heute sind auf der Erde
nur noch 120 übrig geblieben, doch die 6000 ausgestorbenen Affenarten
bieten den Evolutionisten eine reichhaltige Fundgrube für ihre Phantasien.
Weiterhin gibt es ganz erhebliche anatomische Unterschiede bei den verschiedenen
Menschenrassen, die bei den prähistorischen Menschenrassen noch größer
waren, weil sie sich im Lauf der Zeit bis zu einem gewissen Grad vermischten
und sich assimiliert haben. Doch die Unterschiede sind bei den heutigen
Völkern der Welt immer noch sichtbar, zum Beispiel zwischen Skandinaviern,
afrikanischen Pygmäen, Inuit (Eskimos), den australischen Ureinwohnern
und vielen anderen.
Es gibt keinen Beweis, der zeigen würde, dass die Fossilien, die von
den Evolutionisten unter den Paläontologen hominide genannt werden, nicht
in Wahrheit zu verschiedenen Affenrassen gehören, oder zu verschwundenen
Menschenrassen. Anders gesagt, es ist kein Beispiel für eine Übergangsform
zwischen Menschen und Affen gefunden worden.
Nach diesen einleitenden allgemeinen Überlegungen wollen wir nun gemeinsam
die Hypothese der menschlichen Evolution untersuchen.
Der imaginäre Stammbaum des Menschen
Der darwinistischen Behauptung zufolge entwickelte sich der Mensch aus
einem affenähnlichen Wesen. Während dieses angeblichen Evolutionsprozesses,
der vor fünf oder sechs Millionen Jahren begonnen haben soll, soll es
Übergangsformen zwischen dem modernen Menschen und seinen Vorfahren gegeben
haben. Entsprechend diesem völlig fiktiven Szenario werden folgende vier
Grundkategorien aufgezählt:
1. Australophithecus
2. Homo habilis
3. Homo erectus
4. Homo sapiens
Evolutionisten nennen die Gattung, zu der der angebliche Vorfahr des
Menschen gehört haben soll, Australopithecus, was "Affe des Südens"
bedeutet. Australopithecus, bei dem es sich um nichts anderes
als eine ausgestorbene Affenart handelt, wurde in verschiedenen Varianten
gefunden. Einige sind größer und stärker gebaut, ("robust"), andere sind
kleiner und zierlicher ("gracile").
Evolutionisten klassifizieren das nächste Stadium
der menschlichen Evolution als die Art Homo, was "Mensch" bedeutet. Nach
den Behauptungen der Evolutionisten ist Homo weiterentwickelt als Australopithecus
und unterscheidet sich nicht sehr vom modernen Menschen. Der moderne Mensch
unserer Tage, die Art Homo sapiens ist angeblich das vorläufig
letzte Stadium der Evolution der Gattung Homo. Fossilien wie der "Java-Mensch",
der "Peking-Mensch" und "Lucy",
die von Zeit zu Zeit in den Medien auftauchen und in allen evolutionistischen
Veröffentlichungen und Lehrbüchern zu finden sind, gehören jeweils in
eine der vier oben aufgeführten Kategorien. Diese unterteilen sich angeblich
weiter in verschiedene Arten und Unterarten. Einige der vorgeschlagenen
Übergangsformen wie Ramapithecus mussten wieder aus dem imaginären Stammbaum
des Menschen herausgenommen werden, nachdem sich herausgestellt hatte,
dass es sich bei ihnen um ordinäre Affen gehandelt hat.184
Evolutionisten implizieren mit der Folge "Australopithecus
> Homo habilis > Homo erectus > Homo sapiens", dass jeder dieser
Typen Vorfahr des nächsten ist. Neuere Funde der Paläoanthropologen haben
jedoch erwiesen, dass Australopithecus, Homo habilis und Homo erectus
gleichzeitig in verschiedenen Teilen der Welt lebten und einige der als
Homo erectus klassifizierten Hominiden lebten wahrscheinlich
noch vor vergleichsweise kurzer Zeit. In einem Artikel "Latest Homo erectus
of Java: Potential Contemporaneity with Homo sapiens in Southeast
Asia" (Der letzte Homo erectus auf Java: ein potentieller Zeitgenosse
des Homo sapiens in Südostasien) wird berichtet, dass auf Java gefundene
Homo erectus Fossilien ein Alter zwischen 27000 und 53000 Jahren
haben, was die Möglichkeit eröffnet, dass Homo erectus in Südostasien
noch zeitgleich mit dem anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens)
gelebt haben kann.185
Homo sapiens neandertalensis (der Neandertal-Mensch) und Homo sapiens
sapiens (der moderne Mensch) haben ganz sicher gleichzeitig gelebt. Dies
macht deutlich, dass die Behauptung, der eine sei Vorfahr des anderen,
schlicht falsch ist.
Alle Funde und wissenschaftlichen Untersuchungen haben im wesentlichen
ergeben, dass der Fossilienbestand nicht auf einen Evolutionsprozess hinweist,
wie die Evolutionisten annehmen. Die Fossilien, die von den Evolutionisten
für solche von Vorfahren der Menschen gehalten werden, gehören in Wirklichkeit
zu anderen Menschenrassen oder zu einer Affenart.
Welche Fossilien sind nun menschlicher Herkunft und welche sind von Affen?
Ist es möglich, dass irgendeins von ihnen zu einer Übergangsform gehört?
Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir uns jede einzelne Kategorie
genauer ansehen.
