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Die umfassende Analyse des Schimpansen-Genoms offenbart
einen größeren genetischen Unterschied zum Menschen
Nunmehr gehört auch der Schimpanse zu der Gruppe
von Tieren, deren Genom entschlüsselt wurde. Die Daten des
Schimpansen-Genoms wurden von einem internationalen Forschungsteam,
dessen Studien in Nature (1) veröffentlicht
wurden, mit dem menschlichen Genom verglichen. Den Erkenntnissen
des Forschungsteams zufolge haben Menschen viele Gene mit Schimpansen
gemeinsam, doch es gibt auch bedeutende Unterschiede. Tatsächlich
verdreifacht dieser erste umfassende Gen-Vergleich den Prozentsatz
der Unterschiede, der von früheren Studien, die auf der Analyse
eines Teils des Genoms beruhten, angenommen worden war. Der aktuelle
Prozentsatz der genetischen Ähnlichkeit beträgt 96% und
nicht, wie früher berichtet, 98,5%
Der Schimpanse ist das vierte Säugetier, dessen
Gensequenzen nach dem Menschen, der Maus und der Ratte analysiert
wurden. 67 Wissenschaftler u.a. aus den USA, Deutschland, Israel,
Italien und Spanien trugen zu der Forschungsarbeit bei. "Als
wir auf dem Fundament, dass durch das 'Human Genome Project' gelegt
worden ist, aufbauten, ist klar geworden, dass der Vergleich des
menschlichen Genoms mit den Genomen anderer Organismen ein enorm
wichtiges Instrument zum Verständnis unserer eigenen Biologie
ist," sagt der Direktor des National Human Genome Research
Institute, Francis S. Collins. (2)
Ein Hauptgrund für die geringere genetische Ähnlichkeit
ist, dass die Wissenschaftler verschiedene Typen genetischer Unterschiede
berücksichtigt haben. In vorherigen Studien hatten die Wissenschaftler
stets nur einfache nukleotide Polyphormismen (single nucleotide
polyphormisms (SNP) = Vielgestaltigkeiten) als Variationen betrachtet,
wodurch man auf einen Wert von 1,2% Unterschieden kam. Ein SNP repräsentiert
den Unterschied eines einzigen Basenpaares zwischen zwei gleichartigen
DNS Sequenzen. In der jüngsten Studie berücksichtigten
die Wissenschaftler auch andere Differenzierungstypen wie "indels"
(insertions and deletions = Einfügungen und Löschungen),
die die Lücken zwischen unvergleichbaren Nukleotid-Sequenzen
von Mensch und Affe repräsentieren; solche "indels"
können tausende Nukleotide lang sein. Das unten Gezeigte ist
ein 3-Nukleotid-indel.
Die 4% Differenz summieren sich zu Unterschieden in
40 Millionen Basenpaaren und repräsentieren 35 Millionen SNPs
und 5 Millionen indels.

Zwangsläufige Reduzierung der Propagandazahlen
Die Einbeziehung der indels in die Analyse hat offenbart, wie vereinfachend
und irreführend vorherige Analysen waren. Ein Bericht des Nature
News Service mit einer Stellungnahme von Evan Eichler von der Medizinischen
Hochschule der Washington Universität in Seattle, einem Mitglied
des Forschungsteams, räumt dies ein:
"
Menschen und Affen sind nicht
ganz so enge Familienangehörige wie gedacht. Grobe
DNS Vergleiche der Vergangenheit haben gezeigt, dass unsere Sequenzen
zu 98,5 bis 99 Prozent identisch sein sollten. Das ist
tatsächlich der Fall, wenn man die 1-Bit Unterschiede des
DNS Codes betrachtet, von denen es 35 Millionen gibt, was etwa
1,2% der gesamten Sequenzen ausmacht. Doch es gibt noch weitere
Unterschiede," sagt Eichler. "Die beiden Sequenzen sind
voller duplizierter Segmente, die sich auf verschiedene Weise
auf die beiden Arten verteilen", berichtet er in einer weiteren
Analyse. "Diese Regionen addieren weitere 2,7% hinzu.
Demnach ist die Zahl von 1,2% beklagenswert ungenau,"
sagt Eichler. (3)
Das ist ein ganz beeindruckendes Eingeständnis, denn über
Jahrzehnte haben Evolutionisten die Öffentlichkeit mit der
Zahl 99% in ihrer Propaganda über die genetische Ähnlichkeit
von Menschen und Affen in die Irre geführt. Nun stellt sich
heraus, dass diese Zahl auf einer vereinfachenden, inakkuraten Interpretation
beruht.
