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Der Heuschreckenkrebs (Stomatopoda) ist bekannt
für seine keulenartigen Gliedmaßen, mit denen er schnell
wie ein Karate-Kämpfer zutritt und die Schale seiner Beute
aufbricht. Eine vor kurzem durchgeführte Studie des Magazins
Nature hat ergeben, dass die Tritte der Gattung Odontodactylus scyllarus
mithilfe eines speziellen Federmechanismus ausgeführt werden.
(Schauen Sie sich die Fotos an!)
Der
Heuschreckenkrebs gehört zu den räuberischen Schalentieren,
die in seichten Gebieten tropischer und subtropischer Meere leben.
Die Tiere erreichen eine Länge zwischen 2 und 70 cm und zählen
zu den aggressivsten Lebewesen überhaupt. Ihren wissenschaftlichen
Namen erhielt der Heuschreckenkrebs aufgrund seiner Art zu fressen
und der Gliedmaßen an der Brust (stomato: Maul; pod: Fuß).
Jedes dieser Gliedmaßen besitzt scharfe Stacheln. Das zweite
Bein ist besonders lang und wird zum Schlagen und Fangen der Beute
benutzt. Im Englischen sind diese Lebewesen als "Mantis shrimps"
bekannt, da die borstige Erscheinung der zweiten Gliedmaßen
dieser Tiere sehr an die Gottesanbeterin (Mantis) erinnert. Unter
den Heuschreckenkrebsen gibt es zwei unterschiedliche Arten, die
"Speerer" und die "Schmetterer". Die Gliedmaßen
unter dem Bauch besitzen Kiemen, die zum Schwimmen benutzt werden.
Der Heuschreckenkrebs verwendet seine zweiten Beinpaare, um die
Schalen von Schnecken zu zerbrechen, die seine Hauptnahrung darstellen.
Die Tritte, die er dabei austeilt, sind äußerst wirksam.
Der große Heuschreckenkrebs erreicht die Durchschlagskraft
einer Pistolenkugel des Kalibers 22.(1)
Früher gingen die Forscher davon aus, dass der Heuschreckenkrebs
mit einer maximalen Geschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde zuschlägt.
Die neuesten Studien ergaben jedoch, dass der Heuschreckenkrebs
auch schneller sein kann. Mit Hilfe moderner Bildtechnologie stellten
die Forscher fest, dass diese Lebewesen mit einer Geschwindigkeit
zwischen 14 und 23 Metern pro Sekunde zuschlagen können. Diese
Untersuchung wurde von Wissenschaftlern des Integrative Biology
Department an der Universität von Kalifornien durchgeführt(2).
Sie fanden heraus, dass diese Geschwindigkeit mit Hilfe eines speziellen
Federsystems erreicht wird.
Die Spannungsenergie, die von den Muskeln und Sehnen erzeugt wird,
ist allein nicht ausreichend, um die Gliedmaßen so schnell
zu bewegen. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler benötigt
man für eine solche Geschwindigkeit eine Kraft von 4,7 x 105
Watt pro Kilogramm Muskelmasse. Doch es ist nach dem heutigen Stand
der Wissenschaft selbst für den schnellsten Muskel unmöglich,
eine solche Kraft zu erzeugen. Daher erklären die Wissenschaftler
die Tritte des Heuschreckenkrebses mit einem speziellen Federmechanismus.
Er funktioniert wie ein Katapult: Sobald die Muskeln an den Gliedmaßen
den Flexor-Muskel zusammenziehen, kommt eine andere Gruppe von Muskeln
zum Einsatz, die als Fänger dienen und verzögern die Bewegungen
der Gliedmaßen. Wenn die Muskeln an den Gliedmaßen ihre
höchste Kontraktion erreicht haben, werden die Fänger
losgelassen. So wird das Bein sehr schnell vom Körper weggeschleudert.
Der Schlag des Heuschreckenkrebses geschieht innerhalb von nur zwei
Millisekunden, fünfzig Mal schneller, als das menschliche Auge
es erfassen kann.(3)
(Schauen Sie sich die Diagramme des Schlag-Mechanismus an)
Die Wissenschaftler stellten fest, dass der Sitz dieses Federmechanismus
eine hyperbolisch-parabolische Form hat, wie sie im Maschinenbau
und in der Architektur angewandt wird. In Strukturen dieser Form
werden Spannungen mit Hilfe gegenüberliegender und diagonaler
Bögen über die gesamte Fläche verteilt und so reduziert.
So wird das Risiko eines Bruchs vermindert. Ähnlich reduziert
die Sattelform des Federmechanismus einen Bruch durch Verminderung
der Kräfte, die während des Zusammenziehens und des Streckens
entstehen.
Es ist erstaunlich, dass der Heuschreckenkrebs ein Bauprinzip
verwendet, dass von Ingenieuren und Architekten eingesetzt wird.
Doch im Gegensatz zu intelligenten Architekten und Ingenieuren kann
der Heuschreckenkrebs unmöglich die mathematischen Formeln
dieses Prinzips kennen oder sie entsprechend entwickeln.
Ein Heuschreckenkrebs, der die harte Schale der Schnecke sieht,
die er fressen möchte, kann sich keine Waffe ausdenken und
deren Umsetzung im eigenen Körper realisieren. Es ist für
ihn unmöglich, zuerst Speere und Verdickungen in den vorderen
Gliedmaßen zu produzieren und dann ein Federsystem zu planen,
mit dem er diese losfeuert. Außerdem müsste er anschließend
Muskeln zwischen Beinen und Flexor-Muskeln entwickeln, die das Losschlagen
verzögern. Es ist daher eindeutig, dass der Heuschreckenkrebs
mit diesem System erschaffen wurde. Es besteht kein Zweifel, dass
Gott der Allmächtige, der Herr der Welten, den Heuschreckenkrebs
ins Leben gerufen hat. Allah allein schuf alle Dinge ohne irgendein
Modell. In einem Quran-Vers erklärt unser Herr:
[Allah] ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn
Er eine Sache beschließt, spricht Er nur "Sei" und
sie ist. (Quran, 2:117)
Schauen Sie sich hier an, wie ein Heuschreckenkrebs die Schale
einer Schnecke aufbricht. (Sie benötigen hierfür Quick
Time)
1 "Seeing the World in Many Colors",
Maryland University Internet Site, http://www.umbc.edu/gradschool/research/profile_11.html
2 S. N. Patek, W. L. Korff & R. L. Caldwell, "Biomechanics:
Deadly strike mechanism of a mantis shrimp," Nature 428, 22
April 2004, pp. 819 - 820
3 "Secrets of the Stomatopod: An Underwater Research Adventure",
California University Internet Site, http://www.ucmp.berkeley.edu/aquarius/raps.html
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