Australopithecus
Von der ersten Kategorie, der Gattung Australopithecus wird
angenommen, dass sie das erste Mal vor 4 Millionen Jahren in Afrika auftauchte
und bis vor etwa einer Million Jahren lebte. Unter den Australopithecenen
gibt es verschiedene Arten. Evolutionisten nehmen an, dass die älteste
Australopithecus Art der Australopithecus afarensis
ist. Nach ihm kommt der Australopithecus africanus, dann folgt
der Australopithecus robustus, der einen stärkeren Knochenbau
besitzt. Der Australopithecus Boisei wird von manchen Forschern
als eigene Art gesehen, andere halten ihn für eine Unterart des Australopithecus
robustus.
 
Australopithecus-Schädel und Skelette
ähneln denen moderner Affen. Die Zeichnung zeigt links einen Schimpansen
und rechts das Skelett eines Australopithecus afarensis. Adrienne
L. Zhilman, die Anatomie-Professorin, die die Zeichnung angefertigt
hat, betont die Ähnlichkeit der beiden Skelette. (links)
Ein Australopithecus robustus Schädel. Er ist
dem Schädel moderner Affen äußerst ähnlich. (rechts)
|
Alle Australopithecus Arten sind ausgestorbene Affenarten, die den heutigen
Affen ähneln. Ihr Schädelvolumen ist dasselbe oder kleiner als das von
Schimpansen unserer Tage. Ihre Hände und Füße sind dafür ausgelegt, Äste
und Zweige umklammern zu können und in Bäumen zu klettern, genau wie bei
den heutigen Schimpansen. Viele andere Eigenschaften wie Einzelheiten
der Schädelanatomie, der geringe Augenabstand, die scharfen Backenzähne,
die Unterkieferanatomie, ihre langen Arme und kurzen Beine beweisen, dass
diese Kreaturen sich nicht vom heutigen Affen unterscheiden. Evolutionisten
behaupten jedoch, dass die Australopithecinen, trotzdem sie die Anatomie
eines Affen aufweisen, wie Menschen aufrecht gingen.

"GOODBYE, LUCY"
Wissenschaftliche Entdeckungen haben erwiesen, dass die evolutionistischen
Annahmen über "Lucy", einstmals als das wichtigste Beispiel für
die Gattung Australopithecus angepriesen, völlig haltlos sind. Das
französische Wissenschaftsmagazin Science et Vie, gab dies in seiner
Februarausgabe 1999 in einem Artikel mit dem Titel "Goodbye, Lucy"
zu und bestätigte, das Australopithecus nicht als Vorfahr des Menschen
angesehen werden kann. |
Die Annahme vom aufrechten
Gang des Australopithecus wird von Paläoanthropologen
wie Richard Leakey und Donald C. Johanson seit Jahrzehnten vertreten.
Doch zahlreiche Wissenschaftler, die intensive Forschungen an der Skelettanatomie
des Australopithecus durchgeführt haben, haben diese Annahme
inzwischen widerlegt. Weitreichende Studien des Australopithecus der beiden
weltbekannten Anatomen Lord Solly Zuckerman und Professor Charles Oxnard
aus England und den USA haben gezeigt, dass diese Kreaturen nicht in menschlicher
Manier aufrecht gingen. Nach fünfzehnjährigen Forschungsarbeiten, unterstützt
durch Stipendien der britischen Regierung, wiesen Lord Zuckerman und sein
Team von fünf Spezialisten nach, dass Australopithecus eine übliche
Affenart war, die definitiv nicht bipedal war und das, obwohl Zuckerman
selbst Evolutionist ist.186 Parallel dazu wies auch
Charles E. Oxnard, ebenfalls Evolutionist, durch seine Studien zu demselben
Thema nach, dass die Skelettanatomie von Australopithecus der
des modernen Orang Utan ähnelt.187
Dass Australopithecus nicht als Vorfahr des Menschen gelten kann, wird
seit kurzem von evolutionistischen Quellen akzeptiert. Das berühmte populärwissenschaftliche
Magazin Science et Vie (Wissenschaft und Leben) brachte das Thema in der
Maiausgabe 1999 auf die Titelseite. Unter der Überschrift "Adieu Lucy"
- Lucy ist das wichtigste Beispielfossil dieser Art - berichtete das Magazin,
dass Affen der Species Australopithecus aus dem Stammbaum des Menschen
entfernt werden müssen. Basierend auf der Entdeckung eines anderen Australopithecus
Fossils, das einfach nur als St W573 bekannt ist, finden sich in dem Artikel
folgende Absätze:
Eine neue Theorie sagt: Australopithecus
ist nicht die Wurzel der menschlichen Rasse... Die Ergebnisse, zu denen
die einzige Frau kam, die autorisiert war, St W573 zu untersuchen, waren
anders als die geläufigen Theorien über die Vorfahren des Menschen:
Dies macht den bisher angenommenen Stammbaum des Menschen ungültig.
Große Primaten, die man für die Vorfahren des Menschen gehalten hatte,
sind aus dem Stammbaum herausgenommen worden... Australopithecus und
Homo (menschliche) Arten sitzen nicht auf demselben Ast. Die direkten
Vorfahren des Menschen warten noch immer darauf, entdeckt zu werden.188
|  
AFARENSIS UND SCHIMPANSEN
Oben der AL 444-2 Australopithecus afarensis Schädel, unten der
Schädel eines modernen Schimpansen. Die große Ähnlichkeit ist ein
beweiskräftiges Zeichen, dass A. afarensis eine normale Affenart
ohne menschliche Eigenschaften ist.
|
Homo Habilis
Die große Ähnlichkeit zwischen der Schädelanatomie der Australopithecinen
und Schimpansen sowie die Widerlegung der Behauptung, dass diese Kreaturen
die Fähigkeit des aufrechten Gangs besessen hätten, brachten die evolutionistischen
Paläontologen in große Schwierigkeiten. Denn nach dem imaginären Evolutionsschema
kommt Homo erectus nach Australopithecus. Homo erectus ist eine
Menschenrasse und sein Skelett ist gerade. Sein Schädelvolumen ist zweimal
so groß wie das des Australopithecus. Ein direkter Übergang vom
schimpansenähnlichen Australopithecus zu Homo Erectus,
dessen Skelett sich nicht von dem des modernen Menschen unterscheidet,
steht außer Frage, sogar nach der Evolutionstheorie. Deswegen werden "Links",
also Verbindungen gebraucht. Aus dieser Notwendigkeit heraus entstand
das Konzept des Homo Habilis.