Genetische Ähnlichkeit ist kein Beweis für
gemeinsame Vorfahren
Tatsächlich bedeutet eine wie auch immer geartete genetische
Ähnlichkeit absolut keinen Beweis der Behauptung, Menschen
und Affen stammten von einem gemeinsamen Vorfahren ab. Es ist völlig
klar, dass Ähnlichkeiten zwischen Gen-Sequenzen keine gemeinsamen
Urahnen beweisen. Schimpansen und Menschen atmen dieselbe Luft,
sie haben ähnliche Organe und eine ähnliche Ernährung,
also ist es auch völlig normal und natürlich, dass sie
ähnliche Gen-Sequenzen haben, die sie beispielsweise mit einer
ähnlichen Physiologie ausstatten. Die Existenz ähnlicher
Anweisungen in den Gebrauchsanleitungen zweier ähnlicher Geräte
ist kein Beweis, dass diese Geräte als Ergebnis von Zufällen
entstanden sind, und genausowenig bedeuten genetische Ähnlichkeiten
zwischen Organismen einen Beweis für die Behauptung, sie hätten
sich zufällig aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt. Die
in der DNS enthaltene genetische Information ist erstaunlich komplex.
Eine mathematische Analyse dieser Komplexität widerlegt die
materialistischen, evolutionistischen Behauptungen. Die Existenz
genetischer Information und die offensichtlichen Ähnlichkeiten
zwischen den Organismen stellen einen konkreten Beweis der Tatsache
dar, dass die Lebewesen von Gott erschaffen werden.
Hinter den Statistiken
Wenn wir Schlagzeilen lesen wie "Wissenschaftler finden heraus,
dass Mensch und Schimpanse genetisch zu 99,44% gleich sind",
so wird uns suggeriert, dies seien ganz objektive, genaue Schätzungen.
Es wäre abwegig, anders zu denken, denn die Zahl ist bis auf
die zweite Stelle hinter dem Komma genau, und sie stammt von Wissenschaftlern!
Doch dieser Eindruck ist eine Täuschung und repräsentiert
lediglich die Voreingenommenheit evolutionistischer Wissenschaftler.
Dies zu beleuchten, betrachten wir diese aus 20 DNS Basen - Basen
oder Nukleotide sind wie die Sprossen der DNS Leiter - bestehenden
Sequenzen unten: Sie stammen aus denselben Bereichen der DNS eines
Pavians und eines Orang-Utans. (4) Werden sie
parallel ausgerichtet, zeigen sich offensichtliche Unterschiede.
(Farbige Basen in Klammern weisen auf unterschiedliche Sequenzen
hin. A, T, G, und C repräsentieren entsprechend die Basen Adenin,
Thymin, Guanin und Zytosin )

Wenn Sie Ähnlichkeiten erwarten wollen, entdecken Sie bei
näherem Hinsehen, dass die Sequenzen identische Teile aufweisen,
obwohl sie verschieden sind. Damit sie noch ähnlicher aussehen,
können Sie eine hypothetische Lücke annehmen und die Sequenzen
so ausrichten:

Nun sind sie fast identisch. Sie lassen es so aussehen, als habe
die zweite Sequenz an der Stelle, an der sich C und die Lücke
befinden, ein Nukleotid verloren, bzw. die erste Sequenz habe eines
hinzubekommen. Wenn Sie jetzt ein wenig rechnen, kommen Sie zu dem
Ergebnis, der Prozentsatz an Ähnlichkeit habe signifikant zugenommen.
Doch dieses Verfahren weist ein ernstes, grundsätzliches methodisches
Problem auf: Sie haben ein Element hinzugefügt,
dass nur Ihrer subjektiven Interpretation der Daten entspringt.
Und das ist vergleichsweise wenig gegenüber dem, was man mit
größeren Sequenzen anstellen kann. Lange Sequenzen zweier
unterschiedlicher Organismen können praktisch nie parallel
angeordnet werden, ohne dass es in der Kontinuität der Nukleotide
eine Lücke gäbe. Das aber öffnet Tür und Tor
für eine willkürliche Anordnung der Nukleotide, ganz so,
wie der Interpretierende sie sehen will.
