von HARUN YAHYA
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Die Terrorangriffe auf das World Trade Center in New York und auf das Pentagon in Washington vom 11. September 2001 verursachten den Tod tausender unschuldiger Menschen und hinterließen tausende Halb- und Vollwaisen. Die Verzweiflung dieser unschuldigen Kinder macht die Monstrosität dieses Terrors deutlich.
Viele Kinder in New York oder New Jersey sahen mit eigenen Augen, wie das World Trade Center zusammenstürzte, in dem ihre Eltern noch wenige Minuten zuvor gearbeitet hatten. Viele dieser Kinder versuchten verzweifelt, ihre Eltern per Mobiltelefon zu erreichen, um zu erfahren ob Sie noch lebten. Die meisten der Anrufe blieben unbeantwortet. Einige der Kinder fanden Nachbarn oder Verwandte, die sich um sie kümmerten, andere sahen tagelang keine Menschenseele und sie verbrachten diese Tage unter Schock, voller Angst und in Sorge. Viele waren noch nicht alt genug, zu begreifen, was passiert war, und sie verstanden nicht, warum ihre Eltern nicht nach hause kamen. Die Lage dieser Kinder, die ihre Mütter oder Väter und in einigen Fällen beide Elternteile verloren haben, ist nunmehr ein Thema in den USA, das in der Öffentlichkeit mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt wird. Eine Stiftung, der "Twin Towers Orphan Fund" ist gegründet worden, die Gelder bereitstellt und sich um die Zukunft dieser Kinder kümmert. Eines wird die Stiftung wohl nicht können: die traumatischen Erlebnisse dieser Kinder verschwinden lassen und wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter zaubern.
Die Schicksale dieser Kinder, die am schwersten unter den Folgen der Terroranschläge zu leiden haben, hat andere Kinder überall in den USA tief berührt. Millionen gleichaltrige, die mit ansahen, wie die Kinder in New York und New Jersey ihre Mütter, Väter, Brüder und Schwestern verloren, strecken eine helfende Hand aus und versuchen, neue Hoffnung in deren Herzen zu pflanzen. Die Briefe dieser Kinder an ihre zu Terroropfern gewordenen Altersgenossen zeigen die große Solidarität und die unerschütterliche Ernsthaftigkeit, mit der diese kleinen Herzen an Gott glauben und ihm ihr Vertrauen schenken. Die Briefe von Schülern der 5. Klasse der Lake County Christian School geben ein eindrucksvolles Beispiel:
Liebe Kinder, Hi, ich heiße Sarah. Ich bin elf Jahre alt und ich lebe in Texas. Ich habe eine ältere Schwester und ganz viele Tiere. Meine Familie und unsere Schule beten für euch. Eure Freundin,
Liebe Kinder,
"Hast du den gesehen, der das (Letzte) Gericht [die Religion] leugnet? Er ist es, der die Waise wegstößt und nicht zur Speisung des Armen anspornt. (Quran, 107:1-3) Muslime aber übernehmen die Verantwortung, Waisen und alle unschuldigen Kinder zu beschützen. In einer der Suren heißt es: "Daher, was die Waise anlangt, benachteilige sie nicht!" (Quran, Sure 93:9). In einer anderen Sure werden Muslime dazu angehalten, gut zu den Waisen, den Armen, Nachbarn und anderen Menschen zu sein. "Und dient Allah und setzt Ihm nicht an die Seite. Und seid gut zu den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem Nachbar, sei er einheimisch oder aus der Fremde, zu den Kollegen, den Reisenden und zu denen, welche ihr von Rechts wegen besitzt. Siehe, Allah liebt nicht den Hochmütigen, den Prahler. (Quran, Sure 4:36) Jene die unschuldige Menschen umbringen, die Angst vor Gott haben und dennoch Hilfe von ihm wollen, haben sich vollständig von Ethik und Moral des Islam losgesagt.
Die Urheber der Terrorakte gegen die USA sind nicht nur für das Leiden unschuldiger Menschen dort verantwortlich, sondern auch für das Leiden von Millionen verhungernder Babies, Kinder, Frauen und alter Menschen in Afghanistan, denn die Ursache für die heutigen militärischen Operationen in Afghanistan sind die Terroranschläge in den USA. Afghanistan ist ohnehin schon eines der ärmsten Länder der Welt. Es hat die höchste Kindersterblichkeitsrate der Welt. Eines von vier Afghanischen Kindern stirbt vor Erreichen seines fünften Lebensjahres.
Jedes dritte Afghanische Kind ist ein Waisenkind, jedes zweite Afghanische Kind ist unterernährt. Die Terrorakte in den USA und der darauf folgende Amerikanische Gegenschlag haben in Afghanistan, wo der Lebensstandard ohnehin extrem niedrig ist, ein humanitäres Desaster allergrössten Ausmaßes verursacht. Über eine Million Afghanen flohen aus ihren Häusern. Sie sind den extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt und haben zu wenig Nahrung. Jeden Tag sterben zahlreiche Kinder an Unterernährung, an Seuchen und Unterkühlung. Dieser Krieg findet unausweichlich auf dem Rücken der Zivilisten statt und die Zahl der Toten steigt stetig an.
Eine der Suren lautet: "Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah..." (Quran, Sure 3:110) Demzufolge ist es die Aufgabe eines Muslims, zu den Gerechten unter den Menschen zu gehören und das düstere Bild einer Welt, in der Unschuldige unterdrückt und Grausamkeiten ausgesetzt und umgebracht werden, zu ersetzen durch eine Welt in der Glück, Freude und Sicherheit herrschen. Aus diesem Grund müssen Muslime aufstehen gegen den Terrorismus, der mitleidlos kleine Kinder ermordet und der die Welt in Anarchie und Chaos stürzen will. Muslime müssen jedermann und der ganzen Welt zeigen, dass der Islam eine Religion der Liebe und des Friedens ist. Der Islam verabscheut Terrorismus!
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