Homo Habilis (der "geschickte, fähige Mensch") wurde in den
1960er Jahren von den Leakeys, einer Familie von "Fossiliensuchern" klassifiziert.
Nach deren Beschreibung hatte Homo Habilis ein relativ großes
Schädelvolumen, er konnte aufrecht gehen und benutzte Stein- und Holzwerkzeuge.
Demnach konnte er der Vorfahr des Menschen gewesen sein.
| Der Oberschenkelknochen KNM-ER
1472. Der Knochen unterscheidet sich nicht von dem des modernen
Menschen. Die Tatsache, dass dieses Fossil in derselben Erdschicht
wie Homo Habilis Fossilien gefunden wurde, wenn auch einige Kilometer
entfernt, schürte falsche Auffassungen wie die, Homo habilis sei
bipedal gewesen. Das Fossil OH 62, gefunden 1987, zeigt, das Homo
habilis nicht wie angenommen bipedal war. Viele Wissenschaftler
sind heute der Auffassung, Homo habilis sei eine Affenart gewesen,
die dem Australopithecus ähnelte. |
 |
In den späten 1980ern ausgegrabene neue Fossilien von Homo Habilis schlossen
diese Möglichkeit jedoch aus. Forscher wie Bernard Wood und C. Loring Brace,
die auf die Aussagekraft der neu gefundenen Fossilien vertrauten, schlugen
vor, man sollte Homo habilis ("geschickter Mensch") eher als Australopithecus
habilis ("geschickter Affe des Südens") klassifizieren, denn Homo habilis
habe viele Eigenschaften mit den australopithecinensischen Affen gemein:
lange Arme, kurze Beine und die Skelettanatomie eines Affen, genau wie Australopithecus.
Seine Finger und Zehen waren zum Klettern ausgelegt. Der Kiefer war dem
des heutigen Affen sehr ähnlich. Das durchschnittliche Schädelvolumen von
600 Kubikzentimetern weist ebenso deutlich auf seine Zugehörigkeit zu den
Affen hin. Kurz gesagt, Homo habilis, der von Evolutionisten als gesonderte
Art präsentiert worden war, ist in Wirklichkeit eine Affenart, wie alle
anderen Australopithecinen auch. Seit den Forschungsarbeiten von
Wood und Brace haben neuere Ergebnisse gezeigt, dass Homo habilis
sich tatsächlich nicht von Australopithecus unterschied. Das
von Tim White gefundene Schädel- und Skelettfossil OH62 zeigt, dass Homo
habilis ein kleines Schädelvolumen hatte, sowie lange Arme und kurze
Beine, die ihm ermöglichten, auf Bäume zu klettern, wie es moderne Affen
tun.
Die 1994 durchgeführte detaillierte Analyse der amerikanischen Anthropologin
Holly Smith weist darauf hin, dass Homo habilis nicht Homo, Mensch war
sondern nahezu eindeutig Affe. Über ihre Analysen der Zähne von Australopithecus,
Homo habilis, Homo erectus und Homo neanderthalensis sagt sie folgendes:
Die Zuordnung von Fossilienanalysen zu Arten, die
die entsprechenden Übereinstimmungen aufweisen, zeigen, dass die Muster
der Zahnentwicklung bei Australopithecinen und
Homo habilis der Klasse der afrikanischen Affen zuzuordnen sind,
während die von Homo erectus und der Neandertaler als menschlich zu
klassifizieren sind.189
Im gleichen Jahr kamen Fred Spoor, Bernard Wood und Frans Zonneveld,
Spezialisten auf dem Gebiet der Anatomie, unter Anwendung einer völlig
anderen Methode zu demselben Schluss. Die Methode basierte auf der vergleichenden
Analyse der für das Gleichgewichtsorgan notwendigen halbkreisförmigen
Kanäle im Innenohr von Menschen und Affen. Spoor, Wood und Zonneveld kamen
zu folgendem Ergebnis:
Unter den fossilen Hominiden ist Homo erectus die
erste Art, die die morpohologischen Eigenschaften des modernen Menschen
aufweist. Die Dimensionen der halbkreisförmigen Kanäle in den Schädeln
aus Südafrika, die Australopithecus und Paranthropus
zugeschrieben werden, erinnern an jene von heute existierenden großen
Affen.190
Spoor, Wood und Zonneveld studierten Außerdem eine
Homo habilis Art namens Stw 53 und fanden heraus, "dass ihnen noch weniger
Bipedalität zuzuschreiben war, als den Australopithecinen." Das heißt,
dass Homo habilis dem Affen ähnlicher war, als die Australopithecus
Arten. So kamen sie zu der Schlussfolgerung, "dass Stw 53 nur sehr unwahrscheinlich
eine Übergangsform zwischen den Morphologien von Australopithecinen
und Homo erectus sein kann."191
Die Behauptung, Australopithecus und Homo
habilis seien aufrecht gegangen, wurde von Fred Spoor durch Analysen
des Innenohrs widerlegt. Er und sein Team verglichen die Gleichgewichtszentren
der Innenohren und zeigten, dass beide sich in ähnlicher Weise fort
bewegten, wie heutige Affen. |
Diese Entdeckung erbrachte zwei wichtige Resultate:
1. Fossilien, die man als Homo habilis kannte, gehören nicht zur Gattung
Mensch, sondern zu den Affen von der Art der Australopithecinen.