Schauen wir uns unter diesem Gesichtspunkt an, wie 40 Nukleotide
der menschlichen DNS und 54 Nukleotide der DNS eines Orang-Utan
selektiv angeordnet werden können. Die erste Reihe der beiden
verschiedenen Ausrichtungen unten ist die menschliche Sequenz, die
zweite die des Orang-Utan. (5):

Sie sehen, dass die Reihenfolge der Nukleotide in beiden Ausrichtungen
exakt dieselbe ist. Doch die Zahl der indels und SNPs ändert
sich erheblich bei der zweiten Anordnung. Dieses Beispiel vergleicht
nur 40 und 54 Nukleotide lange Ketten, doch der Grad der Wahrscheinlichkeit,
dass sie anders interpretiert werden, als es der Realität entspricht,
erhöht sich erheblich beim Vergleich der kompletten Genome
des Menschen und des Orang-Utan-Genoms, die aus Milliarden Nukleotiden
bestehen.
Die Verwirrung der Evolutionisten
Mit der Möglichkeit der vergleichenden Genom-Analyse verbanden
die Evolutionisten die Fähigkeit, die endgültige Antwort
auf die Frage zu geben: "Was macht uns zu Menschen?" Alle
Eigenschaften eines Menschen sollten angeblich auf DNS-Ebene erklärt
werden können. Nun liegen die Ergebnisse des ersten umfassenden
Genom-Vergleichs von Mensch und Schimpanse vor, doch er scheint
keinerlei Hinweis zu geben, von einer Antwort auf die Frage ganz
zu schweigen. Nachrichten über die Studie bestätigen das.
Robert Waterston, Direktor für Genom-Wissenschaften an der
Universität von Washington und Mitglied des Forschungsteams
sagt:
"[Genetisch] sind wir nicht sehr verschieden. Aber wir haben
Sprache, Autos, Espressomaschinen und Psychotherapie. Wie kann
all das resultieren aus einer vergleichsweise geringen Zahl genetischer
Unterschiede im Gesamtplan?" (6)
Richtig. Wie kann eine kleine Zahl genetischer Unterschiede den
Schimpansen in den Urwald befördern, während andererseits
Wissenschaftler eines Forschungsteams dessen Genom studieren? Offensichtlich
kann der vernunftbegabte, fühlende Mensch nicht auf Gene reduziert
werden. Die Evolutionisten wissen keine Antwort. Svante Pääbo
vom Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie
in Leipzig und Co-Autor eines Nature Artikels wird wie folgt zitiert:
Wir haben keinen Zugang dazu, weil wir phenotypisch so verschieden
sind vom Schimpansen. Ein Teil des Geheimnisses ist darin verborgen,
doch wir verstehen es noch nicht. (7)
Francis S. Collins vom National Human Genome Research Institut
führt aus, es sei ein Fehler, die Antwort auf die Frage: "Was
macht uns zu Menschen?" lediglich auf molekularer Ebene zu
suchen:
"Die wirkliche Frage, was uns zu Menschen macht, ist mehr
als nur eine biologische Frage, es ist auch eine theologische
Frage," sagt Collins. Die DNS beantwortet nicht die Fragen:
'Wie können wir wissen, was richtig und falsch ist?' und
'Was ist das überhaupt, der menschliche Geist?'" (8)
Was können wir lernen aus dem Schimpansen-Genom
Projekt?
Es ist noch ein weiter Weg zum umfassenden Verständnis der
menschlichen Genetik und der Schimpansen-Genetik. Diese jüngste
vergleichende Studie hat den Wissenschaftlern im Wesentlichen rohes
Datenmaterial geliefert. Ajit Varki von der Universität von
Kalifornien in San Diego sieht es so:
[Ein] Genom ist wie das Periodensystem der Elemente... Es selbst
sagt Ihnen nicht, wie die Dinge funktionieren - es ist nur der
erste Schritt auf einem langen Weg. (9)
Daten sprechen nicht für sich selbst, sie werden interpretiert.
Angenommen, sie werden gefragt, ob ein gegebener blauer Würfel
eher wie eine blaue Pyramide oder wie ein größerer blauer
Würfel aussieht. Ihre Antwort wird unterschiedlich ausfallen,
basierend darauf, welches Kriterium Sie auswählen, Farbe oder
Größe. Was man bei dieser Studie bedenken muss, ist,
dass die genetischen Unterschiede viel komplexer sind, als evolutionistische
Propagandisten uns mit Beschreibungen, wie der von der "99-prozentigen
Ähnlichkeit" glauben machen wollen. Sobald andere genetische
Variationen einbezogen werden, sinkt der Prozentsatz erheblich.
Doch auch diese jüngste Interpretation scheint von evolutionistischer
Voreingenommenheit überschattet zu sein. Ein international
respektierter Biochemiker, Dr. Fazale Rana, bestreit sogar die 96%
Ähnlichkeit:
"Was wir hier sehen, ist ein wissenschaftliches Hüttchenspiel...