2. Beide, Homo habilis und Australopithecus waren Kreaturen,
die das Skelett von Affen besaßen, was bedeutet, dass sie vornübergebeugt
liefen. Es gibt keinerlei Verbindung zum Menschen.
Die falsche Vorstellung vom Homo rudolfensis
Homo rudolfensis ist der Name, den einige wenige Fossilfragmente
erhielten, als sie 1972 ausgegraben wurden. Die vermeintlich neue Art
bekam diesen Namen, weil die Fragmente in der Nähe des Rudolfsees in Kenia
gefunden wurden. Die meisten Paläoanthropologen glauben, es handele sich
um keine neue art, sondern Homo rudolfensis sei de facto ununterscheidbar
von Homo habilis.
Richard Leakey, der die Fossilien fand, präsentierte den Schädel KNM-ER
1470, von dem er sagte, dieser sei 2,8 Millionen Jahre alt, als die größte
Entdeckung in der Geschichte der Anthropologie. Seiner Ansicht nach war
diese Kreatur das "Missing Link" zwischen Australopithecus und dem Menschen,
weil sie ein kleines Schädelvolumen besaß, gleichzeitig aber ein menschliches
Gesicht aufwies. Doch bereits wenig später stellte man fest, dass das
menschenähnliche Gesicht des Schädels, der inzwischen regelmäßig auf den
Titelseiten von Wissenschaftsjournalen und populärwissenschaftlichen Magazinen
erschien, das Ergebnis einer fehlerhaften Rekonstruktion des Schädels
war, die durchaus absichtlich erfolgt sein kann. Professor Tim Bromage,
der Studien der menschlichen Gesichtsanatomie durchführt, fand dies 1992
mit Hilfe von Computersimulationen heraus:
Als es (das Fossil KNM-ER 1470) das erste Mal rekonstruiert
wurde, saß das Gesicht in nahezu vertikaler Position am Schädel, praktisch
wie die flachen Gesichter moderner Menschen. Doch neuere Studien der
anatomischen Verhältnisse zeigen, dass das Gesicht zu Lebzeiten beträchtlich
hervorgestanden haben musste und einen affenähnlichen
Eindruck vermittelte, eher wie das Gesicht von Australopithecus.192
Richard
Leakey führte mit Homo rudolfensis sowohl sich selbst als auch die
Welt der Paläontologie in die Irre. |
Der evolutionistische Paläoanthropologe J. E. Cronin sagt dazu folgendes:
... sein relativ robustes Gesicht mit ziemlich flachem
naso-alveolar clivus - sie erinnern an die Tellergesichter der Australopithecinen
- niedriger maximaler Schädelweite an den Schläfen, starkem caninem
jugum und großen Backenzähnen, wie an den verbliebenen Zahnwurzeln erkennbar
ist - all das sind relative primitive Züge, die die Art mit den Mitgliedern
des taxons Afarensis africanus verbindet.193
C. Loring Brace von der Michigan Universität kam zu
demselben Schluss. Als Ergebnis seiner Analyse der Kiefer- und Zahnanatomie
des Schädels 1470 berichtete er, dass "ER 1470 von der Größe des Gaumens
her und aufgrund der Verteilung der Backenzahnwurzeln das Gesicht und
Gebiss des Australopithecus gehabt zu haben scheint."194
Professor Alan Walker, Paläoanthropologe an der Johns
Hopkins Universität, der wesentlich mehr Forschungsarbeit in KNM-ER 1470
investierte als Leakey, ist der Meinung, dass die Kreatur nicht als Mensch
sondern als Australopithecus klassifiziert werden sollte.195
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Klassifikationen Homo
habilis und Homo rudolfensis, die als Übergangsformen zwischen Australopithecinen
und Homo erectus präsentiert werden, völlig imaginär sind. Von
vielen Wissenschaftlern wurde mittlerweile bestätigt, dass diese Wesen
der Art Australopithecus zuzurechnen sind, denn alle ihre anatomischen
Eigenschaften weisen darauf hin.
Diese Tatsache wurde weiter untermauert von den beiden evolutionistischen
Anthropologen Bernard Wood und Mark Collard, die die Ergebnisse ihrer
Arbeiten 1999 in Science veröffentlichten. Nach Wood und Collard sind
Homo habilis und Homo rudolfensis (Schädel 1470) imaginär, und
die Fossilien, die man diesen beiden Kategorien zuschreibt, gehörten zu
der Gattung Australopithecus:
In jüngerer Zeit hat man fossile Arten aufgrund
ihrer absoluten Hirngröße, Spekulationen über ihre Sprachfähigkeit und
Handfunktion und aufgrund von Rückschlüssen über ihre Fähigkeit, Steine
zu bearbeiten, der Gattung Homo zugerechnet. Mit nur wenigen Ausnahmen
wurde dabei die Definition des Begriffs "Gattung" so benutzt, als sei
dies unproblematisch. Doch ...jüngere Daten, neue Interpretationen der
vorhandenen Beweisstücke, und die Begrenztheit des paläoanthropologischen
Datenbestands entwerten die existierenden Kriterien, nach denen bestimmte
Arten der Gattung Homo zugeschrieben werden. ...In der Praxis werden
fossile Hominidenarten auf der Basis eines oder mehreren von vier Kriterien
der Gattung Homo zugeschrieben. ...Jetzt ist jedoch augenfällig, dass
keines dieser Kriterien befriedigend ist. Die Definition der "Überschreitung
des Rubicons" bei der Hirnentwicklung ist problematisch, denn das absolute
Schädelvolumen ist ein fragwürdiger biologischer Maßstab. Auch gibt
es überzeugende Beweise, dass die Existenz der Sprachfunktion nicht
verlässlich aus der allgemeinen Erscheinungsform des Hirns abgeleitet
werden kann, und dass die für die Sprache zuständigen Hirnareale keineswegs
so genau lokalisiert sind, wie andere Studien nahe legten...
...Anders ausgedrückt, Homo ist nicht die passende Gattung für die
Hypodigmen von Homo habilis und Homo rudolfensis. Daher sollten Homo
habilis und Homo rudolfensis (oder Homo rudolfensis sensu lato für die,
die die taxonomische Unterteilung des "frühen Menschen" ablehnen) aus
der Gattung Homo herausgenommen werden. Die offensichtlich scheinende
taxonomische Alternative, in welche der existierenden frühen Hominidengattungen
man eine oder alle beide taxae transferieren sollte, ist nicht unproblematisch,
doch wir empfehlen, Homo habilis und Homo rudolfensis in die Gattung
Australopithecus einzuordnen.196
Die Schlussfolgerung von Wood and Collard bekräftigt die Ansicht, die
wir hier vertreten haben: "Primitive Vorfahren des Menschen gibt es nicht.
Die Kreaturen, die dies angeblich gewesen sein sollen, waren in Wirklichkeit
Affen, die in die Gattung Australopithecus gehören. Der Fossilienbestand
zeigt, dass es keine evolutionäre Verbindung gibt zwischen diesen ausgestorbenen
Affen und Homo. Die Gattung Mensch taucht plötzlich auf im Fossilienbestand,
und zwar ohne evolutionäre Vorgeschichte.
Homo erectus
Nach dem von den Evolutionisten vorgeschlagenen phantasievollen Schema
verlief die Evolution innerhalb der Gattung Homo wie folgt: Erst Homo
erectus, dann der so genannte "archaische" Homo sapiens
Neandertalensis und endlich der Cro-Magnon Mensch, der Homo sapiens
sapiens. Doch all diese Klassifikationen sind nur Variationen besonderer
Rassen in der Familie der Menschen. Der Unterschied zwischen ihnen ist
nicht größer als der zwischen einem Inuit und einem Afrikaner oder einem
Pygmäen und einem Europäer.
Lassen Sie uns zuerst Homo erectus untersuchen, der als die
primitivste Art Mensch gilt. Homo erectus heißt "aufrechter Mensch".
Evolutionisten sehen diese Fossilien von anderen getrennt, weil sie ihnen
die Eigenschaft der "Aufgerichtetheit" zuschreiben, da alle bisher gefundenen
Homo erectus Fossilien gerade sind, was man bei den Australopithecinen
oder den so genannten Homo habilis Arten nicht beobachten kann.
Es gibt keinen Unterschied zwischen dem postcranialen
Skelett des modernen Menschen und dem des Homo erectus.
Die vorstehenden Augenbrauen des Homo erectus
Schädels, und Eigenschaften wie die nach hinten fallende Stirn sind
bei einer Reihe heutiger Rassen vorhanden, wie bei diesem Eingeborener
hier. |
Der Hauptgrund der Evolutionisten, Homo erectus
als "primitiv" zu bezeichnen, sind seine dicken, vorstehenden Augenbrauen
und sein Schädelvolumen von 900-1100 Kubikzentimetern, das geringer ist,
als das des durchschnittlichen modernen Menschen. Doch
es gibt viele heute lebende Menschen, die dasselbe Schädelvolumen wie
Homo erectus haben, Pygmäen zum Beispiel, und andere Rassen
haben vorstehende Augenbrauen, wie zum Beispiel australische Ureinwohner.
Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Unterschiede des Schädelvolumens
nicht notwendigerweise Unterschiede der Intelligenz und der Fähigkeiten
bedeuten. Intelligenz hängt vielmehr von der internen Hirnorganisation
ab, als von der Hirngröße.197
| |
|
DER
10,000 JAHRE ALTE HOMO ERECTUS
Diese beiden Schädel, entdeckt am 10. Oktober 1967 in den Kow Sümpfen
in Victoria/Australien wurden Kow Swamp I und Kow Swamp V genannt. |
Alan Thorne und Phillip Macumber, die
die Schädel entdeckten, klassifizierten beide als Homo sapiens Schädel,
obwohl sie viele Ähnlichkeiten mit Homo erectus aufwiesen. Der einzige
Grund, warum man sie als Homo sapiens ansah, war, dass sie Berechnungen
zufolge ca. 10000 Jahre alt waren. Die Evolutionisten wollten nicht
die Tatsache akzeptieren, dass Homo erectus, der für sie eine "primitive"
Art war und angeblich 500000 Jahre vor dem modernen Menschen lebte,
eine Menschenrasse war, die noch vor 10000 Jahren gelebt hat. |
Die Fossilien, die Homo erectus in der ganzen Welt bekannt gemacht
haben, sind die des Peking-Menschen und des
Java-Menschen aus Asien. Doch inzwischen
hat man erkannt, dass diese beiden Fossilien wenig verlässlich sind. Einige
Elemente des Peking-Menschen sind aus Gips gefertigt, weil die Originalteile
verloren gingen, und der Java-Mensch ist zusammengesetzt aus einem Schädelfragment
und einem Beckenknochen, der einige Meter entfernt lag, und es kann nicht
als gesichert gelten, dass beide zu derselben Kreatur gehören. Aus diesem
Grund erlangen in Afrika gefundene Fossilien steigende Bedeutung. Hierzu
muss auch bemerkt werden, dass manche der Fossilien des Homo erectus von
einigen Evolutionisten in einer zweiten Art namens Homo ergaster zusammengefasst
werden. Die Experten sind sich uneinig bei diesem Thema. Wir werden hier
all diese Fossilien unter der Klassifikation Homo erectus abhandeln.