Forscher manipulieren die Ergebnisse, um größere Ähnlichkeiten
zwischen Schimpansen und Menschen zu zeigen, als tatsächlich
vorhanden sind, indem sie nur einen einzigen Typus genetischer
Differenzen betrachten. Würden sie alle Typen genetischer
Differenzen heranziehen und einen umfassenderen Vergleich durchführen,
dann würde der Ähnlichkeitsfaktor von 96% auf etwa 85%
fallen." (10)
Einmal mehr sehen wir: Mit zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnis
verlieren die Evolutionisten an Boden. So wurden die Behauptungen
über verkümmerte Organe und überflüssiger DNS
bereits ad acta gelegt. Diese Behauptungen basierten auf der falschen
Einschätzung: "Wir kennen ihre Funktion nicht, also haben
sie keine Funktion." Mit fortschreitender wissenschaftlicher
Erkenntnis verstand man, dass die Behauptungen der Evolutionisten
völlig falsch waren und auf Unwissenheit beruhten. Die Propaganda
über die genetische Ähnlichkeit unterliegt heute genau
demselben Prozess. Die Wissenschaftler sehen nun, dass die früheren
Annahmen über genetische Ähnlichkeiten auf oberflächlichen,
vorschnellen und selbsttäuschenden Schlüssen beruhen.
Am wichtigsten jedoch ist, dass 40 Millionen unterschiedliche Basenpaare
10000 Seiten füllen würden, würde jedes Basenpaar
einen Buchstaben repräsentieren. (11)
Zu glauben, solche genetischen Unterschiede kamen zusammen aufgrund
unbewusster Naturkräfte und von Zufällen, ist so, als
ob man glaubte, zehntausende zufälliger Veränderungen
an der elektronischen Ausgabe einer medizinischen Enzyklopädie
würden dieser neue Informationen hinzufügen, anstatt sie
in eine bedeutungslose Masse von Buchstaben zu verwandeln.
Der Mythos von der Evolution
Das Märchen von der affenähnlichen Kreatur, die von den
Bäumen herunterstieg, sich an eine neue Umwelt anpasste, schrittweise
neue biologische Merkmale erwarb und später zu einem menschlichen
Wesen wurde, ist der größte Unsinn der modernen Kultur.
Interessanterweise suchen Genforscher nach den Spuren dieses Mythos
im Genom des Menschen und des Schimpansen, wobei sie glauben, ihr
eigener wissenschaftlicher Verstand sei ein Resultat zufälliger,
zielloser Naturphänomene. Welchen logischen Grund könnte
es geben, einem falschen Glauben anzuhängen, der einem Verstand
entspringt, der von sich selbst meint, er sei ein Produkt chemischer
Prozesse?
Keinen natürlich.
Die Evolutionstheorie ist eine Irreführung, erfunden, um die
Tatsache der Schöpfung zu verdecken. Menschen und Schimpansen
haben sich nicht entwickelt, sie sind perfekte Wesen, erschaffen
von Gott, dem Schöpfer aller Dinge.
1 The Chimpanzee Sequencing and Analysis Consortium
2005. "Initial sequence of the chimpanzee genome and comparison
with the human genome," Nature 437:69-87
2 New Genome Comparison Finds Chimps, Humans Very Similar at the
DNA Level, NIH News, 31 August 2005, http://www.genome.gov/15515096
3 Michael Hopkin, "Chimpanzee joins the genome club",
news@nature.com, 31 August 2005, http://npg.nature.com/news/2005/050829/full/050829-9.html
4 Jonathan Marks, "What It Means to be 98% Chimpanzee",
University of California Press, 2002, S. 25
5 Marks, ebd. S. 26
6 Tom Paulson, "Chimp, human DNA comparison finds vast similarities,
key differences", Seattle-Post Intelligencer, 1 September 2005,
http://seattlepi.nwsource.com/local/238852_chimp01.html
7 Elizabeth Culotta, "GENOMICS: Chimp Genome Catalogs Differences
With Humans", Science, Band 309, Ausgabe 5740, 1468-1469, 2
September 2005
8 Karen Kaplan, "Man, Chimp Separated by Dab of DNA",
The LA Times, 1 September 2005, http://www.latimes.com/news/science/la-sci-chimp1sep01,1,6338683.story?coll=la-news-science
9 Culotta, "GENOMICS: Chimp Genome Catalogs Differences With
Humans," Science
10 Kathleen Campbell, "Leading Biochemist Says Chimp Genome
Project is Seriously Flawed," 2 September 2005, http://www.earnedmedia.org/cpr0902.htm
11 David A. DeWitt, Chimp genome sequence very different from man,
5 September 2005, http://www.answersingenesis.org/docs2005/0905chimp.asp
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