|
HOMO ERECTUS UND DIE ABORIGINES
Das Skelett des Turkana-Jungen (links) ist das
am besten erhaltene Exemplar, das bisher gefunden wurde. Das Interessante
an ihm ist, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen
diesem 1,6 Millionen Jahre alten Fossil und dem Menschen unserer
Tage gibt. Das Skelett des australischen Eingeborenen (oben) ist
dem des Turkana-Jungen besonders ähnlich. Dies beweist erneut,
dass Homo erectus eine echte Menschenrasse war, und keineswegs
primitiv.
|
Das berühmteste afrikanische Homo erectus Fossil ist das "Narikotome
Homo erectus" oder der "Turkana Junge", der
nahe dem Turkanasee in Kenia gefunden wurde. Es ist sicher, dass es sich
um das Fossil eines 12 Jahre alten Jungen handelt, der, wenn er erwachsen
geworden wäre, eine Größe von 1,83 Meter erreicht hätte. Die aufgerichtete
Skelettstruktur unterscheidet sich nicht vom modernen Menschen. Der amerikanische
Paläoanthropologe Alan Walker sagt, er zweifle daran, "dass ein durchschnittlicher
Pathologe den Unterschied zwischen dem Fossilskelett und einem modernen
Menschen erkennen könnte". Über den Schädel schrieb Walker, er habe auflachen
müssen als er ihn sah, weil er so große Ähnlichkeit mit dem Neandertaler
aufwies.198 Der Neandertaler aber ist - wie wir im nächsten Kapitel sehen
werden - eine moderne Menschenrasse, demnach ist auch Homo erectus eine
moderne Menschenrasse.
Sogar der Evolutionist Richard Leakey stellt fest, dass die Unterschiede
zwischen Homo erectus und dem modernen Menschen nicht mehr als rassische
Varianten sind:
Man kann auch Unterschiede sehen: in der Schädelform,
wie weit das Gesicht vorsteht, die Stärke der Brauen etc. Doch
sind diese Unterschiede wohl kaum ausgeprägter, als wir sie heute bei
modernen Menschenrassen sehen können. Solche biologischen Variationen
entstehen, wenn Populationen über signifikante Zeiträume geographisch
voneinander getrennt sind.199
HOMO ERECTUS'S ALS SEEFAHRER
"Urzeitliche Seeleute: Die ersten Menschen waren viel klüger,
als wir angenommen haben." Nach diesem Artikel aus dem New
Scientist vom 14. März 1998 fuhren die Menschen, die Evolutionisten
als Homo erectus bezeichnen, schon vor 700,000 Jahren zur
See. Man kann Menschen, die die Kenntnisse, Technologie und
Kultur besaßen, die Meere zu befahren, unmöglich als primitiv
bezeichnen.
|
Professor William Laughlin von der Universität von Connecticut führte
ausgedehnte anatomische Untersuchungen an Eskimos und den Bewohnern der
Aleuten durch und stellte fest, dass diese Menschen dem Homo erectus
außerordentlich ähnlich sind. Laughlin kam zu dem Schluss, dass all die
vermeintlich ausgestorbenen Menschenarten lediglich Rassen des Homo
sapiens, des modernen Menschen waren:
Wenn wir die immensen Unterschiede betrachten zwischen
zurückgezogen lebenden Gruppen wie den Eskimos und Buschmännern, von
denen wir wissen, dass sie zu der Art Homo sapiens gehören, dann scheint
es gerechtfertigt, zu schlussfolgern, dass Sinanthropus, (eine Homo
erectus Variante), zu derselben Art gehört.200
Mittlerweile ist es eine innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft
des öfteren ausgesprochene Tatsache, dass Homo erectus eine überflüssige
Kategorie ist und dass Fossilien, die Homo erectus zugeschrieben werden,
in Wahrheit keine so großen Unterschiede zum Homo sapiens aufweisen, dass
sie als gesonderte Art anzusehen wären. Das Magazin American Scientist
fasste die Ergebnisse einer im Jahr 2000 abgehaltenen Konferenz zu diesem
Thema folgendermaßen zusammen:
Die meisten Teilnehmer der Senckenberg Konferenz
nahmen an einer leidenschaftlichen Debatte über den taxonomischen Status
von Homo erectus teil, die von Milford Wolpoff von der Universität
von Michigan und Alan Thorne von der Universität von Canberra sowie
deren Kollegen begonnen worden war. Sie trugen vor, dass Homo erectus
keine Spezies sei und dass man diese Kategorie schleunigst beseitigen
solle. Alle Mitglieder der Gattung Homo, von vor 2 Millionen Jahren
bis heute, waren nur eine einzige, sehr variantenreiche, weitverbreitete
Spezies, Homo sapiens, die ununterbrochen lebte und keine Unterabteilungen
hat. Das Thema der Konferenz, Homo erectus , existierte überhaupt nicht.
201
Die Schlussfolgerung der die obengenannte These vertretenden Wissenschaftler
kann zusammengefasst werden mit "Homo erectus ist keine Spezies, die sich
vom Homo sapiens unterscheidet, sondern eine Rasse innerhalb der Spezies
Homo sapiens." Andererseits gibt es aber eine große Kluft zwischen der
Menschenrasse Homo erectus und den Affen Australopithecus, Homo Habilis,
und Homo rudolfensis, die Homo erectus im Szenario der "Evolution des
Menschen" vorausgegangen sein sollen. Das heißt nichts anderes, als dass
die ersten Menschen plötzlich und ohne evolutionäre Vorgeschichte auf
der Erde erschienen.
Anatomie und Kultur der Neandertaler
Neandertaler (Homo Neandertalensis) waren Menschen, die plötzlich vor
100000 Jahren in Europa auftauchten und wieder verschwanden, oder sich
vor 35000 Jahren assimilierten. Der Unterschied zum modernen Menschen
besteht darin, dass ihre Skelette stärker gebaut waren und dass ihr Schädelvolumen
etwas größer war.
Neandertaler waren eine Menschenrasse, eine Tatsache, die heute fast
jeder anerkennt. Evolutionisten haben lange und intensiv versucht, sie
als primitive Art darzustellen, doch alle Funde weisen darauf hin, dass
sie sich nicht von einem stark gebauten Menschen unterscheiden, der uns
heute auf der Strasse entgegen kommt. Der prominente Paläoanthropologe
Erik Trinkaus von der Universität New Mexico, ausgewiesener Experte auf
diesem Gebiet, schreibt:
Detaillierte Vergleiche von Skelettüberresten der
Neandertaler mit dem Skelett des modernen Menschen haben gezeigt, dass
es nichts gibt in der Anatomie des Neandertalers, dass überzeugend auf
modernen Menschen unterlegene motorische, manipulative, intellektuelle
oder linguistische Fähigkeiten hinweisen würde.202
Viele heutige Forscher definieren den Neandertaler als Unterart des modernen
Menschen und nennen ihn Homo sapiens neanderthalensis.
Der Fossilienbestand zeigt Außerdem, dass die Neandertaler
eine fortgeschrittene Kultur besaßen. Eines der interessantesten Beispiele
dafür ist eine von Neandertalern aus dem Oberschenkelknochen eines Bären
angefertigte Flöte. Sie wurde im Juli 1995 von dem Archäologen Ivan Turk
in einer Höhle in Nordjugoslawien gefunden. Der Musikwissenschaftler Bob
Fink hat sie untersucht. Er bewies, dass die mit der C14-Methode auf 43000
- 67000 Jahre datierte Flöte vier Töne und deren Halbtöne produzieren
konnte. Diese Entdeckung zeigte, dass die Neandertaler die Siebenton-Skala
benutzten, die noch heute die Grundlage westlicher Musik ist. Fink führt
weiter aus, dass "der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Loch der
Flöte doppelt so groß ist, wie der zwischen dem dritten und vierten."
Das bedeutet, dass der erste Abstand einen ganzen Ton repräsentiert und
der folgende Abstand einen Halbton. Fink sagt, "Diese drei Töne... sind
zwangsläufig diatonisch und passen perfekt in jede Standard-Tonleiter,
ob modern oder antik," womit er nachweist, dass die Neandertaler
Menschen waren, die theoretische Musikkenntnisse besaßen und praktische
Fähigkeiten zum Bau von Musikinstrumenten hatten.203
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| DIE NEANDERTALER:
EINE MENSCHENRASSE
Rechts ist ein Homo sapiens neanderthalensis
zu sehen. Der Schädel wurde in Israel gefunden und sein Besitzer
wird auf eine Größe von etwa 1,80 m geschätzt. Seine Gehirnkapazität
entspricht der heutigen: 1740 Kubikzentimeter. Unten sind ein Neandertaler-Skelett
zu sehen und ein Steinwerkzeug, von dem man annimmt, von ihnen benutzt
worden zu sein. Dieser und ähnliche Funde zeigen, dass die Neandertaler
eine Menschenrasse waren, die im Lauf der Zeit verschwunden ist.
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Andere Fossilienfunde zeigen,
dass Neandertaler ihre Toten begruben, ihre Kranken versorgten und Halsbänder,
Ketten und ähnlichen Schmuck benutzten.204
Ebenso wurde bei Ausgrabungen eine 26000 Jahre alte
Nähnadel, die von Neandertalern benutzt wurde, gefunden. die aus Knochen
hergestellte Nadel ist äußerst gerade und hat eine Öse für den Faden.205
Menschen, die Nähnadeln benutzen und sich kleiden, können kaum als "primitiv"
angesehen werden.
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EINE NÄHNADEL
DER NEANDERTALER
26,000 Jahre alte Nähnadel: Dieser interessante
Fund beweist, dass die Neandertaler bereits vor zehntausenden
von Jahren die Kenntnisse zum Herstellen von Kleidung besaßen.
(D. Johanson, B. Edgar, From Lucy to Language, Seite 99).
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EINE FLÖTE DER NEANDERTALER
Eine aus Knochen gefertigte Flöte
der Neandertaler. Berechnungen unter Zugrundelegung der Maße der
Flöte haben gezeigt, dass die Löcher exakt so angebracht waren,
um korrekte musikalische Töne zu produzieren, es handelt sich
also um ein von einem Fachmann hergestelltes Musikinstrument.
Oben sind die Berechnungen Bob Fink's zu der Flöte zu sehen.
Im Gegensatz zur evolutionistischen Propaganda zeigen Entdeckungen
wie diese, dass der Neandertaler zivilisiert lebte und kein primitiver
Höhlenmensch war (Der AAAS Science News Service, "Neanderthals
Lived Harmoniously", 3. April 1997). |
Die beste Forschungsarbeit über die Fähigkeit der
Neandertaler, Werkzeuge herzustellen, ist die des Anthropologen Steven
L. Kuhn und der Archäologin Mary C. Stiner, beide Professoren an der Universität
von New Mexiko: Obwohl die beiden Wissenschaftler Anhänger der Evolutionstheorie
sind, zeigen die Ergebnisse ihrer archäologischen Untersuchungen und Analysen,
dass die tausende von Jahren an der italienischen Südwestküste in Höhlen
lebenden Neandertaler Aktivitäten ausführten, die
so komplex waren, dass sie dieselbe Denkkapazität erfordern wie die des
modernen Menschen.206
Kuhn und Stiner fanden verschiedene Werkzeuge in diesen Höhlen. Scharfe,
zugespitzte Schneidwerkzeuge einschließlich steinerner Speerspitzen, die
vorsichtig zugehauen worden waren. Eine scharfe Klinge durch das Wegschlagen
von Steinschichten zu produzieren, verlangt zweifellos Intelligenz und
Geschicklichkeit. Eines der größten Probleme bei dieser Prozedur sind
die schwer kalkulierbaren Bruchstellen nahe der Spitze des Steins. Deswegen
muss derjenige, der diese Arbeit durchführt, die aufzuwendende Kraft und
den Auftreffwinkel für seinen Schlag sehr genau abschätzen können, um
die Klinge je nach Wunsch gerade oder gebogen herstellen zu können.
DEN FAKTEN WIDERSPRECHENDE PROPAGANDA
Trotzdem Fossilienfunde
zeigen, dass die Neandertaler verglichen mit uns keine "Primitiven"
waren, sondern eine Menschenrasse, dauern die evolutionistischen
Vorurteile unvermindert an. Der Neandertaler wird immer noch in
einigen evolutionistischen Museen als "Affenmann" beschrieben,
wie in dem Bild links zu sehen ist. Dies ist ein Hinweis darauf,
dass der Darwinismus auf Vorurteilen und Propaganda beruht, und
nicht auf wissenschaftlichen Entdeckungen.
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Margaret Conkey von der Universität von Kalifornien erklärt, wie auch
schon zu Zeiten vor den Neandertalern Werkzeuge von intelligenten Menschen
hergestellt wurden, die sich dessen genau bewusst waren, was sie taten:
Wenn sie die Dinge betrachten, die archaische Menschen
mit ihren Händen geformt haben, Levallois Herzen beispielsweise, das
ist keine stümperhafte Technik. Sie hatten Wertschätzung für das Material
mit dem sie arbeiteten, sie verfügten über ein Verständnis ihrer Welt.207
Wissenschaftliche Entdeckungen zeigen also, dass die Neandertaler, was
Intelligenz und Fertigkeiten angeht, eine Menschenrasse waren, die sich
von uns nicht unterschied. Sie verschwanden entweder aus der Geschichte,
weil sie sich assimilierten und mit anderen Rassen vermischten, oder sie
starben aus uns unbekannten Gründen aus. "Primitive" oder gar "Halbaffen"
waren sie definitiv nicht.
Archaischer Homo sapiens, Homo heidelbergensis und Cro-Magnon Mensch
Ein typischer Cro-Magnon Schädel. |
Der archaische Homo sapiens ist die letzte Stufe im imaginären
Evolutionsschema. Doch viel haben die Evolutionisten nicht zu sagen über
diese Fossilien, denn es gibt nur sehr kleine Unterschiede zwischen ihnen
und den modernen Menschen. Manche Forscher sind sogar der Auffassung,
dass Vertreter dieser Rassen noch heute leben, und sie verweisen auf die
australischen Ureinwohner als Beispiel. Wie der archaische Homo sapiens
haben auch die australischen Ureinwohner vorstehende Augenbrauen, eine
nach innen geneigte Unterkieferstruktur und ein etwas geringeres Schädelvolumen.
Die Gruppe, die in der evolutionistischen Literatur als Homo Heidelbergensis
bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit der archaische Homo sapiens.
Der Grund, warum zwei verschiedene Termini zur Definition desselben Menschenrassentypus
benutzt werden, liegt in der Uneinigkeit der Evolutionisten. Alle Fossilien,
die in der Klassifikation Homo heidelbergensis zusammengefasst
werden, sollen vor 500000 bis 740000 Jahren in England und Spanien gelebt
haben.
Der Cro-Magnon Mensch soll vor 30000 Jahren gelebt haben. Er hat einen
kuppelartigen Schädel und eine breite Stirn. Sein Schädelvolumen liegt
mit 1600 Kubikzentimetern über dem Durchschnitt des zeitgenössischen Menschen.
Sein Schädel hat dicke, vorstehende Augenbrauen und einen knöchernen Vorsprung
an der Rückseite, die auch für den Neandertaler und Homo erectus
charakteristisch sind.
Obwohl der Cro-Magnon Mensch als europäische Rasse gesehen wird, ähneln
Schädelstruktur und -volumen sehr stark manchen Rassen, die heute in Afrika
und den Tropen leben. Aufgrund dieser Ähnlichkeit wird angenommen, dass
Cro-Magnon eine archaische, afrikanische Rasse war. Andere paläoanthropologische
Funde haben gezeigt, dass Cro-Magnon und Neandertaler sich vermischten,
und die Basis für die heutigen Menschenrassen legten.
Doch war keine dieser verschiedenen Rassen eine "primitive Art". Es waren
verschiedene Menschen, die in früheren Zeiten lebten und sich entweder
assimilierten oder ausstarben. |